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Genre des Tages, 25.09.2021:
Groteske
Närrische, derbkomische, überspannte Erzählung; auch zu ergänzen durch Filmgroteske, Hörspielgroteske pp.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Sümpfdiktatur oder Ümfdiktatur von LotharAtzert (11.09.21)
Recht lang:  Stofftiere kriegt man nicht mehr los - Erzählung/Ende von pentz (9504 Worte)
Wenig kommentiert:  Investmentbanking Kanzlei Lotusfritz jr. von LotharAtzert (noch gar keine Kommentare)
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Mariä Empfängniszt

Text zum Thema Frauen/ Männer


von RainerMScholz

1ne von 10. Die anderen liegen bloß da wie Fleischstücke und warten, dass sie begattet werden. Wie rote wulstige Lilienblüten mit der Schwere der Leiber.
Und in dieser Nacktheit und Blöße löschen wir das Licht. Nur auf die Absonderlichkeit und Absurdität strahlen die Scheinwerfer.
Ich ging also zu ihr und riss an ihrem Kleid. Sie war Venom und astrale Glut. Lava floss aus ihren Augen. Ich versagte jämmerlich zu ihren Füßen und sie trat mich in den Schmutz. Aus dieser Gosse würde ich nicht mehr erstehen. Ich versank in den körnigen Asphalt, und meine Nahrung war fortan wässriger Wein und blanke Hostien. Ich sprach ein Gebet zu meinem Gott in Windeln und erbrach meinen Glauben.
So sei es, oh Messias und Wahrer der Religion, bis ans Ende meines Penis´ und immerdar. Kreuzige mein Fleisch und lass mich bluten für meine sündigen Gedanken. Und lass sie bluten, denn sie sind unrein und gebären Wesen wie mich, die deiner Fürbitte entsagten in der Vergangenheit, als wir Tiere waren und nicht Menschen.
So viel lutschen will ich am Fleisch meiner Feinde und essen und vertilgen, und dann ausscheiden all das Böse braun und rosa und grün und gelb. Ich ziehe die Mitra über mein entfleischtes Haupt und singe Hosianna, Hosianna, Hosianna. Mein Ekel und meine Abscheu sind ewiglich und kein Erzengel wird sein Schwert in mich stecken und mich erlösen wollen, so weit ich mich auch auf dem Boden strecke. Erlöse, erlöse, erlöse!
Jungfräulich tritt mein Leib vor deine Majestät und mein Haupt steckt in dem Erdigen. Auf meiner Zunge löst sich Speichel und Schaum, und doch bist du mein Baldachin in den Gräbern der Lebenden. Ewig, ewig, ewig sei dieser dein Geist, der des Menschen ist und Gottes. In alle Ewigkeit, Amen. Du bist der Mann, der Vater und der geflügelte Homöofluide. Der Penis, der Hoden und das einige Spermium. Dies sei unser Bund und ich esse das Fleisch, trinke das Blut und verdaue deine zwiegeschlechtliche Mannheit bis zum Jüngsten der Tage.
Aus diesem Loch befreitest du mich, von dieser Brust rissest du mich, von diesem Mund entferntest du alle Süße, Gesalbter. So sei ich dein. After und Schlange und Heiliger Odem.
Lege dich hin, Weib, auf deinen schändlichen Bauch, dein Leib sei bereist. Tiefe und Grube und dunkelster Winkel sei deine Herberge; Vulva und Vagina – Bär und Höhle. Alles Irdische folge dir nach und Darunter sei Heimat dir;  und dortselbst beherrsche dich ein Gefallener aus der Reihe der Mannsbilder; sein schartiger Schweif sei deine Peitsche, seine Krallen dein Kamm, die Klaviatur seiner Grausamkeit bespiele deinen Damm – sei tot, sei fort, so du mich gebarest in diesem absurden Inzestuariest.


© Rainer M. Scholz


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