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Der ultimative Heimatkrimi - Roman einer Erpressung IX

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von pentz

'Endlich eine richtige Aufgabe!'
Am Montag, dem Tag der Geldübergabe, drückt Ernst die Pedale, fuhrwerkt das Getriebe und fährt beschwingt wie auf Schmetterlingsflügeln.
'Hoffentlich ist die Sache bald erledigt. Ich muß nach Berlin. In wenigen Wochen ist die Auswahl zum Präsidentenkandidaten meiner Partei. Das ist meine ganz große Chance. Endlich. Nach dieser Sache hier. Nachdem ich die Gängster überwältigt habe. Endlich kann ich es allen zeigen, was in mir steckt! Ich weiß schon, daß die meisten denken, ich bin ein Loser und Verlierer, aber sie täuschen sich. Ich bin es nicht. Wenn ich natürlich Augen und Ohren offenhalte wie ein Lux und Fuchs!'
Zum Parkplatz des Krankenhauses fuhr er schlafwanderlisch hin, kannte er sich doch hier aus wie in seiner Hosentasche. Seine Tätigkeit bei der Firma des Bruderfreundes verschlug ihn überall hin, bei all den zu erledigenden Dingen, die normal angestellte Handwerker und Fachleute nicht taten, Bagatellen, Nebensächlichkeiten, Unvermeidbarkeiten, eine private Postzustellung hier oder den jugendlichen Junior zu einem Schulkamerad dort zu fahren. Was immer halt anfiel, mußte er erledigen.
Bei dem Gedanken an seine Arbeit pressten sich seine Lippen zusammen.
Er hatte eine exzellente Kaufmanns-Ausbildung abgeschlossen, Abitur gemacht, hätte studieren können, aber jetzt für Handwerker, Arbeiter und Gehilfen Kaffeekochen, Brötchen-und-Wurst-Einkaufen tätigen, war schon sehr erniedrigend und demütigend.
'Wenn mich meine Partei ruft, dann ist damit aber Schluß! Natürlich nach der Geisel- und Bruder-Befreiung. Jawohl!'
Ja, seine Partei ist die der Starken, der Leistungserbringer, der Pioniere und Heerführer, der Macher, halt derjenigen, die die Gesellschaft voranbrachten, die Wege freimachten, die der Unternehmer, Reichen, Ärzte, Kaufmänner, Börsenmakler, äh, heißt Broker, Beamten, kurzum, derjenigen, die schon seit Generationen das Rückrad der Gesellschaft bildeten – und einer ihrer Devisen lautete zurecht: geht es den Reichen gut, geht es den Armen um so besser.
Es war zwar auch nur Arbeitnehmer, der sogar nur Helfersdienste verrichtete, aber warum gehörte er zur anderen Seite?  Weil er selbst Spross eines erfolgreichen Unternehmers war, eines Metzgermeister und Wirtshausbesitzer, der das renommierteste Gasthaus weit und breit führte. Von daher wußte er ganz genau, wie man umzugehen hatte mit Untergebenen, die faulenzten, Zeit schindeten oder nachlässig arbeiteten, oder meist krankgeschrieben waren, äh...'
Seine Brust hob sich.
Er sah sich schon in Bellevue residieren, aber da sah er den Parkplatz.
Er fuhr mit einem Transporter älteren Baujahrs seines Chefs, der mit einem großen lackierten Firmenlogo versehen war, langsam dort ein. So ein Transporter auf einem Parkplatz war unauffälliger als ein PKW. Außerdem war dieser nicht von außen einsehbar. Zwar gab es in der Dachebene einige Plexigläser, durch die man hinaus-, leider auch hineinsehen konnte, aber nur für einen Zwei-Meter-Mann. Im Innern konnte man sich auf eine Bank stellen und von dort aus nach außen lugen und observieren.
'Genial einfach, ich bin einfach genial!'
Er legte das Geld in den unverschlossenen Caprio unter die Gummiunterlage an der Fahrerseite, wie geheißen und verschwand wieder sofort in seinen Tarnwagen. Einziges Problem wäre, kämen die Geiselnehmer zu später Abendzeit oder gar Nacht, aber auch dann würden sie entdeckt werden, schließlich standen an den Ecken des Parkplatzes ein paar doch ziemlich helle Eckleuchter.
'Ich bin einfach genial! Auch wenn's keiner weiß. Noch!'

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