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Standby

Prosagedicht zum Thema Identität


von Létranger

Überarbeitete Version:

Wenn nichts mehr wacht als das Standby,
geht ein alter Mann auf dem Mond spazieren,
graue Pferde grasen auf den Traumkoppeln,
Büffel ziehen stoisch über die Weiden.

Morgens streife ich mir Hoffnung übern Kopf
schlüpfe in die ausgewaschene Gelassenheit,
wickle mir Gewissheiten um den Hals,
setz nen lässigen Gedanken
schräg auf den Scheitel
und knöpf noch schnell die Sorgen zu.

Zuletzt schlüpf ich - schon vor der Türe -
in meine bequemen alten Rechtfertigungen,
binde mir feste Schleifen in die Belanglosigkeiten,
und gehe aus dem Haus -

gut gerüstet.


Ursprungsversion:

Wenn nichts mehr wacht als das Standby,
geht ein alter Mann auf dem Mond spazieren,
graue Pferde grasen auf den Traumkoppeln,
Büffel ziehen stoisch über die Weiden.

Morgens streife ich mir Hoffnung über den Kopf
schlüpfe in die ausgewaschene Gelassenheit,
wickle mir Gewissheiten um den Hals,
setz mir nen lässigen Gedanken
schräg auf den Scheitel
und knöpfe noch schnell die Sorgen zu.

Zuletzt schlüpfe ich - schon vor der Tür -
in meine bequemen alten Rechtfertigungen,
binde mir feste Schleifen in die Belanglosigkeiten,
und dann raus

gut gerüstet.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von niemand (08.09.2021)
Immer bereit, immer gerüstet sein, dafür muss man schon
allerhand auf sich nehmen, sich überstülpen.
Gut gemacht!
Mit lieben Grüßen, niemand
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Létranger meinte dazu am 08.09.2021:
Ja, da sind wir gut drin .

LG Lé.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (08.09.2021)
Hallo Le,

sehr originelle Metaphern. Mit diesem Standby kann man lange überleben. Ob es lebenswert ist, steht auf einem anderen Blatt.

LG
Ekki
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Létranger antwortete darauf am 08.09.2021:
Das ist die spannende Frage.
Wieviel braucht man davon und wann?

LG Lé.
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (08.09.2021)
das gefällt mir, sehr gut sogar...
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Létranger schrieb daraufhin am 08.09.2021:
freut mich
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DanceWith1Life
Kommentar von DanceWith1Life (08.09.2021)
so ganz nebenbei die Milliarden Dollar Rüstungsindustrie auf den Punkt gebracht, da schau an.
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Létranger äußerte darauf am 08.09.2021:
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Kommentar von nadir (08.09.2021)
Wenn nichts mehr wacht als das Standby,
geht ein alter Mann auf dem Mond spazieren,
graue Pferde grasen auf den Traumkoppeln,
Büffel ziehen stoisch über Weiden.
(es klingt mmn. Besser, wenn du in der letzten zeile das „die“ streichst.

Morgens streife ich mir Hoffnung übern Kopf
schlüpfe in die ausgewaschene Gelassenheit,
wickle mir Gewissheit um den Nacken,
setz nen lässigen Gedanken
schräg auf meinen Scheitel auf
und knöpf noch schnell die Sorgen zu.
(das ist bloß ein vorschlag, es klänge etwas runder, wenn du mich fragst. und auch das „nack und geda“ klingt flotter.)

Zuletzt schlüpf ich - schon vor der Türe -
in die alte, ewige Geschichte
binde schleifen um Belanglosigkeiten,
und gehe gut gerüstet aus dem haus

(kürzen, kürzen, kürzen)

ansonsten gefällt es mir, es ist ja wirklich die alte leier, wer kennt es nicht. ich mag auch den hymnischen ton, der ständig gebrochen wird, allerdings wäre das gar nicht vonnöten, der inhalt gibt klar vor, dass es sich um eine (im positiven sinne der negation einer literarischen form) pseudo elegie handelt.
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Létranger ergänzte dazu am 08.09.2021:
Hallo Nadir,

das "kürzen, kürzen, kürzen" klingt drastisch, aber du wolltest ja nur wenige Worte und Silben kürzen.

Bei deinen Vorschlägen zur Strophe 2 und 3 wärst du in meinen Augen dreimal aus meiner Grundidee herausgelaufen, die sich ja ganz nah an das Ankleiden hält; deswegen geht der Nacken nicht, und die Vorschläge zu Strophe 3 passen da auch nicht gut rein.

Interessant auch deinen Anmerkung zu S1V4. Fünf trochäische Worte nacheinander, wie du vorschlägst, klingen für mich eher langweilig. Rythmisch hätte ich gern "über die Prärie" geschrieben, aber das Wort Prärie" klingt mir nicht gut.

Ein paar Kleinigkeiten habe ich aber übernommen in S2V4, S2V6 und S3V4.

Vielen Dank für die Textarbeit
und LG Lé.
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Létranger
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Veröffentlicht am 08.09.2021, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 08.09.2021). Textlänge: 168 Wörter; dieser Text wurde bereits 79 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.09.2021.
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