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Genre des Tages, 06.04.2020:
Schüttelreim
Der Schüttelreim ist eine Reimform, bei der die Anfangskonsonanten der letzten beiden betonten Silben miteinander vertauscht... weiterlesen
... und was wir daraus machen:

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Das düstere SpiegelbildInhaltsverzeichnisDie Brosche des Orion

Erebos dritte Tochter

Erzählung zum Thema Andere Welten


von Mondsichel

Noch immer starrten die Tsukinos auf den Bildschirm, auf dem ein Testbild erschienen war. Nichts rührte sich, es war absolute Stille. Man hatte das Gefühl als würde die ganze Welt den Atem anhalten. Dann begann das Bild wieder zu rauschen, einige unkenntliche Bilder waren zu sehen. Die junge Frau die berichtet hatte, stand mit eisernem Blick vor der Kamera, deren Bild ziemlich verrauscht war. Etwas abgehakt klangen ihre Worte durch das Rauschen. „Gerade ist ... direkt hinter uns ein ge...tiger Blitz ... gegangen. Die Energieentladung ... im Umkreis ... zwei Kilometern ... Verwüstungen angerichtet. Bitte, verlassen ... nicht ihre Häuser! E... i.. sehr gefährlich. Wir wer... uns mit un...em Kamerateam ... wieder zurück ... Studio begeben ... von dort über ... Situation weiter ... berichten. Hier ist...“ Was sie dann noch sagte ging erneut in einem ohrenbetäubenden Knall unter...

Wieder Bilder in der Dunkelheit. „Ihr werdet uns niemals in die Knie zwingen, ihr Verfluchten!“ schrie die Stimme des Mondkönigs durch das Kampfgewirr. Er hatte sein Schwert mit einem Angel gekreuzt, dessen Augen in einem grellen Grün glühten. Dennoch erschienen sie leer und gefühllos. Zwischen ihnen hockte die junge Frau mit den langen roten Haaren und hielt noch immer die Brosche fest umklammert. Der Angel hatte versucht das Mädchen mit einem Schwerthieb zu töten. Da war der Mondkönig erschienen und hatte sie gerettet. „Wie könnt ihr es wagen die Prinzessin anzugreifen? Seid ihr noch bei Trost?“ Cherubin brüllte seine Wut hinaus. Doch der Angel antwortete ihm nicht. „Irgendwas stimmt hier nicht.“ Andromeda nickte. Mit einem kraftvollen Schubs brachte sie den Angreifer zu Fall, der eben noch mit Cherubin die Schwerter gekreuzt hatte. Dann erhob sie sich. „Lass mich in Ruhe, oder Du wirst es bereuen!“ Doch der Angel grinste nur und entblößte seine Fangzähne. Der Mondkönig hatte sich einem weiteren Angreifer zugewandt. Andromeda schnipste kurz mit den Fingern und sofort war sie wieder in ihre silberne Uniform gekleidet. Sie hielt die Hände vor ihren Bauch und schien darin einen Energieball zu formen. Die Kraft die dadurch entstand, ließ ihr Haar wehen. Als sie wieder zu dem Zombigleichen Angel aufblickte, waren ihre Katzenaugen in ein grelles grün getaucht und das Symbol auf ihrer Stirn leuchtete sehr hell. Dann schob sie ihre Hände von sich weg, womit der Energieball auf den Angel zuschoss und ihn vollständig vernichtete. „Wer nicht hören will, der muss eben fühlen!“ Andromeda lachte laut auf... Über dem Garten pulsierten die vier Energietore, die in einer Art Rechteck angeordnet waren. Der Raum, der zwischen ihnen lag, schien eine Art Portal zu sein, aus dem Schwärme von geflügelten Kriegern hervorstoben und landeten. „Beben der unendlichen Abgründe, sieg!“ schrie eine weibliche Stimme. Es war Sailor Terra. Eine gewaltige Kraft ging durch den Boden und riss ihn auf. Einige der Angel fielen hinein, aber sie beförderten sich ganz leicht mit ihren Flügeln wieder hinauf. Die Kriegerin war verwirrt, doch sie ließ sich nicht einschüchtern und bereitete sich auf den nächsten Angriff vor. „Schlammlawine, flieg!“ brüllte sie. Eine mächtige Schlammkugel flog auf die fremden Krieger zu und hüllte sie ein. Doch anstatt das sie im Schlamm erstickten, zersprengten die Angegriffenen den Matsch. „Das kann nicht wahr sein!“ Eine andere Stimme brüllte in diesem Augenblick. „Sonnenstrahl, flieg!“ Ein gewaltiger Strahl aus Sonnenfeuer schoss an Terra vorbei und traf einige der Angel, die daraufhin verbrannten. „So geht das!“ meinte Sailor Sun triumphierend. Doch als die Angel sich plötzlich wieder materialisierten, war ihr der Schock ins Gesicht geschrieben. „So etwas habe ich ja noch nie erlebt“ stammelte sie. Dann besann sie sich und versuchte einen erneuten Angriff. „Sonnenwalze, sieg!“ Eine riesige Feuerwalze drang aus ihren Händen und schien jeden schreienden Angel, den sie ergriff, zu pulverisieren. Doch aus jedem Pulverhaufen stieg plötzlich wieder ein Licht auf und bildete einen neuen Körper. Die Angel waren wieder zurück. „Das glaub ich jetzt ja wohl nicht!“ Sun und Terra versuchten eine gemeinsame Attacke. „Erdengestein... Sonnenrefflektion... FLIEG!“ Die Steine verbanden sich mit der grellen Sonnenrefflektion und ging wie ein Feuersturm auf die Gegner hernieder. Doch es geschah genau das Selbe wie zuvor. Langsam wurde den Mädchen klar, das sie keine Chance hatten. Augenblicklich verwuschen die Bilder und es ward wieder Dunkelheit...

