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Die Fabel ist eine Gleichniserzählung; eine episch-didaktische Tierdichtung in Prosa, mitunter auch in Versen. Tiere mit... weiterlesen
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Manchmal muss man Abschied nehmenInhaltsverzeichnisAndromedas Ich

Der verborgene Zwilling

Erzählung zum Thema Innenwelt


von Mondsichel

Verwirrt blickte sich Bunny um. Noch immer stand sie inmitten des Labyrinthes, doch die Schattenbilder ihrer Angst waren verschwunden. Sie atmete tief durch und ging den erleuchteten Gang weiter. Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen, die Hände fest an ihre Brust gepresst. Sie wagte nichts zu sagen, sie wagte nicht einmal daran zu denken, was sie an der nächsten Ecke erwarten würde. Doch nichts passierte, als sie die nächste Biegung passiert hatte. Sie lauschte auf die Stille, lauschte auf das Schlagen ihres Herzens und ihre Beine liefen ganz von alleine vorwärts. Im nächsten Augenblick erlosch jegliches Licht und das junge Mädchen schrie vor Überraschung auf. „Hey? Wer hat das Licht ausgemacht? Macht es sofort wieder an! Wie soll ich denn so den Weg nach draußen finden?“ rief sie durch die Dunkelheit. Doch nur stummes Schweigen antwortete ihr. „Hallo? Ist denn da keiner?“ schrie sie nun noch lauter. Doch statt einer Antwort kam ihre Frage „Ist denn da keiner?“ tausendfach zurückgeschmettert. Die Prinzessin hielt sich die Ohren zu. Denn ihre eigene Stimme kreischte ihr schmerzhaft laut entgegen. Plötzlich spürte sie eine eiskalte Hand auf ihrer Schulter, ruckartig drehte sie sich um. Vor ihr stand Luna und blickte sie mit einem müden Blick an. Langsam ließ Bunny ihre Hände sinken und in ihren Augen waren Tränen zu sehen. „Willst Du mich etwa auch verlassen?“ schluchzte sie. Die Sailorkriegerin lächelte und sagte: „Ich war so stolz zu sehen wie aus Dir eine richtige Prinzessin geworden ist. Ich war so stolz Deine Lehrmeisterin zu sein, auch wenn Du manchmal recht eigenwillig und eine Heulsuse warst. Denk daran, dieser Kampf ist noch nicht zuende. Aber ich werde immer bei Dir sein! Du darfst die Erinnerung nur nicht verlieren... Sei stark! Kämpfe! Wenn wir schon alle untergehen, dann wenigstens nicht aus Feigheit!“ Die junge Frau begann langsam zu altern und sank in die Knie. „Leb wohl meine Prinzessin, leb wohl!“ zitterte ihre schwache Stimme Bunny entgegen. Jene kniete sich ebenfalls nieder und schüttelte energisch den Kopf. „Nein, nein... Luna... bleib hier! Bitte!“ Doch sie glitt nur durch den schwindenden Schatten hindurch, als sie nach ihrer Freundin greifen wollte. Schließlich zerfiel sie vor ihren Augen zu Staub, als wäre sie von einer Angelherzattacke ergriffen worden. „Neiiiiiiiiiiiiiin!“ kreischte die Prinzessin und musste verzweifelt mit ansehen, wie der Staub, der einst ihre Freundin war, vom Wind verweht wurde. Dicke Tränen kullerten aus ihren neongrünen Augen zum Boden. „Mein Gott, hör auf zu heulen!“ schimpfte die Stimme von Sailor Healer. „Reiß Dich mal zusammen!“ Bunny schluckte. „Du auch?“ zitterte ihre Stimme. „Lass sie doch weinen! Tränen sind die schönsten Edelsteine dieser Welt. Denn ihr Glanz besteht aus ehrlichen Gefühlen.“ Jedyte blickte Healer strafend ins Gesicht. Sie schaute ihn nur abschätzig an und verschwand im Nichts. Er kniete sich zu dem weinenden Mädchen nieder und lächelte. Sie sah ein loderndes Feuer in seinen Augen brennen. Inmitten dieses Feuers war Rei zu sehen, die ihr lachend zuwinkte. „Wir werden nicht die letzten sein in diesem Kampf“ begann er. Dann legte er seine eiskalte Hand auf ihr Herz, so dass Bunny vor Schreck zusammenzuckte. „Wenn es darauf ankommt, dann werden wir bei Dir sein.“ Ihr Herz zog sich vor Schmerz zusammen. „Endymion braucht Dich! Du darfst nicht aufgeben!“ Plötzlich krümmte sich der Blonde vor Schmerz und zerbarst in tausend Stücke...

