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Es grummelt

Innerer Monolog zum Thema Aggression


von Mondscheinsonate

Ja, ich wiederhole mich gerne, bald gibt es wirklich eine Unterlassungsklage nach § 364 Abs 2 ABGB, es riecht schon wieder nach Fleisch. Diese Immission ist kaum zu ertragen, dabei bin ich wahnsinnig gutmütig, als Neo-Nichtraucherin kann man neben mir rauchen, was man will, es stört mich nicht, was mich stört, das ist kalter Rauch, das stinkt, aber dieser ewige Grillgeruch ist unerträglich, vermischt mit Hundekotgeruch vor meinem Garten, aber ja, das Thema ärgert mich sowieso noch mehr, denn die Genossenschaft wollte Fotos und ich schoss sie, sowieso ekelhaft, sowas habe ich wahrlich noch nie fotografiert, danach unterstellten sie mir, das sei nicht meine Wiese, daraufhin schrieb ich, dass meine Lebenszeit zu kostbar sei, als dass ich um den Häuserblock gehen würde, um Hundekot zu fotografieren und es sei eigentlich eine Zumutung, dass sie an meiner geistigen Gesundheit Zweifel hätten, daraufhin kam nichts mehr, dass das allerdings zum Rechtsstreit wird, liegt klar auf der Hand, den ich gewinnen werde, ebenso. Seit Jahren scheißen unzählige Hunde vor meinen Garten, jetzt ist genug geduldet worden, es stinkt nämlich, nicht nur zum Himmel.

Aber ja, so eine Unterlassungsklage im Nachbarrecht ist eine sehr schwere und interessante Sache, denn der § 364a ABGB meint, dass man bei behördlich genehmigten Anlagen nichts tun kann, außer es passiert etwas Grobes, nämlich im Zuge der Genehmigung und nicht darüber, das füllt ganze Bücherschränke, ganz interessant, nämlich dazu hat der Gesetzgeber den § 364a analog dazu gebildet und die Analogie ist genau das, was das Recht spannend macht und die Juristen den berühmten Satz "Das kommt darauf an!" aussprechen lässt. Die Kunst ist es nämlich, die Gesetzeslücke zu füllen und so zurück zum Nachbarschaftsrecht, kann man Schäden außerhalb der Genehmigung mit dem § 364a analog dazu bilden, wenn nämlich eine behördlich genehmigte Betriebsanlage überbordende Schäden macht, zum Beispiel Öl sickert in den Boden und ins Grundwasser vom Nachbarn, dann bekommt der alle Schäden bezahlt, wobei das Grundwasser auch noch ins Wasserrecht greift, das von der Wasserschutzrichtlinie abgeleitet wird und ja, das Recht ist in der Praxis äußerst spannend, die Theorie weniger, aber da muss man eben durch, denn so einfach wie es geschrieben wurde, ist es nicht, die Entscheidungen gehen zumeist bis zum OGH, weil, erfahrungsgemäß Nachbarn sich gegenseitig in Materien verbeißen, da bleibt kein Stein auf dem anderen und so bleibe ich an der Hundescheiße dran und ertrage den Grillgeruch, die gemeinste Immission auf der ganzen Welt.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Soshura (22.04.2021)
Huch, bin ich froh, dass die Gemeinschaft der Katzen es stillschweigend toleriert, dass deren Grund und Boden ab und an von uns Zweibeinern betreten werden darf, ohne dass jene nicht sofort die Krallen ausfahren, welche sie sicher stillschweigend ... ok, das Wort hatte ich schon ... wetzenderweise ihre Krallen schärfend sich klammheimlich vielleicht verbündend über nichts anderes grübelnd am Rande Ihres recht mäßigen Eigentums entlangschleichen, alleinig wissend, dass nur sie die ... ok, rechtmäßig hatte ich auch schon ... und doch sie tun es. Und ich möchte sie endlich mal wieder hören ... zirp.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 22.04.2021:
Ich, als Katzenbesitzerin, wetze bereits die Krallen.
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Soshura antwortete darauf am 22.04.2021:
Ich, als Querulant, bezweifle, dass es in allen mir bekannten Zeiten Katzenbesitzer*innen gegeben haben könnte. Eigentümlicherweise scheint dies eine Interpretation zu sein, die ich nicht für mich verpachten möchte.
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Mondscheinsonate schrieb daraufhin am 22.04.2021:
Gut, juristisch gesehen hast du Recht, ich bin nur Eigentümerin.
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DanceWith1Life äußerte darauf am 22.04.2021:
Würdet ihr bitte, bitte, also für uns "leselustige", denn zu sehen gibt es ja weder noch, zum Glück, also nur mal als, Präzedenzfall. fürs zukünftige "Katzenrecht".... in allen Details, Mu`s und Miau`s, diese wirklich hochbrisante Angelegenheit ...
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Mondscheinsonate ergänzte dazu am 22.04.2021:
Haha, auf gut Deutsch, auch ohne Katzen hasse ich Hundescheiße vor meinem Garten.
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DanceWith1Life meinte dazu am 22.04.2021:
Ich muss schon sagen, Juristendeutsch, also das ist .... höhere Poesie, lach
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Mondscheinsonate meinte dazu am 22.04.2021:
Absolut, im Normalfall.
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Soshura meinte dazu am 22.04.2021:
Tschuldigung, DanceWith1Life, mich hat das mit dem Fleisch und den Hunden zu den Katzen und zum Dativ ... um Himmels Willen ... naja, ich hatte eben mal ... Scheiße, wie sag ich das ... auf den Garten vorm Haus blicken lassen. Übrigens, da wächst eine Magnolie. Ein Strauch mit weißen Blüten. Und wenn ich ganz nah an die weißen Blätter herangehe, meine Nase da hinrecke und beim Einatmen unvoreingenommen bin, dann duftet das nach Frühling.
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DanceWith1Life meinte dazu am 22.04.2021:
eine durchauszutreffende Bezeichnung, also gerade in der Vielfalt der hier verwendeten Begriffe, schon der Blick aus dem Fenster ließ mich heute ähnliches vermuten. Erstaunend über das Timing der Pflanzenwelt, die anscheinand ganz genau wusste, jetzt ist "Schluss mit Winter"
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DanceWith1Life meinte dazu am 23.04.2021:
und btw, die Katzen lesen mit, heut haben sie uns die Ablagestelle zugeschissen, also das mit dem Eigentümer und Besitzerklimbim, ihr kennt ihre Antwort.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 23.04.2021:
Katzen dürfen koten, schließlich sind sie Herrscher über unseren Planeten.
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DanceWith1Life meinte dazu am 23.04.2021:
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (22.04.2021)
Herrlich, die Selbstironie am Schluss.
LG
Ekki
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Mondscheinsonate meinte dazu am 22.04.2021:
Haha,
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (23.04.2021)
Ich wünsche der Protagonistin viel Erfolg mit der Klage.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 23.04.2021:
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