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Endspurt

Gedicht


von klausKuckuck

Büddenpuhl erwartet ohrenbrausend,
Was ihm unaufhaltsam näherrückt:
Seinen letzten Gang durch ein Jahrtausend,
Das der Nachbar neulich als «geglückt,
wenn Gott will!» am Stammtisch präsentierte
– in der Runde prostete man Lob –
Büddenpuhl sah jäh den Tod. Und stierte
In ein Loch, vor das ihn jemand schob.

Als geglückt die Dinge zu begreifen,
Das vermag er mühelos im Traum,
Träumend kann er sich aus Häuten streifen,
Fällt im Traum als Schmetterling vom Baum,
Der die Zeiten schwerelos durchtaumelt,
Aus Vergangnem Honig zieht und an
Buntgemalten Zukunftsfäden baumelt
Und in allem sich vergessen kann.

Träumen aber, wenn das Leben endet?
Wenn die Zeit in sich zusammenfällt?
Ist ein Gott da, der dann Zeichen sendet?
Kommt Gelächter aus der Götterwelt?
Ist ein nie gedachter Himmel offen?
Büddenpuhl stiert in das Loch. Bemüht,
Auf das Unerwartbare zu hoffen:
Dass aus seinem Tod ein Anfang blüht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Létranger
Kommentar von Létranger (17.08.2021)
Hallo,

Mir gefällt die Stimmung und der Inhalt. Ich könnte natürlich mäkeln, dass es für die Aussage des Gedichts auch weniger Text täte. Aber da eine Geschichte erzählt wird, ist das halt so .

Der Übergang zur vorletzten Zeile und das sperrige Wort "das Unerwartbare" ist wirklich auffällig bemüht . Das passt!

Gruß Lé.

Kommentar geändert am 17.08.2021 um 08:34 Uhr


Kommentar geändert am 17.08.2021 um 08:36 Uhr
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klausKuckuck meinte dazu am 17.08.2021:
Hi Létranger,
in der Tat: die vorletzte Zeile hat einige Improvisationsarbeit gekostet (wie du an der Einschätzung weiter unten von Frank siehst, ist auch er nicht mit der vorgegebenen Lösung d’accord). Du schreibst: Das passt. Ja, es passt. Das sperrige «Unerwartbare» ist allen Alternativlösungen überlegen. Danke für deinen Kommentar.
Gruß Klaus
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Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (17.08.2021)
Hallo Peter,

es wäre schade, wenn es von Buddenpuhl nicht mehr viel zu erzählen gäbe.

Auch sprachlich ein reifes Werk!

Beste Grüße,
Dirk
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Agnete antwortete darauf am 17.08.2021:
ich schließe mich da gerne an. Ein Charakterstück, gekonnt geschrieben, lieber Klaus. LG von Agnete
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klausKuckuck schrieb daraufhin am 17.08.2021:
Hi Dirk,
hinter deinen Kommentaren sehe ich sehr oft ein Augenzwinkern, und so hoffe ich, das du das mit dem "reifen Werk" wenigtens zu 85 % ernst gemeint hast. Danke.
Gruß Peter

An Agnete,
"Charakterstück" – hört sich aufregend an. Könnte der Webmaster in die Liste der Anklickmöglichkeiten aufnehmen. ("Esplosion" ist online)
Grüße

Antwort geändert am 17.08.2021 um 23:45 Uhr
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Agnete äußerte darauf am 18.08.2021:
freut mich, Klaus mit Explosion.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (17.08.2021)
Hallo Klaus, mir gefällt besonders die Vision von Büddenpuhl als Schmetterling.
LG
Ekki
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klausKuckuck ergänzte dazu am 17.08.2021:
Wir beide, Ekki, als Schmetterlinge? Wäre das vorstellbar?
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.08.2021:
Ja, wir würden uns hübsch umgaukeln.
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Ralf_Renkking
Kommentar von Ralf_Renkking (17.08.2021)
5hebige Trochäen (fast) durchgereimt, alternierende Endungen, passende Zäsuren und Vokalisieung (z. B. Büddenpuhl/Bemüht), eine angemessene Kompositionsfigur, vergleichbar mit einer aufklappbaren Wandtafel oder einem Tryptichon, den einzigen Wermutstropfen allerdings bildet für mich der vorletzte Vers, da ich entgegen einem meiner Vorredner nicht der Meinung bin, dass der metrische Bruch hier passt, deshalb mein Änderungsvorschlag:
"Auf die Unerwartbarkeit/Unwahrscheinlichkeit/Unverfrorenheit zu hoffen,". 🤔

Ciao, Frank

Kommentar geändert am 17.08.2021 um 22:10 Uhr
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klausKuckuck meinte dazu am 17.08.2021:
Hi Frank,
deinem Einwand setze ich einen Goethe entgegen. Gretchen im Dom betet:
Ach, neige,
Du Schmerzensreiche,
Dein Antlitz gnädig meiner Not …

Ich denke, es wird zunächst eine olympische Nachlässigkeit gewesen sein, der Dichter war ein "eschter Hess" und wird die Zeilen so gesprochen haben:
Ach, neiche,
Du Schmerzensreiche …

Eckermann wird ihn auf "die Unstimmigkeit" hingewiesen haben, der Alte hat es dann aber nicht umgetextet, die Unstimmigkeit hat ihm offenbar gefallen. Mit Verlaub, ich mach es wie er, der "metrische Bruch" gefällt mir.
Danke für deine Analyse und Gruß
Peter
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plotzn
Kommentar von plotzn (18.08.2021)
Servus Klaus,

tja, wenn man wüsste, oder zumindest ein bisschen dran glauben könnte, dass danach noch was kommt, hätte das was Erleichterndes. Buddenpühl kommt mir mit seinen Gedanken sehr menschlich und seelenverwandt vor...

Liebe Grüße,
Stefan
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klausKuckuck meinte dazu am 19.08.2021:
Hi Stefan,
die Unendlichkeit als unbegrenzter Raum bietet ja Platz genug für jede Mücke und jeden Menschen – und nicht nur Exemplaren, die aus unserer Galaxie zuwandern. Aber im Unendlichen verliert man sich aus den Augen. Auch kein zufriedenstellender Gedanke.
Gruß Peter
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klausKuckuck
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Veröffentlicht am 17.08.2021. Textlänge: 141 Wörter; dieser Text wurde bereits 92 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.10.2021.
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