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Krieg und Frieden - 2.Teil, der Anfang

Rezension zum Thema Buch/ Lesen


von Mondscheinsonate

So beendete ich den ersten Teil, aufgewühlt und entsetzt. Die Schlacht bei Austerlitz war grauenhaft und minuziös beschrieben, kein Detail wurde ausgelassen, die Niederlage der Russen durch Einzelschicksale, verwoben mit dem Umfeld, beschrieben. Ich wüsste nicht, dass ich jemals so etwas gelesen hätte, bzw. gehört. Der Schrecken saß in meinen Gliedern, was für ein blutiges Gemetzel.
Und nun bin ich bereits im 2. Teil, wo anfangs gemeint wurde, Fürst Andrej wäre verschollen, bereits totgeredet, das stimmte mich traurig und wieder ein Schwenk in die Moskauer Gesellschaft passierte, Ball- und Heiratsgeplänkel, sehr lebensnah erzählt, auch das Duell zwischen Dolochow und Pierre wegen Pierres Frau, die plötzlich nicht mehr als stille und etwas unintelligente Frau dargestellt wurde, sondern, wir würden in Wien "Keif'n" sagen, also, als herrische Person, die ihren Mann im Grunde verachtete. Man, die Gesellschaft, unterstellte ihr eine Affaire mit Dolochow und der schießunerfahrene Pierre traf den Beleidiger am Arm, was doch sehr schmerzhaft und erniedrigend war, aber, noch erniedrigender für Dolochow war die Zurückweisung von Sonja, so rächte er sich an ihrem Herzensmenschen Nikolai Rostów beim Kartenspiel und trieb ihn damit in hohe Schulden, die widerum Nikolai dazu nötigten, seinen Vater um Hilfe zu bitten, der dies blaß auf sich nahm, aber, die Enttäuschung über seinen Sohn war Schlimmer als diese Summe, das war spürbar, wurde nur angedeutet.
Und, in der Nacht, als die Kleine Fürstin ihre Niederkunft hatte, stand plötzlich, völlig kitschig, Fürst Andrej an der Schwelle, aber, es war doch herzerwärmend für mich, dass er plötzlich, selbst vom Vater bereits totgeglaubt, da stand, aber Maria, so hieß die Kleine Fürstin, bekam ihn nicht mehr mit, lag nicht nur in den Wehen, sondern bereits im Sterben und dieses wurde absolut dramatisch dargestellt, so wie alles in dem Buch und dies ließ sogar den gestrengen Vater Andrejs nicht kalt, die Emotionen überkamen ihn als er seinen Sohn sah und der Tod über das Haus kam. Allerdings, in der Kirche, vor dem Sarg, war er wieder ganz der Alte und zog seinen spöttischen Blick auf.

Die Darstellungen des Krieges waren verzerrt, Männer wurden zu Helden, die der Gesellschaft passten und der große Heerführer Denisov als Versager hingestellt, aber der werte Leser war in der Schlacht dabei, weiß es besser, dass Denisov alles tat, um die flüchtende Meute zurückzuhalten, er war machtlos, es war zuviel Tumult.
Und, um die langweilige Figur des Pierres ein wenig interessanter zu machen, findet er nun zu den Freimaurern, was ihn, in meinen Augen, leider noch verlorener macht, aber so hat jeder seine Lieblinge oder Nervensägen beim Lesen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


toltec-head
Kommentar von toltec-head (05.04.2021)
Ist es deiner Meinung nach erlaubt, die (langweiligen) geschichtsphilosophischen Ausführungen zu überspringen oder gehören diese unbedingt dazu?
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Mondscheinsonate meinte dazu am 05.04.2021:
Grundsätzlich überspringe ich nichts, aber sieh, das Portal Bayern schreibt:"Älter und weiser zu werden, bedeutet in Krieg und Frieden die Einsicht, dass das Leben nie als System handhabbar sein wird – System im Sinne einer Ausrichtung auf übergeordnete Ziele. Der Kampf mit dem solcherart Systemischen bildet geradezu das Herz von Tolstois Buch."
Ich finde das alles halb so wild.
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toltec-head antwortete darauf am 05.04.2021:
Bist du eigentlich Vegetarierin?
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