„Hotaru? Alles in Ordnung?“ Setsuna war besorgt. Auch Haruka und Michiru schauten auf das kleine Mädchen herab. „Was? Was ist passiert?“ stammelte sie. Haruka entgegnete: „Ich weiß es nicht. Für einen Moment schien es, als wäre unsere letzte Stunde gekommen. Doch nun sind wir hier und nichts deutet darauf hin, das irgendetwas passiert wäre.“ Michiru wurde nachdenklich. „Sehr seltsam.“ Setsuna reichte Hotaru die Hand, die sich hochziehen ließ. „Geht’s Dir auch wirklich gut?“ Hotaru strahlte über das ganze Gesicht und nickte. Scheinbar war der gesamte Energieverlust nun wieder ausgeglichen. Die drei Frauen waren etwas erleichtert. „Spürst Du irgendetwas Setsuna?“ Michiru blickte sie an. Die Grünhaarige schloss die Augen. „Nein, ich spüre nichts. Es ist als hätten sich alle Zeitströme aufgehoben. Das Schicksal, es ist noch nicht geschrieben, auch wenn wir eine Möglichkeit schon kennen.“ Sie öffnete wieder ihre Augen. Besorgt schauten sich die Outers an. Plötzlich fiel Harukas Blick auf drei ihnen sehr bekannte Gestalten...

