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Gedanke zum Thema Alltag


von Soshura

Gestern war ich draußen. Als ich in der ehemaligen Einkaufspassage unserer Stadt zielgerichtet einen jener Automaten aufsuchte, von denen ich sicher sein konnte, mich nicht anzustecken, kam ich an einem Bettler vorbei. Sie sind selten geworden. Genauso wie ihre Hunde. Der hier hatte keinen.

Er trug einen Mundschutz. Einen dieser verranzten Einwegdinger, denen an fast jeder Ecke irgendwann der Faden reißt, dann herunterfallen und irgendwo auf dem Bürgersteig liegenbleiben, wo sie dahinvegetieren. Bis sie irgendwann einmal so aussehen, wie der, dem dieses Häufchen Elend zur Reinkarnation verholfen hatte. Muss so sein.

Das war kein Vorzeigebettler. Keiner von der Sorte, bei dem ich, wenn ich ihm ein 2 Eurostück in die obligatorisch nicht zu verfehlende Gewissensberuhigungsterrine werfe, begleitet von meiner geübt aufgesetzten, überlegenen Mitleidsgrimasse, mich zumindest für den Augenblick besser gefühlt hätte. Klappt nicht immer.

Hätte eh nichts gebracht. Einmal das Wissen, dass er es nicht gesehen hätte, obwohl wir uns für den Augenblick hatten. Und vor allem die Angst, mich nicht an seinem, von mir begehrten, erwarteten Antwortblick ergötzen zu können, weil diese verdammte Drecksmaske einfach alles verdeckt. Seine noch dreckiger als meine. Aber meine dafür mehr.

Der saß einfach dort. Seine Augen wanderten an mir herab, und ich sah, ihnen folgend, vor ihm auf dem Gehweg, fast in der Mitte, ein achtlos abgerissenes Stück Pappe, auf dem mit Kugelschreiber, der daneben lag, geschrieben stand: "Bitte, gebt mir einen Namen!". Sonst nichts.

Der Kugelschreiber war weinrot. Ich fummelte einen 5-Euro-Schein aus meiner Hosentasche, legte ihn auf die Pappe, und stach den Kugelschreiber mit der Rechten hindurch. "Kauf Dir einen!", murmelte ich. Und ging. Hände waschen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (23.04.2021)
Sehr effektvoll!
Vielleicht hat es sich bei dem Bettler um einen gestrandeten, ehemals selbständigen PR-Spezialisten gehandelt. Einen ohne "Überbrückungshilfe" ... Wer weiß das schon.

Schöne Grüße
der8.
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Soshura meinte dazu am 25.04.2021:
Ich weiss es nicht, Herr 8er, doch danke ich Dir fuer Deine Empfehlung und Deine meinung hierzu.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (23.04.2021)
Scheinbar gilt nicht für alle, dass zuerst das Fressen kommt.
LG
Ekki
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Soshura antwortete darauf am 25.04.2021:
Anscheinend leben wir in einem gewissen Luxus. Verlernen inklusive. Danke, Ekki, auch fuer Deine Empfehlung.
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