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Blutige HändeInhaltsverzeichnisVergebliche Liebesmüh

Andromedas Rückkehr

Erzählung zum Thema Gut und Böse


von Mondsichel

„Was ist hier eigentlich los?“ Red blickte Galaktika an, die ihm völlig verändert vorkam. „Es gibt ein Gesetz in unserer Welt, an das sich ein jeder zu halten hat“ begann sie. Alle schauten sich verwundert an. „Wenn ein Angel zum König oder zur Königin erhoben wird, darf er den Orionnebel nicht mehr verlassen. Sollte er dies doch tun, dann wird er seines Amtes enthoben!“ Das Angelteam blickte Galaktika fragend an. Sie lächelte. „Da Medusa es vorgezogen hat unsere Welt zu verlassen, hat sie automatisch auf ihren Thron verzichtet. Und solange Andromeda nicht zurückgekehrt ist, werde ich den Posten der Königin übernehmen.“ Nebula fügte dem hinzu: „Da sie nun offiziell zum Angel of Light ernannt wurde, hat sie auch das Recht und die nötige Macht, um das Königszepter für eine Weile zu übernehmen.“ Ein erleichtertes Raunen ging durch die kleine Gruppe. Dann wurde Galaktikas Blick etwas ernster. „Nichts desto trotz müssen wir Medusa wieder hier her zurückbringen.“ Jetzt waren die Gesichter etwas betreten. „Warum denn? Kann sie nicht bleiben wo der Pfeffer wächst?“ Unmerklich zog Sunny bei ihrer Äußerung den Kopf etwas ein. Galaktika schüttelte den Kopf. „Nein! Sie muss wieder in unsere Welt zurück. Wer weiß welchen Schaden sie anrichten kann.“ Die Angels schauten sich ein wenig verlegen an, denn über eine mögliche Gefahr hatten sie gar nicht nachgedacht. „Dann sollen wir also auf in das Sonnensystem?“ Red hatte das Wort erhoben. Alle Blicke richteten sich auf sein Gesicht. Jetzt war doch etwas Freude in der Atmosphäre zu verspüren. „Ja. Fliegt ins Sonnensystem, macht Medusa ausfindig und bringt sie hier her. Aber seid vorsichtig, sie ist verschlagen und hat jede Menge Tricks auf Lager! Glaubt nicht Euren Augen, sondern dem was ihr in Eurem Innersten verspürt. Das ist sehr wichtig, wenn ihr Medusa gegenüber tretet!“ Die jungen Angels nickten zustimmend. „Ich bin zwar keine Verfechterin von Gewalt, aber wenn es nicht anders geht, müsst ihr sie eben ein wenig härter anpacken.“ Nun war ein allgemeines Grinsen auf den Gesichtern der Angels zu sehen. „Ach, bevor ich es vergesse. Sorgt dafür das Blue wieder zu Euch stößt.“ Jetzt waren alle bis auf Red sehr verwundert. „Blue? Ihr meint Nereus?“ Wind war sehr erfreut. „Ja. Seine Aura ist wieder zu spüren. Er ist ebenfalls im Sonnensystem.“ Nun ging ein allgemeiner Jubel durch die kleine Gruppe. Gaia musste unmerklich lächeln über die Freude, die auch in ihrem Herzen nun wieder Einzug gefunden hatte. „Geht jetzt und bringt mir Medusa. Die Göttin wird entscheiden, wie man mit ihr später zu verfahren hat.“ Alle schauten Nebula an, die sich bisher im Hintergrund gehalten hatte. „Jawohl königliche Hoheit!“ schallte es durch den Raum. Alle Angel verbeugten sich vor Galaktika und verließen geschlossen den Thronsaal...

„Es wird Zeit zu gehen!“ Zwei glühend grüne Augen funkelten in der Finsternis. Eine düstere Aura umgab den jungen Mann, der auf eine Truppe kniender Krieger blickte. Er entfaltete seine dunklen Schwingen und flog voraus. Hinter ihm bildete sich eine riesige Wolke aus vielen Schatten. Vor ihnen war das blau glühende Portal zu sehen, durch das beständig düstere Wesen verschwanden. In dem blauen Licht erkannte man ihre Schemen. Fast wirkten sie wie Angel, doch auf ihrer Stirn war kein Zeichen zu entdecken. Wie eine unheimliche Gewitterwolke durchquerten sie das Portal...

