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Ich , meine Mutter und ihre Liebe

Einakter zum Thema Leben


von Anu

Ich, meine Mutter und ihre Liebe

                       





Ein Kurzstück von Anu Caria


Hilde:  Zwischen 50- 55 Jahre, Mutter

Herbert: um die 60 J. Stiefvater

Connie: um die 30J. Tochter






























Connie und ihre Mutter im Haus.



Hilde: Komm rein, schön das du da bist. Gut siehst du aus. - Danke, schöne Blumen. Setzt dich, das
          Essen ist gleich fertig.

Connie: Hallo Mami, ich bin noch gar nicht hungrig.

Hilde: Aber du muß doch was essen. Es dauert eigentlich auch noch. Die Kartoffeln sind noch gar 
          nicht geschält. Gut siehst du aus. - Gut hergekommen?

Connie: Ja. Hast´ n Kaffee?

Herbert kommt.

Eberhard: Hallo Connie, Liebes. Schön das du da bist.

Connie: Hallo Bert.- Küßt ihn flüchtig. Herbert geht.

Hilde: Hier, nach dem Essen gehen wir ein bißchen spazieren und besuchen Margret und Bernd.
          Heute Abend  grillen die Fensges. Die fragen schon immer nach dir. Ich hab gesagt, daß wir
          kommen.

Connie: Ich weiß noch gar nicht, ob ich bleibe.

Hilde: Ach, ich dachte.. ich würd mich freuen, wenn du bliebest.

Connie: Ich bleib ja auch. Aber zu den Fensges, eigentlich wollt ich mich ausruhen.

Herbert kommt

Herbert: Natürlich kannst du das.  Zu Hilde Du muß immer alles so vollknallen, laß doch mal die
              Kleine in Ruhe. Immer wird alles vorgeplant. Schrecklich ist das.

Hilde: Ich wollte uns es doch nur schön machen. Du grillst ja nicht, nie.

Herbert: Ne, weist du auch warum? Weil es Gesundheitsschädlich ist, deshalb.

Hilde: Ja, ja, ist gut. Heute kommt Schalke, Pokalspiel. Es gibt keinen Fernsehen im Garten. 
          Deswegen.

Connie: Laß mal, Bernd. Es wird bestimmt nett. Gehst du wieder raus? Du rauchst ganz schön viel.
            Ich dachte du hast aufgehört?

Herbert: Einen Monat. Siehst müde aus. Du paßt zuwenig auf dich auf. Das rächt sich später,
              ich sag die das nur.


Connie: Wir werden beide im Krankenhaus landen. Du mit Lungenkrebs, ich mit einem
            Nervenzusammenbruch.

Herbert geht.                                                                                                                                1

Connie: Und was gibt's?
                                                                                                                                                         
Hilde: Ja, hab ich dir schon von meiner Neuen Sache erzählt?
                                                                                                                                                         
Connie: Deiner Therapie?- Ja, warum machst du sie?

Hilde: Warum nicht? Es ist doch ganz gut, was für sich zu tun. Findest du nicht? Du hast mir doch   
          von deiner so vorgeschwärmt. Es ist wegen des Spielens, 16.000 Euro. Weis du. Ich stehe
          kurz vor dem Offenbarungseid. Die Bank hat das Schreiben des Arztes akzeptiert. Ich muß
          mich in Behandlung begeben. Dann wird es gestundet. Ich hab unglaubliches Glück gehabt.

Connie: Weiß er es?

Hilde: Natürlich, was denkst du denn?

Connie: Und? Wie ist es,  die Therapie?

Hilde: Hart, gut, sehr hart. Ich hab dich angerufen weil..wann möchtest du essen?

Connie: Später.

Hilde: Es fällt mir nicht leicht darüber zu sprechen. Ich hab dich alleingelassen. Damals.

Connie: Nicht nur dann.

Hilde: Vielleicht hab ich mich auch nur getäuscht. Manchmal sieht man Gespenster. Vielleicht hab
            ich gar nicht gesehen, was ich gesehen habe. Meinte zu sehen.

Connie: Das ist jetzt nicht dein Ernst. Du rufst mich an, läßt mich herkommen, nur um mir das zu
          sagen? Alles eingebildet- so einfach ist das.

Hilde: Es war nur ein kurzer Blick, nur so eine Sekunde. Wer weiß was ich da gesehen habe.

Connie: Das weiß du ganz gut. Standest in der Tür, Sekundenlang und dann bist du einfach     
            weggerannt. Hast mich allein gelassen. Ganz allein verstehst du? Die ganze Nacht.

Hilde: Hat er weitergemacht?

Connie: Was dachtest du denn? Er legt sich ab, wie ein ertappter Junge?

Hilde: Du hast dich auch viel zu aufreißend angezogen. Ständig hast ihm um den Hals gehangen.
          Das mußte er ja falsch verstehen. So ein junges Ding. Du bist auch selber Schuld. Wenn du
          gleich zu ihm Vater gesagt hättest, wär das nicht passiert. So konnte er dich gar nicht als 
          Tochter sehen.

Connie: Ich glaub, bei dir Tickt es nicht ganz sauber. Ich bin Schuld?- Hat dir das dein Therapeut           
            gesagt oder was? Klar, jede Vergewaltigte Frau ist natürlich selber Schuld, sagt schon 
            Freud. Wer auch immer.

Hilde: Hast du deinen Hand um seinen Schwanz gehabt, ja oder nein? Du Hure, du kleines 
          Flittchen, du wolltest meine Ehe zerstören. Weil du eifersüchtig warst. Jawoll, aber diesmal
          war es mein Recht einen Mann zu haben. Jemanden nur für mich zu haben.                        2
          Du wolltest mich nicht teilen. Deshalb hast du ihn verführt.
                                                                                                                                                           
Connie: Mir reichts, ich geh. Du bist ja total durchgedreht.
                                                                                                                                                         
Hilde: Du hast es extra gemacht, um mir weh zu tun!

