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Das Tier, das faule Schwein

Flugblatt zum Thema Ausbrechen


von KopfEB

Das Tier, das faule Schwein


Immer wenn ich mir denke, „schreib das auf.“ fragt mich die Tastatur wo ich anfangen will. Meine Antwort ist meist ein Schulterzucken. Ich weiß es nicht.
Sie müssen wissen, ich hasse Schubladen. Die Geistigen natürlich, die vom Schreiner sind nützlich. Das sind die geistigen Schubladen auch, wir Menschen funktionieren nun mal so, aber trotzdem: Ich hasse Schubladen, denn sie sind das Attribut an unsere Faulheit und unterstützen sie auf diesem Weg. So werden sie allzu leicht erweitert und voll gestopft mit Dingen, die eine Eigene bräuchten.
Wenn sie sich fragen, was das mit dem Schreiben zu tun hat, muss ich ihnen leider sagen, dass nicht nur das Buch an sich, sondern sogar die Wörter jeder Sprache nur Schubladen sind. Um diese zu bedienen und zu füllen braucht es einen Anfang und ein Ende. Doch die gibt es eigentlich nicht. Alles Denken ist ein Fluss, der aus sich selbst entspringt. Ein Gedanke führt zum Nächsten, zum Nächsten, zum Nächsten. Wo also anfangen? Ich weiß es nicht. Man könnte zwar versuchen ganz viele, möglichst differenzierte Schubladen zu entwerfen und in diesen Büchern/Skripten/Flugblättern einzelne Themen behandeln, aber auch das wird menschlichem Denken nicht gerecht. Deswegen hasse ich Schubladen und hab immer nach „Seelenverschmelzung“, wie ich es nennen möchte, gesucht. Eine Möglichkeit die Beschränktheit der Sprache zu umgehen. Verbittert muss ich feststellen, dass dies wohl so nicht funktioniert. Deswegen hasse ich Schubladen, sie zwingen mich sie zu benutzen. Was mir Hoffnung gibt sind Menschen, bei denen ich meine Sätze nicht beenden muss, sie haben schon verstanden oder kommen von alleine weiter, und zwar hoffentlich weiter als ich.

Ich wollte meinen Anfang für heute einmal beim Menschen machen. Genauer gesagt, seinem Problem. Er ist fauler als ein Schwein. Wobei, eigentlich ist das Schwein genauso faul wie wir. Oder die Kuh. Oder der Tiger, oder die Ente, oder der Hund, oder, oder, oder. Wir sind ein Tier, ein Teil der Natur. Wer sich nur soviel bewegt wie er muss, hat die höchste Überlebenschance. Er verschleudert keine wertvolle Energie. Beinahe jede Form des sozialen, technologischen oder sonst wie Fortschritts dient nur dem Zweck länger auf der Couch liegen zu können. Dies kann nur dann in Ordnung sein, wenn der Mensch sich seinem Wesen bewusst ist und die Konsequenz trägt. Was zeichnet uns aus, unterscheidet uns von dem Schwein, dem Tiger, der Ente?

Wir denken. Nicht nur an unsere Bedürfnisse, nicht nur daran wie andere, und damit zum Glück nicht wir, sie stillen können, nein, wir reflektieren auch wer wir sind, warum wir Dinge tun oder nicht, wie wir auf andere Menschen wirken, nein, richtig wäre einwirken. Wer dies nicht tut ist das faule Schwein. Nur ein Tier, kein Mensch.
Wenn ich sage, „nur ein Tier“, will ich unsere tierische Komponente damit nicht herunterspielen. Sie macht uns genauso zudem was wir sind wie Verstand und Gewissen. Wer diese Seite verleugnet, weiß ebenso wenig über das Mensch-Sein wie das „faule Schwein“, ist genau so wenig Mensch. Ich bin sogar geneigt zu sagen, dass unser Gewissen teil des Tieres ist, vielleicht auch von beiden Seiten. (Verdammt, auch „Seiten“ sind nur Schubladen!)
Nun sagt uns das Tier: „Ruh dich aus, lass es dir gut gehen.“ Und da hat es zweifellos Recht. Allerdings nur genauso Recht wie die Vernunft, die uns zuflüstert: „Denke nach, beschäftige dich mit deinen und möglichst auch allen anderen Problemen.“ Die Balance zu finden, macht uns erst zum Menschen. Der Ruf nach ewiger Disziplin ist so falsch wie nur was. Der ewige Ruf nach Disziplin ist richtig, aber auch nur heute, da sich die „zivilisierte“ Menschheit immer mehr dem Tier nähert, das sich auf seiner Couch in dem Dreck suhlt, den das Fernsehgerät – oder von mir aus der Computer – ins Wohnzimmer kotzt. Beinahe alles Unrealismus der den ganzen Menschen nicht voranbringt, selten die Vernunft bedient. Wären die Zeiten andersherum müsste man den Menschen zur Ruhe und Gemütlichkeit ermahnen, bräuchten wir tausend Balu`s, aber ich glaube kaum das dies jemals der Fall sein wird. Das Tier in uns ist stark, weil wir es ihm erlauben können. Es gibt für die Menschheit Nichts mehr zu erobern, nicht wirklich. Wir beherrschen den Planeten und saugen ihn aus, an Kathedern die von unserem Sofa bis in sein Mark, sein Herz reichen. Aber da steck’ ich schon mitten in der nächsten Schublade.
Bleibt nur noch zu sagen: Seid nicht zu feige für euren Verstand!

 
 

Kommentare zu diesem Text


RainerMScholz
Kommentar von RainerMScholz (02.06.2020)
Alles Denken ist ein Fluss, der aus sich selbst entspringt - eine schöne Tautologie, die genau zu dem führt, was du dachtest verhindern zu wollen: zu dem Couchwesen zu dem drängt, an dem hängt die ganze Welt, des Pudels Kern, ach Gretchen, lass mich `rein.
Grüße,
R.
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Dies ist ein Blatt des mehrteiligen Textes Flugblätter.
Veröffentlicht am 06.09.2005, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 06.09.2005). Textlänge: 729 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.211 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 01.07.2020.
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