Nereus blickte zu Boden, denn er wollte nicht sehen, was er einst getan hatte. Die beiden Brüder schauten fassungslos der Szenerie zu, wie Nereus mit einem gewaltigen Schwerthieb den Mondkönig traf. Er hatte im letzten Moment seine Frau weggeschubst und sich schützend vor die Krieger geworfen. Sein Schmerzensschrei gellte in einem langen Echo durch den Raum. „Nein! Nereus, was tust Du da? Hör auf!“ schrie Orions Stimme durch die Atmosphäre. Wie in Zeitlupe sahen alle das weitere Geschehen vor sich. Der König sackte schwer getroffen zu Boden und sein Körper zerfiel zu Asche. „Cherubin!“ kreischte jetzt auch die Königin mit Tränen in den Augen. „Nein!“ Orion griff nach dem Schwert von Nereus, dessen Augen leer und kalt waren. „Hör auf, verdammt noch mal!“ Sie rang mit dem starken Krieger, der scheinbar nicht bei Sinnen war. Er konnte Orion zunächst von sich stoßen. Im selben Moment stieg das Seelenlicht des Königs aus dem Häufchen Asche, das von ihm übrig geblieben war. Erneut holte Nereus aus. „Nein, das ist nicht wahr!“ Angel schüttelte abwesend den Kopf. Und doch musste er mit ansehen, wie Nereus Schwert auf das Seelenlicht hernieder ging und es in Millionen leuchtende Staubkörner zerschlug...

„Der Moment ist gekommen!“ flüsterte eine Stimme im Dunkel. Andromeda nickte nur und dann erleuchtete der dunkle Raum in einem grellen Licht. Sie nahm ihre Hände an ihr Herz, schloss die tränenerfüllten Augen und flüsterte: „Angelherz, befreie mich aus diesem Raum zwischen den Welten. Lass die silberne Zeit in meinem Innersten neu erstrahlen und führe mich zurück in die wirkliche Welt.“ Ihre Seele erleuchtete in einem unglaublich hellen Licht. Das Symbol auf ihrer Stirn, pulsierte grell mit dem Schlagen ihres Herzens, das durch die Atmosphäre drang. Um sie herum begann die Welt wie flüssig zu wabern. In dem Moment, wo sie ihre grün leuchtenden Augen öffnete, drang ein brennendes Inferno durch den Raum und schmolz regelrecht ein Loch zwischen die Dimensionen. Irgendwo über dem Meer, nahe der Küste Japans, öffnete sich ein Tor. Gleißend drang Licht in die Dunkelheit der Nacht. Ein Feuerball wurde aus dem Loch ausgestoßen, der schließlich im Fliegen eine menschliche Gestalt annahm. Schwingen aus Feuer drangen aus dem Rücken der Gestalt und begannen sanft zu schlagen. Langsam verflog das Feuer und machte die Sicht auf den nackten Körper einer jungen Frau, mit langem roten Haar, sichtbar. Sie atmete tief durch und genoss die frische Luft, die sich über dem Meer erhob. Das Licht in ihren Augen und auf ihrer Stirn erlosch schließlich. Ein wenig verwirrt schaute sie auf ihre Hände und konnte noch gar nicht fassen, dass sie wieder in der wirklichen Welt war. Andromeda blickte auf und sah in der Ferne Tokio. Als sie das Portal sah, erschrak sie. „Warum ist es schon wieder offen? Das verstehe ich nicht.“ Ihre Augen fixierten das Portal. In ihren Gedanken sprach wieder die Stimme: „Du hast doch gewusst das es zurückkehren würde. Warum überrascht es Dich?“ Andromeda fragte: „Hast Du mich deswegen geweckt?“ Die Stimme antwortete: „Ja. Denn es ist Zeit der Wahrheit ins Gesicht zu blicken und endlich zu beweisen, dass Du der Macht würdig bist, die Du in Dir trägst.“ Sie schloss nachdenklich die Augen und hielt ihre Hände an ihr Herz. „Ich danke Dir Cherubin“ flüsterte sie und lächelte vor sich hin. Plötzlich spürte sie die Anwesenheit einer ihr sehr bekannten Person, schloss die Augen und versuchte in den Wirrungen der Dunkelheit etwas zu erkennen...

