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Todesschlaf

Kurzprosa zum Thema Engel


von Mondsichel


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Sie saß stumm in ihrem Stuhl am Fenster, blickte hinaus auf die weiten Felder und es schien als hätte sie einen lichten Moment. Ihre Augen wurden klar und ein Lächeln zierte ihren sinnlichen Mund. Doch ihre Augen wurden wieder matt und milchig, kein Glanz erstrahlte mehr im Kreis der Hoffnung. Das Lächeln verging im Wind und sie war wieder starr wie vorher...
Man hatte sie gefunden im Morgengrauen, an den Klippen der weiten See. Dort lag sie und schlief, weitab von der Realität und den Sehnsüchten der Zeit. Ihr rotes Haar wehte im Wind und es schien als wolle er sie umhüllen und schützen vor den Blicken fremder Menschen.
Als man sie weckte blickte sie nur mit leeren Augen um sich, kein Wort verließ ihre Lippen, nur ein fragender, verwirrter Blick ruhte auf ihrem Gesicht, das vom wehenden roten Haare umrahmt wurde.
Man führte sie fort, brachte sie hier her, in diese Anstalt, die man auch „Die Schreckensvilla“ nannte. Ein Ort für verwirrte, hoffnungslose Wesen, die niemandem haben der sich um sie kümmert...
Jede Nachforschung war vergebens, kein Mensch wusste wer sie war und keiner konnte sich erinnern sie jemals gesehen zu haben. So blieb sie hier, im Angesichte der Dunkelheit. Doch konnte niemand ahnen, dass dies das Ende sein würde...

Die Sonne verließ den Horizont, tauchte ein in den weiten Ozean der Träume. Und die Nacht begann zu erwachen, sich zu strecken und zu erblühen. Ein sanfter Wind blies durch das Fenster, als ihre Augen endlich erwachten. Und was sie in diesem Augenblick fühlte, was sie in diesem Augenblick empfand, kann keiner beschreiben, oder je empfinden.
Sie hatte Angst, doch fühlte sie auch den Schmerz der hier lebte. Mit ihren Augen blickte sie in die Herzen der Wesen die hier verweilten, heiße Tränen liefen über ihr weiches Antlitz. So erhob sie sich sanft vom Stuhl, um dem lockenden Ruf der Ferne erneut zu folgen...
Keiner sah ihn, niemand spürte den Wind, der sich sacht in den Gängen erhob und durch jede Ritze wehte. Keiner sah ihn, keiner verspürte diesen Nebel, der sich über das Haus erhob und es vollkommen einhüllte. Es war zu spät um zurück zu kehren.
Schemenhaft, in sanftes Tuch gehüllt, schwebte sie wie ein Geist durch das Haus und besuchte jeden Schlafenden in seinen Träumen. Ihr Lächeln erstrahlte wie der klare Mond am Horizont und sie sang die Weisen der uralten Zeiten, als noch niemand verstand was Hoffnung war.
Ein tiefer Schlaf legte sich über das Haus, ein Schlaf aus dem niemand mehr erwachen sollte...

Wochen und Monate zogen ins Land, das Haus ward stille, kein Atemzug drang durch die Zeit. Jene die versuchten das Haus zu betreten, wurden doch nur gezogen in den Bann und schliefen ebenfalls den letzten Schlaf...
Und sie? Das unbekannte Wesen das den Todesschlaf gebracht hatte?
Oft sah man sie von weitem am Fenster sitzen, ihre milchigen Augen blickten hinaus auf die weiten Felder. Sie lauschte dem Wind und den Erzählungen der Zeit. Und es schien als hätte sie ab und an ein paar lichte Momente, doch sie vergingen wie der Tag. Und immer wenn die Nacht erwachte hörte man sie singen in den leeren Gängen der Anstalt, wo die Wesen noch immer ihren ewigen Schlaf hielten.
Und ab und an sieht man sie vor dem Hause, wie sie sich badet im Lichte des Mondes. Manchmal sieht man dann ihre Flügel, die wie das Licht der Sterne erstrahlen... Sie wird nie wieder gehen, denn sie hat ein Zuhause gefunden...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Und noch eines zum Thema Engel, inklusive Hörtext :)
Viel Spaß damit ^^


 
 

Kommentare zu diesem Text


rela
Kommentar von rela (12.11.2005)
Gerne gelesen, noch lieber gehört. Mit geschlossenen Augen
die Bilder gesehen. Phantastisch! Liebe Grüße, Rela
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Mondsichel meinte dazu am 12.11.2005:
*lächel* Es freut mich sehr das auch dieser Text Anklang bei dir gefunden hat. Ich mag es einfach solche Geschichten zu schreiben. Ich mag es absolut die verschiedensten Engelgeschichten zu schreiben... ^^
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Kommentar von Nunny (73) (16.12.2006)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Mondsichel antwortete darauf am 16.12.2006:
Die Geschichte ist schon etwas älter (2005), ich habe sie nur der Sammlung zugefügt, dementsprechend haben einige die Texte auch schon gelesen. Und der Rest rennt ja nit wech... :)
Liebe Grüßle
Deine Arcy


PS: Fehler korrigiert ^^
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