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Teil 9Inhaltsverzeichnis

Teil 10

Geschichte zum Thema Krieg/Krieger


von LordTakeda

„Alpha drei an Omega sieben, ich stehe unter schwerem Beschuss, hilf mir... AHHHH.“
„Omega dreizehn an Beta eins, wir haben den Squad Führer verloren, oh Shit...“
Reguard an Peace, sie sind auf Kollisionskurs, drehen sie ab, DREHEN SIE A...“
„Kommandoschiff an Kampfgeschwader, halten sie die Linien, sie dürfen nicht aufgeben. Lenken sie die Phantoms von den Lazarettschiffen ab.“
„Jagdbootgeschwader an Kommandoschiff, hier stimmt etwas nicht... oh mein Gott, TARNMINEN...“
„Wir haben das dritte Jagdbootgeschwader verloren...“
„Ich habe die Steuerung verloren, ich stürze ab... sagt meiner Frau das ich sie liebe...“
„Oh mein Gott, drei weitere Phantoms haben sich enttarnt, direkt vor u...“
„Sigma zwölf an Kommandoschiff, wir brauchen Verstärkung, wir halten nicht mehr lange aus... ACHTUNG, feindl...“

Eine Flucht solcher Nachrichten erhallte auf dem Schiff und es wurden immer mehr. Überall hörte man aus den Lautsprechern schreie und Geweine. Jeff wusste, diese Schlacht würden sie verlieren. Vor zwei Minuten erst ist sein Kommunikationsoffizier durchgedreht und zusammen gebrochen. Er hielt diese Schreie nicht mehr aus und vielen ging es genauso.
Phantom direkt voraus!“
Geschockt von dem Anblick starrte Jeff einen Augenblick aus der Sichtluke, direkt zu dem Phantom.
„Alle Geschütze, FEUER. Torpedobänke abfeuern. Ausweichkurs Delta drei in 10 Sekunden.“
Bislang hatte die „Meggans Revenge“ noch gegen keinen Phantom kämpfen müssen. Doch ihm war klar dass es irgendwann so sein musste.
„Die Phantom lädt ihre Primärwaffe. Sie wird gleich feuern.“
In diesem Augenblick drehte ein weiterer Offizier durch. Schnell rannten Sicherheitstruppen an um ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er tat ihm Leid, Jeff wusste, als sich diese Menschen zum Militärdienst melden, war den meisten schon klar dass es hart werden würde aber damit hatten wohl nur die wenigsten gerechnet.
„Achtung, sie feuern!“
„Ausweichkurs... JET...“ Jeff konnte seinen Satz nicht beenden. In der Sekunde, in der die Phantom feuern wollte, wurde sie auf voller Breitseite von mindestens Hundert Torpedos getroffen, nur einen Augenblick später wurde das Schiff von Strahlenwaffen erschüttert. Die Phantom erzitterte bis sie in einer imposanten Explosion vom Antlitz des Alls verschwand. Jeff schaute zu einem seiner Offiziere, doch dieser sah ebenfalls Ratlos aus der Sichtluke. Dann erkannte der Commander was geschehen war. Zehn Zerstörer und fünf Kreuzer hatten die Phantom von der Seite her angegriffen, während dieser sich wohl auf die „Meggans Revenge“ konzentriert hatte. Jeff lies sich erleichtert in seinen Kommandosessel fallen und atmete kurz durch, bis das Schiff erbebte. Er sah auf seinen Bildschirm und entdeckte einen weiteren Phantom, der gerade einen der Zerstörer vernichtete. Die Schockwelle war so enorm, dass es einen zweiten Zerstörer mit in die Vernichtung zog und sein Schiff zittern lies. Jeff lies sofort feuern, doch dies schien dem Phantom nichts aus zu machen. Nur mit der geballten Macht der restlichen Schiffe aus dem vorherigen Gefecht war es ihnen möglich den Phantom zu vernichten.
„Kommando...iff an ...le Einheiten, wi... iehen uns zurück. Ich wiederh... Rückzug... RÜCKZUG.“

