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Neger ist ein rassistisches Wort

Anordnung zum Thema Rassismus


von Terminator

"Neger" bedeutet eigentlich nur "schwarz" und ist in diesem Sinne kein Schimpfwort. Aber dieses Wort reduziert Menschen auf ihre Hautfarbe und ist daher noch abwertender als die Bezeichnung "Indianer" für sämtliche Ureinwohner Nord- und Südamerikas.

Die Vorstellung, es gäbe die weiße, rote, gelbe und schwarze Rasse mit expliziter oder impliziter Zuschreibung unterschiedlichen Werts für Menschen je nach Rassenzugehörigkeit ist der Kern des Rassismus. "Weißer" ist kein rassistisch beleidigendes Wort, weil es durch seinen historischen Kontext die Zugehörigkeit zur Herrenrasse impliziert.

Im Klaren darüber, darf natürlich jeder immer, überall und jederzeit, wo die Meinungsfreiheit gilt, "Neger" sagen. Wer jedoch scheinbar unschuldig dieses Wort verwenden möchte, ist ein ignorantes und borniertes Arschloch.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Graeculus
Kommentar von Graeculus (17.08.2021)
Aber dieses Wort reduziert Menschen auf ihre Hautfarbe

Aber nein, es charakterisiert Menschen durch eine optisch auffallende physische Eigenschaft, so wie "Weiße" oder das chinesische "Langnasen" für Weiße.
Rassistisch ist die unterschiedliche Wertung von Rassen - mit (versteht sich) Hervorhebung der eigenen und Abwertung der anderen. Die gibt den Bezeichnungen dann einen spezifischen Klang als Dreingabe.

"Neger" ist nach meinem Kenntnisstand historisch nicht bzw. nicht ohne weiteres abwertend gemeint - im Unterschied zu "Nigger".
Anders als "Nigger" wurde "Neger/Negroe" m.W. auch zur Selbstbeschreibung benutzt, zumal die heute für den korrekten Sprachgebrauch vorgeschriebenen Bezeichnungen ja neu sind, also in der Tradition überhaupt nicht vorkommen.
Sicherlich sollen die neuen Bezeichnungen eine neue Haltung (des Respekts) ausdrücken. Kann man so machen, muß man aber nicht.

Parallelbeispiele ("Greis" --> "Senior") zeigen m.E., daß die neuen Bezeichnungen sehr schnell ebenfalls eine pejorative Bedeutung bekommen, wenn sich die Einstellung zu der betreffenden Gruppe nicht ändert. Darauf kommt es entscheidend an, nicht auf die Benamung.

P.S.:
Das Wort für tabu zu erklären, zwingt konsequent dazu, die Literatur von Jahrhunderten und Jahrtausenden zu purifzieren.
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Terminator meinte dazu am 17.08.2021:
Ich bin für einen differenzierrten Umgang mit diesem Wort. "Opa hat ja auch Neger gesagt, also ist Neger ok", finde ich nicht ok. Aber das Wort nachträglich aus Büchern zu streichen und heute mit Piepton oder "N-Wort" wiederzugeben, ist ein übertriebener Moralfuror einer weiblich-infantilen care-based morality. Nur ein nanny state mit erhobenem Zeigefinger macht speech policing und erzieht mündige Bürger wie im Kindergarten.

Antwort geändert am 17.08.2021 um 15:57 Uhr
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (17.08.2021)
Es wird in bestimmten Zitat-Zusammenhängen unvermeidlich sein, das Wort "Neger" zu benutzen. Insofern kann es nicht absolut tabu sein. Aber wer das Wort neben einem Zitat-Kontext noch benutzt, wird damit rechnen müssen als Rassist bezeichnet zu werden. So naiv wie seinerzeit Heinrich Lübke darf man heute nicht mehr sein.
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Terminator antwortete darauf am 17.08.2021:
Im Kontext kann man auch "Negersklave" sagen, um historische Tatsachen zu benennen. Man muss die belasteten Wörter hat reflektiert benutzen. Aber es wird auch immer Leute geben, die einem böswillig Rassismus, Sexismus, Antisemitismus unterstellen wollen, weil sie selbst schlechte Menschen sind, und ihre Gehässigkeit, Niedertracht und Blockwart-Mentalität ausleben wollen. Nur dürfen anständige Menschen halt nicht schmollend in die andere Ecke gehen und sagen: "Jetzt sage ich das Wort erst recht bei jeder Gelegenheit!" Dieser Kulturkampf wird ja dann auf dem Rücken derer ausgetragen, die das Wort Neger aufgrund eigener Geschichte und Vorgeschichte als verletzend empfinden.

Die Gutmenschen erniedrigen sie, indem sie sie durch übertriebene Sensibilität (die nichts als Moralprotzen ist) in einen permanenten Opferstatus zwingen, die, die von den Gutmenschen als Rassisten beleidigt werden, reden dann absichtlich wie Rassisten, weil die eigene Eitelkeit wichtiger ist als die Menschen, die sie dadurch verletzen.
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Graeculus schrieb daraufhin am 17.08.2021:
Lübke hat das Wort wohlmeinend, aber herablassend gebraucht.
Der Satz "Der Blues ist die Musik der nordamerikanischen Neger", von einem Blues-Liebhaber gesagt, ist m.E. unbedenklich.
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tueichler
Kommentar von tueichler (18.08.2021)
Wenn man so strikt den Regeln der neuen Sprache folgen will, die es beispielsweise fordern, Kinderbücher umzuschreiben, dann sollte konsequenterweise auch die Geographie umgeschrieben werden.
Man kann sich also schon mal Gedanken machen, wie folgende Begriffe ersetzt werden könnten (natürliuch mit dem vollsten Einverständnis der Begriffsinhaber, die ja keine anderen Probleme haben):

Nigeria ==> der Staat
Niger ==> der Fluss
Niger ==> der Staat
Mauretanien ==> der Staat

Zumindest beim letztgenannten Fall müsste auch wohl die Geschichtsschreibung angepasst werden - wenn man zum Besipiel auf die Eroberung Spaniens durch die Mauren eingeht. Das wird, glaube ich, ein ganz schön großes Projekt, an dessen Ende zwar eine persilierte Sprache steht, die aber ihrer Bedeutung vollends beraubt wurde (siehe Orwell: plusplusschlecht)
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Terminator äußerte darauf am 18.08.2021:
Wenn man so strikt den Regeln der neuen Sprache folgen will
Will ich nicht. Aber an sich: ja, das wären die Konsequenzen.

Heute kann man ja Wörter wie "Lügenpresse" oder "gleichgeschaltet" benutzen, privat völlig problemlos, öffentlich mit Vorbehalt. In diese Reihe der Vorbehaltswörter gehört für mich das Wort "Neger", aber nicht aus der Sprache verbannt. Ich will keine Sprachpolizei, sondern einen achtsamen Umgang mit der Sprache (welcher sich wiederum ausgerechnet bei denen nicht findet, die am lautesten fordern, Wörter zu verbieten).
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tueichler ergänzte dazu am 18.08.2021:
👍
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