Ein Schatten flog langsam durch das Portal und machte sich auf den Weg zum weit entfernten Sonnensystem. Es würde nicht lange dauern, denn Angel konnten schneller als das Licht reisen, egal wie schwach ihre Flügel auch schlugen. Medusa hatte zwar schon viel vom Sonnensystem gehört, aber selbst war sie noch niemals dort gewesen. Sie war ein sehr lichtscheues Wesen und hüllte ihre Umgebung auch viel lieber in tiefstes Dunkel. Die Königin wusste aufgrund der Erzählungen von Kassandra, dass im Sonnensystem eine ähnliche Atmosphäre wie im Orionnebel herrschen würde. Doch sie machte sich nicht wirklich großartige Gedanken darüber, was sie dort erwarten könnte. Aber in jeden Moment, als sie zum ersten Mal die Sonne erblickte, war sie doch mehr als nur erstaunt. Starr blickte sie auf den riesigen Feuerball. „Das, das ist unglaublich! So etwas habe ich noch nie gesehen!“ Für einen Moment vergaß sie sogar, weshalb sie hier her gekommen war. Sie starrte nur auf die züngelnde Oberfläche der Sonne und bekam Angst. „Dieser Planet, er ist gefährlich für mich. Dieses grelle Licht könnte mich für immer zeichnen. Was mache ich jetzt nur? Vielleicht sollte ich ihn einfach vernichten.“ Ihre Augen funkelten gefährlich unter der Kapuze. Doch dann erinnerte sie sich an die Worte ihrer Schwester und daran, dass es auch Dunkelheit in diesen Welten geben würde. Die Stimme Kassandras klang in ihren Ohren: „Im Sonnensystem gibt es viele Planeten. Aber der Schönste von allen ist die Erde. Am Tage, wenn das helle Licht die Felder flutet und die Blumen im Winde wehen, steht ein gigantischer Feuerball am Horizont, den sie nur die Sonne nennen. Und in der Nacht, wenn ein kühler Wind Deine Seele streichelt und die Sterne am Horizont funkeln, wird die Welt von einem bleichen weißen Licht beschienen, was man auch den Mond nennt. Die ganze Welt ist in Dunkelheit getaucht und nur der Mond wacht über den Schlaf der Bewohner dieses Planeten. Als ich das erste Mal dort ankam, da hatte ich das Gefühl, als wäre ich wieder nach Hause gekommen.“ Medusa überlegte. „Vielleicht ist es besser, wenn ich mich gar nicht erst bemerkbar mache.“ Sie hatte sich entschieden, flog weit an der Sonne vorbei und hatte schließlich die Erde unmittelbar vor sich. Plötzlich entdeckte sie die vier Tore. „Oh nein! Sie ist schon dabei das Portal zu öffnen. Na warte! Du entkommst mir nicht!“ Ohne auf das seltsame Gefühl zu achten was in ihrem Innersten war, flog sie direkt auf die Erde zu...

„Die Geschichte ist aber leider noch nicht zuende.“ Die beiden Frauen bekamen irgendwie ein ungutes Gefühl. „Wie ich Euch bereits erzählte, sind Medusa und Kassandra die Kinder, die ich vom Gott der Finsternis bekommen habe. Eigentlich müssten sie genauso unsterblich sein, wie ihr Vater und wie ich. Doch durch die Reinigung von der Finsternis, habe ich ihnen ihre Unsterblichkeit genommen. Sie waren nun genauso wie ihr. Sie beide wussten davon.“ In Galaktikas Augen war ein Funkeln zu sehen. „Ihr meint... ihr vermutet... das Medusa?“ Nebula nickte, auch wenn es ihr innerlich das Herz zerriss. „Die Finsternis hat Medusa zurückerobert.“ Gaia hätte so gerne etwas getan um der Göttin ihre Schuldgefühle zu nehmen. „Ihr tragt keine Schuld daran!“ Die Nebelgestalt versuchte wieder ein wenig zu lächeln. „Erebos konnte es nicht ertragen, das seine Töchter nun so schwach und besiegbar wie alle anderen Angel waren. Deshalb kam er eines Tages dann doch noch mal aus seinem Dunkel hervorgekrochen.“ Für einen kurzen Moment stockte sie...