So schnell wie sie erschienen waren, so schnell sprangen die Kampfverbände wieder aus dem System. Schon fast panisch zogen sie sich Schiff für Schiff zurück, so schnell, das einige sogar miteinander kollidierten. Auch Jeffs Schiff kollidierte fast mit einem Zerstörer, der anscheinend nicht darauf achtete, wohin er flog. Endlich hatte die „Meggans Revenge“ eine freie Flugbahn und konnte die Sprungtriebwerke aktivieren. Es dauerte nicht lange und schon waren sie außerhalb des Systems. Jeff wusste was nun geschehen würde, man würde eine der gekaperten SV-Einheiten einsetzen und den Planeten vernichten. Doch ihm blieb keine Zeit, auch nur einen Blick nach hinten zu werfen, die Flotte nahm nach kurzem Zwischenstopp und Neuformierung bereits Kurs auf den nächsten Planeten, der unter der Kontrolle Neu-Dyrias stand. Ihnen bleib nicht einmal Zeit, das Schiff zu checken oder zu reparieren, sie mussten alles notdürftig auf dem Flug machen und Außenreparaturen im Hyperraum waren unmöglich.

„Direkter Treffer in der zweiten Antriebssektion, die primäre Energie steht kurz vor dem Ausfall. Unsere Schilde halten keinen weitren Treffer mehr aus, Sir.“
„Melden Sie dem Kommandoschiff, dass wir uns aus dem Hauptkampfgebiet etwas zurückziehen und versuchen werden, den Schaden unter Kontrolle zu kriegen.“
„Jawohl Sir.“
Jeff dachte, er könne sein Schiff etwas abseits bringen und die Schäden reparieren lassen, doch so einfach war es dann doch nicht. Aus unerfindlichen Gründen verfolgten ihn zu viele Schiffe. Niemand würde ein beschädigtes Schiff durch drei Schlachtschiffe verfolgen lassen, irgendetwas stimmte da nicht. Doch damit konnte er sich im Moment nicht beschäftigen, erst einmal musste der Commander sein Schiff in Sicherheit bringen.
„Fordern sie Verstärkung an und schaffen sie uns irgendwie diese Schlachtschiffe vom Hals.“
„Sir, die feindlichen Schlachtschiffe ziehen sich zurück!“
„Hm, das gefällt mir nicht, scannen sie den Bereich nach Auffälligkeiten.“
Es dauerte nur wenige Sekunden, dann meldete sich der Offizier bereits.
„Sir, wir haben etwas auf dem Schirm, wir empfangen lediglich eine Silhouette aber es hat den Anschein, es könne sich um eine SV-Einheit handeln.“
„Jetzt setzen sie ihre Waffen schon wieder gegen ihre eigenen Leute ein... Gehen sie auf Abfangkurs, Höchstgeschwindigkeit, bringen sie die Triebwerke zum glühen.“
„Sir, unsere Antriebe sind beschädigt, sie werden Höchstgeschwindigkeit nicht verkraften.“
„Wenn wir dieses Schiff nicht aufhalten, wird der größte Teil unserer Flotte vernichtet, also bringen Sie dieses Schiff nun auf Abfangkurs!“
„Jawohl Sir.“
Damit beschleunigte die „Meggans Revenge“ und verfolgte das kleine Schiff, bis sie es eindeutig als SV-Einheit identifizierten, doch langsam begann das Schiff leicht zu zittern. Doch unbeirrt ließ Jeff die Antriebe auf voller Energie laufen. Zum ersten Mal hatte der Dyrianer die Chance das Gegenteil zu tun. Erinnerungen kamen in ihm hoch, als er im Cockpit einer solchen Einheit saß und Milliarden Lebewesen vernichtete und nun bot sich ihm endlich die Chance, aktiv Milliarden Lebewesen zu retten. Er war sich sicher, dass er dem Universum diese Tat schuldig war.
„Generator drei steht kurz vor dem Zusammenbruch... wir werden in dreißig Sekunden in Schussreichweite sein.“
„Erhöhen sie die Leistung der Antriebe!“
„...Ja Sir!“
Doch dann meldete sich ein weiterer Offizier: „Sir, die SV-Einheit beginnt ihre Abschusssequenz.“
Jeff wusste, nun würde es auf Sekunden ankommen, er ließ die Antriebe noch weiter belasten und das Schiff begann stark zu zittern. Ihm war klar, dies würde das Schiff nicht mehr lange aushalten.
„Wir befinden uns in Schussreichweite!“
„Alle Geschütztürme FEUER, Torpedobänke laden und abfeuern, vernichtet dieses Schiff.“
Die „Meggans Revenge“ feuerte aus allen Rohren, doch hatten sich die SV-Einheiten seid Jeffs Zeit verändert. Die Schilde hielten den gesamten Beschuss eines Schlachtschiffes stand und Jeff lies unbeirrt weiter feuern, doch er merkte, das die Energie der Geschütze nachließ und das die Geschwindigkeit des Schiffes ebenfalls abnahm.
„Haben wir noch Fusionsbomben an Bord?“
„Zwei Stück aber wir sind zu nah dran.“
„Zum Abschuss vorbereiten, SOFORT“
Es dauerte nicht lange, dann waren diese gewaltigen Waffen einsatzbereit. Normalerweise setzte man keine Fusionsbomben in einer Schlacht ein, da diese zuviel Zerstörung anrichteten, vor allem in den eigenen Reihen.
Ein grüner Knopf an seinem Kommandosessel bedeutete ihm, das er die Waffen abfeuern konnte, was nur dem Captain gestattet war. Jeff schloss die Augen und sofort erschien ihm das Bild seiner Frau und seiner Tochter vor dem geistigen Auge. Mit einem gewaltigen Schlag betätigte er diesen Knopf und nur Sekunden später blendete ihn das Licht der Explosionen, trotz geschlossener Augen. Dann spürte er wie die Schockwelle die „Meggans Revenge“ erreichte, das Schiff erzittern lies und...

