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Alter Park: Zigarettenpause

Kurzgedicht zum Thema Augenblick


von minimum

wie sich
kaum ausgestoßen
der Rauch von dir fort
und in die Anlage hinein bewegt:

ein sacht wachsender
Schemen
der sich mit zitternden Rändern
treiben lässt
in immer tieferes Grün

 
 

Kommentare zu diesem Text


Moja
Kommentar von Moja (03.09.2021)
Gefällt mir sehr gut!
Gruß, Moja!

Kommentar geändert am 03.09.2021 um 11:36 Uhr
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minimum meinte dazu am 03.09.2021:
Das freut mich
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Ralf_Renkking antwortete darauf am 03.09.2021:
Mir nicht, ich mag zwar Grün, aber keine Raucher. 😁

Ciao, Frank
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minimum schrieb daraufhin am 03.09.2021:
Darauf die nächste Selbstgedrehte
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A.Reditus
Kommentar von A.Reditus (03.09.2021)
Hallo minimum,

zunächst war ich grundsätzlich angesprochen von einer mir stimmig erscheinenden, kleinen Bildbeschreibung, einer kurzen (Zigaretten)Pause im Park. Das wirkt auch nach wie vor sprachlich, klanglich, bildlich stimmig auf mich. Und dann las ich noch zwei, drei Mal darüber, um zu ergründen und auch mitteilen zu können, was mich daran wohl bewegt.

Leider gefiel es mir darob zunächst weniger. Der Schemen wächst ja nicht, der Rauch diffundiert und dadurch wird er eher schemenhafter, bevor er scheinbar verschwindet. Auch habe ich noch nie erlebt, dass eine Rauchwolke an den Rändern zitterte und ein tiefes Grün ist ungewöhnlich.

Und das ist es dann wohl, was mich anspricht, was bei aller scheinbaren Ruhe (das fängt beim kaum ausgestoßenen Rauch an) und tatsächlichen Kürze der Begegnung die Sinne an den Rändern zittern lässt. Wer oder was genau vergeht hier? Das bleibt im Rauch, im Schatten (Schemen). Auch wenn man davon ausgehen möchte, dass minimum eine Idee davon hat, ist es nur individuell für die Leserinnen erkennbar. So soll es sein.

Findet
A.Reditus
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minimum äußerte darauf am 04.09.2021:
Danke für deinen detaillierten Kommentar, der im lesenden Nachvollzug sehr plastisch zur Anschauung bringt, wie lyrische Texte ihre Bedeutung durch die Subversion regulären bzw. sachorientierten Sprechens erzeugen.
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Kommentar von Regina (03.09.2021)
Im Zigarettenrauch kann man den Atem sehen und daran lassen sich Gedanken anschließen. auch, wenn der Rauch diffundiert, atmen wir alle das ein, was andere ausatmen, auch wenn wir selber nicht rauchen, uns distanzieren oder gar isolieren. Wir entkommen den Mitmenschen nicht.
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minimum ergänzte dazu am 04.09.2021:
Auch wenn ich mir als Raucher nicht ganz sicher bin, ob ich deine Ausführungen als fundamentale Polemik gegen meinesgleichen verstehen muss - den letzten Satz deines Kommentars würde ich jederzeit bedenkenlos unterschreiben Danke für die freundliche Empfehlung!
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Regina meinte dazu am 06.09.2021:
Du siehst Gespenster. Nicht im entferntesten dachte ich an Polemik, mit der man Süchtigen auch niemals beikommt. Ich formulierte Beobachtungen.
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Kommentar von niemand (03.09.2021)
Mir gefällt dieses Kurzgedicht ausgezeichnet. Man hat beim Lesen das Gefühl, so man es so sehen möchte, als ob sich da etwas aus dem Inneren der Raucherin/oder des Rauchers mit dem Rauch quasi mischt um dann immer weiter zu entschwinden. Fast als ob ein Stück Seele mit in die Lüfte geht. Zigarettenkonsumenten sind ja irgendwie mit Leib und Seele in ihrem Laster drin, sind eins mit ihm. Man kann sehr viel noch hineinlegen, das hier wäre so meine Lesart. Ich mag diese kurzen Gedankenspiele, sie lassen viel Raum zum Fantasieren LG niemand
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minimum meinte dazu am 04.09.2021:
Da fühle ich mich hundertprozentig verstanden Danke dir sehr.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (03.09.2021)
Mein Eindruck:

Hier treibt der Rauch zusammen mit verborgenen (unausgesprochenen) Worten dahin.
Vielleicht einer verdeckte Liebeserklärung.
Die Beobachterin ahnt dies und zieht ihre optimistischen Schlüsse ...

Herzliche Grüße
der8.
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minimum meinte dazu am 04.09.2021:
Eine romantische Lesart - ich hätte nie zu erwarten gewagt, dass einer meiner Texte dazu Anlass geben könnte Vielen Dank.
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