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Anno

Kurzprosa


von Palytarol

Anno

Es war im Herbst des Jahres 1849.
Ach, sie war so warm, samten ihre Haut.
Sie bewegte sich, als wüßte sie zum Wie hinzu
noch das Warum.
"Du weißt, wir werden vergehen", hauchte sie,
und ihre Lippen streiften meine Wange.
"Ja", sagte ich.
"Andere werden an unserer Stelle sein."
Ihre Hand glitt an meiner Seite hinab.
"Ja."
"Andere werden sich finden, so, wie wir uns fanden.
Sie sind noch gar nicht geboren …"
"Nein", sagte ich.
Ihre Hand schob sich über meinen Schwanz.
"Ja", sagte sie, " sie werden reden, was wir reden und tun,
was wir tun."
Ihre Zunge auf der meinen.
"Warte",  sagte ich.
"Worauf?", fragte sie.

In der Ferne, ein Rascheln.

 
 

Kommentare zu diesem Text


LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (04.05.2021)
Eine Sinfonie mit Paukenschlag.

oder

Du bist doof!

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Palytarol meinte dazu am 04.05.2021:
'Oder'?

Ich darf mir also was aussuchen??

Ich nehm ….ähm ….

(LG)
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LottaManguetti antwortete darauf am 04.05.2021:
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Sin
Kommentar von Sin (04.05.2021)
Ah, Deutsche Revolution von 1848/49. Liberalistisches Gedankengut wie „Ihre Hand schob sich über meinen Schwanz". „Beteiligt waren auch Kreise mit radikaldemokratischen, sozialrevolutionären, frühsozialistischen bis hin zu anarchistischen Zielvorstellungen", schreibt Wiki. Okay, das Ding ist im Juli 1849 gescheitert und endete für Zehntausende im Asyl. Hier nun also dein durchsichtiger Versuch, in den Nachwehen noch einmal daran anzuknüpfen. Herbst, Anno 1849. Bloßer Zufall? Vergiss es! Mir machst Du doch nichts vor, mein Lieber! LG Sin
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Palytarol schrieb daraufhin am 04.05.2021:
Dadurch, dass Sie, was ich schreibe, notorisch lesen, Sin, mache ich Ihnen selbstredend etwas vor. Widerspruch ist an diesem Punkt übrigens sinnlos: Ich habe 0,3 Semester Philosophie studiert.

Zweitens ist ein tüchtiger Beischlaf einer Revolution ja nicht unähnlich. Sie sehen, ich bin mild gestimmt und versuche Ihre Assoziation ins Textbild zu schieben.
Ich hatte jedenfalls auch noch keinen reformistisch-konservativen Akt zu verbuchen und Nachwehen sind mir, Ihnen vermutlich gleich, Böhmische Eulen.
Fazit: Fortpflanzung ist Diebstahl!
Auf diesen Nenner können wir uns gewiss und gütlich einigen, mein Lieber,
Paly
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (04.05.2021)
Hallo Paly, vorne heißt es,"es war Herbst" und hinten, "ein Rascheln", das macht Sinn, denn es deckt sich auch mit meinen Oktober-Erfahrungen.
Fragen wirft natürlich 1849 auf, ein Jahr von dem mir nur das "Gefecht von Eckernförde" im Gedächtnis ist, dass allerdings am 5. April stattfand. Du siehst mich in Verwirrung!
Herzliche Grüße
TT
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Palytarol äußerte darauf am 04.05.2021:
Ja, Tuwastasso, ein "Rascheln".
Von einem 'fernen Geschützdonner' war nicht der Text und dass das Rascheln nun von einem Malmö'schen Geheimaufklärer auf klandestiner Mission in der Eckenförder Bucht rührt, ist zwar denkbar, doch als Hypothese zweifellos nicht unkühn.
Manchmal muss man scrollen wollen, tief und tiefer. Dann stieße man auf den Fakt,
dass kein Geringerer als der deutsche Forstwissenschaftler Gottlob König (!) am 22.Oktober des nämlichen Jahres ins, um es flapsig zu schreiben, Moos biss.
Klingelt's?
Bei mir auch nicht.
Ich denke schlicht, Herbst steht für Vergänglichkeit, das Rascheln verweist ins Futur.
Andererseits ist ja auch Edgar Allen P. …
Aber genug des widrigen Geschnörkels,
LG
Paly
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loslosch
Kommentar von loslosch (04.05.2021)
über dem ganzen schwebt ein hauch von post coitum omne animal triste est.

das rascheln erinnert an Tucholskys Anna-Luise - eindeutig!

