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Die Brüder Karamasow - Dostojewski

Kommentar zum Thema Buch/ Lesen


von Mondscheinsonate

Na ja, wenn ich auf den Inhalt des Anfangs eingehen sollte, dann käme nur "Jesus Christus voll der Gnade, der Herr sei mit dir!" und wir wären schon fertig und der werte Leser bemerkt meine Gereiztheit, trotz meiner ähnlichen Konfession, irgendwann reicht es aber dem ärgsten Hartgesottenen.  Ich bin erst beim 2.Buch und habe, außer Gottesgerede, nichts zu vermelden, vielleicht nur, dass es um Fjodor Karamasow geht, manchmal auch Karamasoff, je nach Ausgabe, und seinen drei Söhnen von zwei verschiedenen Frauen, die beide verstarben, wohl hatte die Trunksucht Fjodors die eine in die Arme eines anderen getrieben, wo sie verstarb, die andere starb an der Schreikrankheit, aber die beiden waren dem Säufer recht egal, genauso deren Kinder, um die sich der Diener Grigori Kutusow kümmerte und seine Gattin. Man munkelt, Karamasow schwängerte noch eine Stadtwahnsinnige, die sich noch während ihrer Niederkunft über den Zaun schwang und in der Gartenhütte sein Kind zur Welt brachte, danach starb und der Diener adoptierte es, weil an dem Tag sein eigenes Kind begraben wurde, er sah das als Gottes Zeichen an.
Jedenfalls kamen die drei Buben Karamasows zu Verwandten und waren unterschiedlichster Charaktere, so ging der erste Bub, Dmitri, zum Militär und hatte, außer Schulden und Charme, eigentlich nichts und bat den Vater dauernd um Geld, der bereitwillig gab, um ihn auszutricksen, denn er rechnete alles schon auf das Erbe, bis es erschöpft war, dann kam nichts mehr, die Spannungen begannen. Der mittlere Sohn, Iwan, war der Studierte, gelehrte Sohn und Alexej, Aljoscha genannt, war sanftmütig, bescheiden und ging ins Kloster, was zu meinem Anfang führt, daher das gottesfürchtige Geschwafel in einem fort.
Dimitris Verhältnis zum Vater verschärft sich zunehmend, er hatte sich mit Katerina Werchowzew verlobt, allerdings durch eine kleine Erpressung seinerseits sie anfangs zu sich gelockt und zur Geliebten gemacht, doch verliebt er sich wahnsinnig in einen wankelmütigen und definitiv unsympathischen Charakter von Frau, in Gruschenka, die jedem den Kopf verdreht, auch dem Vater und so kommt es zur Schlägerei im karamasowschen Gut, wo das stockbesoffene karamasow' sche Oberhaupt halb totgeschlagen wird von Dimitri. Ajoscha ist zutiefst verletzt und Iwan nachdenklich.
Da bin ich jetzt einmal, zu erwähnen wäre vielleicht noch der Sossima im Kloster, der Wunder vollbringen soll, dessen Weissagungen oft eintreffen und der Lehrer Ajoschas ist. Dieser wirft ihn faktisch aus dem Kloster und meint, er solle das Leid außerhalb der Mauern kennenlernen. Dies weist bereits auf drohendes Unheil hin.

Bis jetzt ist das Buch für mich eine ultimative Qual, aber ich geh da durch, denn honorierend sei gesagt, dass Dostojewski wieder sehr plastisch erzählt und die Wortgewandtheit alles schlägt. Inhaltlich kennt, momentan, die Langeweile keine Grenzen. Ich mag es nicht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (16.05.2021)
ich werde es garantiert nie lesen, danke für die Warnung, lach.
Auch wenn die Aussage zum sprachlichen Vermögen mich neugierig gemacht hat.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 16.05.2021:
Nun, aus jedem Leid kann man sich etwas Gutes herausziehen.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (16.05.2021)
Ich habe viele Bücher von D. mit großer Begeisterung gelesen, aber die Lektüre dieses Werkes brach ich ab: Eine Spackenfamilie, die sich anschreit und rumpöbelt und dazwischen der achso heilige Aljosch, nein danke.
Lese gerade Emile Zolas Germinal, etwa zur gleichen Zeit geschrieben, auch dort eine Spackenfamilie im Zentrum, aber vor dem Hintergrund von Industrialisierung und Arbeitskampf.

