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Kurzgeschichte zum Thema Gewalt


von Quoth

Es stimmt, ich bin adipös. Mein BMI liegt bei 36, das ist zu viel. Ich sollte auf Vieles, allzu Vieles verzichten, vor allem auf Zucker. Aber wenn ich eine Rosinenschnecke sehe, werde ich schwach! Ich hatte sie mir in dem Café gegönnt, in das Charles mich geladen hatte, um mir mitzuteilen, dass er auf meine Mitarbeit keinen Wert mehr legte. Er stellte mich frei. Hört sich so an, als ob man sich darüber freuen müsste! Jahrelang hatten wir vertraut zusammengearbeitet – und nun das! Charles wand sich unter dem Druck des schlechten Gewissens, denn das ganze Projekt war von mir eingefädelt worden. Und dann hatte er einen rettenden Gedanken: „Ich stelle dich Ida von Bittwitz vor. Ihr Verlag hat so viele Abteilungen, sie braucht Massen von Lektoren, z.B. in Esoterik, Fantasy, Sport! Sie hat bestimmt was für dich, ja, vielleicht kannst du dir was aussuchen. Komm mit, wir fahren sofort hin!“
Im Handumdrehen befand ich mich in einem aus lauter Frauen bestehenden Assessment-Center, und Frau von Bittwitz, eine elegante Mittfünfzigerin, befahl mir, mich auszuziehen: „Wir wollen die Katze nicht im Sack kaufen, den Kollegen wirklich kennen, bevor wir ihn einstellen, darum bitten wir um Verständnis.“ Ich bin kein schöner Anblick mehr, aber: Wer ist in meinem Alter schon noch schön anzusehen? Ich tat ihr und den kichernden Kolleginnen den Gefallen, denn mit 55 Jahren arbeitslos zu werden, ist auch nicht lustig. Frau von Bittwitz musterte mich von oben bis unten. „Meinen Sie wirklich, mit einer so schlottrig-feisten Figur taugten Sie als Mitarbeiter eines Verlags, in dem formale und inhaltliche Perfektion alles ist? Sie sind einfach nur hässlich und verabscheuenswert! Es tut mir leid …“
Natürlich tat ihr gar nichts leid, und diese heuchlerische Lüge war es, die mir die Hand ausrutschen ließ. Ich schlug ihr mit voller Wucht ins Gesicht, und obgleich ich noch nie eine Frau geschlagen habe, diese Ohrfeige bedaure ich nicht. Ich hätte es vorgezogen, wenn sie einen Mann getroffen hätte – aber ein Mann hätte mich nicht so demütigen können. Ich habe Ida von Bittwitz, der international renommierten Verlegerin, eine runtergehauen – und darauf bin ich stolz! Habe außerdem gerade einen Brief bekommen: Der Verlag braucht jemanden, der die Pellet-Heizung betreut. Die Stelle nehme ich an und träume bereits von einem vorgetäuschten technischen Defekt.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (02.04.2021)
Ziemlich hanebüchen, das Ganze, leider gelten Äußerlichkeiten heute mehr denn je. Dennoch meine ich - Rache ist süß, das lernen wir auch hier! ;)

Liebe Grüße
Llu ♥
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Quoth meinte dazu am 02.04.2021:
Dem Erzähl-Ich begegnet da eine Art von Beurteilung, an die Frauen gewöhnt sind. Das hält er nicht aus ... Danke für Empfehlung! Gruß Quoth
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