Herbstlied

Kurzgedicht zum Thema Aufbruch

von  Traumreisende


Erdig und doch himmelwärts
schwingt sich Gedankenträchtiges
aus den Ritzen verwachsener Mauern.
Das Schwere verbleibt in vergilbten Fotografien,
geschrieben auf ungebundene Seiten,
dem Vergessen hingegeben.
Klagende Laute des Warum und Wenn,
gehen im Rauschen der Herbstblätter unter,
die der Wind mir von der Haut weht.
In den ausgestreckten Ästen
erklingt mein Lied
sanft empor.

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Kommentare zu diesem Text

Woschanova (52)
(24.09.05)
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 Traumreisende meinte dazu am 24.09.05:
hmmm, als malerin.. schreck ich wphl eher zurück diese riesigen leinwände in schubladen zu haben. ich dachte wohl wirklich eher an eine kramkiste, in der die alten bilder verblassen, sie schmerzen nicht mehr, sind aber bestandteil des lebens...
danke du
lg silvi

 warmeseele01 (24.09.05)
Ein sehr schöner Text du Herbstblume,
ein Tip ich würde, den Satz, die der Wind mir von der Haut weht, die der Wind ein Ende setzt wählen. Sonnen Gruß tom.
(Kommentar korrigiert am 24.09.2005)

 Traumreisende antwortete darauf am 24.09.05:
das, was in die haut gebrannt, das alte, das wird der wind mir verwehen, abwehen.
ich mag bruder wind
danke und ganz liebe grüße
silvi
orsoy (44)
(24.09.05)
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 Traumreisende schrieb daraufhin am 24.09.05:
du kennst sie,... diese kisten mit den fotografien...:-) danke!! glg silvi
seelenliebe (52)
(24.09.05)
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 Traumreisende äußerte darauf am 25.09.05:
ja wir bewahren sie und schauen trotz des wissens, dass sie wunden aufreissen auf sie,... vielleicht im erkennen...?? ganz liebe grüße zu dir. silvi
Sternliebe37 (68)
(28.09.05)
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