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Komedo

Kurzprosa


von Palytarol

Komedo

Mitesser sind, machen wir uns nichts vor, Phänomene, die es nicht bräuchte.
Man hört, Eheleute oder auch weniger offiziell gepaarte zelebrieren bisweilen
die Beseitigung von Mitessern als eine Art sozialer Körperkontaktpflege, ähnlich dem Verhalten verwandter Primaten, die sich die Läuse aus dem Pelz fummeln.
Widerlich.

Männer, hört man ferner, neigen eher als Frauen zu Mitessern.
Wobei, wenig überraschend, Frauen eher dazu neigen, sie auszudrücken.
Ich bin unverheiratet und Single und meine einzige Hilfe, den Mitessern, die auch mich plagen, beizukommen, ist der Badezimmerspiegel.
Auf der linken Wange befindet sich einer, der, nachdem ich ihn entfernt habe, stets über Nacht wieder auftaucht.

Ich habe meine Mutter gefragt, woran das liegen könnte und zur Sicherheit noch mal gegoogelt.
Vielleicht habe ich auch zuerst gegoogelt und dann zur Sicherheit noch einmal meine Mutter gefragt.
Mir chronologische Reihenfolgen einzuprägen, hatte ich schon immer Schwierigkeiten.
Jedenfalls fand ich so heraus, dass ich den Mitesser wohl nur unzureichend vollständig entfernt hatte.
Beseitigt man einen Mitesser nur unvollständig, und sei es auch zu 90%, so aufersteht er quasi postwendend.

Ich habe ihn also daraufhin mit größter Sorgfalt herausgedrückt, förmlich bis das Blut quoll.
Es entstand eine hässliche rote Presswunde.
Am nächsten Tag war er wieder da.
Abermals versuchte ich ihn zur Gänze zu entfernen.
Wenig später entzündete sich das komplette Areal; und der Mitesser in dessen Zentrum - größer denn je!
Ich bekam Fieber und suchte meinen Hausarzt auf, der mich umgehend ins Krankenhaus einwies.

Diagnose: Sepsis.

Ich liege auf der Intensivstation und hänge an diversen Schläuchen.
Die Krankenschwester ist freundlich, aber spricht kaum ein Wort deutsch.
Zudem zwinkert sie mich ständig an, als sei das hier nicht die Intensiv, sondern ein Ü50- Datingkaffeekränzchen.
Der Assistenzarzt meinte, ich könne von Glück sagen, dass nur mein rechter Hoden entfernt werden mußte:
»Den linken haben Sie ja noch.«

Ich habe starke Phantomschmerzen (rechts südlich). Morgen werde ich auf die Normalstation verlegt.
Der Mitesser ist weg.
Wenn ich wieder zu Hause bin, schlage ich meinen Spiegel ein.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (24.09.2021)
Verehrter Herr Paly,
zum Verlust eines H. mein aufrichtiges Mitgefühl, doch sollte dich das nicht grämen.
Zur Erhaltung der äußeren Vollständigkeit und des inneren Selbstwertgefühls übernehmen die meisten Krankenkassen, die Kosten für eine Kunst-H-Implantation!
Wenn ich dir mit einer Binsenweisheit weiter helfen kann dann: "Wenn du etwas nicht besiegen kannst, mache es zu deinem Freund!".
Auch möchte an dieser Stelle auf meinen Vierzeiler "sosehr" verweisen, den ich einem Mitesser gewidmet habe, und der sich als echter Prüfstein für eine Beziehung erwiesen hat.
Mit freundlichem Gruß ihr
TT
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Palytarol meinte dazu am 26.09.2021:
Das lässt sich lesen, Tuwastasso!
Empathie und Promotion.
Ihren weithin unterschätzten Vierzeiler habe ich postwendend verzehrt. Kaum wurde das Komedo ausdrücklicher verdichtet als in jenen Versen von 2012, wie mir scheint.
Als kleine Gegendarstellung darf ich vllt noch fußnotieren, dass die solidarische Krankenkasse hier nicht zu bluten hatte, pflege ich etwaige Verstümmelungen doch nur an meinen Protagonisten vorzunehmen.
In diesem Sinne möchte ich nicht ohne alle Bescheidenheit auf das Coming up eines weiteren Palytaroltextes hinweisen, der sich dieser Thematik noch blutiger und inkonsequenzverachtender annehmen wird, als alles bisher gelesene.
Demnächst auf diesem Channel,
P.
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Kommentar von Tod (24.09.2021)
Druckreif, würde ich sagen. LG
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AchterZwerg antwortete darauf am 24.09.2021:
Ein AFD-Mitglied wird sich vermutlich an Probleme mit der Migration erinnert fühlen.
Jedenfalls: Wo man auch hinschaut, überall wird gegessen!
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Palytarol schrieb daraufhin am 26.09.2021:
Was Sie meinen, Abgelebter, ist sicherlich, dass es mittels neuzeitlicher 3D-Drucktechnologie ein leichtes wäre, abhandengekommens Sackinventar kurzerhand nachzuprägen.
Ich werd mal nachfaxen, wie weit man da schon ist …
P.

Zwerg, tagesaktuelle AFD-Bezüge haben unter meinen Texten nichts zu suchen.
Nicht mal an Ostern.
Mit tiefer, täuschen echter Erzürnung,
P.
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loslosch
Kommentar von loslosch (24.09.2021)
die nurse sollte dir nächstens einen nachwachsenden mitesser liebevoll entfernen. auf privatrechnung.
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Palytarol äußerte darauf am 26.09.2021:
Ich werde sofort einen VHS-Kurs in tadschikisch belegen, um ihr das mitteilen zu können.
Womöglich ist sie noch zu anderen Wundern in der Lage ...
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loslosch ergänzte dazu am 27.09.2021:
ich repetiere: "dat schick ich ihr auf tadschikisch."
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unefemme
Kommentar von unefemme (02.10.2021)
Das ist, wenn aus einer Mücke eine Lawine gemacht wird.
So im Großen und Ganzen, meine ich.
LG
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Palytarol
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Veröffentlicht am 24.09.2021. Textlänge: 327 Wörter; dieser Text wurde bereits 171 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 21.10.2021.
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