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Über den aristotelischen Sinnsucher und blinde Hühner, die auch mal ein Korn finden

Essay zum Thema Allzu Menschliches


von Bluebird


(von Bluebird)
Gelegentlich bin ich der Auffassung begegnet, dass es sinnlos sei über den Sinn des Lebens nachzudenken. Wenn es ihn tatsächlich geben sollte, bliebe er uns sowieso verborgen. Stattdessen wäre es am Sinnvollsten, einfach zu leben.

Natürlich kann man eine solche Einstellung haben und pflegen. Ich persönlich finde aber eine These  des Aristoteles interessanter. Die besagt nämlich, dass die menschliche Fähigkeit über das Leben nachdenken zu können, eine Art Bestimmung sei, es auch zu tun.
    Er leitete diesen Gedanken quasi aus der Tier- und Pflanzenwelt ab. Dort sind - nach vdie angeborenen Mittel und Fähigkeiten gekoppelt mit ihrer Ausübung. Ein Adler, der seine Schwingen und Greifer nicht benutzen würde, lebte an seiner Bestimmung vorbei und würde vermutlich verhungern. Auch ein Apfelbaum, der keine Äpfel hervorbringen würde, würde seiner natürlichen Bestimmung nicht gerecht.

Leider gibt es aber keine Garantie, dass eine ernsthafte und hoffnungsvolle Sinnsuche tatsächlich zwingend zur Erkenntnis letzter Wahrheiten führen wird. Vielleicht steht ja am Ende tatsächlich nur die  Erkenntnis, dass der wahre Sinn des Lebens verborgen bleibt und es am Sinnvollsten wäre, einfach nur zu leben. Aber zumindest wäre der Mensch im aristotelischen Sinne seiner Bestimmung gerecht geworden.
    Persönlich kann ich schon sagen, dass meine jüngeren Jahre durchaus von einer - wenn auch unbeholfenen und unsystermatischen - Suche nach einem Sinn im Leben geprägt waren.
  Dass ich da letztlich fündig geworden bin, kann ich mir allerdings nicht selber auf die Fahne schreiben. Es ist plötzlich und unerwartet geschehen:  hier  Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!

Wie ernsthaft manche diese Sinnsuche betreiben, ist mir allerdings heute morgen mal wieder klar geworden, als ich in "Eat. Pray and Love" gelesen habe, wie es in einem indischen Ashram zugeht.
    Im aristotelischen Sinne werden die Menschen dort ihrer Bestimmung gerecht, aber sind ihre gefundenen Körner auch sinn-echt?


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Kommentare zu diesem Text


LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (10.05.2021)
" Leider gibt es aber keine Garantie, dass eine hoffnungsvolle Sinnsuche tatsächlich zur Erkenntnis letzter Wahrheiten führen wird."
- wieso leider? Wer erst Garantien aus Schriften braucht, der hat die Erkenntnis letzter Wahrheiten sowieso nicht verdient, denn diese werden nicht a priori an hingebungsvolle gläubige Bübchen verliehen, sondern kosten, vor allem zu Beginn, Blut, Schweiß und Tränen, - Anstrengungen, in ihrer Gesamtheit, im Ergebnis "Erfahrung" genannt. Wer das umgehen will, ist ein Betrüger und kein frommer Mensch.

Über die Sinnsuche Anderer nachzudenken ist pure Ablenkung, zumal du nicht in andere hineinschauen kannst und dein eigenes Denken auf sie willkürlich überträgst. Das wird nicht ohne Folgen für dich bleiben.

"Letztlich fündig - das hervorzuheben ist sinnloser, als ein Kropf, da unser aller Findungen für sich selbst sprechen.
Manchmal glaube ich auch, ja. Zum Beispiel glaube ich, daß ich mir diesen Kommentar auch wieder hätte sparen können.
Aber vielleicht findet das blaue Huhn .... etc. etc. etc.

Kommentar geändert am 10.05.2021 um 13:15 Uhr
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Bluebird meinte dazu am 10.05.2021:
Wie ernsthaft manche diese Sinnsuche betreiben, ist mir allerdings heute morgen mal wieder klar geworden, als ich in "Eat. Pray and Love" gelesen habe, wie es in einem indischen Ashram zugeht.
Im aristotelischen Sinne werden die Menschen dort ihrer Bestimmung gerecht, aber sind ihre gefundenen Körner auch sinn-echt?

Eigentlich habe ich ja nur eine Frage gestellt, wenn natürlich - aus meiner Sicht - rhetorischer Natur.
Tatsächlich bin ich sehr wohl beeindruckt von ernsthafter Sinnsuche, egal welcher Couleur. Und lese -wie dem Text entnehmbar -durchaus entsprechende Bücher.
Allerdings -und das ist ja deine Kritik -aus einem bestimmten Blickwinkel. Aber da kann ich einfach auch nicht anders!

