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Extravertierte Wahnhysterie

Anordnung zum Thema Erfahrung


von Terminator

Das Ich, Selbst, Ego (hier nur ein terminus technicus für den Bewusstseinsträger) ist gar kein Loch! Überraschung, nicht? Aber es ist kein Loch, in das von außen Realität hineinkommt, und das ohne Außenwelt nichts erleben könnte. Sofern das Ich da ist, ist es selbst schon Realität. Und es ist kein Loch, sondern ein Schnittpunkt zwischen seiner Innen- und Außenwelt. Innere Erlebnisse sind durch Intuition, äußere durch Sinnlichkeit zugänglich. Die äußere Welt wird durch die Vermittlung der Sinnlichkeit, die innere direkt intuitiv erlebt. Introvertiertes Erleben ist "unmittelbarer", intensiver, reicher als äußeres.

Die normativ vorgeschriebene Fixierung nach außen (Extranormativität) ist ein Kontrollmechanismus der Gesellschaft, die das Individuum beherrschen und kontrollieren will. Kulturell transportierte extravertierte Einseitigkeit gleicht einem hysterischen Wahn, einem Zustand zwanghaften Marktschreiens und schamlosen Exhibitionismus. Dabei ist die Innenwelt auch extravertierten Menschen (2/3 der Bevölkerung) und sinnlichen Menschen (70% der Bevölkerung) nicht verschlossen, so wie die Außenwelt den Introvertierten offen steht (sonst könnte sie nicht als die einzige Realität propagiert werden).

 
 

Kommentare zu diesem Text


Augustus
Kommentar von Augustus (24.04.2021)
Interessant.
Nimmt man dem Menschen seine Sinne, was bliebe übrig? Eine taube, blinde, geschmacklose, sprachlose, fühllose, riechlose Fleischmasse. Im Grunde eine Fleischmasse, die nicht die Fähigkeit haben würde, die Welt zu erfahren. Das Gehirn würde in diesem Zustand nichts verarbeiten. Keine Bilder, keine Musik, ja nicht mal wohl einen Gedanken gebären. Wie aber würde sich das menschliche Bewusstsein hierbei verhalten? Wenn nun ein Sinn freigeschaltet wäre, würde sich das Gehirn darauf spezialisieren und in dem Bereich sich überdurchschnittlich entwickeln. Vielleicht führen die vielen Sinne eher zu einer Abschwächung des Bewusstseins, die Welt tiefgründiger zu erfahren. Sie vermitteln uns eher eine Breite als Tiefe, und es wäre zu fragen, wie denn in die Tiefe zu gelangen, der Weg über die Sinne führt?
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Terminator meinte dazu am 25.04.2021:
Alles, was wir erleben, ob sinnlich oder intuitiv, sind Bewusstseinsinhalte. Sinneseindrücke lassen sich bewusstseinsintern simulieren (Gehirne im Tank), Sinneseindrücke, die nicht bewusst verarbeitet und in einen Bewusstseinszusammenhang gestellt werden, sind Sinneseindrücke, die niemand hat, also sind sie nichts.
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Kant was wrongInhaltsverzeichnisNicht nicht nicht kommunizieren geht
Terminator
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Dies ist ein These des mehrteiligen Textes Jungianische Typologie.
Veröffentlicht am 24.04.2021. Textlänge: 161 Wörter; dieser Text wurde bereits 84 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.09.2021.
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