Schon fast schien es als hätten die Kriegerinnen gesiegt, doch sie hatten sich zu früh gefreut. Innerhalb kürzester Zeit waren sie wieder von Schatten umzingelt, die mit ihren langen eiskalten Fingern nach ihnen greifen wollten. Rei schrie ihre Wut hinaus. „Ihr verdammten Biester! Na wartet, Euch werd ich’s zeigen!“ Nur kurz hatte sie auf das Häufchen Asche geblickt, das von Jedyte übrig geblieben war. Im selben Augenblick schien es ihr das Herz fast zu zerreißen, auch wenn sie nicht so recht wusste warum. Doch der Gedanke nie wieder von ihm beschützt und umarmt zu werden, ließ das Feuer in ihr hohe Flammen schlagen. Ihre Aura schien regelrecht zu glühen. Auch wenn sie wusste, das sie allein keine Chance hatte, rief sie ihren Planeten um Hilfe an. „Macht des Marskosmoskristalls, schicke mir Dein unbändiges Feuer des Hasses und der Wut. Dein Feuer der vergeblichen Liebe, Dein Feuer der unendlichen Leidenschaft!“ Sie malte mit ihren Händen mächtige Feuerringe in die Luft und die Atmosphäre schien regelrecht in einer heißen Dunstwolke zu schweben. Ihre Augen glühten rötlich auf und fast wollte man glauben, dass selbst aus ihnen das Feuer flammte. Feurige Tränen fielen zu Boden und verdampften. In ihren Händen war ihr Talisman erschienen, der Feuerbogen, dessen Flammen auf ihren Körper übergriffen und sie vollkommen in Brand setzten. Sie spannte den Bogen und der Pfeil, der eine reine Feuerkugel war, schien wie eine Wunderkerze Funken zu schlagen. In ihren Gedanken schrie sie immer Jedytes Namen. Als der Pfeil auf die Feinde losschnellte brüllte sie: „Mächtiges Feuer des Kriegsplaneten, vernichte die Schatten und schenke dieser Welt neues Leben!“ Ihre flammende Aura flog hinter dem Pfeil hinterher und die Schatten wurden von dem Feuer erfasst. Im selben Moment jedoch wurde Rei von einem Schattenkrieger and er Gurgel gepackt und von der Dunkelheit verschlungen. Doch aus dem Inneren des Schattens hörte man ihre Stimme eine Beschwörungsformel sprechen. Und im nächsten Moment zerplatzte der Schatten regelrecht. Von Rei war jedoch nur noch der Flammenbogen übrig geblieben...

„Wie meinst Du das, dann wird sie ihre wahren Kräfte entfesseln?“ Galaktika war mehr als unruhig über die Worte der Göttin geworden. Diese schaute die Königin mit einem durchdringenden Blick an. Nach einer Weile vollkommenen Schweigens erhob Nebula dann doch wieder ihre Stimme. „Ich weiß nicht, ob Du schon bereit bist in die Abgründe zu blicken, die Du sonst niemals gesehen hättest.“ Noch immer schaute sie die Königin sehr ernst an, die nicht verstand worauf die Göttin hinaus wollte. „Du musst verstehen, das Andromeda ein ganz besonderes Mädchen ist. Sie ist nicht nur die Tochter von Kassandra und somit zukünftige Herrscherin unseres Reiches. Sie ist auch, wie Du weißt, die Tochter von Erebos, dem Herrscher über die Dunkelheit.“ Galaktika nickte zustimmend, auch wenn ihr noch immer nicht klar war was sie nun erwarten würde. „Alle Angel tragen aufgrund der Geschehnisse in der Vergangenheit ein gewisses Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit in ihrem Inneren. Doch bei Andromeda ist das etwas anders.“ Die Königin fragte: „Wie anders?“ Nebula seufzte, als sie den Blick des Angel of Light sah. „Ich weiß nicht ob Du das was ich Dir jetzt erzähle verstehen oder gar glauben kannst.“ Galaktika wurde nervös. „Dann sprich große Göttin, damit ich wenigstens versuchen kann zu glauben.“ Die neblige Gestalt schien noch fahler zu werden als sie es sowieso schon war...

