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Das Gift

Hermetisches Gedicht zum Thema Abgrund


von nadir

wesen, alter und geruchlos, - ohne hände
etwas, - schweigsam gleich dem stein,
vor dem was nie erlischt, verlösche
ichs, ach kerze ich; - ach flamme sein.

die wurzel aber dort im dunkel, weiß -
die führt nach seiten allen dunkels hin!
ach, wie ich sie neckisch liebe heiße,
weil ich im dunklen gleich dem dunkel bin ...

und dort, fern, seh ich gestalten stehn, -
ich will gestalt unter gestalten sein;
ich seh sie ruhen, irren, irren, gehn
sie reden beide und es fällt ein stein; -

 
 

Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (27.09.2021)
Sehr giftig. LG
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nadir meinte dazu am 27.09.2021:
eigentlich nicht ...
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Létranger
Kommentar von Létranger (27.09.2021)
Das ist spannend; auch wenn es für mich in der Tat vor allem mit abgründigen Anflügen und Ahnungen spielt .

Gruß Lé.
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nadir antwortete darauf am 27.09.2021:
ja, das schon ;)
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Kommentar von niemand (27.09.2021)
Bei hermetischen Gedichten muss ich meist passen, hier aber glaube ich zu lesen eines Menschen Zwiespältigkeit. Zu wissen um die Sehnsucht nach Licht/Erleuchtung, das Streben nach etwas Höherem und gleichzeitig das Bewusstsein, dass man auch tief Dunkles in sich trägt und dieses durchaus aus liebt, weil es eben ein Teil der eigenen Person ist. Es lockt also das Helle, aber es lockt auch das Dunkle im Ich. In der dritten Strophe vermute ich ein sich selber beobachten/sehen, quasi zwei Ich's, die letztlich, auch wenn verschieden, doch miteinander verbunden sind/zusammen gehen, irren etc. Diese beiden Ich's scheinen miteinander irgendwie
ins Gespräch zu kommen, was eine Art Erleichterung mit sich bringt [mir fällt ein Stein vom Herzen] das man beides nicht nur sein muss, sondern ach kann/darf und es letztlich auch will.
So lese ich es zumindest und das ist beim Hermetischen schon viel, ansonsten nehme ich meist reissaus Hier hält mich etwas gefangen. Mit lieben Grüßen, niemand
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nadir schrieb daraufhin am 28.09.2021:
interessant! so kann man es definitiv lesen, meine intention triffst du auf jeden fall mit dem gedanken, dass hier ein innerer prozess beschrieben wird, eine selbstbegegnung sozusagen. auch daa die gestalten nur formspiele des eigenen icha sind, trifft den grundgedanken. es ist ja ein gedicht, das verstecken spielt, also offen für interpretationen jeder art. nur die deutung des steines hat mich verwundert, ein stein, der vom herzen fällt, - ja das ergibt sind, ich dachte beim schreiben eher an einen umgestoßenen grabstein. aber deine interpretation ist beinahe schlüssiger, weil sie einfacher, offensichtlicher ist! vielen, vielen dank, für den tollen kommentar, über aolche kommentare freue ich mich ganz besonders!

lg
nadir
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AchterZwerg
Kommentar von AchterZwerg (28.09.2021)
Irenes Interpretation finde ich schlüssig.
Auf einer anderen Ebene lese ich von einer unerfüllten, nicht wirklich erlösten Liebe zu den Menschen.
"Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"
---

Das Göttliche verlangt nach Menschwerdung, gäbe es da nicht das Gift ...
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nadir äußerte darauf am 28.09.2021:
auch eine schöne interpretation des steines, die ich beim schreiben ebenfalls nicht bedacht habe ... wobei das gerade bei mir ziemlich seltsam ist, ... ich merke schon, das gedicht geht viele wege, das zeigst du mir auf, - ich renn mal hinterher ;)

lg
nadir
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Agnete
Kommentar von Agnete (28.09.2021)
ein tolles Werk, nadir, ich lese es so_:

Gestalten, das bleiben fremde, zu denen man keine Verbindung aufbaut und es ist heute auch oft nicht erwünscht. Wer nämlich Verbindung schafft, macht sich angreifbar. Gestalten aber bleiben unberührt von allem. Das ist das Gift unserer Zeit.

Der Stein, den man dem anderen nachwirft, der wäre greifbar, das Gift der Unpersönlichkeit ist es nicht.Tut aber genauso weh...
Hat mir sehr gefallen. LG von Agnete
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