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Der ultimative Heimatkrimi XV - Roman einer Erpressung und Verbrechen wider Willen

Erzählung zum Thema Beobachtungen


von pentz

Nachspiel

Der Kriminaler, der für diesen Fall angesetzt war, krauste die Stirn, nachdem er die Unterlagen durchgelesen hatte. Er war ein systematisch denkender Kopf, langsam, aber unerbittlich zielführend.
Zunächst an den Anfang der Erpressung kommen.
Wie begann die Erpressung?
Das hängt davon ab, welches Motiv dahinter steckte.
Und das Motiv war das am schwersten zugängliche Ding an einer Mordsache.
Nun gut, es gibt zwei Möglichkeiten:
Die Erpressung geschah
a) aus einer Verschwörung heraus
b) aus Zufall.
Beginnen wir mit dem am wenigsten wahrscheinlichen Motiv, wenn auch die am faszinierensten Variante.
Alle stecken unter einer Decke.
Hm, außer vielleicht der Krankenschwester, die keinen auffallenden Vorteil aus dieser Erpressung zieht, vielmehr das Opfer überhaupt war oder vorsichtig formuliert, das am meisten Haare und Federn ließ, kurzum, der am opfervollsten mitgespielt wurde. Wurde sie vielleicht mit Geld dazu verleitet, mitzuspielen, sich scheinbar zu opfern und zu schweigen – wenn eben alles stimmt, was die Beteiligten, vor allem dieser Arzt, sagte?

Fing es so an?
Die drei Verwandten saßen zusammen.
„Ernst sollte nach Berlin gehen!“
Die Aussicht, Ernst aus dem Blickfeld, aus der Kleinstadt, der näheren Umgebung zu haben, war eine schöne. Es hob die Stimmung am Tisch, denn jeden erfreute diese Vorstellung, am meisten natürlich Ernst.
„Nur, wie können wir das erreichen?“
Der Arzt hatte gesagt: „Da kommt mir eine Idee. Ich kenne da aus meiner Klinik zwei Drogenabhängige, zwei Kleinkriminelle und Möchte-Gern-Ganoven, mit denen man Pferde stehlen kann. Die machen wahrscheinlich alles, Hauptsache, sie können sich ein bisschen Geld verdienen.“
„Klingt interessant.“
Und schon steckten sie die Köpfe zusammen.
Diese verschworene Verbrecherbande stand nunmehr bestimmt vor diesem Problem: die Kleinganoven hatten keine Knarre, da es sehr schwer war in Deutschland, eine in die Hände zu bekommen, zumal für Drogenabhängige und allemal für Vorbelastete und bereits einmal mit dem Gesetz in Konflikt Gekommene. Aber richtige Entführer brauchten eine Pistole.
Also lieh der Polizist ihnen seine.
Das erklärte diesen merkwürdigen Sachverhalt mit der Pistole, hm.
Alle hatten doch damit gerechnet, die Entführung klappe und der Polizist bekomme bestimmt wieder seine Dienstpistole und falle bestimmt nicht in die Hände von polizeilichen Ermittlern nach so einem undenkbaren, unwahrscheinlichen Desaster.

Zur zweiten Variante.
Gehen wir davon aus, der Kollege Polizist hatte dazu noch keine Angaben gemacht, er war so dämlich oder der Zufall wollte es, daß es so unglücklich lief, daß ihm seine Pistole irgendwie abhanden gekommen war. Oder geklaut worden, nein. Stellen wir das einmal hinten an.
Aber warum diese extreme Geldhöhe?
„Hm!', stieß der Kriminaler aus.
'Weshalb gleich solch eine hohe Summe von einer Million Euro erpressen? Wie kommen sie darauf, daß es möglich war? - Hm. - Sie haben diese Erpressung nicht geplant. Es wurde bestimmt keine Vorbereitung durchgeführt, keine Auswahl des Opfers getroffen, wie auch? Sind die zufällig am Cabrio vorbeigekommen und haben sich dazu entschieden, einen Menschen zu erpressen? Nur, was hat sie dazu bewogen? Ein Arzt muß auch nicht unbedingt ein Goldesel sein. Außerdem sieht man es keinem Menschen an der Nase an, daß er Arzt ist. Warum sind sie darauf verfallen, von diesem Doktor gleich eine Million Euro zu erpressen?'
Nochmal.
Zufällig entdecken die Ganoven also zwei Menschen in einem Auto gerade beim Sex. Sie machen sich anfänglich etwas lustig über die Beschämten, Entdeckten, Entblößten.
Der eine sagt zum anderen, vielleicht nur erst zum Spaß: „Das ist doch ein gefundenes Fressen, was? Das ergibt einen fetten Happen? Die erpressen wir ein bißchen. Das könnte sich lohnen, was Kumpel?“ „Hm, vielleicht hast Du recht. Das ist ein guter Anlaß, Sex im Auto, auf Video aufgezeichnet, ideal für eine Erpressung, hm!“ „Hm, meinst da springen ein paar Tausend Euro heraus, was!“ „Meine ich schon!“ „Wau!“ Wie gesagt, anfänglich ist es nicht ernst gemeint von den dahergelaufenen Kleinkriminellen, keine wirkliche Absicht, nur mal so ein klein bißchen Auf-dem-Busch-klopfen.
Aber einer der Entblößten verliert plötzlich die Nerven, der Mann, hier der Chefarzt, denkt, er würde wirklich entführt und treibt die Summe in die Höhe, nur aus Angst heraus, sein Fremdgehen könnte an die Öffentlichkeit gelangen, seine Karriere, sein Prestige, sein Status, den der ganzen Familie steht auf dem Spiel, und nicht zuletzt, wenn seine Ehefrau davon erfahren würde, wäre der Teufel los.
„Ihr kriegt so viel ihr wollt!“
„Vielleicht ne halbe Million?“
„Auch das, wenn's sein muß!“
Die beiden Zufallsentführer verschlägt's den Atem.
Sie starren sich an. So eine Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder, was?
„Ne Mille muß es schon sein?“
„Meinetwegen!“ Die Schweißperlen auf der Stirn des Arztes schimmern silbern.
Hauptsache es kam nicht heraus, daß er mit einer Krankenschwester, einer Untergebenen, einer Komparsin Sex im Auto gehabt hatte, was einen gehörigen Skandal verursachte, den er sich als Chefarzt und zumal als wohlsituierter Ehemann nicht leisten konnte.
War es so?
'Na, dann verhören wir einmal die Beteiligten!'

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Veröffentlicht am 07.09.2021, 8 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.09.2021). Textlänge: 779 Wörter; dieser Text wurde bereits 23 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.09.2021.
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