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Die Herrin der verlorenen TräumeInhaltsverzeichnisDer verlorene Traum I

Ich verlasse heut Dein Herz

Kurzprosa zum Thema Engel


von Mondsichel


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Ich schenke Dir heute mein schönstes Lächeln und weiß doch tief in meinem Innersten, dass dies das letzte Mal sein wird. Es zerreißt mich, aber ich habe mich entschieden meiner Bestimmung zu folgen. Dafür gebe ich alles hin, was ich einst war oder vielleicht sein werde. Denn es ist nichts im Gegensatz zu dem, was dort hinter dem Horizonte auf mich wartet.
Dieser Weg, den wir so lange gemeinsam beschritten haben, er ist nicht der Meine...
Weit hinter meinen Augen verborgen, leuchtet die Traurigkeit, doch Du wirst es niemals sehen können. Denn Dein Verstand ist zu schwach um mein wahres Sein zu erkennen. Du bist nicht wie ich. Du bist nicht einmal wie mein Spiegelbild, das mit höhnischem Grinsen hernieder blickt. Denn es kennt die Wahrheit, die Dir für immer fern sein wird...
Vielleicht wirst Du auf ewig um mich weinen, wenn dieser Tag sein leuchtendes Kleid abgelegt hat. Vielleicht wirst Du auch für immer in Dir selbst versinken und kein Schlüssel kann die Tür zu Deiner Seele noch öffnen. Aber ich muss die Augen schließen und weiter voran gehen.
Die Unendlichkeit hat mich zu sich berufen und ich werde ihrem Klange folgen. Wohin mich ihre Stimme auch führen mag...

Die Kirschblüten wehen sanft mit dem Wind davon, der unsere Seelen liebevoll umschlingt. Ich schaue tief in Deine Augen, die so sanftmütig mir entgegen strahlen. Ein bittersüßer Kuss lässt uns hinfort schweben.
In meinem Innersten sage ich Dir „Auf Wiedersehen“, doch meine Stimme verhallt ungehört von Dir. Für einen kleinen Moment glaube ich einen Stich im Herzen zu spüren, doch er vergeht so schnell wie er kam. Und mir ist kalt, so unendlich kalt.
Es ist vorbei...

Langsam erhebt sich das Dunkel über die Bäume, in denen der Wind seine Ruhestätte gefunden hat. Müde blickt er auf mich nieder und fast will er schreien, vor dem was er in meinen Gedanken erblickt. Doch er schweigt. Und so ist die Stille um uns herum aufgestiegen. Hinauf zum Mond, deren silberne Sichel langsam immer heller zu sehen ist.
Es ist Zeit für mich zu gehen, während der erste Stern am Horizont erscheint...
Ein letztes Mal winke ich Dir hinterher. Langsam und fast starr sinkt meine Hand, als sich Dein Schatten mit der Nacht verbunden hat. Wir werden uns niemals wieder sehen. Denn dort wo ich nun hingehe, wirst Du mir niemals folgen können.
Ich werde mit den Wolken fliegen, hinauf in meine Welt, die mich zu sich befohlen hat. Ich lege ab die sterbliche Hülle, die mich noch hält. Leblos sinkt sie hernieder und wird wieder zu Erde, aus der sie einst geformt wurde...

Regen tränkt den nassen Boden, aus dem eine tiefe Grube ausgehoben wurde. Du stehst am Rande, blickst hinab und Deine Augen weinen unendlich viele Tränen.
Ich kann Dich sehen, wie Du eine Rose auf den Sarg wirft, in dem meine sterblichen Überreste liegen. Langsam trete ich näher zu Dir hin, auch wenn Du mich nicht erkennen wirst.
Einen Moment lang herrscht Stille an diesem Tag, der Atem scheint stillzustehen. Du versuchst Dich zu erinnern, als Deine Augen die Meinen treffen, doch da ist nur Leere und Kälte tief im Herzen. Ich wende mich ab von diesem Trauerspiel und lasse Dich mit Deinem Schmerz alleine...
Und dort wo der Wind noch immer in den Bäumen ruht, entfache ich meine Flügel und schwinge mich auf seine sanften Wogen.
Dies ist der Weg, der mir von Anfang an bestimmt war. Aber ich gehe nicht allein durch das Zentrum der Welten. Denn Engel sind niemals allein... niemals allein...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Inklusive Hörtext :D


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von TanzderSinne (30) (11.11.2005)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel meinte dazu am 11.11.2005:
*lächel* Lieben Dank für Deine Worte. Ja mein Engel hat seine Bestimmung gefolgt und er ist glücklich. Manchmal sind Wege unabänderlich.
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rela
Kommentar von rela (11.11.2005)
Das ist der stärkste Text den ich je von Dir lesen durfte. Ich glaubte, was ich schon von Dir kannte sei nicht zu toppen. Ich habe mich geirrt. Irren ist menschlich. (lächel) Liebe Grüße, Rela
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Mondsichel antwortete darauf am 11.11.2005:
Vielen Dank Rela, der Text ist auch einer der aktuellsten von mir. Er bedeutet mir auch sehr viel, und ich kann Deine Gefühle und Gedanken verstehen. Denn mir erging es eine Weile lang nicht anders gefühlt. Es tut gut zu hören, das der Text Dich so beeindruckt hat und Dir so viel bedeutet. So trifft der letzte Satz des Textes auch in diesem Leben zu. Engel sind niemals allein, niemals allein...
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bittersweet34 (34) schrieb daraufhin am 02.05.2006:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel äußerte darauf am 23.05.2006:
Lieben Dank an Dich bittersweet. Über so viel Lob kann man sich nur freuen
Und vielen Dank für die Empfehlung
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Die Herrin der verlorenen TräumeInhaltsverzeichnisDer verlorene Traum I
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Dies ist ein Erzählung des mehrteiligen Textes Als die Welt zu Eis wurde....
Veröffentlicht am 11.11.2005, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.01.2007). Textlänge: 590 Wörter; dieser Text wurde bereits 3.238 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.12.2019.
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