„Landungseinheiten an Kommandoschiff, wir beginnen mit der Invasion.“
„Kommandoschiff bestätigt, viel Glück.“
„Alpha-Geschwader an Kommandoschiff, wir haben eine enorme Explosion geortet, es scheint sich um Fusionsbomben zu handeln.“
„Kommandoschiff bestätigt, Aufklärungseinheit wird startklar gemacht.“
Der Kampf dauerte Tage, doch schließlich wurde auch dieser Planet eingenommen, mit erheblichen Verlusten. Nun glich der Planet erst recht einer Ruine, denn die Schiffe im Orbit bombardierten ihn Gnadenlos, um sämtlichen Widerstand zu vernichten. Damit rückte der Krieg in die Endphase, den dies war der letzte Planet, den die Dyrianer besaßen, mit Ausnahme Neu-Dyrias. Nun war es soweit, die finale Schlacht rückte näher und auch die Dyrianer wussten dies, den der Geheimdienst meldete, das sie sämtliche verbliebenen Streitkräfte zurückriefen, um ihren Planeten zu verteidigen.

Er öffnete die Augen, es war hell, zu hell, so hell, das es schmerzte. Leises Gemurmel war zu hören und man in dem weißen Licht schemenhafte Silhouetten. Doch wurde ihm einfach nicht klar was geschehen war. Er war sich sicher, Tod zu sein. Doch anscheinend war dem nicht so. Langsam aber nur langsam gewöhnte er sich an das Licht und allmählich wurden aus den Silhouetten Konturen und daraus Personen, doch er kannte sie nicht.
„Hören sie mich, können sie mich hören?“
„... Ja...“ schaffte Jeff es unter großen mühen von sich zu geben.
„Willkommen unter den Lebenden.“

Es dauerte nur Tage, dann stand der Commander schon wieder auf eigenen Beinen, seine Verletzungen heilten dank der modernen Medizin sehr schnell, vor allem, da sie nicht so schwerwiegend waren wie zu Anfang vermutet. Doch er hatte Glück, im Gegensatz zu einem Großteil seiner Mannschaft. Viele waren Tod, nur einige hatten die Detonation überlebt, die „Meggans Revenge“ zerriss es in mehrere Teile, sie wurde aufgeben, unreparabel. Als Jeff dies erfuhr flossen ihm die Tränen. Mit diesem Schiff, mit diesem Namen verband er eine Mission, doch nun schien es so, als sei diese gescheitert.