„Was war das?“ Angel war noch immer sehr aufgeregt. „Ich weiß es nicht“ entgegnete Angelo. „Aber es war Andromedas Aura. Ich habe es genau gespürt.“ Angel blieb ruckartig über den Wolken stehen und erschien wie festgeklebt am Horizont. „Es war Andromeda?“ Sein Bruder nickte ihm zu. „Dann müssen wir sofort zurück!“ Er drehte sich um, doch der Silberblonde hielt ihn fest. „Bist Du verrückt geworden? Sie würden uns für Feinde halten, wenn sie uns in unserer wahren Gestalt sehen würden!“ Angel verstand. „Dann müssen wir uns tarnen.“ Sein Bruder nickte und meinte: „Aber wie?“ Der Schwarzhaarige grinste. „Hast Du nicht gesehen wie sie aussahen? Wir werden uns einfach ähnlich kleiden und die Flügel verschwinden lassen. Im Orionnebel laufen wir ja auch ohne sie herum.“ Angelo fasste sich an die Stirn. „Und was ist damit?“ Er zeigte auf das Symbol. Sein Bruder lächelte. „Das geht ganz einfach.“ Er hielt seine Hand auf die Stirn seines Bruders, konzentrierte sich kurz und seine Hand begann zu leuchten. Als er sie wegnahm, war das Symbol verschwunden. „Wie hast Du das denn gemacht?“ Angelo schaute seinen Bruder überrascht an. „Das ist ein Trick den mir Cherubin vor Ewigkeiten mal beigebracht hat. Da er in seinen jungen Jahren sehr viel in den Welten gereist ist, hat er so einiges erlebt. Er meinte zu mir, dass man sich in fremden Welten nicht offenbaren sollte. Viele Wesen haben Angst vor dem Unbekannten und Angst löst bei vielen eine Kurzschlussreaktion aus. Dadurch gab es schon viele unsinnige Kriege, wie er meinte.“ Der Silberblonde verstand. „Nun ja, er hat sich dementsprechend dann eine Möglichkeit ausgedacht um das Zeichen verschwinden zu lassen. Im Grunde eine optische Täuschung. Das Symbol ist noch immer da, aber man kann es nicht sehen.“ Angel fuhr sich mit der Hand über seine Stirn und ließ auch sein Symbol verschwinden. Dann schnippte er kurz mit den Fingern und schon war er eingekleidet. Er trug schwarze Jeans, ein schwarzes T-Shirt, dass man am Ausschnitt schnüren konnte, dunkle Schuhe und eine Sonnenbrille auf der Nase. Außerdem trug er eine silberne Kette mit einem kleinen Angelsymbol als Anhänger. An seinen Ohren hingen einige silberne Kreolen, an seinen Fingern einige silberne Symbolringe. Über seine Schulter hielt er einen schwarzen Ledermantel. Seine langen Haare waren mit einem blauen Band zu einem Zopf zusammengebunden. Um seine linke Hand trug er eine Uhr. Angelo war beeindruckt...

