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Treppenweg

Short Story zum Thema Gewalt


von Prinky

Neulich ging ich das Treppenhaus herab. Es war eigentlich wie immer. Hundekot auf den Stufen, gelbliche Flecke urinierter Notdurft daneben...Alles in allem ein Spaziergang durch die zivilisierte Welt. Aber Sprüche waren mehr geworden an den Wänden. "Ich liebe dich...Marcel" war ja noch nett. Aber direkt daneben stand "Fuck you deutsches Schwein," während aber direkt darunter "Ausländer raus" gekritzelt war. Nun ja, dachte ich mir, warum sperrt man euch beide nicht in einen festverschlossenen Raum? Da könnt` ihr euch dann beide solange die Fresse einschlagen, bis ihr noch dümmer seid als jetzt!

Langsam sah ich das Licht eines wunderschönen Tages. Hatte mich durch den Ekel eines jeden Morgens gekämpft, nur um an drei Brötchen zu gelangen. War es aber schon gewohnt! Die Straße war schon recht belebt für die frühe Uhrzeit. Sogar Kinder spielten schon. Hmmmm, wenn man es spielen nennen kann? Zwischen Mülltonnen und Junkies, auf einem kleinen Bürgersteig, während auf der Straße schon so früh LKW-Horden vorbeizogen.

Die Bäckerei lag in einer Ecke an der Hauptstraße, und beim näherkommen bemerkte ich, daß sie schon wieder überfallen wurde. Ein Gast stand im Raum und fragte mit dummdreister Miene:
"Haben denn die Täter wenigstens ein paar Brötchen" übriggelassen?"
Frau Ranjani weinte. Aber dann stand sie erregt auf. "Ja," schoß es wütend, aber auch gleichsam traurig aus ihr heraus. "Nur Mann tod! Brötchen gibt nicht...heute!"
Der Gast schaute betreten auf den Boden, während er schon den Rückwärtsgang eingelegt hatte. Ich wollte ihr helfen, aber sie wehrte meine Hilfe ab. "Bitte gähen sie," sprach sie in gebrochenem Deutsch, während sie sich weinend und leicht zeternd über ihren Mann beugte. Ich merkte, daß meine Hilfe jetzt nicht von Nöten war und ging ebenfalls.  Aber mein Weg führte mich nicht zur nächsten Bäckerei, sondern nach Hause. Irgendwie war mir mein Appetit abhanden gekommen. Begleitet von Polizeisirenen machte ich mich auf den Weg.

Das Treppenhaus ist eigentlich `gar nicht so schlimm, dachte ich mir beim hochsteigen der Stufen. Worte sind noch keine Taten. Und Fäkalien sind Produkte menschlichen und tierischen Daseins.
Also eigentlich alles halb so wild. Ich legte mich ins Bett, und genoß die Ruhe meines eigentlich eher langweiligen Lebens. Aber vielleicht sollte ich die Gegend verlassen, schoss es mir durch den Kopf. Nur, würde dann alles anders? Gewalt ist zwar an manchen Orten ausgeprägter als woanders, aber nicht der Grund, einen Ort dem anderen vorzuziehen. Denn Gewalt kann da, wo man es nie erwarten würde, übler zu Tage treten, als da, wo du es vermutest. Schlaf jetzt ein, suggerierte mir mein Unterbewußtsein! Ich folgte, und beendete im wachen Bewußtsein den Kampf meiner Gedanken.
Im Traum rüsteten sie sich jedoch schon zur Schlacht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von mueller (39) (01.08.2005)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Prinky meinte dazu am 01.08.2005:
Ja Tom, wie du bemerkst folge ich Ratschlägen gerne. Dein Kompliment freut mich.
Die Mitte als Auffrischung sehe ich immer als willkommene Abwechslung in einem doch ernsten Text.
VlG Prinky
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Kommentar von bauxta (28) (11.02.2006)
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Prinky antwortete darauf am 24.04.2006:
Moralisierend? Ja klar! So war es gedacht!Und ok, anscheinend ist es auch gelungen!
Die gebrochene Ironie hätte ich vielleicht in einer etwas längeren Erzählung herausarbeiten können, aber in einer short Story brauche ich das doch nicht! Auch wenn ich es hätte wollen, es liegt mir einfach nicht!
Gruß Micha und danke...
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Dies ist ein Absatz des mehrteiligen Textes Prosawerkstatt (2).
Veröffentlicht am 01.08.2005, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 25.10.2010). Textlänge: 439 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.735 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.06.2019.
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