Andromeda schwebte in der Luft und blickte nachdenklich auf das flammende Inferno, das Rei hinterlassen hatte. „Warum bist Du so nachdenklich?“ klang es in ihren Gedanken. Die junge Frau seufzte. „Du weißt es doch längst.“ Sie schloss die Augen. „Hast Du denn wirklich geglaubt es würde reichen ihnen die Kosmoskristalle zu geben?“ Die Stimme lachte. „Nur jene, in deren Adern wahres Angelblut fließt, haben die Fähigkeit die Macht der Kristalle in vollem Umfang zu entfesseln. Das wusstest Du.“ Andromeda entgegnete: „Ja, ich wusste es. Aber was hätte ich tun sollen? Hätte ich sie ihrem Schicksal überlassen sollen? Sie wissen ja nicht einmal worum es in diesem Kampf überhaupt geht.“ Die Stimme lachte erneut. „Hättest Du es ihnen erzählt, dann wärst Du ihr Ziel gewesen und dann hättest Du sie alle töten müssen. Und selbst jetzt stellt sich die Frage ob sie überleben werden. Ob nun von Deiner oder eines anderen Hand getötet, sterben werden sie wohl allemal.“ Andromeda schlug die Hände vors Gesicht. „Verflucht noch mal. Warum nur bin ich wieder aus meinem Schlaf erwacht? Ich bin schuld das die Schatten diese Welt bevölkern. Ich bin schuld das diese Welt beinahe schutzlos ist. Wer hat mich geweckt und den Untergang besiegelt? Ich will eine Antwort!“ Die Stimme flüsterte: „Auch wenn Du dadurch großen Schmerz erfahren würdest? Und vielleicht sogar den Glauben an Dich selbst verlierst?“ Die junge Frau sagte mutig: „Selbst dann würde ich es wissen wollen.“ Die Stimme schwieg einen kurzen Moment, doch dann sagte sie klar und deutlich: „Ich habe Dich geweckt.“ Andromeda war fassungslos. „Was? Wie soll ich das verstehen?“ Ihre Augen funkelten auf einmal grell auf. „Du sollst es so verstehen wie ich es gesagt habe. Ich habe Dich geweckt.“ Die junge Frau begann heftig zu atmen. „Warum verflucht noch mal hast Du das getan? Du wusstest genau was passieren würde“ schrie sie in ihrer Verzweiflung. „Diese Welt ist zu schwach um denen zu wiederstehen, die aus dem Gmolloch hier her kommen! Also sag mir, warum? Warum hast Du das getan?“ Die Stimme antwortete mit einer kalten Stimme: „Damit Du endlich Deine Bestimmung erfüllst!“ Sie schrie ihre Wut hinaus. „Meine Bestimmung? Ich habe mich der Strafe des Mondes gebeugt. Ich habe den König und viele andere Krieger getötet. Ich habe damals erkannt, dass meine Existenz die ewige Dunkelheit bringen wird.“ Die Stimme antwortete abfällig: „Vielleicht ist dies ja Deine Bestimmung von Anfang an gewesen!“ Andromedas Herz begann wild zu pochen. „Nein!“ entfuhr es ihr...

