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Geschichte zum Thema Krieg/Krieger


von LordTakeda

Jeff zitterte am ganzen Körper, er konnte es nicht mehr ertragen, überall wo man hinsah, Tot, Elend und Leid. Jeff ging schweren Herzens durch Zyronia, seiner Heimatstadt, bzw. das, was von der Stadt noch übrig war. Das hinterhältige Bombardement des Feindes hatte fast nichts mehr übrig gelassen, nur Tote und Zerstörung. Jeff blieb stehen als er an einer zerstörten Fassade, die Reste eines Schildes erkannte. Es war das Nanu, seine Stammkneipe, jetzt nur noch rauchender Schutt. Übelkeit stieg auf, hier lernte er Lydia kennen und hier verliebte sie sich ineinander. Oh mein Gott, Lydia!
Er rannte los, Richtung seines Hauses, doch mussten viele Umwege gemacht werden, oft waren die Straßen verschüttet oder schlichtweg nicht mehr vorhanden. Doch irgendwann erreichte er sein Heim und blieb stehen. Am ganzen Körper stark zitternd beschlich ihn eine Übelkeit, die er so noch nie zu spüren bekam. Ihm liefen die Tränen in die Augen und seine Gefühle sprangen zwischen Angst und Wut hin und her. Sein Blick war stur auf das Haus gerichtet, seine Umwelt schien verschwunden zu sein, die Welt um Jeff herum verschwand und er konnte nur noch das Haus sehen.
Es lag in Trümmern.
Erst jetzt kam Jeff wieder zu sinnen und rannte los, er sprang über Trümmer und Schutt und erreichte den Eingangsbereich. Die Tür hing lose in den Angeln. Der verängstigte Mann rannte ins Wohnzimmer, doch dieses war zerstört. Dann lief er in Meggans Zimmer. Dort angekommen suchte er verzweifelt seine Tochter, doch sie war nicht da. Gegenüber war das Schlafzimmer, vielleicht waren Lydia und Meggan dort. Zitternd vor der Tür stehend, traute er sich erst nicht, Angst beherrschte  seine Gedanken. Die Tür wurde aufgebrochen und Jeff sackte sofort auf seine Knie. Dort lagen sie, Lydia und Meggan auf dem Ehebett, doch keine der beiden rührte sich. Meggan lag da als würde sie friedlich schlafen, doch in Lydias Angesicht sah man Panik, Angst und Trauer. Lydia hatte sich schützend über das kleine Mädchen gelegt. Jeff kroch langsam auf Knien an das Bett heran. Keine der beiden Atmete mehr. Weinend legte er sich zu den beiden ins Bett und fuhr seiner Frau durch das Haar. Dann lies er seinen Gefühlen freien Lauf und schrie so laut, das es selbst die Entferntesten Sterne im Universum hören mussten...

 
 

Kommentare zu diesem Text


Graeculus
Kommentar von Graeculus (18.07.2015)
Aus grauer Vorzeit.
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