Der Shuttle durchstieß gerade die letzte Wolkendecke und seinen Augen bot sich der gewohnte Anblick des Weltalls, doch gerade von diesem sah er im Moment nicht viel. Er wusste nicht wie viele es waren und es war ihm unmöglich sie zu zählen aber Jeff war klar, dies war mit Abstand die größte Flotte, die das Universum je zu Gesicht bekommen würde. Er hatte schon viel über die schrecklichen Dilag-Kriege gehört, doch dieser Anblick machte ihm klar das selbst diese Epoche niemals so schlimm gewesen sein kann. Alleine in seinem Blickfeld mussten es Millionen Schiffe gewesen sein. Doch auch bei dieser enormen Maße, stieß ihm ein einziges Schiff ins Auge. Es war viel größer als ein Schlachtschiff, bestimmt doppelt so groß und es glänzte ungewöhnlich stark, es war beeindruckend. Auch die Form war anders, auch wenn man immer noch erkannte, dass es ursprünglich ein Schlachtschiff war.
Der Mann zu seiner rechten, der den ganzen Flug über schweigsam blieb, meldete sich zu Wort: „Sehen Sie es Jeff, da ist es. Was Sie hier sehen, ist ein Schlachtschiff der Nova-Klasse, das erste seiner Art, der Prototyp. Das ist unser Ass im Ärmel, es ist das erste Schiff, was ebenfalls seine Energie aus dem Tronic zieht, damit ist es so gut wie Resistent gegen den „schwarzen Laser“. Seid heute ist es unser Flaggschiff, was die Flotte in die Schlacht führen wird und Jeff, es ist IHR Schiff, sie sind der Kommandant. Man hat beschlossen, das sie diesen letzten Kampf leiten werden.“
Jeff wusste nicht was er sagen solle, also wurde geschwiegen. Als sie sich dem Schiff immer weiter näherten, erkannte er den Namen des Schiffes und sein Blut geriet in Wallung. Nun konnte er es ganz deutlich lesen: „Meggan“. Eine Träne lief ihm die Wanke hinunter, er wollte sich dankend umdrehen, doch der Mann gab ihm zu verstehen, dass er sich nicht bedanken müsse.


Planet: -
Ort: Sammelpunkt III
Uhrzeit: T minus eine Woche

„Flagschiff „Meggan“ an die gesamte Flotte, nun ist es soweit. Dies ist der letzte Sammelpunkt vor dem Neu-Dyrianischen Sektor. Wir haben Sprungfeldbegrenzer ausgemacht, die so stark sind, dass sie unsere Flugzeit verdoppeln, daher benötigen wir noch eine Woche, bis wir das Zielgebiet erreichen. Bis dahin herrscht absolute Funkstille. Ich möchte sie warnen, seien sie wirklich auf alles gefasst, der Feind ist unberechenbar und wir mussten schon oft erleben, dass er noch eine Überraschung für uns hat. Dies ist die letzte Schlacht in diesem blutigen und langen Krieg, viele mussten Sterben und auch in diesem Kampf werden viele Sterben, doch seien sie sich bewusst, wenn wir diesen Kampf nicht ausfechten, werden noch Milliarden Sterben. Deswegen werden wir fliegen und kämpfen, bis Dyria in die Knie gezwungen wurde. Es wird keinen Rückzug geben, es DARF ihn nicht geben, denn sonst wird das Universum im Chaos untergehen. Mögen uns die Ewigen beistehen und mögen uns die Sterne vergeben, doch nun wird Blut fließen.
Flagschiff ende.“


Planet: Neu-Dyria
Ort: Orbit um den gesamten Planeten
Uhrzeit: T minus eine Minute

Der Anblick war erschreckend, der gesamte Orbit war voller Schiffe, es waren Millionen, eine gigantische Flotte. Sie hatten sich alle versammelt, um Neu-Dyria zu verteidigen, ob sie nun wollten oder nicht. Die Phantoms aktivierten ihre Tarnung und luden ihre Energiespeicher für den „schwarzen Laser“. Wie auf ein Kommando aktivierte die gesamte Flotte ihre Antriebe und alle Schiffe fuhren ihre Systeme hoch. Das leuchten der Triebwerke ließ jeden Schatten auf dem Planeten verblassen und die Nacht wich.

