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Wirklichkeit und Zeitvertreib – Hellgar von Hades gewidmetInhaltsverzeichnisEin paar Gedanken zu den Begriffen Perspektive, Gesetz, Überzeugung und Glaube – 2. Teil

Ein paar Gedanken zu den Begriffen Perspektive, Gesetz, Überzeugung und Glaube - 1. Teil

Lebensweisheit zum Thema Verstand


von LotharAtzert

1.  - Perspektive: Sichtweise, Standpunkt, Blickwinkel.
Die Sicht auf ein Objekt ist fürs Subjekt standpunktabhängig. Stehen vier Personen nach den vier Himmelsrichtungen um einen Baum, so sieht jeder etwas anderes. Keiner sieht, was die anderen sehen, außer natürlich das allen gemeinsam sehen von Stamm, Äste, Zweige etc. Wechseln sie jedoch daraufhin im oder gegen den Uhrzeigersinn ihre Positionen, so daß jeder einmal das zu sehen bekommt, was ein anderer zuvor sah, entsteht schnell die Illusion, zuletzt alles vom Baum zu kennen. Doch das ist ein Irrtum. Es vergeht ja Zeit während der Wechsel, Blätter fallen, andere wachsen, wenn auch kaum sichtbar, nach, Vögel kommen beim einen, hinterlassen Spuren, fliegen weg beim nächsten und so weiter. Hinzu kommt, daß der eine Details, sieht, ein anderer Vorlieben hat, (der Schreiner hat im Hinterkopf die Bretter, die aus dem Holz zu gewinnen sind) die er auf kosten von für weniger wichtig gehaltenem sieht. Der Dritte leidet an Sehschwäche usw.
Das Entscheidende aber ist, daß das Baumhafte des Baumes so nicht zu erfassen ist, da er als Objekt nur von Subjekten äußerlich wahrgenommen wird. Das Baumhafte des Baumes, sein Prinzip aus Wurzel Stamm und Krone bleibt „außen vor“. Um dieses wahrzunehmen, muß ich leer werden, dh. frei von ich und mein. Und vor allem von „Vor-Stellungen“. - Der Baum selbst spricht in uns, wo der Eigendünkel schweigt.
Die Dreiteilung des archetypischen Baumes entspricht der dreifachen Himmelsordnung: die Wurzel als nährende Erdverbundenheit, der Stamm als tragender Säule des Himmels und die Krone als erwirkter Frucht. Diese Finalität erfasst der auf Perspektive Fixierte nicht.

2. – Gesetz: Gebote, Verbote, Aufrechterhaltung von Ordnung.
Im Begriff Gesetz liegt das auf den Grund Abgesunkene, als Boden-Satz, als von oben nach unten. Auch im Grundgesetz findet sich das gesunkene Atlantis wieder, ohne daß es die Weltlinge bemerken. Darin liegt seine Begrenzung, die nicht das Aufsteigen mit bedenkt, wie es beispielsweise in der taoistischen An-Sicht von Yin und Yang selbstverständlich ist: dem absinkenden dunkelempfänglichen Yin steht das aufsteigende hellschöpfende Yang gegenüber, welches sich am Kulminationspunkt wieder zum Dunklen wandelt. Daß dieses abermals als Yang im Yin aufsteigt, braucht eigentlich nicht erwähnt werden.
Oder ein anderes Bild: Wellenberg und Wellental bedingen einander, sobald eine Wirkkraftraft sie ur-springen läßt. Und während die Kraft der Welle im uferwärtswandernd sich  verliert, bleibt doch der sich kreisförmig drehende Wasserwirbel an seinem Ort.
Karma ist, wenn eine Welle auf ein Hindernis trifft, sind die Kaimauer (bspw.) und die Welle die Eltern dessen, was geschehen wird. Wie im Großen, so ist es natürlich immer auch im kleinen. Wenn der Dämon furzt, geht die Menschheit unter, die ihn sich erfütterte.

Gesetze befolgen Großfahrzeugsbuddhisten aus Höflichkeit und Mitgefühl mit allen Lebewesen, nicht etwa, weil sie in Gesetzmäßigkeiten irgend ein Heil erspähten. Nach dem Tod ist vor der Geburt. Wieder und wieder … und wieder. Das hab ich von meiner eigenen Nachgeburt.