Medusa lag noch immer regungslos am Boden. Kein Atemzug, keine Bewegung ließ vermuten ob sie noch lebte oder nicht. Ein Schatten schwebte über ihr und beobachtete sie eindringlich. Ein Stimmengewirr erhob sich. Leise lachende Stimmen kreisten über dem leblos erscheinenden Körper. „Sieh mal an, wenn das nicht Königin Medusa ist.“ Kichernd antwortete eine andere Stimme: „Die Medusa? Das ist nicht Dein Ernst!“ Sie lachte gehässig auf. „Scheint so, als hätte jemand ihr ein wenig den Stolz beschnitten.“ Wieder erhoben sich leise lachende Stimmen. „Ob das Erebos gefallen wird?“ Das Gewirr wurde lauter. „Ich glaube sie ist ihm so ziemlich egal. Das einzige was ihn interessiert ist seine Tochter Andromeda. Medusa ist nicht mehr für seine Zwecke zu gebrauchen.“ Erneut lachten die Stimmen. „Sollen wir sie hier liegen lassen?“ Für einen Moment war Stille. „Ja, lassen wir sie liegen. Sie ist zu schwach. Und sie ist es nicht wert das wir überhaupt unsere Zeit mit ihr verschwenden.“ Damit flogen die Schatten hinfort und überließen Medusa wieder ihrem Schicksal...

„Cherubin!“ schrie Orion und stürzte sich auf den Krieger, der nicht er selbst war. Sie warf ihn zu Boden und konnte ihm das Schwert entreißen. Seine Augen blieben leer, selbst als er die Tränen in den Augen der jungen Frau sah... Währenddessen versuchte Königin Serenity die Staubkörner aufzufangen, auch wenn es im Grunde ein unmögliches Unterfangen war. Sie wollte nicht akzeptieren das ihr Mann tot war. „Nein, nein, nein“ murmelte sie immer wieder vor sich hin, während sie in ihren Händen einige leuchtende Staubkörner hielt. Tränen fielen ungehindert aus ihren Augen, sie wimmerte nur noch vor sich hin. Die Mondprinzessin kniete sich herunter zu ihrer Mutter und blickte stumm auf das, was von ihrem Vater übrig geblieben war. Sie war wie paralysiert. Niemand beachtete mehr Orion und Nereus, die noch immer am Boden lagen und miteinander rangen. Nur Angel und Angelo blickten ungläubig auf die Szenerie. „Warum hast Du das getan? Warum?“ zitterte Orions Stimme dem Krieger entgegen, dem jedoch nicht ein einziges Wort über die Lippen kam. „Na gut, wenn das so ist, dann versuche ich eben anders zu Dir vorzudringen“ flüsterte sie weinend. Ihre grellen grünen Augen und das Symbol auf ihrer Stirn begannen zu leuchten. Dann legte sich ein leuchtender Schleier um das Mädchen und als er erlosch, war Andromeda wieder zurückgekehrt. Im selben Moment verstummte jegliche Gegenwehr von ihrer Seite. Nereus konnte sie von seinem Körper stoßen. Sie blieb benommen am Boden liegen und blickte ihn fragend an. Er zeigte keinerlei Gefühlsregung und hob sein Schwert wieder vom Boden auf. Wie ferngesteuert ging er wieder auf sie zu und holte aus. „Nein! Hört endlich auf! Habt ihr nicht schon genug Schmerz gesät? Mein Vater ist tot! Er ist tot!“ schrie nun Prinzessin Serenity mit Tränen in den Augen. Im selben Moment stockte Nereus für einen Moment, er sank in die Knie, ließ sein Schwert sinken und blickte der am Boden liegenden Andromeda in die Augen. Für einen Moment sah man ein Leuchten in seinen Seelenspiegeln erstrahlen. Doch dann wurden sie wieder genauso leer wie zuvor. Im selben Moment stürzte sich die junge Frau auf den jungen Mann und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss. Seine Gegenwehr erstarb augenblicklich und Nereus erwachte langsam aus der Hypnose. Als er bemerkte, in welcher Situation er sich befand, umarmte er Andromeda und erwiderte sanft ihren Kuss. Angel schaute ein wenig perplex hinüber zu seinem Freund...

