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Nur für Wolkenwanderer

Brief zum Thema Verwandlung


von LotharAtzert

Gut gesprochen, wolkenwandernder Master-Ich. Jetzt vernimm du des Büßers Aetzpatronius Antwort zur Trinität des Daseins-Prinzips:
Was du als Übergang kurz erwähnst, ist ja eines der Drei. Ich will es an meinem Lieblingsbeispiel der Atmung ein weiteres Mal erläutern. Einatmen ist das eine und ausatmen das andere. Das dritte ist der Übergang, der sowohl von der Einatmung zur Ausatmung führt, nämlich nach dem Ende des Einatmens, als auch von dieser zu jener zurück, wiederum nach dem Ende, jedoch des Ausatmungsvorganges. So setzt es sich fort und zwar von der Geburt an, bis zum Tod, der nach einem Ausatmungsvorgang eintritt.
Übrigens, der Sanskritbegriff Atma(n), das „Selbst“, wie es im Westen verkürzt heißt, ist vom Atmungsvorgang abgeleitet und kann, bei entsprechendem Lebenswandel, ins Brahman eingehen – der Auf- oder Erlösung in unaussprechliche Seligkeit.

Aber wie vom Nektar der Götter zu reden nicht sattmacht, so ist das noch nicht die Praxis des Wanderns in den Lichtjahresweiten.
Nun sind Ein- und Ausatmung objektiv zu beobachtende Vorgänge, während der Umschaltprozess lediglich als Pause zwischen den Atemzügen bemerkbar ist. (Nicht nur der Ton, auch die Pause macht die Musik. Dieses Prinzip wirkt auf allen Ebenen auf dieselbe Weise: Zwei Gegensätze sind wahrnehmbar, während das jene Zwei polar Verbindende sich jeder sinnlichen Wahrnehmung entzieht. Durch das Nichtwahrnehmen des Übergangs als be-wirkend ist ja das entstanden, was wir den Dualismus nennen. Tatsächlich sind aber die Drei eine Einheit, welche manchmal Nondualismus genannt wird. Wo nicht eingeatmet wird, ist eine Ausatmung logischerweise nicht möglich. Und fehlte die Umwandlung, wäre Dualismus und alles andere ebenfalls nicht möglich.

Christlich gesprochen ist das, was die zwei bedingt und selbst nie erscheint vielleicht Gott. In der Münchner Rhythmenlehre ist dieser Zustand, der alles bewirkt und niemals erscheint der Neptun, aber durch seinen irdischen Austreiber Mars alles in die Erscheinung treibt. Alle Erscheinung ist Erscheinung des Nichterscheinenden.

Ticktackticktack macht die Uhr. Auch hier: dasselbe – zwischen tick und tack, wie zwischen tack und tick, ist … nichts als Sein. Die Zeit, ein Begriff, der vom Ziehen kommt, zieht je das, was aus dem Unbewußten ungelöst zum Ursprung kommt, ins Ereignis und wird dadurch erlösbar. Die Ursache des Ereignisses stammt aus der Vergangenheit. Was dabei für die Sekunde gilt (ticktack), gilt als Prinzip für alle Zeiteinteilung und –alter.

Oder nehmen wir das Sehen: rechtes Auge ist fokusiert, linkes raumorientiert. Wer hat das so angeordnet? Die Wissenschaft jedenfalls nicht. Zusammen erst ergeben zwei Augen das, was wir etwas voreilig als „Realität“ wahrzunehmen „glauben“. Berücksichtigen wir das nicht, sind wir wieder beim Dualismus und forschen nach dem, was Wissen schafft. Zusammenfassend läßt sich sagen: alle Gegensätze sind durch das nichterscheinende Dritte in diesem final aufgehoben.


Am nächsten aber kommen wir dem Nichterscheindenden nicht durch diskursives Denken, sondern durch den Hörvorgang in der Musik. Und warum? Weil der Ton, wie ätherischer Duft, einmal hörbar (riechbar) geworden, unmittelbar die Flucht ergreift und dorthin sich auflöst (verduftet), woher er kam. Könnten wir ihm weit genug in die Stille folgen, wären auch wir nicht mehr „von dieser Welt“. Kannst du mir noch folgen?