Deshalb nahm Döbereiner den Begriff der Himmelsordnung, als Bild vom ewigen Auf- und Ab. Gesetz ist nur die untere Hälfte, wo die Ausübung nach Regel vollzogen wird; Ordnung dagegen ist allumfassend. Weil auf die Ordnung das Fügen folgt, sprechen wir von Ordnungsgefüge.
Nur Buddha ging noch einen Schritt weiter: daß alles Auf und ab im Rad der Wiedergeburt durch Karma mit Leid ans Vergängliche gebunden bleibt. Nämlich solange, bis alles Verdrängte vom Drang nach Sein erlöst ist. Selbst der höchste Zustand eines Gottes, wie Brahma bleibt ans Dasein gebunden, wie der Christengott an Christen. (Sie glauben mir aus Schutzgründen nicht)
Gier haftet an dem, was verzehrbar ist, Haß neigt sich ab, plant akribisch die Vergeltung an den Verzehrern. Und Unwissenheit ist beider gemeinsames Elternpaar. Da haben wir sie, den Kain und den Abel. Dieser Dualismus hält alles am Laufen und es ist erst dann alles vollbracht, wenn das Sein sein gelassen wird, wie es ist. Mit allen Perspektiven und Gesetzen. Und wer die sein läßt, hat nichts verloren, nur gewonnen.


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Kommentare zu diesem Text


DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (16.05.2021)
Also, wenn ich Verstand hätte, was nicht heißt, dass ich schon weiß wie man ihn benützt, innerhalb der Gesetze, würde ich mir jetzt Sorgen um mein Karma machen, vor lauter Gier nach Ordnung.
Aber so, in meinem Hamsterrad, dass sich im Gegensatz zu meinem Fahrrad nicht mal von der Stelle bewegt, frag ich mich so langsam...

habe grad mit mir gewettet, dass du diesen Kommentar für unpassend hältst

Kommentar geändert am 16.05.2021 um 14:48 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 16.05.2021:
unpassend zu was? - Du hörst immer auf, wo es spannend wird. Hat dir dein Psychiater etwa dazu geraten?
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DanceWith1Life antwortete darauf am 16.05.2021:
ich dachte das wäre klar, zur Intention dieses Textes, zu was sonst, hat dein Deutschlehrer dir nie vom Kontext erzählt?

obwohl in tension eigentlich besser passen würde, aber wir sind ja relaxed.

und Rad schlagen schaff ich nicht mehr, verstehst du sicher, der Rücken.

Antwort geändert am 16.05.2021 um 15:14 Uhr
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 16.05.2021:
Ich hab mich mal "schlau gemacht", wie es heißt:
"Als allgemeiner Kontext der Sprechsituation wird dabei „der Ort, die Zeit und der Handlungszusammenhang der Äußerung“ bezeichnet.
Als persönlicher und sozialer Kontext gilt die „Beziehung zwischen Sprecher und Hörer, ihren Einstellungen, ihren Interessen und ihrem Wissen bzw. ihren wechselseitigen Wissensannahmen“.
Als sprachlicher Kontext wird der Zusammenhang, „der die Ausdrücke grammatisch und semantisch verknüpft und gleichzeitig durch Deixis oder pragmatische Indikatoren wie Modalpartikel in den situativen Kontext einbettet, …“ bewertet.[1]

ohja, das ist wirklich bewundernswert, wie die da drauf kommen. Relaxed - wenigstens das verstehe ich. Servus und Danke, möglicherweise auch anders rum.
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DanceWith1Life äußerte darauf am 16.05.2021:
Ach du lieber Himmel, verstehe, ne, da is Fahrrad einfacher.
wir könnten vielleicht einen Zusatzartikel für Literaturforen schreiben.
Wobei "Wissensannahmen" ganze Bücher füllen würde, mit Definitionen, z. Ballspiel oder Hinspiel, Zusammenspiel oder Ballverlust und Unterschiede zu religiösen Vermutungen.
Die man gesondert behandeln müsste usw.

Antwort geändert am 16.05.2021 um 15:53 Uhr
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LotharAtzert ergänzte dazu am 17.05.2021:
Dann doch lieber Einsiedler.
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DanceWith1Life meinte dazu am 18.05.2021:
Hast Du mein vollstes Verständnis, geht mir ähnlich, was uns nicht hindern sollte , noch ein paar gute Texte oder kommentare zu schreiben.
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FRP
Kommentar von FRP (16.05.2021)
"Auch im Grundgesetz findet sich das gesunkene Atlantis wieder,"

Und zwar in Artikel 9, Paragraph 5, Absatz 1, Satz 1, Halbsatz 2: Die Würde der versunkenen Atlantiten bleibt unertastbar.
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LotharAtzert meinte dazu am 17.05.2021:
Ja, danke, FRP, das ist der Beweis für Bodensatz schlechthin. Artikel 9. Sensationell!
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Wirklichkeit und Zeitvertreib – Hellgar von Hades gewidmetInhaltsverzeichnisEin paar Gedanken zu den Begriffen Perspektive, Gesetz, Überzeugung und Glaube – 2. Teil
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Manjushris Schwert - Vom unzweideutigen Artikulieren.
Veröffentlicht am 16.05.2021, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.05.2021). Textlänge: 633 Wörter; dieser Text wurde bereits 84 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.06.2021.
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