Bunny trieb inmitten einer Welt, die nur aus Blut zu bestehen schien. Ihr stockte der Atem, denn überall drangen die Flüsse des Lebenssaftes auf sie ein und wollten sie ertränken. „Blut, Blut... überall Blut“ flüsterte sie vor sich hin. Plötzlich erschien vor ihr eine Person, die sie sehr gut kannte. Andromeda schaute sich verschreckt um, das hatte sie nicht erwartet. „Was geschieht hier?“ fragend blickte sie die Mondprinzessin an. Jene antwortete doch nur abwesend: „Blut, Blut... überall nur Blut.“ Die junge Frau runzelte die Stirn und erhob energisch ihre Stimme, um Bunnys Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. „Glaubst Du wirklich, dass es immer nur einen friedlichen Weg geben kann? Manche Dinge, kleine Mondprinzessin, kann man auch mit dem reinsten Herzen nicht bekehren!“ Das Mädchen schaute auf und fixierte mit einem leeren Blick die junge Frau. „Aber, siehst Du das denn nicht? Hier ist überall Blut!“ Andromeda lachte. „Ist das alles was Du zu sagen hast?“ Bunny blickte sie fragend an. „Warum hast Du Dir nicht schon früher Gedanken darüber gemacht? So viele Monster hast Du bekämpft, so viele Dämonen besiegt und vernichtet. Und jetzt, auf einmal, machst Du Dir Gedanken darüber, ob Du vielleicht Blut vergießen könntest? Ist Dir der Hohn Deiner Überlegungen überhaupt bewusst?“ Unmerklich wich Bunny zurück. „Warum? Warum muss ich immer kämpfen? Ich will nicht mehr kämpfen! So oft habe ich mir gewünscht ein ganz normales Leben, wie alle anderen Mädchen zu führen. Doch das ist unmöglich.“ Andromeda lachte erneut auf. „Hah, Du hast nichts verstanden. Worum geht es Dir eigentlich? Um die Menschen, die Dir Deine Mühen nicht einmal lohnen? Oder um die Liebe zu Endymion, die schon so oft auf die Probe gestellt wurde? Oder um den Silberkristall, dessen schier endlose Macht die Schatten in Deine Welt treibt? Vergiss all das! In Deinem Herzen steckt noch so viel mehr Kraft, als Dir der Silberkristall geben kann. Du bist schließlich die Tochter eines Angels, das solltest Du niemals vergessen! In Deinem Blut fließt die Macht meiner Welt, Du musst sie nur nutzen.“ Die Mondprinzessin riss die Augen auf und schaute Andromeda ungläubig an. „Weißt Du noch was Vater zu mir gesagt hatte, bevor er starb? Er sagte: Du bist unsere zukünftige Königin und solltest Dich auch endlich mal so benehmen! Diese weisen Worte lege ich Dir heute an Dein Herz. In diesem jämmerlichen Zustand, in dem Du Dich gerade befindest, glaube ich kaum das Du nur eine Minute überleben wirst da draußen. Es werden stärkere Gegner kommen und die einzige Möglichkeit zu überleben, ist der Tod! Denk darüber nach Schwesterherz.“ Bevor Bunny noch irgendetwas erwidern konnte, war Andromeda schon wieder verschwunden. Im selben Moment öffnete sie die Augen und blickte Mamoru an...

Die kleine Gruppe war am Portal angekommen, das sie in das Sonnensystem bringen sollte. „Seid ihr alle bereit?“ Red blickte seine Freunde ernst an. „Es kann los gehen“ antwortete man ihm einheitlich. „Dann lasst uns fliegen!“ Die Angel entfalteten ihre Flügel und hoben vom Boden ab. Sanft schlugen ihre Schwingen und trugen sie durch das blau leuchtende Portal, das vor ihnen lag. Mit einer schnellen Geschwindigkeit durchkreuzten sie die Galaxien, die sie noch vom Sonnensystem trennten. Schon von weitem spürten sie die Aura der verschiedensten Angel, die sich im Sonnensystem befanden. Doch sie spürten auch die Macht, die gerade dabei war, die Erde zu betreten. Und je mehr das Unbehagen in ihnen wuchs, desto schneller flogen sie...