Die Luft schien vor Spannung zu zerreißen. „Lange hatte er seine Töchter nicht gesehen, sie konnten sich kaum noch erinnern und so erkannten sie ihn nicht. Er erschien ihnen in der Gestalt eines Black Moon Angel und schaffte es ihre Herzen zu gewinnen. Besonders Kassandra war von ihm angetan und auch Erebos war fasziniert von der Eleganz und Schönheit seiner Tochter.“ Nebula seufzte. Gaia und Galaktika ahnten was nun kommen würde, doch sie wagten keinen Ton zu sagen. „Große Götter nehmen sich was sie wollen. Sie haben auch kein Problem damit, Kinder von ihren eigenen Kindern zu bekommen.“ Sie presste die Lippen fest aufeinander und atmete schließlich zitternd aus. „Wir haben dem Volk erzählt, dass der Vater von Andromeda verschollen ist. Doch die Wahrheit ist, das Andromedas Vater, Erebos der Gott der Finsternis, wieder in seine Welt zurückkehrte. Als Kassandra erkannte, das ihr eigener Vater sie geschwängert hatte, brach ihre Welt zusammen. Sie wusste, dass er ihr das Kind irgendwann wieder wegnehmen wollte. Oder das er mit Hilfe seiner Tochter endlich wieder die komplette Finsternis in diese Welt bringen könnte. Sie hatte Angst das Andromeda nach ihrem Vater schlagen würde. Doch mit der Zeit bemerkten wir, dass die Prinzessin zwar die Finsternis in sich trug, aber nicht von ihr erfüllt war.“ Galaktika runzelte die Stirn. „Wie meint ihr das? Sie trug Finsternis in sich?“ Nebula räusperte sich. „Nun ja. Manchmal schien es, als wäre Andromeda ein anderes Wesen. War sie sonst immer sanftmütig, gesellig und verständnisvoll, wirkte sie dann sehr aggressiv, erbarmungslos und vor allem kaltblütig. Besonders im Kampftraining zeigte sich ihre grausame Seite. Eines Tages hat sie sogar im Eifer des Gefechtes beinahe unser goldenes Zentrum für immer ausgelöscht.“ Die beiden Frauen waren entsetzt. „Oh!“ Nebula versuchte die Gemüter zu beruhigen. „Sie hat sich selbst im letzten Moment noch stoppen können. Allerdings ging der Angriff mitten ins Gmolloch. Erebos war fasziniert von der Kraft seiner Tochter und besuchte sie deshalb heimlich. Andromeda bekam von ihm ein Schmuckstück geschenkt, die Kette, die sie fortan nur noch um ihren Hals trug. Kassandra war beunruhigt, doch Andromeda machte ihr klar, dass es keinen Grund gäbe. Die Finsternis wäre nun mal ein Teil ihres Selbst, den sie akzeptiert hätte. Die Gefahr käme nicht aus ihrem Herzen oder ihre Seele, die Gefahr wäre nur die Angst, die zu groß werden könnte.“ Die Göttin atmete tief aus...

Medusa war nun schon fast in die Atmosphäre der Erde eintreten. Plötzlich schleuderte sie eine Druckwelle zurück. „Was... was war das?“ erschrocken blickten ihre Katzenaugen auf den vor ihr liegenden Planeten. Plötzlich wurde es dunkel um sie herum und irgendwie fühlte sie sich, als wäre sie nach Hause gekommen. Auf einmal erklang eine Stimme. „Was willst Du hier?“ donnerte es ihr entgegen. „Das geht Dich gar nichts an!“ fauchte Medusa in die Dunkelheit. „Ich warne Dich, lass mich ziehen, oder Du wirst es bereuen!“ kreischte sie. Die Stimme lachte. „Du hast Dich kein Stück geändert Medusa.“ Die junge Frau blickte sich überrascht um. „Wer bist Du und woher kennst Du mich?“ Erneut lachte die Stimme. „Ich bin enttäuscht von Dir. Erkennst Du mich denn wirklich nicht? Es ist wohl doch schon zu lange her, was?“ Ein Kichern folgte. Medusa war völlig verwirrt. „Lass mich gehen!“ Schallend lachte die Stimme. „Wir werden uns wiedersehen, das verspreche ich Dir.“ Damit entschwand die Dunkelheit um sie herum und sie blickte wieder verwundert auf die Erde, die vor ihr lag...