Antwort geändert am 10.05.2021 um 13:16 Uhr
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LotharAtzert antwortete darauf am 10.05.2021:
Na bitte! - der letzte Satz aus acht Worten ist eine "echte" Erkenntnis. Andere können auch einfach nicht anders, wissen es aber zumeist nicht.

Antwort geändert am 10.05.2021 um 13:28 Uhr
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DanceWith1Life schrieb daraufhin am 10.05.2021:
Also so viel Erkenntnis bei einem einzigen Text, wer da nicht vor lauter Sinn Purzelbäume schlägt, liest mit den Hühneraugen, lach.
Btw, ich glaube nicht, dass jemand den Sinn einer Lampe erkennt, bevor er sie eingeschaltet hat.

Antwort geändert am 10.05.2021 um 15:01 Uhr
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LotharAtzert äußerte darauf am 10.05.2021:
"Ein Adler, der seine Schwingen und Greifer nicht benutzen würde, lebte an seiner Bestimmung vorbei und würde vermutlich verhungern". - wer schrieb und schreibt sich da seit Jahr und Tag die Finger wund? - Döbereiner hieß er, später dann ich und mit mir sicher an anderen Orten andere Schüler. - Aus dem Unbestimmten kommt es zum Ursprung und wird Bestimmung. Diese wird gefügt usw. - Döbereiner ist viel weiter gegangen, viel differenzierter, als Aristoteles, der noch keine Dreiteilung für seine vier Causae erkannte, hat minutiös alles dargestellt und gelehrt und jetzt kommt der Bluebird mit solch einem Satz - da fühlte ich mich glatt verarscht - wenn ich Vögelfreund nicht so ein großes Herz für blaue Hühner hätte.
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Bluebird ergänzte dazu am 10.05.2021:
@Lothar

Die von Brahman in die vergängliche Welt der Erscheinungen hinausgeworfene Seele muss - nach hinduistisch-buddhistischem Verständnis - viele Inkarnationen durchlaufen, bevor sie nach einer mystischen Vereinigung mit Brahman mit gleichzeitiger dauerhaften "Erleuchtung" ins Nirwana darf.
Im Grunde genommen wird diese mystische Vereinigung mit Brahman, dem Urgrund allen Seins, als der eigentliche tiefere *Sinn des Lebens* betrachtet. Das höchste erreichbare Ziel einer Seele.

Nun gibt es ja zweifellos eine gewisse Evidenz für solche mystischen Erleuchtungserlebnisse, durchaus auch im christlichen Kontext.
Ich gehöre durchaus nicht zu denen, die das bestreiten würden. Aber weiß man, das diese beschriebenen spirituellen Phänomen wirklich dem religösen Sachverhalt entsprechen, der da postuliert wird?

Vielleicht ist diese Interpretation (des mystischen Erlebnisses): Vereinigung mit Brahman, dem Urgund, Gott ja falsch und vielleicht hat ja kein "Erleuchteter" das Nirwana jemals gesehen? Wer weiß das schon so genau?

Es gibt da keine verlässliche Garantie, dass man da am Ende der Reise angekommen ist. Auch ein "Erleuchteter" kann sich irren -conditio humana -und ohne es zu ahnen andere auf einen Irrweg locken.
Gleiches gilt selbstverständlich auf den von mir präferierten und geglaubten christlichen Erlösungsweg. Es fühlt sich für mich wie die Wahrheit an. denn ich sehe keine triftigen Gründe, die mich daran zweifeln lassen könnten.

Aber natürlich könnte ich auch irren (conditio humana). Und in diesem Sinne kann ich dann eben auch nur Argumente und Gründe ins Feld führen.
Und klar, der *mystische Erleuchtungspfad* und der *christliche Erlösungsweg* können nicht beide - im Sinne einer letzten Wahrheit - gleichzeitig richtig sein. Dies würde ich aus logischen Gründen ausschließen wollen.

Antwort geändert am 10.05.2021 um 17:25 Uhr
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DanceWith1Life meinte dazu am 10.05.2021:
lustig, aber es sind nicht unbedingt "logische" Gründe und wenn man diese sogenannte "Logik" versuchen würde dergestalt zu erweitern, dass beides darin Platz findet, würde man meiner Meinung nach, bei den Gemeinsamkeiten anfangen müssen und wenn man hinter die unterschiedliche Ausformulierung blickt, erstaunlich viele finden.
und hätte dann ein etwas anderes Bild vor sich, als wir das hier zeichnen.