Noch immer blickten die beiden Brüder fassungslos auf die Erinnerung, die ihnen Nereus präsentierte. Nur ein kleiner verstohlener Blick war von ihm selbst zu sehen, als der leidenschaftliche Kuss geendet war, mit dem Andromeda ihn damals zurückgeholt hatte. „Wo bin ich? Was ist passiert? Andromeda? Wie kommst Du hier her? Wie komme ich hier her?“ Nereus war völlig verstört über die Situation. „Du hast gerade den Mondkönig in Millionen Seelensplitter zerschlagen.“ Traurig blickte Andromeda zu Boden, sie wollte ihn nicht anlügen. „Was?“ Nereus ließ sein Schwert fallen, das er noch immer in einer Hand hielt. Andromeda trat beiseite und machte die Sicht auf die völlig aufgelöste Mondfamilie frei. „Ich... Das wollte ich nicht. Ich... Oh mein Gott... Es tut mir leid!“ Er sank vor der Mondkönigin in die Knie, welche noch immer zitternd ein paar der leuchtenden Staubkörner in der Hand hielt. Prinzessin Serenity, mit verklärtem und verweinten Augen stand daneben. Sie zitterte. Nereus erhob seine Stimme, ohne den Hoheiten in die Augen zu blicken: „Ich erwarte Eure Strafe königliche Hoheit“ zitterte seine Stimme ihr entgegen. Doch die Königin entgegnete mit verweinter Stimme: „Er hätte es nicht gewollt das ich Dich bestrafe. Denn Du bist doch wie er, nicht wahr?“ Sie versuchte zu lächeln. Nereus nickte zustimmend und schaute dann zu Boden. „Und Du auch Andromeda, nicht wahr?“ Die Königin blickte zu dem Mädchen auf, das sie einst ihre Tochter genannt hatte. Auch sie nickte zustimmend. „Was sollen wir jetzt tun? Der Feind ist zu stark. Wir werden unterliegen!“ Plötzlich begannen die Staubkörner in ihrer Hand zu leuchten und erhoben sich in die Luft. Alle blickten wie gebannt auf das Geschehen. Eine Art Projektion des Mondkönigs erschien. Alle blickten erstaunt auf den Geist. Auch Angel und Angelo hielten den Atem an, denn sie hatten nicht gewusst, das ein zerstörtes Seelenlicht, trotzdem noch immer einen gewissen Funken an Energie erzeugen konnte...

„Mamoru“ flüsterte Sailor Moon ihrem Liebsten entgegen, der sie nun glücklich anlächelte. Auch alle anderen waren ein wenig erleichtert, dass die Prinzessin wieder aufgewacht war. „Bunny, geht es Dir gut?“ Mamoru war sehr besorgt. Sie nickte nur ein wenig nachdenklich. „Was hast Du denn?“ Bunny schwieg. In ihren Gedanken hörte sie noch immer Andromedas Worte. „Es werden stärkere Gegner kommen und die einzige Möglichkeit zu überleben, ist der Tod!“ In ihren Augen stiegen Tränen auf, die sie bitter daran erinnerten, dass dies die Realität und kein Traum war. Mamoru streichelte ihr sanft über das Gesicht und drückte ihren schlaffen Leib an seine Brust. Dann hob er sie in seine Arme und stand auf. Sie war noch immer sehr geschwächt und irgendwie abwesend. „Mamoru. Versprich mir, das Du mich niemals alleine lässt!“ Das Mädchen blickte müde auf. „Du wirst niemals alleine sein. Wir alle werden immer bei Dir sein.“ Alle Umstehenden mussten unweigerlich lächeln, denn sie dachten, dass es nun wieder vorwärts gehen würde. Bunny kuschelte sich an Mamoru und dachte: „Es muss eine friedliche Lösung geben. Die Macht der Liebe ist bisher immer stärker gewesen.“ Für diesen Moment, schlug sie Andromedas warnende Worte in den Wind. Saturn war die Einzige, die wirklich spürte, was tief in ihrer Freundin vorging. Sie machte sie sehr große Sorgen, denn sie wusste, das Sailor Moon einfach viel zu sehr von Licht erfüllt war, als dass sie die Macht der dunklen Seite ihres Selbst nutzen könnte. Aber genau jene war es, die sie nun brauchen würde...