Die drei Starlights erwachten mit starken Kopfschmerzen. Zu ihrer Verwunderung schluckten sie Staub, als irgendwo mitten in der Atmosphäre zu schweben. Sie trugen wieder die Kleidung, die sie immer zivil auf der Erde getragen hatten. Sie waren wieder Seiya, Taiki und Yaten, die drei Jungs, nach denen sich die Mädels die Seele aus dem Hals geschrieen hatte. „Oh man, was zum Teufel war das denn? Und wo sind wir überhaupt?“ Yaten war überhaupt nicht begeistert. Seiya saß und fasste sich an den schmerzenden Kopf. „Verdammt noch mal. Sind wir jetzt tot oder was?“ Taiki entgegnete: „Nein, dafür tut mir der Kopf viel zu sehr weh.“ Yaten versuchte aufzustehen, doch er verlor gleich wieder das Gleichgewicht und kniete schließlich am Boden. „Was macht ihr denn schon wieder hier?“ Ein großer Schatten baute sich vor den drei Jungs auf, den sie sehr gut kannten. Es war Haruka. „Nein, eindeutig. Wir sind nicht tot“ stellte Seiya fest. Yaten runzelte die Stirn und baute sich direkt vor Haruka auf. „Wir sind hier auf Wunsch unserer Prinzessin. Sie hat sich Sorgen um Euch gemacht. Aber scheinbar, benötigt man uns hier nicht wirklich!“ Böse funkelten sich Haruka und Yaten an. „Mann, nun bleibt doch mal auf den Teppich!“ Seiya war leicht genervt, während Yaten und Haruka sich noch immer ein heißes Wortgefecht lieferten. Er stand auf und blickte sich erst einmal verwundert um. Dann sah er Bunny, die irgendwie hilflos mitten auf der Straße stand und wortlos in die Leere starrte. Dann sah er Mamoru, der gerade seine Sachen abklopfte und auf dann Bunny zuging. „Hey Bunny, alles in Ordnung?“ Sie antwortete nicht. „Bunny?“ Seiya hatte einen finsteren Gesichtsausdruck. Gerade wollte er auf die beiden zugehen, als er plötzlich über Luna und Artemis stolperte. „Autsch, kannst Du nicht aufpassen Du Toll...“ Luna blieb das Wort im Hals stecken, als sie sah wer da vor ihr stand. „Seiya, was machst Du denn hier?“ Der Angesprochene blickte sie fragend an, denn er erkannte das Mädchen nicht, das dort vor ihm lag. „Woher soll er wissen wer Du bist! Schließlich bist Du jetzt keine Katze mehr“ murmelte Artemis ihr zu. „Ach so!“ In Lunas Augen machte sich Erkenntnis breit. „Ich bin Luna und das ist Artemis! Erinnerst Du Dich nicht mehr? Wir waren noch Katzen, als wir uns das letzte Mal sahen.“ So langsam verstand Seiya. „Ach, die beiden Kätzchen. Schau an. Ich wusste gar nicht das ihr auch eine menschliche Form annehmen könnt.“ Luna nickte eifrig mit roten Wangen, was Artemis gar nicht gefiel. „Hey, ich bin auch noch da!“ protestierte er...

„Wow, man könnte echt meinen Du wärst einer von ihnen. Woher weißt Du wie man sich hier anziehen muss?“ Angel lachte. Er zog seine Sonnenbrille ein wenig von der Nase, schaute schmunzelnd mit seinen grellen blauen Augen drüber und meinte: „Das Outfit habe ich dort gesehen.“ Damit zeigte er auf ein Werbeplakat, das mitten in der Stadt an einem der Wolkenkratzer hin. Angelo musste nun auch schmunzeln. „Und was soll ich anziehen?“ Angel schnippte in die Finger und schon hatte sein Bruder ein ähnliches Outfit an. Sie unterschieden sich im Grunde nur anhand der Haarfarbe. „Perfekt, so fallen wir ganz sicher nicht auf.“ Sie grinsten sich beide an, wobei ihre spitzen Eckzähne wieder zum Vorschein kamen. Angelo stutzte. „Und was machen wir damit? Sollen wir einfach nicht lachen oder wie?“ Angel entgegnete: „Ich habe vorhin einige Bilder von sogenannten Vampiren gesehen, die auch solche Zähne hatten. Ich glaube nicht das dies ein Problem sein könnte.“ Angelo war vorerst beruhigt...