Es tuschelte in der Dunkelheit „Was ist denn noch?“ kreischte der dunkle König durch den Saal. „Es scheint als wäre Eure Tochter Andromeda in die Vernichtung von Medusa verwickelt.“ Der König erhob sich ruckartig. „Wie bitte? Was soll das heißen?“ Der Diener räusperte sich. „Es wurde beobachtet das Medusas Seelenlicht in den Händen von Andromeda lag. Außerdem wäre da noch eine fremde Person gewesen, die einen magischen Bann gesprochen hätte. Das Seelenlicht sei daraufhin erloschen. Aber mehr können sie uns nicht sagen.“ Erebos begann nun doch zu grinsen, seine Zähne funkelten im Dunkel auf. „Es ist zwar weniger schön das meine Töchter sich bekriegen. Aber wenn es Andromeda war, dann ist mir auch klar, warum Medusa keine Chance hatte. Denn gegen meine Jüngste hat keiner eine Chance.“ Er lachte ein bitterböses Lachen. „Nichts desto trotz möchte ich wissen wer die andere Person war. Sofort!“ Der Diener verbeugte sich. „Sehr wohl Eure Majestät.“ Stille kehrte ein...

„Andromeda... sie ist... nun ja...“ Sie stockte. „Was ist sie?“ Die Königin blickte mit großen erwartungsvollen Augen auf die Göttin, die nun tief durchatmete. „Andromeda ist ein verborgener Zwilling.“ Verwirrt schaute der Angel of Light die neblige Gestalt nun an. „Ein verborgener Zwilling? Was meinst Du damit?“ Verzweifelt rang Nebula nach den richtigen Worten. „Wie ich Dir vorhin schon einmal sagte, trägt sie zwar die Finsternis in sich, ist aber nicht vollständig von ihr erfüllt. Man nennt jemanden wie sie einen verborgenen Zwilling, denn ihr wahres Ich setzt sich aus zwei völlig verschiedenen und doch gleichen Charakteren zusammen. Sie sind so eng miteinander verschmolzen, das eine Unterscheidung fast unmöglich ist. Andromeda wirkt wie eine einzelne Person und dennoch hat ihr Spiegelbild ein eigenes Leben.“ Galaktika stammelte: „Heißt das sie hat eine gespaltene Persönlichkeit? Das wäre ja furchtbar!“ Nebula lachte über ihren dummen Gedanken, dass sie geglaubt hatte, die Königin könnte es verstehen. „Nein sie hat keine gespaltene Persönlichkeit. Denn jemand mit einer gespaltenen Persönlichkeit würde niemals mit seiner zweiten Hälfte kommunizieren, weil er gar nichts von ihr weiß. Andromeda hingegen hat unentwegt mit ihrem zweiten Ich in Kontakt gestanden. Sie sind sich so unglaublich ähnlich und doch grundverschieden. In ihrem Körper, weit hinter ihren Augen, in ihrer Seele, in ihrem Geist, leben zwei verschiedene Welten. Zweigeteilt im Innersten und doch ein und die Selbe. Verstehst Du jetzt was ich meine?“ Nun war Galaktika noch bleicher geworden als Nebula es selbst schon war...

Angel war der Einzige der über die Worte von Blue nicht überrascht aussah. Eher blickte er nachdenklich zu Boden. Der Blue Moon Angel fuhr fort: „Andromeda ist erfüllt von einer sehr dunklen Macht, die in ihrem Inneren stets verborgen war. Wir alle wissen das sie eine Tochter von Erebos ist. So wie wir die Kinder seiner Kreaturen sind.“ Betretenes Schweigen lag auf den Gesichtern der übrigen Angel. „Ihr wisst genau das Andromedas Macht unendlich groß ist. Sogar größer als unsere vereinten Kräfte. Genau deswegen sollte sie auch eines Tages unsere Königin werden. Und wir sollten ihre Beschützer sein, denn wir sind die Einzigen denen es erlaubt sein wird.“ Blue wandte sich nun an Angel, der immer noch keinen einzigen Ton von sich gab. Er legte seine Hände auf die Schultern seines Freundes und blickte ihm tief in die blauen Augen. „Du weißt das sie ein verborgener Zwilling ist! Du wusstest es schon immer! Genauso wie ich es schon immer wusste!“ Überrascht sahen die Krieger ihrem Anführer ins Gesicht. Angel selbst ballte seine Hände zu Fäusten und sein Blick wurde fast schmerzlich. „Also sag ihnen jetzt, dass es kein Kinderspiel werden wird sie zurück zu bringen! Denn dann würdest Du sie in den sicheren Tod schicken! Dieser Leichtsinn könnte uns allen das Leben kosten!“ Eindringlich sah er seinen noch immer schweigenden Freund an. „Ich weiß das es schwer für Dich ist dieses Tatsache zu akzeptieren. Das da immer etwas zwischen euch sein wird, was Dir Schwerter in Dein Herz bohrt. Aber das ändert nichts an der Tatsache, das sie Dich aus tiefster Seele liebt. Sie wird auf Dich hören, egal welche Seite momentan in ihrem Herzen und ihrem Denken regiert.“ Angel seufzte und schloss die Augen. „Du liebst sie sehr, nicht wahr?“ Blue stockte der Atem. „Ich weiß das Du sie liebst. So wie jeder, der einmal in die unendliche Tiefe ihrer Augen geblickt hat.“ Angel lächelte...