„Achtung an alle, wir springen... JETZT
Aus dem nichts erschienen sie, die Millionen und Abermillionen Schiffe, die sich vereint hatten, um dem Terror und der Zerstörung ein Ende zu setzen. Kaum waren die ersten Schiffe ins System gesprungen, wurde bereits gefeuert. Auch wenn man sie kaum sehen konnte, schossen hunderttausende „schwarzer Laser“ durch das All und zerstörten die ersten Schiffe, Sekunden nachdem sie erschienen. Im gleichen Augenblick, nicht einmal ein Augenzwinkern dazwischen, flogen unzählige Torpedos und Raumbomben auf die Phantoms zu. Und nur Sekunden später folgten ihnen Fusionsbomben, die man einsetzte, um den Feind zu verwunden, bevor die Hauptstreitmacht eintraf und da war sie auch schon.
Und nun beginnt es, das große Morden, dass das All in Blut tränken wird, dachte sich Jeff, während er von der Brücke der „Meggan“ aus die Schlacht verfolgte. Ihm war klar, die Dyrianer hätten nicht mit einem Schiff wie dem seinen gerechnet, doch er wusste auch, dass noch etwas folgen würde. Jeff verstand sein Volk zwar nicht mehr aber er kannte es. Sie waren Intelligent, sie hatten noch ein Ass im Ärmel.
Eine schwere Erschütterung holte ihn aus seinen Gedanken.
Phantom direkt vor uns. Direkter Treffer des „schwarzen Lasers“ in die Antriebssektion. Wir... wir haben keinerlei Schäden, die Schilde sind noch bei einhundert Prozent.“
Jeff war mehr als beeindruckt. Sofort erwiderte die „Meggan“ das Feuer und mit gänzlicher Einfachheit vernichtete sie die Phantom.
„Sir, unsere Scanner erfassen hinter der feindlichen Linie ein Tarnminenfeld. Es umfasst den gesamten Planeten, es müssen Millionen sein.“
Jeff wurde stutzig, würden sie sich tatsächlich selber einschließen. Das entbehrt doch jeglicher Logik. Plötzlich geschah das unerwartete, womit niemand rechnen konnte. Entsetzt sah Jeff aus der Sichtluke, er konnte es nicht glauben, dass überhaupt eine Rasse dazu fähig sei. Was sich der Flotte bot, war beängstigend. Erst geschah es mit Neu-Dyria, um den gesamten Planeten legte sich eine schwarze Wand. Da, wo noch vor wenigen Sekunden der Planet seine Bahnen drehte, befand sich jetzt eine schwarze Kugel
„WAS ist das?“ Jeff ahnte es schon, doch er wollte die Gewissheit.
„Neu-Dyria wird von einem Planetenweiten Schutzschild umgeben, der anscheinend seine Energie aus dem Tronic bezieht. Die Energiewerte sprengen die Skala, doch diese Energie wird normalerweise nur von einer Sonne produziert.“
Wie haben sie das nur geschafft? Das ist doch unmöglich, keine Rasse ist zu so etwas fähig. Jeffs Gedanken wirbelten wild umher und bereiteten ihm Kopfschmerzen, doch bevor er sich beruhigen konnte wurde es dunkel, finster. Verwirrt sah der Commander aus der Sichtluke, doch alles war finster. Selbst die Schiffe waren kaum noch zu erkennen. Er sah sich um, doch die Sonne war verschwunden.
Nein, NEIN, das kann doch nicht wahr sein, wie nur, WIE? Er begriff schnell, dass nun ebenfalls die Sonne ein solcher Schild umgab. Das entbehrt jeder Logik, es ist technisch unmöglich.
„Kommandoschiff „Meggan“ an alle Schiffe, umschalten auf elektronische Sicht, weiter feuern.“