Antwort geändert am 10.05.2021 um 17:36 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 10.05.2021:
Seufz, schwer schwer seufz ....

"Vielleicht ist diese Interpretation (des mystischen Erlebnisses): Vereinigung mit Brahman, dem Urgund, Gott ja falsch und vielleicht hat ja kein "Erleuchteter" das Nirwana jemals gesehen? Wer weiß das schon so genau?"
Ja du hast recht, Bluebird. Ganz einfach weil jede Interpretation "nur" Interpretation vom eigenen Nichtwissen ist. Eine Erfahrung ist dagegen durchlitten, sie bedarf (für den, der sie macht) keiner Interpretation mehr.
Ich glaube, du bist noch nie einem Erleuchteten begegnet, sonst wüsstest du, daß so eine Aura, die ihn umgibt, jenseits von Spekulatius ist. Da fliegen sämtliche Kleingeistereien davon. Im Grunde ist es, wie mit der Sonne: an ihrem Licht zweifeln kann jeder, der die Chuzpe dazu besitzt - seine Ansichten sind halt nur nicht der Rede wert. Die Planeten wissen, was sie an ihr haben.

Was ist denn eigentlich "sinn-echt"?
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DanceWith1Life meinte dazu am 10.05.2021:
gut, dass du das erwähnst, diese Wortsuppe hier wird langsam schal, wie sagst du dann des öfteren, gehn wir praktizieren.
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LotharAtzert meinte dazu am 10.05.2021:
Und was praktizieren wir?
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Bluebird meinte dazu am 10.05.2021:
@"Planet" Lothar
Ich glaube, du bist noch nie einem Erleuchteten begegnet, sonst wüsstest du, daß so eine Aura, die ihn umgibt, jenseits von Spekulatius ist.
Jetzt hast du aber wirklich ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
Nein, ich bin noch keinem "Erleuchteten" begegnet und fürchte, dass es mich gänzlich kalt lassen würde.
Diese "Vergöttlichung" Sterblicher ist mir - von einer Ausnahme abgesehen - mehr als suspekt.

Aber ein bißchen neugierig hast du mich jetzt schon gemacht, was sie denn so für eine faszinierende Ausstrahlung haben mögen, dass sie so in höchsten Tönen von dir gepriesen werden.

p.s. sinn-echt würde ich als "wahrer Sinn" im Gegensatz zu "vermeintlich wahrem Sinn" sehen ... mir fiel kein besserer Begriff ein .... so in Richtung "wasch-echt" , einer genaueren Prüfung standhaltend ...

Antwort geändert am 10.05.2021 um 21:12 Uhr
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DanceWith1Life meinte dazu am 10.05.2021:
@Ätzneutron
was du praktizierst weiß ich nicht, habe mich nur, wie schon erzählt nur flüchtig durch ein retreat mit Norbu bewegt.
Was mir gezeigt wurde ist eine andere Geschichte und soll auch ein andermal erzählt werden.
@ Birdy
Also weisst.
Was glaubst du wie mir die "Vergöttlichung von jemand vorkommt, den man zuerst kreuzigt und dann behauptet er wäre wieder auferstanden." Und dann in seinem Namen den Planeten plündert.
Das ist ziemlich gruselig.
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Bluebird meinte dazu am 10.05.2021:
@Lifedancer
da möchte ich jetzt heute Abend nicht mehrtiefer drauf einsteigen ... und ja, in Seinem Namen sind viele schlimme Dinge passiert ...aber: "Hinweg von mir, ich kenne euch nicht!"

@Lothar
Mir ist da noch eine Begebenheit eingefallen, die mich seinerzeit schon etwas beeindruckt hat:  hier

Antwort geändert am 10.05.2021 um 21:38 Uhr
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DanceWith1Life meinte dazu am 10.05.2021:
Birdy, gestatte mir dich darauf hinzuweisen, dass diese Dinge nicht "passiert" sind, sondern von Menschen, die dasselbe glauben wie Du, begangen wurden, und wenn jemand darauf hingewiesen hat, dass das nicht so ganz dem Glauben entspricht, wurde er mitunter aus dem Weg geräumt.
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Von der vergeblichen Suche nach dem Garten Eden und einer himmlischen HoffnungInhaltsverzeichnisVon der unstimmigen Eigenexistenz zur seligen Gottesgewissheit - die wahre Menschwerdung?
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Dies ist ein Beitrag des mehrteiligen Textes Der Sinn des Lebens ist ....
Veröffentlicht am 10.05.2021, 11 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.05.2021). Textlänge: 294 Wörter; dieser Text wurde bereits 89 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.06.2021.
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