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im Nachtzug

Prosagedicht zum Thema Vater/ Väter


von Létranger

im dunklen Fenster
ist nur mein Spiegelbild zu sehen
ein blasses Gesicht
darin dein hoffnungsloser Blick
dein Schweigen
geschlossene Fäuste wie deine
am Ende meiner Arme

ich seh noch
du knüllst und knitterst dich klein
und wickelst dich ein
in dein Schweigen
du auf dem Sofa
ein Käfer
der auf dem Rücken liegt
und strampelt
oder doch ein unsichtbares Orchester dirigiert

ich schließe die Augen
will die Verachtung nicht spüren
und die Resignation

die Bewegung des Zugs
auf Schienen rasend

und da sitzt die Zeit
wie eine ältere Dame
im Sitzplatz gegenüber
lächelt mich mitleidig an

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (29.07.2021)
Eine originelle Idee, die Zeit zu personifizieren.
LG
Ekki
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (29.07.2021)
Neben der Zeitpersonifizierung finde ich es auch apart, den vollzogenen Liebesakt mit leichter Verachtung zu paaren.
So ist es ja oft - und zwar auf beiden Seiten.

Ein gutes Gedicht, meine ich.



Auf einer zweiten Ebene könnte es sich auch um das "Produkt" der Begegnung, einen Säugling, handeln, mit dem der Vater wenig anzufangen weiß.

Kommentar geändert am 29.07.2021 um 13:51 Uhr
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Létranger meinte dazu am 29.07.2021:
Hi Achter Zwerg,

... oder um den Sohn, der sich an den Vater erinnert, und etwas vom Vater im Spiegelbild erkennt ...

Nichts ist falsch.

Ich bin zufrieden, wenn es für verschiedene Leser auf unterschiedlichen Deutungswegen Sinn gibt.

LG Lé.
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Isaban
Kommentar von Isaban (03.08.2021)
Besonders gut: die letzten 6 Verse.

Es ost erstaunlich, wie schmerzhaft es ist, wenn man im eigenen Spiegelbild ein Elternteil erkennt, ganz besonders, wenn man nie so werden, beziehungsweise nie so enden wollte - aber es ist unbestreitbar: Die stecken - im Guten, wie im Schlechten - in jedem von uns. Wir weigern uns nur oft, sie zu sehen,

LG Isaban
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Létranger antwortete darauf am 03.08.2021:
Freut mich, dass du es noch gelesen hast, und dafür, dass du deinen Leseeindruck und Kommentar hinterlässt.

Das gegengeschlechtliche Elternteil wäre selbstverständlich auch so ein Gedicht wert. Aber dafür bedarf es raffinierterer Spiegel .

LG Lé
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Létranger
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Veröffentlicht am 29.07.2021, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 29.07.2021). Textlänge: 82 Wörter; dieser Text wurde bereits 96 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.10.2021.
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