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Komische Gesellschaft

Innerer Monolog zum Thema Abrechnung


von Mondscheinsonate

Wir leben in einer komischen Gesellschaft, die derartig unlustig geworden ist, das Komische hat sich längst überreizt. Es gibt keine Menschen mehr, nicht einfach das Mensch sein, nein, nur noch den Menschen in der Kategorie.
Gutmenschen, die logische Konsequenz sind dann Bösmenschen, Linke und Rechte, arm und reich, wo ist bloß der Mittelstand im Denken?
Coronaleugner und Coronajünger, Aluhutträger, usw. usf.
Das Alles hat den Sinn, Menschen einzuordnen, um sie gegebenfalls abkanzeln zu können. Einfach nur "Mensch", ohne Kategorie, ohne Beiname, irritiert zu sehr, das gibt es kaum noch. Man muss immer betonen, dass man neutral ist, sich ins "Leo" begeben hat, sonst erntet man Häme und Spott.
Ich kann mich nicht erinnern, dass es so etwas, außer Linke und Rechte, in dieser exzessíven Form früher gab, mir scheint, das kam mit der intensiven Nutzung der sozialen Netzwerke erst richtig auf. Das ist schlichtweg unerträglich und manchmal, ich gestehe es, komme ich nicht damit zurecht.
Auch die gestörten privaten Angaben, welcher sexuellen Orientierung man ist, erträgt man kaum, was interessiert mich, dass Herr X homosexuell ist, freut mich, wenn er Liebe erfährt oder Spaß hat, mit welchem Geschlecht, das ist mir doch scheißegal, warum muss man seine sexuelle Orientierung wie eine Monstranz vor sich her tragen? Oder Titel oder welche Drogen man nimmt, was man säuft? Gibt es überhaupt noch ein Privatleben, ernsthaft, gibt es das Wort überhaupt noch?
Früher hat man seinen Kummer der besten Freundin oder Freund erzählt, jetzt wird ein kollektives Rundschreiben verfasst, weil alles so oberflächlich geworden ist, dass es das Wort "bester Freund/beste Freundin" kaum noch gibt, es tümpelt an der Oberfläche und manche brauchen 4000 Freunde, um sich im Narzissmus zu baden, aber, wehe man steht vor Gericht, so zeigen die 4000 auf den Schuldigen, man kennt sich schließlich kaum, nur vom Facebook. Aber, solche Gedanken hat die sinnlose Spaßwelt nicht, überhaupt die ganz primitiven Menschen schon gar nicht. Egal, was rege ich mich auf, es macht doch Freude, in den Äther zu brüllen, dass man sich jetzt eine Menge Drogen reinschmeißt und dann liken das die größten Vollpfosten, da klatscht man dann vor lauter Freude in seine Pfoten, weil man auf sich Aufmerksam gemacht hat. Bravo, Bravo! Das ist unsere Gesellschaft.
Widerlich, kann ich nur sagen, traurig, wahrlich.
Eine Meinung darf man nur noch haben, wenn sie dem Großteil, der Masse zusagt.
Seit 2020 haben wir plötzlich unendlich viele Mediziner, Juristen und seit 2021 sind Pharmakologen ohne Titel dazugekommen. Wenn man etwas nicht weiß, wird man sofort maßgeregelt, von oben herab angebissen und dubiose Links nachgeschmissen, das sind die wahren Wixer und es werden immer mehr. Das kleinste Kind weiß, ich zitiere Spitzer, den Professor: "Googeln kann nur der, der bereits von der Materie ein Wissen hat, damit er Schwachsinn aussondern kann. Es ist zur Erweiterung seines Wissens gedacht und nicht, um neues Wissen zu erlangen." Jawohl, da schmeißen sich die Hausfrauen im Sozialbau und auch Typen ins Netz und sind plötzlich vollausgebildete Virologen, kommt, sperren wir die Universitäten zu, sperren wir die wahrlich gebildeten Menschen in den Kerker, die braucht niemand mehr.
Ja, die Folgen von Corona werden heftiger sein als wir glauben. Definitiv.
Ich bin traurig und man darf mich jetzt getrost als linker querdenkender Gutmensch kategorisieren, ich wähle noch Rot, das muss ich noch sagen, denn ein Wahlgeheimnis gibt es schon lange nicht mehr, die Leute brüllen alles heraus, ach, und ich google höchstens die Rechtschreibung, sonst lese ich noch antiquierte Bücher und meine Ausbildungen kann ich mir am Hut picken, bald gibt es ein Doktorat zum Spottpreis, beweisen ja schon Menschen in höchsten Kreisen und überhaupt und außerdem, ich vergaß zu erwähnen, ich bin heterosexuell.
Ich wäre für ein Jahr soziale Medien abschalten, damit die Menschen wieder Menschen werden. Einfach nur Menschen mit Privatleben.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (28.03.2021)
Das alles ist für mich Grund genug, von einer Teilnahme an facebook und Kosorten abzusehen.
Nachdem ich mir die Weitergabe bekloppter Kurzfilmchen an mich ausdrücklich verbeten hatte, ist dieses Thema auch erledigt.
Ebenso wie das vermeintlich kostenfreie Whatsgeapple.