Schau da vorne – Gewitterwolken. Sollen wir mit ihnen toben? Wir könnten in der Früh‘ als Tautropfprinzen ein paar Seerosen verführen. Oder in den Ost-Karpaten Flechten knabbern, die Geiss noch vor dem Melken besteigen. Oder einfach nur chillen. …


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Kommentare zu diesem Text


Graeculus
Kommentar von Graeculus (11.06.2021)
Die Zeit, ein Begriff, der vom Ziehen kommt [...]

Zeit: Das altgermanische Substantiv mhd., ahd. zīt "Zeit; Tages-, Jahreszeit; Lebensalter", niederl. tijd "Zeit", engl. tide "Gezeiten", schwed. tid "Zeit" gehört im Sinne von "Abgeteiltes, Abschnitt" zu der indogermanischen Wurzel *dā[ i ]- "teilen; zerschneiden; zerreißen".


Kommentar geändert am 11.06.2021 um 15:51 Uhr
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LotharAtzert meinte dazu am 11.06.2021:
Genau - und das zieht sie als Ereignis ins Dasein, wodurch die gezogenen Teile erlösbar werden.

Danke
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Ralf_Renkking antwortete darauf am 11.06.2021:
Genau, schließlich ist die indogermanische Wurzelzugkraft eine unserer zuverlässigsten Errungenschaften bzgl. des textelementarismäischen Gurgelhupfs. 🤭


Kommentar nicht geändert am 11.06.2021 um 16:51 Uhr
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 11.06.2021:
Ursprung ist das Zerspringen in Polarität. Das sind die Teile, deren Bestimmung es ist, sich zu einer Gestalt zu fügen. Das ist so lustig nun auch wieder nicht, Frank.
Der Titel "Nur für Wolkenwanderer" wurde mit Bedacht gewählt.

Zur Verfügung stehe auch ich, falls du noch Fragen haben solltest.

Kommentar ebenfalls unverändert am 11.06.2021 um 17:55 Uhr
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DanceWith1Life äußerte darauf am 11.06.2021:
hm, ziehen Gezeiten und Teile an derselben Wurzel. so unsinnig klingt das nicht.
Also dass Ebbe und Flut, von enormer Zugkraft reden, weiß jeder der schon mal am Meer war.
Und die Sprache wurde ja nicht aus dem Wörterbuch erfunden, sondern aus den Dingen, die sie benennen sollte.
ich muss das auf mich wirken lassen. Auf jeden Fall interessant.
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LotharAtzert ergänzte dazu am 12.06.2021:
Es heißt ja auch manchmal "im Zuge der Zeit". Ebbe und Flut ist ein wunderbares Beispiel .
Was hier nicht gemeint ist - und das macht es mit der Sprache so schwierig - ist die Zellteilung, da diese, zur Causa materialis zählend, reproduktiv ist und nicht schöpferisch.
In eine Formel gebracht, ist Zeit die Bestimmung des Unbestimmten. Oder mit Graeculussens Lieblingsphilosoph Heidegger gesprochen:
"Das Sein entzieht sich, indem es sich in das Seiende entbirgt".
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Kommentar von Regina (11.06.2021)
Der Ton schwingt aus in die Stille, richtig erkannt.
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LotharAtzert meinte dazu am 12.06.2021:
Ja, prinzipiell jeder Ton. Und ist damit die Voraussetzung für Musik.
Daß diese, je nach "Betonung", viele Aspekte hat, ist klar. So ist zum Beispiel das Lied, die Melodie eindeutig mondhaft-krebsig (das Gemüt betreffend) usw.

Danke
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Vom Wind in den Bäumen.
Veröffentlicht am 11.06.2021, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 11.06.2021). Textlänge: 532 Wörter; dieser Text wurde bereits 64 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.06.2021.
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