Es war eine lange Schlacht und auch nach drei Stunden schien keine Ende in Sicht. Die „Meggan“ war leicht beschädigt, die Schilde arbeiteten nicht mehr auf volle Leistung, da sie vor einiger Zeit von vier Phantoms gleichzeitig beschossen wurde. Mittlerweile war es ein Kampf gegen den Feind und gegen Wrackteile. Doch das Blatt sollte sich wenden.
„Sir, weitere Kampfverbände erreichen das System, unser Nachschub ist eingetroffen. Es ist die fünfte Angriffsflotte.“
„Endlich, damit werden wir ihnen den Rest geben.“
„Bei den heiligen Sternen, eine ganze Flotte Phantoms enttarnt sich zwischen den Nachschublinien.“
„Alarmieren sie die fünfte Angriffsflotte...“ doch bevor Jeff weiter sprechen konnte, erhielten sie eine Nachricht:
>
Geschockt sah Jeff auf den taktischen Monitor, als die Freund/Feind-Kennung sich änderte und die fünfte und sechste Angriffsflotte als Feinde einstufte. Damit waren sie den Dyrianern unterlegen. Nicht an Kampfkraft, jedoch an Taktik. Nun müsste seine Flotte an zwei Seiten kämpfen und hatte kaum noch Platz zum umdenken.
Betrübt sah Jeff zum finsteren All hinaus. Der Befehl, der jetzt folgen würde, wäre der schwerste in seinem Leben, doch es würde der Schlussstrich sein. Es würde das Ende seiner Vergangenheit bedeuten und trotz der Ereignisse, die vorgefallen waren, war es sein Volk.
„Bereitmachen zum Rückzug, Einsatz der SV-Waffen Eins bis Vier bereit machen. Erst springen, wenn die Waffen den Kern erreicht haben.“
„Jawohl Sir.“
Jeff sah zu der schwarzen Kugel hinüber, auf der sich sein gesamtes Volk befand. Er fühlte sich einfach nur mies.
„Abschuss der Lanzen...“
Jeff warte, doch nichts geschah.
„Was ist los?“
„Oh nein, die Lanzen konnten den Schild nicht durchdringen, wir können die Sonne nicht vernichten“
Er hätte nicht gedacht, dass der Schild standhalten würde, vor allem nicht vier Lanzen.
Ist dass das Ende, haben wir versagt, wird das Universum nun leiden und im Chaos enden?
Jeff wollte sich mit diesem Gedanken nicht zufrieden geben und dann kam ihm die Erleuchtung. Ihm wurde klar, auf was er sich befand, der „Meggan“ , der ultimativen Waffe, der einzigen Chance, die sie hatten.
„Haben wir eine SV-Einheit an Bord?“
„Ja Sir, wieso fragen Sie? Die Lanzen dringen nicht durch den Schild!“
„Die Lanzen nicht...“ Jeff öffnete einen Kommunikationskanal, „Kommandoschiff „Meggan“ an die gesamte Flotte, auf Rückzug vorbereiten. Drittes und sechstes Jägergeschwader Verteidigungsstellung um die „Meggan“ beziehen. Die Schlachtschiffe Rainbow, Tzunami, Verbatim und Temptation bilden unseren Geleitschutz. Alle anderen springen auf mein Zeichen.“
Jeff wartete nicht die Bestätigungen ab, sofort gab er weitere Befehle: „Sämtliche Energie auf die Antriebe, deaktivieren sie dafür die Waffensysteme und die Lebenserhaltung.“
Geschockt sahen ihn seine Offiziere an.
„Kurz auf die Sonne, HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT
Mit einem Ruck, der Jeff in seinen Sessel drückte, beschleunigte die „Meggan“ , begleitet von den anderen Schiffen und den Jägern. Mit rasantem Tempo flogen sie Richtung Sonne, doch ihm war klar, so würde es zu lange dauern. Er wartete bis sie nur noch von wenigen verfolgt wurden.
„Kommandoschiff an Geleitschutz, halten sie die Verfolger auf, sie dürfen die „Meggan“ nicht erreichen und verlassen sie dann auf das Zeichen ebenfalls das System.“
Endlich hatte er freie Flugbahn, sofort fuhren die Sprungtriebwerke hoch und die „Meggan“ Sprang, doch nicht weit, nur bis in die Nähe der Sonne.
Doch Jeffs Pläne wurden durchkreuzt. Eine kleine Flotte Phantoms erwartete ihn. Entsetzt sah er auf den Monitor, verfolgte, wie die Energieanzeigen stieg und die Phantoms sich bereit machten zum feuern. Mit gesenktem Kopf erwartete er das Ende und er spürte eine Detonation. Der Commander sah auf und traute seinen Augen nicht. Er sah, wie die Rainbow von den Bildschirmen verschwand, genau da, wo der “schwarze Laser” seine Flugbahn kreuzte. Genau dasselbe geschah mit der Verbatim. Die Temptation flog mitten in die feindliche Flotte und ließ ihre gesamten Fusionsbomben hochgehen. Ein leises Danke huschte über seine Lippen, als er den Befehl gab.
LOS
Die „Meggan“ traf auf den Schild und durchdrang ihn tatsächlich. Geblendet von der Sonne wendete er seinen Blick ab, bis die Sichtluken verdunkelt wurden.
„Novalanze abfeuern, Signal an die Flotte.“
Man konnte noch leicht erkennen, wie die Spitze Waffe davon schoss. Nur Sekunden später deformierte sich das Schiff langsam, da es der Hitze nicht standhielt. Es geschah, die Sonne kollabierte und zum ersten Mal sah er eine Super Nova aus solcher Nähe und ihm war klar, es würde das letzte Mal sein. Er spürte die Wärme, die seinen Körper durchdrang, spürte, wie sie das ganze Schiff durchdrang. So eine Wärme hatte Jeff in seinem Leben noch nicht verspürt. Nun fühlte man sie, die Super Nova, wie sie einen umschloss und verzehrte, doch er hatte keine Angst. Mit einem wunderbaren Gefühl erwartete der Commander sie, endlich frei von jeglichem Kummer, ohne Schmerzen.
Meggan, Lydia, ich komme nach hause, bald werden wir wieder zusammen sein. Dies geschah nur innerhalb einer Sekunde, doch für ihn war es eine Ewigkeit.
Er hatte das Gefühl, als könne er sie in dem gleißenden Licht sehen, als würden sie da stehen und auf ihn warten. Jeff streckte seine Arme aus und umschloss seine Familie und er wusste, er würde sie nie wieder verlassen müssen....