Eine große Ratsversammlung wurde einberufen. Gaia, die nun den Vorsitz hatte, eröffnete die Beratung. „Ich heiße Euch alle herzlich willkommen. Für einige Zeit ist mir von Galaktika das Amt der Vorsitzenden übertragen worden. Ich möchte Euch über die neuesten Ereignisse in Kenntnis setzen.“ Ein Raunen ging durch den Saal, denn viele wunderten sich warum Galaktika nicht erschienen war. Außerdem war die große Göttin anwesend, was einen sehr wichtigen Anlass vermuten ließ. „Ich habe folgendes zu verkünden: Medusa, unsere bisherige Königin, hat sich aus dem Orionnebel entfernt und somit den Anspruch auf den Thron verloren.“ Das Raunen wurde lauter und kleine Diskussionen unter den Ratsmitgliedern wurden laut. Gaia räusperte sich und fuhr fort: „Die Göttin Nebula möchte gerne persönlich ein paar Worte dazu sagen.“ Nun blickten alle sehr gespannt auf Nebula, welche ihre Stimme erhob. „Es gibt ein Gesetz in unserer Welt, an das sich jeder Angel zu halten hat, der zur Königin oder zum König befehligt wurde. Jener Angel darf den Orionnebel nicht verlassen, sonst wird er seines königlichen Amtes enthoben. Da Königin Medusa, ohne den Rat darüber in Kenntnis zu setzen, unsere Welt heimlich verlassen hat, ist sie ab sofort ihrer königlichen Würde enthoben.“ Nebulas Stimme schallte durch den Saal, in dem es noch immer mucksmäuschenstill war. „Des weiteren wurde Galaktika zu einem Angel of Light befohlen und ist nun, für die Zeit von Prinzessin Andromedas Abwesenheit, zur vorläufigen Königin ernannt worden. Ich denke, das ist in Eurem und im Sinne des Volkes.“ Die Ratsmitglieder erhoben sich von ihren Stühlen und applaudierten. Sie waren begeistert von den Neuigkeiten. Gaia erhob erneut das Wort. „Das Angelteam wurde derweil von uns auf die Erde gesandt, um Prinzessin Andromeda und Medusa wieder zurück in unsere Welt zu geleiten. Medusa wird nach ihrer Rückkehr nicht mehr als Königin herrschen, sondern die königliche Gewalt wird der rechtmäßigen Tochter von Kassandra übergeben werden. So soll es im Volke verkündet werden!“ Damit war die Versammlung beendet und sämtliche Vertreter der 18 Monde machten der neuen Königin Galaktika sofort ihre Aufwartung. Die Nachricht über Medusas Absetzung verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Angels und endlich herrschte wieder so etwas wie Hoffnung auf die Zukunft...

Angel und Angelo blickten noch immer auf den Mondkönig, der scheinbar doch nicht tot war. Für einen Moment herrschte Schweigen, doch dann erhob Cherubin seine Stimme: „Es gibt nur eine einzige Möglichkeit diesen Krieg zu beenden. Andromedas Aura muss für immer erlöschen. Wenn sie nicht mehr zu spüren ist, dann werden sich die Portale schließen und die Feinde haben keine Möglichkeit mehr in unsere Welt einzudringen.“ Andromeda blickte verstehend zu Boden. „Dann soll mein Seelenlicht für immer erlöschen.“ Nereus blickte ruckartig auf. „Nein! Das kann nicht Euer Ernst sein! Das lasse ich nicht zu!“ Galaxia drängelte sich jetzt vor und drückte Nereus zurück. Dann blickte sie der jungen Frau in die Augen. „Es ist mir ein Vergnügen, Dein Licht für immer auszupusten. Du kommst hier in unsere Welt und maßt es Dir an, unsere Krieger und Familien zu töten. Es ist nur recht und billig, das Du dafür zahlst!“ Andromeda mochte nichts zu erwidern. „Nein! Diese Lösung ist untragbar!“ Die Königin hatte sich nun erhoben. „Kann man ihre Aura denn nicht einfach verschleiern?“ Sie blickte dem Geist ihres Mannes in die Augen.

