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Oliver Hardy über den Sinn des Lebens

Glosse zum Thema Sinn/ Sinnlosigkeit


von Graeculus

Oliver Hardy hat die einwöchige Abwesenheit seiner Frau bei ihrer Mutter dazu genutzt, mit Freunden eine Sauf- und Poker-Party zu feiern. Entsprechend sieht seine Wohnung am nächsten Morgen aus, als er ein Telegramm seiner Frau erhält, das ihre Rückkehr zur Mittagszeit ankündigt. Freund Stan wird eilends herbeizitiert, um die Wohnung in einen präsentablen Zustand zu bringen.

Innerhalb kurzer Zeit gelingt es ihnen, das Haus in eine Ruine zu verwandeln.

Am Ende hat sich Stan mit den Worten „Ich glaube, ich kann nichts mehr für dich tun“ verabschiedet, seine Gattin hat Oliver zusammengeschlagen und ihn verlassen, so daß er alleine in den Trümmern seines Hauses und seines Lebens sitzt. Es beginnt zu regnen. Es regnet sehr stark. Und jetzt kommt die entscheidende Geste: Oliver, inzwischen patschnaß, schnippt sich eine Fluse von seiner Hose.

Das ist es. Das ist seine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens.

 
 

Kommentare zu diesem Text


DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (13.04.2021)
Als Brillenträger hätte er sich wahrscheinlich die Brille geputzt und .... , aber so, lach.
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Graeculus meinte dazu am 13.04.2021:
Im Regen? Ja, aber das hätte für einen Brillenträger ja noch eine Funktion: sozusagen besser in die Zukunft schauen zu können.
So aber: Haltung bewahren, auch in der Katastrophe.
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (13.04.2021)
Im Leben jeden Augenblick (er)leben, egal wie klein und unbedeutend (wobei ein Augenblick niemals unbedeutend, weil eben einzigartig ist) er scheint, das ist der einzige Sinn unseres Daseins.

Liebe Grüße
Kerstin
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Graeculus antwortete darauf am 13.04.2021:
Das ist Kerstin. Sympathisch, ja. Aber für Oliver Hardy ist gerade die Welt zusammengebrochen. Und da gibt es nur eins: auch in der absoluten Katastrophe Haltung bewahren.
Auch am letzten Tage des Lebens sich noch die Zähne putzen. Wobei ich davon ausgehe, daß man noch welche hat; drei Zähne braucht man mindestens, um ins Gras zu beißen.

Antwort geändert am 13.04.2021 um 23:14 Uhr
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (13.04.2021)
Wer die Flausen in seinem Kopf nicht steuern kann, landet wie Oliver bei der Fluse.

Amüsierte Grüße
Ekki
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Graeculus schrieb daraufhin am 13.04.2021:
Hatte Oliver Hardy Flausen im Kopf? Hatte er wohl - im Film und als Mensch.

Lustig fand ich auch, das Telephonat, mit dem er Stan Laurel herbeizitierte:
Oliver: "Bist du's, Stanley?"
Stanley: "Ja."
Oliver: "Was machst du gerade?"
Stanley: "Ich telephoniere mit dir."

Wußtest Du, daß es ernsthafte Pläne gab, eine Verfilmung von "Warten auf Godot" mit Stan und Ollie als Wladimir und Estragon zu besetzen? In ihren besten Momenten kamen sie an Becketts Humor heran.
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 14.04.2021:
Das wusste ich nicht. Du bereicherst mich immer wieder.
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Graeculus ergänzte dazu am 14.04.2021:
Eben habe ich bei Wikipedia gelesen, daß Beckett sich sogar diese Besetzung gewünscht hat. Möglicherweise ist der Plan daran gescheitert, daß in den 50ern erst Stan Laurel einen und dann Oliver Hardy mehrere Schlaganfälle erlitten haben.
Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die Version mit Heinz Rühmann?
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Kommentar von Sin (56) (13.04.2021)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Graeculus meinte dazu am 13.04.2021:
Ich sagte einmal zu einem Kollegen: "Das Sterben ist die einzige Prüfung, die jeder besteht." - "Ja", erwiderte er, "aber es gibt unterschiedliche Haltungsnoten."

So auch hier. Katastrophen erleben wir alle. Oliver Hardy zeigt uns, wie man darin die Haltung bewahrt.
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drmdswrt
Kommentar von drmdswrt (14.04.2021)
Haltung zu bewahren in, bzw. nach der Katastrophe, war oft auch nur ein verzweifelter Versuch. Oft genug hat er sie danach trotzdem verloren und auf Stan eingehauen – oder es zumindest versucht, während dieser vor seinem Freund floh.
Stan zeigt uns, wie einfach das Leben ist: Er macht genau das, was ihm von Olli gesagt wird, und er antwortet auf Fragen vollkommen direkt und korrekt. Das ist eine Kunst. Nicht nur im Film, auch für einen Menschen in der Realität. Olli ist tragischerweise der Dumme in jeder dieser Geschichten, weil er Stan überschätzt und selten in der Lage ist, ihm so klare Anweisungen zu geben, dass die Katastrophe nicht unweigerlich eintritt.
Von Stan und Olli lässt sich wunderbar lernen. Fürs Darstellerische im entsprechenden Fach auf jeden Fall, aber was kaum jemand erkennt: auch fürs Leben.
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Graeculus meinte dazu am 17.04.2021:
Es sind nicht die Tortenschlachten, sondern die kleinen Szenen, in denen bei Laurel & Hardy das Beste an Komik steckt. Oder?
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drmdswrt meinte dazu am 17.04.2021:
Definitiv. Und die Geschichten, die selbst kleinste Mimik erzählen kann. Und Pausen nicht zu vergessen! Das traut sich kaum jemand. Selten gibt es derartig viel über Komik zu lernen wie bei Laurel & Hardy.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (14.04.2021)
Schlichtweg genialisch!

Entzückte Grüße
der8.
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Kommentar von indikatrix (14.04.2021)
Wunderbar! Und die Besetzung von Estragon und Wladimir mit den beiden wäre auch genial gewesen! Danke !
Indikatrix
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Graeculus meinte dazu am 14.04.2021:
Das hätte auch ich spannend gefunden. Woran der Plan gescheitert ist, weiß ich nicht; bei Wikipedia heißt es: "Die Idealbesetzung von Estragon und Wladimir sah Samuel Beckett im Dick-und-Doof-Duo Stan Laurel und Oliver Hardy." Vielleicht an den Schlaganfällen, die Laurel und Hardy nacheinander in den 50ern erlitten haben.
Eine deutsche Theater- und Hörversion mit Heinz Rühmann und Ernst Schröder gab es.
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