Connie: Ich war 10! Zehn! Ich bin deine Tochter, ich war ein Kind. Du hättest mich beschützen
            müssen. Du, verstehst du?

Hilde: Es ist gar nichts passiert. Es war nur eingebildet von uns, das ist alles. Nicht meine Tochter.
          Meine Tochter passiert so was nicht. Das kann nicht sein. Nein, nein, erzähl mir nichts.
          Du bist sicher, dir geschieht nichts, nicht so wie mir.

Connie: Mami, bist du in Ordnung?Mami?

Hilde: Es ist nur, ...Der Freund meines Vaters, ich war acht. Immer wieder kam er. Oma war auch 
          mit ihm zusammen. Mal war er vorher bei ihr, manchmal danach. Ich soll mich nicht so
          anstellen. Das wäre nur eingebildet.

Connie: Oh Gott! Deswegen hast du mich allein gelassen.

Hilde: Es ging nicht, meine Tochter, das ging nicht. Ihr würde nichts passieren, ihr ist nichts
          passiert. Verzeih mir.

Connie: Ich weiß nicht, ob ich das kann. Aber ich kann es verstehen. In meinem Kopf. In meinem
          Herzen nicht. Warum bist du bei ihm geblieben?

Hilde: Keine Ahnung.

Connie: Ph.

Hilde: Er war ein Glücksfall, einer der mich wollte. Einer der Arbeitete, mit dem ich was aufbauen
          konnte. Der Geld mit nach Hause bringt.

Connie: Seit wann wußtest du es? Du hast mich verkauft! Gegen eine Sicherheit!

Hilde: Nein, kann sein, ich weiß nicht. Nein, so war es nicht. Glaub mir, ich hätte dich niemals dem
          hingegeben.

Connie: Das hast du!

Hilde: Aber ich wollte es doch nicht! Es konnte, es durfte nicht sein.

Connie: Schon gut.

Hilde: Nichts ist gut.

Connie: Ich sagte, schon gut!

Hilde: Du hast seinen Geburstag diesmal nicht vergessen. Danke. Er hat es immer akzeptiert.
          Er leidet auf seine weise. Still.
                                                                                                                                                            3
Connie: Ich will nichts davon hören.

Hilde: Es ist aber wahr.                                                                                                                       

Connie: Das sehe ich.                                                                                                                         

Hilde: Wir sollten bald anfangen die Kartoffeln zu schälen.

Connie: Pellkartoffeln sind gesünder.

Hilde: Meine Kleine, du bist immer so klug..

Connie: Deine Hand  ist rau.

Hilde: Ich habe die lieb.

Connie: Ich habe dich auch lieb. Ich wär gegangen

Hilde: Du bist gegangen. Viel zu früh, ich hätte dich noch so gebraucht.

Connie: Gibt es Fleisch?

Hilde: Mal sehn, ob du darauf kommst.- Na?, Na?- Rehkeule! Die magst du doch so gerne.
          Er mag ja kein Wacholder. Ich tue die Beeren einfach in einen Beutel, den nehm ich später
          raus. Das merkt er nicht. Es hat sich verändert zwischen uns. Er war ja noch nie romantisch,
          das andere herumlaufen und Händchenhalten, ich würde es mir so wünschen. Sex haben wir
          auch keinen mehr.
         
Connie: Das will ich jetzt wirklich nicht hören.

Hilde: Ich hab ja immer noch Lust. Ob er Potenzprobleme hat? Ganz jung ist er ja nicht mehr.
          Warum spricht er nicht mit mir? Ich bin doch seine Frau.

Connie: Mami!

Hilde: Es ist doch solange her, mit euch. Da kann ich doch wohl über meine Probleme reden.
          Wir haben uns doch schließlich ausgesprochen.

Connie: Ausgesprochen – Wo ist das Küchenmesser?

Hilde: Hier, manchmal frag ich mich, ob er mich noch will.

Connie: Autsch!

Hilde: Paß auf! Die Messer sind scharf.

Herbert summt/ spricht aus dem Hintergrund

Hilde: Er ist vielmehr Vater geworden findest du nicht?

Connie: Ja, er gibt sich wirklich mühe. Gestern wollte er gar nicht den Hörer an dich weitergeben.

Hilde: Bei dir wird er  zur Quasselstrippe.

Connie: Er raucht viel.
                                                                                                                                                          4
Hilde: Das macht mir Sorgen, seine Durchblutung ist schlechter geworden. Er hustet sehr viel.

Connie: Hast du noch Kaffee?

Hilde: Oh,bald ist er alle. Herbert?- Kannst du uns Kaffee aufsetzen?

Herbert: Wenn Schalke heute gewinnt, fahren wir nach Berlin.

Hilde: Wer wir?

Connie: Das sagt man so.

Herbert: Genau, ganz meine Tochter. Hildchen, dann können wir sie ja besuchen, was meinst?

Hilde: Berlin ist so weit weg. Wann kommen wir dann wieder zurück?

Herbert: Wir könnten doch bei Connie schlafen, nicht? Könnten wir doch?

Connie: Klar, dann zeig ich euch meinen Lieblingsflohmarkt.

Herbert: Was habt ihr überhaupt die ganze Zeit gemacht?

Hilde: Geredet, Connie ist meine beste Freundin.

Connie: Noch Kaffee?


--------------------------------------------ENDE-------------------------------------------------------------





                                                                                                                                                       

















                                                                                                                                                          5

Anu
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Veröffentlicht am 22.07.2005. Textlänge: 1.381 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.440 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 28.01.2020.
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