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Asyl der späten Wespen

Kurzgedicht zum Thema Augenblick


von minimum

Asyl der späten Wespen:
aus dem kurzen Stück Hecke
das den Vorgarten
vom Bürgersteig trennt
schwärmen sie
an die Seite des Passanten

nicht als scharf die Luft verengende
Drohung
sondern mit der brummenden
Bitte um Schonung
nur diese letzten
Tage noch

 
 

Kommentare zu diesem Text


Létranger
Kommentar von Létranger (14.09.2021)
alles eibe Frage der Sichtweise und Deutung !?

Gruß Lé
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minimum meinte dazu am 15.09.2021:
Wenn schon nicht im wirklichen Leben, dann wenigstens in der Lyrik Danke dir.
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Kommentar von niemand (14.09.2021)
Dieser Begriff "Asyl" ist mit dem Bild der Vespen sehr gut gewählt.
Sind sie doch im Grunde eine Art Bedrohung, besonders wenn sie In Mengen auftreten, was besonders für einen Allergiker nicht so gut sein kann. Ich ziehen hier mal einen Bogen zu den Flüchtlingen.
Diese sind für manche Menschen hier auch eine Art der Bedrohung, besonders wenn man ihnen dauerhaftes Bleiben unterstellt. Doch sind die späten Wespen, wie auch die Flüchtlinge
nicht unbedingt aufs Dauerbleiben geeicht. Die Wespen von Natur aus nicht und das eventuelle Bleiben der Flüchtlinge ist von dem Zustand ihres Heimatlandes abhängig, also auch nicht selten
nur vorübergehend. Das Gedicht bittet darum mit bedrohten Wesen Mitleid zu haben und diese nicht noch mehr unter einen Zwang zu stellen, wie der unter dem sie sowieso schon stehen.
Ein schönes Gedicht welches um Empathie für jegliche Lebewesen
wirbt. Mit lieben Grüßen, niemand
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minimum antwortete darauf am 15.09.2021:
Herzlichen Dank für den schönen Kommentar! Ich persönlich würde den Fokus des Texts vielleicht umschreiben mit "Empathie für alles, was vergehen muss" - aber deine Lesart und die Folgerungen, die du ziehst, sind absolut stimmig und einleuchtend.
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (15.09.2021)
Ein liebevoller Blick auf ein eher ungeliebtes Wesen.
Tatsächlich kann der Deutschmensch froh sein, dass es überhaupt noch Insekten gibt ("nur diese letzten Tage noch", mit denen du eine vielsagende Doppeldeutung ins Spiel bringst).

Liebe Grüße
der8.
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minimum schrieb daraufhin am 15.09.2021:
Der Doppelsinn der "letzten Tage" lag gar nicht im Bereich meiner Absichten, lässt sich aber, einmal namhaft gemacht, nicht von der Hand weisen - ein schönes Beispiel dafür, wie sich ein Text im Leseprozess vom Würgegriff der Autorenintention frei macht Danke für die freundliche & anregende Würdigung!
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Kommentar von Regina (15.09.2021)
Auf meine Blumen hat sich dieses Jahr eine einsame Schwebfliege verirrt. Nicht mal Wespen lassen sich blicken. Wie war das mit der Bienenrettung?
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minimum äußerte darauf am 15.09.2021:
Die Bienenrettung ... war das nicht mal eine von Söders plakativen Obsessionen (nach seiner wundersamen Ergrünung)?
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Willibald ergänzte dazu am 16.09.2021:
Ein wunderschöner, scharfer und bitterer Text. Im Echoraum anderer Texte rührt sich Rilke: "gieb ihnen noch zwei südlichere Tage. "

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Es ist frappierend, wie sehr sich dein Text neben dem theonomen Rilketext bewährt, in seiner präzisen Trauer und seinem Endlichkeitsbewusstsein. Eine Endzeit und kein zyklisches Geschehen in Jahreszeiten, scheint mir.

Antwort geändert am 16.09.2021 um 19:04 Uhr
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Regina meinte dazu am 16.09.2021:
@minimum: Bienenrettung war von der ÖDP initiiert.
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minimum meinte dazu am 17.09.2021:
@Willibald:

Vielen Dank für deine äußerst freundlichen Worte. "Endzeit" trifft den Punkt - Auferstehung oder Wiederkehr sind keine Optionen.
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