Kommentar geändert am 16.05.2021 um 16:09 Uhr
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Mondscheinsonate antwortete darauf am 16.05.2021:
Meinst du Flodders?
Du hast es auf den Punkt gebracht. Amen.
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EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 16.05.2021:
Hallo Mondscheinsonate, ich bin gespannt, ob sich dein Urteil noch ändern wird. Mir ging es als 17jährigem Schüler genau so wie Reich-Ranicki, der über der Lektüre dieses Romans seine Hausaufgaben und Freunde vernachlässigte und ihn auch später noch für den besten der Weltliteratur hielt. Auch Sigmund Freud und Albert Camus halten ihn zumindest für sehr bedeutend. Ich finde es aber mutig von dir, dass du dir dein eigenes kritisches Urteil bildest und gestehe, dass mich Aljoscha, dieser Engel in Zivil auch teilweise genervt hat. Aber du wirst noch feststellen, dass dieser gottesfürchtigen altruistischen Seele mit dem Intellektuellen Iwan ein erhebliches Gegengewicht gegenübergestellt wird und dass die religiöse Problematik mit der Parabel vom Großinquisitor eine großartige Zuspitzung erfährt.
Vielleicht war es auch eine gute Idee Dostojewskis die komplexe Welt in den drei Gebrüdern, zu denen noch der von Emotionen beherrsche Dimitri gehört, zu spiegeln.
Sehr interessant ist noch der Halbbruder Smerdjakoff, der als warnendes Beispiel für den falsch verstandenen Atheismus Iwans dargestellt wird..
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Mondscheinsonate äußerte darauf am 16.05.2021:
Mach es doch nicht so spannend!
Ich habe das schon mitbekommen, dass von "allem etwas" dabei ist. Mir ist Iwan sowieso der Liebste, keine Ahnung wieso. Ajoscha nervt mich zutiefst, der ist so -auweia- weibisch. Ja, auch beim "Idioten" war ich doch vom Idioten, der keiner war, genervt.
Dennoch, Dostojewski bleibt der Meister für mich, gleich danach Tolstoi.
Aber, Ekki, du musst zugeben, das Gepöbel ist nicht ganz erträglich.

Antwort geändert am 16.05.2021 um 18:13 Uhr
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EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 16.05.2021:
Ja, das räume ich ein und mit der Bewertung von Dostojewski und Tolstoi stimme ich auch überein.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 16.05.2021:
Weiter geht es, ich bin jetzt gerade wieder im Kloster und der Guru stirbt.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (16.05.2021)
Zu viele Russen am Stück darf man wohl nicht konsumieren, meine Liebe.
Ich bin aus den Totenhausaufzeichnungen direkt zu Schnitzlers "Fräulein Else" geeilt - ihr Götter, welch geniale Erzählung!
Komisch. Früher mochte ich den Schnitzler gar nicht, weiß ihn erst als gealterter Zwerg zu würdigen.
Juli Zeh indes mochte und mag und werde ich niemals mögen!

Liebe Grüße
aus dem Lesezirkel
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Mondscheinsonate meinte dazu am 16.05.2021:
Die ist auch schrecklich. Probiere Hermanns Sommerhaus, später, sooo schön.
Doch, doch, das passt schon, die Russen passen zu meinem Gemüt.
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Terminator meinte dazu am 16.05.2021:
Juli Zeh, haha. Dann schon lieber den unerträglichen Russen Yuri Mamleev.
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Mondscheinsonate meinte dazu am 16.05.2021:
Wer ist das???? Muss ich gleich schauen.
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