Planet: Chendra
Ort: Chandrilla, die weiße Stadt, am weißen Turm
Uhrzeit: 15 Uhr Ortszeit

„Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,
heute ist ein großer Tag. Der Krieg ist vorbei, Neu-Dyria wurde vernichtet. Wir haben diese Dämonen vertrieben und ihre Brutstätte des Todes beseitigt, doch der Preis war hoch. Millionen Lebewesen starben in der großen Schlacht und diese schien schon fast verloren, nur mit der Hilfe eines Mannes wendete sich das Blatt. Selbstlos, nicht an sich denkend opferte er sich und sein Schiff und beendete dadurch diesen Krieg. Wir möchten ihn heute Ehren und seinen Namen ins Universum hinaustragen, damit er niemals in Vergessenheit gerät. Wir danken Ihnen Jeff...“

Er konnte der Rede nicht mehr zuhören, ihn widerte es an. Selbstlos, ein Held? Ein Verräter ist er, mehr nicht, doch wird das erwähnt? Nein! Wird erwähnt, dass er Milliarden ermordete? Nein! Erwähnt man, dass er durch seine Taten sein eigenes Volk, MEIN Volk vernichtete? Ebenfalls nicht! Kennen sie überhaupt die Wahrheit? Wissen sie überhaupt warum dies alles geschah? Nein! Doch irgendwann werden sie es erfahren und mit erschrecken Feststellen, dass dies erst der Anfang war. Am Ende, meine lieben, Am ende bleibt nur der Schmerz!
Nach diesen Gedanken verließ er die Pressekonferenz.

Teil 9Inhaltsverzeichnis
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