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Zwischen den Zügen

Text zum Thema Alles und Nichts...


von Traumreisende


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.

Hauptbahnhof. Ich hatte vergessen, wie solche Orte riechen. Jetzt sind mir auch die Wörter entfallen, welche diesen Geruch beschreiben würden, oder mir liegen nur Begriffe auf den Lippen, die niemand mit der Nase wahrnehmen könnte.  Laut, hektisch, verkrampft.
Wir stehen starr. Das Rasen der Bahnhofsuhr hat uns die Sätze entrissen. Die Töne wurden unter dem Geräusch der einfahrenden Züge zermalmt. Ich möchte mich dem Nichtweinen hingeben. Weinen wäre leichter, lachen auch. Meinen Kopf habe ich auf deiner Brust vergraben, damit wir den Abschied nicht in den Augen erkennen müssen.  Er hat uns umstellt, ist überall. Ist Abschied ein Geruch?
Ich sehne mich danach in den gegenüberstehenden Zug zu steigen, den, der dich nicht wegreißt. Ihn suche ich als meinen Verbündeten. Ja, ich stelle mir vor, wie ich durch ihn verschlungen werde, wie ich mich durch die Gänge schlängeln werde, meinen Platz suche und meine Stirn an die Scheibe presse. Ich, nicht du. Wie ich dir zulächle, mit all den Plänen meiner Reise in den Gedanken. Ich, nicht du.
In diesem Moment rollt er los und wir stehen immer noch starr umschlungen.
Ich spüre deinen Kuss auf meiner Stirn. Die Zeit war Sieger. Sie hat ihre Bahn durch unsere Bewegungslosigkeit gezogen, an uns vorbei im Zucken der Zeiger.

Welche Wohltat nichts zu sagen, wenn es keine Wörter gibt. Deine Hand umschließt meine Wange ohne ein Streicheln. Ich atme ihre Wärme. Später möchte ich mich an deinen Geruch erinnern können und Worte dafür haben.
Du steigst ein und verharrst an der Tür. Ich senke meinen Blick zu Boden, während sich Menschen an dir vorbei schieben. Ich beneide jeden einzelnen, der nicht zurückbleiben muss.
Die Zeit schlägt mich höhnisch mit Panik. Abgelaufen!
Ich folge dir auf dem Bahnstieg, während du dich durch die Reihen schlängelst. Du, nicht ich.
Das ist der Moment zu gehen, nur dieser. Der Rest soll Ahnen bleiben, nur so viel Ahnen, dass kein Wissen daraus wird.


.


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Kommentare zu diesem Text


mondenkind
Kommentar von mondenkind (22.12.2005)
oh, das schmerzt nach und ruft erinnerungen wach.. an 4 jahre fernbeziehung von einem ende deutschlands ans andere... und die vielen abschiede auf dem bahnhof... klasse eingefangen, mylady... lg, nici
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Traumreisende meinte dazu am 29.12.2005:
das freut mich, du weißt ich taste mich noch etwas vorsichtig durch die prosa... ) glg zu dir
silvi
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franky antwortete darauf am 31.03.2006:
liebe silvi
ich bin jahrelang alleine mit zügen durch halb europa gefahren. mich hat man schon in zürich am bahnhof gekannt. da waren fahrten darunter die hätten normal im paradies endstation gehabt, doch das leben hat diese haltestation nicht eingeplant. so sind uns die flügel verwehrt worden. drücke dich liebe grüsse franky
(Antwort korrigiert am 31.03.2006)
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Kommentar von shorty (32) (22.12.2005)
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Traumreisende schrieb daraufhin am 29.12.2005:
jede einzelne spur nehme ich dankbar entgegen... ich drück dich fest.
silvi
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Kommentar von Nunny (73) (22.12.2005)
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Traumreisende äußerte darauf am 29.12.2005:
hab ganz doll danke liebe gisela, wenn ich das so schreiben konnte, dass deine sinne den text spüren, ist es eine freude unf ein mutmachen für mich. glg silvi
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Kommentar von Gini (57) (22.12.2005)
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Traumreisende ergänzte dazu am 29.12.2005:
das sind wahre worte, jeder abschied nimmt uns ein stück.. ach.... danke. glg silvi
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Kommentar von TanzderSinne (30) (23.12.2005)
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Traumreisende meinte dazu am 29.12.2005:
es berührt mich, wie sehr du mitempfunden hast... hab dank dafür. sei umarmt
silvi
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Kommentar von mmazzurro (51) (23.12.2005)
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Traumreisende meinte dazu am 29.12.2005:
die texte... ja die eher als die situation... hab immer den geruch von abschied in der nase. lieben dank, silvi
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Kommentar von daniela (39) (25.12.2005)
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Traumreisende meinte dazu am 29.12.2005:
es ist schon bedrückend zurück zu bleiben , ja...
ich danke dir sehr... geschichten sind noch neuland für mich, deshalb freue ich mich über zustimmung. glg silvi
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Bergmann
Kommentar von Bergmann (05.01.2006)
das ist sehr schön gelesen (leider technisch viel zu leise und brüchig) - sprachlich gefällt mir der ganze duktus. (den letzten satz könnte man weglassen und solches denken dem leser überlassen.) - welche texte sind die interressanten erotischen? dann komm ich gern noch mal wieder...
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Traumreisende meinte dazu am 05.01.2006:
ja, habe keine besonders gute technik, aber manchmal ist es mir wichtig zu "erzählen" wie ich selbst den text empfinde.danke
lg silvi
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Traumreisende
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Veröffentlicht am 22.12.2005, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.12.2005). Textlänge: 317 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.825 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 27.07.2021.
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