„Das geht nur, wenn sie sich in einer Welt zwischen den Welten befindet. Aber es ist die einzige Möglichkeit. Ein Schlaf... vielleicht für alle Ewigkeiten.“ Königin Serenity war entschlossen diese Angelegenheit ohne weiteres Blutvergießen zu beenden. „Deine Seele soll verborgen und versenkt werden, in einen ewigen Schlaf in der Zwischenwelt. Auch wenn es mir das Herz zerbricht.“ Andromeda war sich nicht sicher, ob diese Lösung von Dauer sein konnte. Doch sie ergab sich dem Wunsch der Königin. Ein letztes Mal umarmte sie ihre Mutter und ihre Schwester, welche fürchterlich zu weinen begann. „Nicht weinen Serenity. Ich werde immer tief in Deinem Herzen sein. Vergiss nicht, wir gehören zusammen. Wir sind Angel, auch wenn man unsere Flügel nicht sehen kann.“ Sie wischte der Prinzessin die Tränen aus den Augen, welche nun ein wenig zu lächeln versuchte. „Ich wünsche Dir und Endymion alles Glück der Welt. Die Rose Eurer Liebe wird ewig blühen.“ Nun musste auch der Prinz lächeln, der bisher ein wenig abseits gestanden hatte. Er trat nun zu seiner Liebsten und hielt sie fest in seinen Armen, als es für Andromeda Zeit war zu gehen. Nereus bat die Mondkönigin um ein ähnliches Schicksal, denn er wollte nicht alleine sein. Die Königin sprach: „Du sollst ebenfalls in einen ewigen Schlaf versinken, am Grunde des Meeresbodens. So wie es Dein Wunsch war.“ Der junge Mann nickte. Denn ein Leben ohne Andromeda, das konnte er sich nicht vorstellen. Lieber wollte er schlafen und von ihr träumen, so könnte er für immer mit ihr zusammen sein. Endymion und Prinzessin Serenity schauten betreten der Szenerie zu. „Macht des Silberkristalls, hülle sie in die silberne Zeit und lass sie ewig in ihr versinken! Auf das ihr Herzschlag nie mehr die Gezeiten durchbricht!“ Ein grelles Licht durchbrach die Atmosphäre und als es erlosch, waren Andromeda, Nereus und der Geist des Mondkönigs fort. Im selben Moment schlossen sich die Portale, denn die Aura der Prinzessin war erloschen. Nun standen die drei Angel wieder im Dunkel...

Aus dem Portal über Tokio traten viele Schatten hervor und bevölkerten die Stadt. Sie waren auf der Suche. Schließlich drangen auch die geflügelten Wesen in die Welt ein und verbreiteten sich wie düstere Wolken über den Straßen. Der Anführer der Truppen, Nefertos, sah zwar wie ein junger Mann aus, doch er war schon viele Millionen Jahre alt. Sein Haar war rabenschwarz und hing lang an seinen Schultern hinunter. Er trug eine schwarze Kampfrüstung aus Leder, die mit vielen Panzerungen und Nieten versehen war. Seine Augen waren giftgrün und sie hatten einen stechenden Glanz in sich. An seinen Ohren trug er viele silberne Kreolen und an seinen Fingern waren viele silberne Ringe. Nefertos war ein Kämpfer durch und durch. Fast eiskalt wirkte er durch all die Dinge, die er schon gesehen hatte. Er rief seine Krieger zur Ordnung: „Ihr wisst was wir zu tun haben! Sucht in jedem Winkel, an jedem noch so abwegigen Ort! Sie muss hier sein und wir werden sie finden! Ich kann ihre Aura spüren, sie ist sehr nahe. Also macht Euch auf die Suche!“ Die Krieger strömten aus und begannen die Welt zu erkunden. Währenddessen blickte Nefertos gedankenverloren auf das Meer. „Warum werde ich das Gefühl nicht los, das wir uns schneller über den Weg laufen werden, als mir lieb ist“ flüsterte er zu sich. Doch er schüttelte den Gedanken ab und begann selbst mit der Suche. Während dort in der Ferne, über dem Meer, Andromeda schon längst wusste, dass fremder Krieger auf der Suche nach ihr waren...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Teil 14 meiner Fanfiction "Orion".


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Kommenti (38) (18.03.2006)
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Mondsichel meinte dazu am 18.03.2006:
Was ist Nabeldunst? ;)
Im Übrigen, Gut und Böse bedanken sich und grüßen recht herzlich zurück. Wenn auch unbekannterweise...
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes ORION.
Veröffentlicht am 18.03.2006, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 20.03.2006). Textlänge: 3.911 Wörter; dieser Text wurde bereits 1.993 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 02.04.2020.
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