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Salz

Parabel zum Thema Rassismus


von Quoth

An der Ecke Schmiede-/Poststraße stand Homer Delormes, dieser massiv-muskulöse Afrikaner, den wir alle bewunderten für die Souveränität, mit der er der Polizei entgegengetreten war, als sie ihn verhaften wollte, wie beschämte Kinder hatten sie sich zurückgezogen und in ihre Ärmel geschnieft. Jetzt war er da, verkaufte Salz in durchsichtigen Beuteln, und es ging weg wie warme Semmeln, obgleich es nicht weiß, sondern schwarz war, nämlich, wie er mit volltönendem Bariton erklärte, Siedesalz von der Küste des Schwarzen Meeres. Mein Vater hatte in Mariupol im Lazarett gelegen und hatte von diesem Salz erzählt, vor dem die Versehrten sich ekelten, wir hatten es für einen Witz gehalten, weil von schwarzem Salz hatten wir noch nie gehört. Nun aber war Homer da, und alle rissen sich um das unheimliche Zeug, ich erwarb auch einen Kilobeutel, schleppte ihn nach Hause, stellte ihn vor Eduards Bild mit der schwarzen Schleife und bat um Verzeihung: „Wir haben dir nicht geglaubt, ja, wir haben gedacht, der Alte spinnt, wie er es meistens tut, wenn er vom Krieg erzählt, aber es gibt dieses Salz nicht nur, es kommt jetzt auch kein anderes mehr auf den Tisch, und wir werden genesen von dem Elend, in das das weiße, schneeweiße Salz uns über Jahrhunderte stürzte.“

 
 

Kommentare zu diesem Text


RainerMScholz
Kommentar von RainerMScholz (25.07.2021)
Warum Ecke Schmiede- Poststraße?
Grüße,
R.
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Quoth meinte dazu am 26.07.2021:
Habe einen Schrägstrich ewingefügt. Besser? Vielen Dank für die Empfehlung! Quoth
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (25.07.2021)
Nicht undankbar sein, denn immerhin hat es uns die Halstatt-Kultur beschert.

Vor vielen Jahren hörte ich einmal in London, Speaker's Corner, einem schwarzen Aktivisten zu, der uns über die Verbrechen und den Rassismus der Weißen aufklärte. Zwischendurch trank er einen Schluck Coca-Cola. Ein mitfühlender Zuhörer (weiß) riet ihm, doch seine Gesundheit nicht zu gefährden und statt Coca-Cola lieber Milch zu trinken. Die Antwort des Redners: "I don't drink milk, because milk is white. I drink Coca-Cola, because Coca-Cola is black."
Neben ihm stand ein Polizist (weiß), der seine Redefreiheit schützte ... und vielleicht auch darauf achtete, daß er nicht über die Queen schimpfte.
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Quoth antwortete darauf am 26.07.2021:
Hallo Graeculus, schöne Geschichte! Schwarzweißdenken in fast schon wieder rassismusverdächtiger Naivität! Vielen Dank für die Empfehlung. Quoth
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Kommentar von Regina (26.07.2021)
"weil von schwarzem Salz hatten wir nie gehört". Es juckt mich in den fingern, deine Grammatik zu korrigieren, aber Pons lässt den Hauptsatz nach "weil" inzwischen zu, weil er wird so vor allem in Süddeutschland gesprochen.
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Quoth schrieb daraufhin am 26.07.2021:
Hallo Regina, ja, "weil" wird immer mehr wie "denn" gebraucht - vor einigen Jahren hätte ich es mir noch verboten, aber jetzt ist es ganz selbstverständlich mit eingeflossen ... Gruß Quoth
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (26.07.2021)
Es gibt auch schwarzes Grubensalz aus dem Ruhrgebiet, dafür muss man nicht bis in die Ukraine reisen.
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Quoth äußerte darauf am 26.07.2021:
Was im Netz als "Grubensalz" angeboten wird, ist weißes Siedesalz von Hawaii, das mit Aktiv(Holz)kohle versetzt wird, und kaufen kann man es bei einer Olivenölfirma auf Lesbos. Hat mit dem Ruhrgebiet nichts zu tun! Gruß Quoth
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Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 26.07.2021:
Hatte meines aus dem "Stromberg" in Waltrop, nicht von Lesbos!
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 26.07.2021:
https://www.pottpraesente.de/kulinarisches/essen/Grubensalz--Spirit-of-Spice-.html?XTCsid=9a8af0e6cfaeb63372ae7f7acd70e02f
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Parabeln.
Veröffentlicht am 25.07.2021, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 26.07.2021). Textlänge: 207 Wörter; dieser Text wurde bereits 56 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.10.2021.
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