Als wir standen bei der Eberesche,
wo der Kronprinz einst gepflanzet hat,
raschelte ganz leise deine Wäsche,
und du strichst dir deine Röcke glatt,
Anna-Luise – ! Anna-Luise – !

lo

Kommentar geändert am 04.05.2021 um 18:05 Uhr
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Palytarol ergänzte dazu am 05.05.2021:
Interessant.
Kannt ich noch nicht…
"Raschelnde Wäsche".
Klingt nach gut gestärkten, alten Zeiten,
P.
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loslosch meinte dazu am 05.05.2021:
ick konnte früher alle 8 strophen. "wenn die igel in der abendstunde still nach ihren mäusen gehn ..." kolossal!
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (23.05.2021)
Verstehe nicht, wieso das 1849 sein muss. Ist doch zeitlos, oder?
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Palytarol meinte dazu am 23.05.2021:
Genau!
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 23.05.2021:
Also könnte das weg, theoretisch?
diese Antwort melden
Palytarol meinte dazu am 23.05.2021:
Könnte?
Man könnte auch einem Hund das Ohr abschneiden.
Er würde trotzdem weiter bellen.

Ich denke, Sie finden, dass die Angabe eines konkreten Jahres dem Stück an seine Zeitlosigkeit geht.
Ich finde, dass es dem Universellen keinen Abbruch tut und habe ihm also einen Zeitpunkt zugewiesen.
Denn Zeitlosigkeit bedeutet ja nicht die theoretische Abwesenheit der Zeit, sondern deutet einen universellen Charakter des Ereignisses an.
So gesehen ist die Zahl 1849 durchaus austauschbar.
Aber nicht der Moment dieser Protagonisten.
Formal und überdies korrespondiert die
Jahresangabe mit dem Titel, der bewußt nicht 'Anno 1849' lautet ...
thx,
Paly
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 24.05.2021:
Guten Morgen.

Ein einfaches "ja" hätte auch genügt. (Man muss es ja nicht tun...)
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Willibald
Kommentar von Willibald (23.05.2021)
Jou, zeitlos, mit und ohne (Jahres)Zahl

Catull

Vivamus mea Lesbia, atque amemus,
rumoresque senum severiorum
omnes unius aestimemus assis!
soles occidere et redire possunt:
nobis cum semel occidit brevis lux,
nox est perpetua una dormienda.
da mi basia mille, deinde centum,
dein mille altera, dein secunda centum,
deinde usque altera mille, deinde centum.
dein, cum milia multa fecerimus,
conturbabimus illa, ne sciamus,
aut ne quis malus invidere possit,
cum tantum sciat esse basiorum.


Lass uns leben, meine Lesbia, und lass uns lieben,
Das Gerede der Alten und Strengen
ist weniger wert als ein Cent!
Die Sonne geht unter und geht wieder auf:
Doch für uns, wenn unser kurzes Licht erlosch,
ist die Nacht ein ewiger Schlaf.
Gib mir tausend Küsse, dann hundert,
dann noch einmal tausend, dann ein zweites Hundert,
dann noch einmal tausend, dann hundert.
Dann, wenn wir uns Tausende schenkten,
lassen wir alle Zahlen verschwinden,
weigere dich, die Summe zu wissen,
damit nicht jemand neidisch herumkeift,
wenn er weiß, wie viele Küsse es waren.
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Palytarol meinte dazu am 23.05.2021:
Catullens Cussgedichte kontexten gar vortrefflich.

Wie sagt man?

Lieber die kleine Latina als das Kleine Latinum!


Wie sagt man noch?

Ein Kuss ist ein Loch
in der Gravitation.

thx.
Paly
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Palytarol
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Veröffentlicht am 04.05.2021, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 04.05.2021). Textlänge: 98 Wörter; dieser Text wurde bereits 138 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.06.2021.
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