Antiquierte Grüße
der8.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 28.03.2021:
Recht hast.
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DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (28.03.2021)
Sobald ich mich in der Lage fühle, diesen Text angemessen zu kommentieren, werde ich dies tun, denn das hat er auf jeden Fall verdient.
Soviel vorweg, man braucht eine verdammt gute Strategie, um nicht von dem ganzen "Müll" überrollt zu werden.
Und einer der Punkte, an die ich da sofort denke, ist etwas, das Ätzneutron vor kurzem "Instinkt" nannte.

Kommentar geändert am 28.03.2021 um 09:17 Uhr
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Mondscheinsonate antwortete darauf am 28.03.2021:
Das Problem ist, man kommt auf Dauer nicht aus oder doch? Ich denke, es würde guttun. Ein Bekannter hat vor ein paar Jahren täglich Lieder aus vergangenen Tagen gepostet und sich dann erhängt. Dann macht man sich Gedanken, ob man die Zeichen hätte sehen sollen. Fremde Probleme werden aufgeladen.
Ein bekannter Psychiater meinte, die, die in den sozialen Netzwerken ständig und permanent ihre Traurigkeit zum Besten geben, haben in Wahrheit keine Depression, um die braucht man sich keine Sorgen machen, eher um die Stillen. Ein echter Depressiver kann gar nicht ausdrücken, was in ihm vorgeht, hat auch gar nicht die Lust dazu. Aber, es ist ja wahnsinnig "in" jede Verstimmung an die Öffentlichkeit zu tragen. Widerlich.
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 28.03.2021:
O Dance, du Förderer meiner Eitelkeit

Jeden Tag sage ich mir folgendes: Nimm dein Ego nicht so wichtig, dann hat sich das recht schnell mit der Depression und wandelt sich zurück in die alte Gestalt der Melancholie, die man wie die Pflanze den Dünger braucht, um aus tieferen Quellen zu schöpfen.

An Deppen hab ich mich noch nie orientiert, sie orientieren sich ja auch nicht an mir. Natürlich, es ist traurig, wenn man seinesgleichen nicht mehr findet. Umso wichtiger ist es, sich selbst nicht zu verlieren.
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Mondscheinsonate äußerte darauf am 28.03.2021:
Oh, letzter Abschnitt stimmt!
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DanceWith1Life ergänzte dazu am 28.03.2021:
@ ÄtzatOm
lach, soll ich etwa meiner schmeicheln.
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Quoth
Kommentar von Quoth (05.04.2021)
Der, der die Mondscheinsonate geschrieben hat, hat auch "Die Wut über den verlorenen Groschen" geschrieben, und so steckt in Dir auch ein Gutteil Thomas Berhardschen Zorns nicht nur auf die österreichische, sondern auf die Welt überhaupt, wie sie ist, wird und sich entwickelt oder vielmehr immer weiter ver- und herunterkommt. Erfrischend, das zu lesen, vielen Dank! Gruß Quoth
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Mondscheinsonate meinte dazu am 05.04.2021:
Ich danke dir!
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