Langsam öffneten sich zwei Augenpaare, es waren die zwei schwarzhaarigen Mädchen. Vorsichtig richteten sie sich auf und blickten verwundert auf die anderen, die schon nach und nach aufgestanden waren und offensichtlich in einige Diskussionen verfallen waren. „Sieh Dir das mal an“ kicherte die Eine und zeigte auf Rei, die immer noch mit Jedyte diskutierte. „Ja, wie ein verliebtes Ehepaar“ antwortete die andere. Im selben Moment öffnete auch Galaxia ihre Augen. Seltsamerweise waren alle ihre Wunden geheilt und sie fühlte sich stark und kräftig. Verwundert blickte sie auf ihre Hände und sprach in Gedanken zu sich selbst: „Warum hat sie uns gehen lassen? Was soll das? Ich verstehe sie einfach nicht. Aber sie ist ein Feind den wir bekämpfen müssen.“ Sie runzelte ihre Stirn und als sie die beiden schwarzhaarigen Mädchen entdeckte, die nicht unweit von ihr standen, rief sie: „Wer seid ihr? Und wie kommt ihr hier her?“ Die beiden schwarzhaarigen Mädchen fühlten sich nun von unzähligen Augenpaaren durchbohrt. Nur Bunny blickte noch immer stumm auf die lange Straße. „Wer ist das denn?“ flüsterte Minako Makoto zu, die jedoch nur die Schultern zuckte. Galaxia baute sich direkt vor den beiden Mädchen auf. „Also los, redet! Wer seid ihr?“ Die beiden Mädchen blickten ein wenig ängstlich zu der jungen Frau mit den langen rot-orangen Haaren auf, deren goldene Augen sie ernst durchbohrten. „Warte!“ Galaxia drehte sich erstaunt um. Es war Rei, die nun zu der kleinen Gruppe getreten war und von allen anderen mit ernstem Blick verfolgt wurde. Sie schaute den beiden Mädchen tief in die Augen, dann blitzte Erkenntnis in ihnen. Zögernd erhob sie ihre Stimme. „Ich... ich kenne Euch.“ Die beiden Mädchen lächelten und nickten. Dann knieten sie vor Rei nieder. „Wir sind gekommen um Euch in diesem Kampf beizustehen.“ Rei musste nun auch lächeln. „Phobos, Deimos! Ihr seid es! Ich habe es gespürt.“ Rei kniete sich überschwänglich nieder und umarmte die beiden Mädchen. Alle anderen betrachteten nur mit fragendem Blick diese Szene. „Phobos und Deimos? Sind das nicht Reis Raben?“ flüsterte Minako zu Ami. „Ja, das sind ihre beiden Raben. Ich wusste gar nicht das sie auch menschliche Gestalt annehmen können. Vielleicht sind sie sogar Sailorkriegerinnen“ flüsterte Ami zurück. Minako machte ein überraschtes Gesicht. „Meinst Du wirklich?“ Ami nickte lächelnd...

Ein Schluchzen in der Dunkelheit, aus der sich wieder längst vergessene Bilder schälten. „Sie sind sehr stark! Was können wir nur tun?“ Andromeda blickte Cherubin verzweifelt an. Sie waren umzingelt von einer riesigen Gruppe Angels, die einen leeren Blick hatten, aber dennoch sehr gefährlich waren. „Ihr Willen ist völlig unter der Kontrolle eines anderen, man kann mit Worten nicht zu ihnen vordringen. Das kann nur Medusas Werk sein.“ Cherubin war davon überzeugt. „Dann bleibt uns wohl keine andere Wahl!“ Andromedas Augen begannen zu flimmern. „Nein! Bitte! Das darfst Du nicht tun! Andromeda!“ Seine Worte gellten durch die plötzlich aufkommende Stille, doch sie erreichten ihr Herz nicht mehr. Die junge Frau schloss ihre Augen und das Symbol auf ihrer Stirn begann in einem klaren Licht zu funkeln. Im selben Moment erschien die Brosche des Orion und leuchtete an ihrer Brust grell auf. Alles was um Andromeda herum war, wurde mit einer gewaltigen Druckwelle fortgeschleudert. Und als sie ihre Augen wieder öffnete, war sie nicht mehr sie selbst. Schreie gellten durch die Atmosphäre und dann war nur noch Stille. Dunkelheit...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Dies ist Teil 10 meiner Fanfiction "Orion".


Das düstere SpiegelbildInhaltsverzeichnisDie Brosche des Orion
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes ORION.
Veröffentlicht am 14.03.2006, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.03.2006). Textlänge: 3.504 Wörter; dieser Text wurde bereits 2.599 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.04.2020.
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