Die Angel of the Dark hatten schnell den Ort gefunden, von dem es so hell geleuchtet hatte. Vorsichtig pirschten sie sich heran, wo noch immer Reis Inferno flammte. „Nein, das war nicht Andromeda“ zischte Dragonia Turkeses entgegen. „Hätte ja sein können“ lamentierte er. „Ruhe“ donnerte Morlock. „Mir scheint aber das dort ein paar sehr interessante Wesen sind, die wir uns mal näher anschauen sollten.“ Alle blickten auf das kleine Grüppchen Krieger das wie paralysiert vor dem Flammenmeer stand. Aretisa glaubte ihren Augen nicht zu trauen. „Ich glaubs ja wohl nicht, das sind Kosmoskristalle! Woher mögen diese einfältigen Krieger diese kostbaren Steine haben?“ Nirte vermutete: „Die kann ihnen eigentlich nur Andromeda gegeben haben. Das wäre zumindest ein Beweis das sie hier ist.“ Morlock fügte hinzu: „Ich glaube wir halten uns erst einmal im Hintergrund. Es wird hier bestimmt noch sehr interessant werden.“ Gysines Augen glühten auf. „Das glaube ich auch, denn ich spüre ihre Anwesenheit.“ Kristan machte sich bemerkbar: „Ich spüre auch etwas!“ Alle blickte ihn fragend an. „Da unten in diesem Flammenmeer, da ist eine unglaubliche Kraft, die sich gerade durch die Welten frisst. Ich kann mir nicht vorstellen das diese Kraft von den Kosmoskristallen ausgeht. Es ist mehr eine Kraft, die aus dem Tiefsten Inneren einen Seele stammt.“ Kristans Augen verzogen sich zu Schlitzen. „Was?“ Morlock blickte hinunter, doch er konnte nichts auffälliges entdecken. “Wir sollten diesen Ort hier wirklich im Auge behalten“ murmelte Binia. „Ich denke früher oder später wird auch sie hier erscheinen. Trotz allem sind diese Kämpfer da unten viel zu schwach. Sie werden irgendwann Hilfe brauchen.“ Morlock grinste dämonisch auf das Geschehen herab. „Na dann brauchen wir ja nur zu warten. Verteilt Euch und wenn ich das Zeichen gebe, greifen wir an.“ Er erhob seine Hand und die Angels of the Dark nahmen im Umkreis des Flammenmeeres Beobachterpositionen ein...

Bunny blickte traurig auf das kleine Feuer, das von Jedyte übrig geblieben war. Es flackerte fröhlich und plötzlich wurde es größer und größer. Erschrocken trat sie zurück. Das Feuer wurde so groß wie ein Mensch und langsam zog es sich zurück. Rei stand vor ihr und stemmte die Hände in die Hüften. „Hier bist Du! Wir haben uns schon Sorgen gemacht!“ Verwundert blickte sie sich um. „Ähm, was ist das eigentlich für ein seltsamer Ort?“ Bunny wagte erst einmal vor Überraschung nichts zu sagen. „Bunny? Hallo? Jemand zuhause?“ Rei stupste ihr leicht an die Stirn. „Äh, ja. Das hier ist das Labyrinth der Angst, es soll mich zurück in unsere Welt führen.“ Die Marskriegerin musste lachen. „Hey Bunny ich habe jetzt keine Zeit für Witze.“ Die Prinzessin machte einen Schmollmund. „Das ist kein Witz. Der Geist, der mir vorhin begegnet ist, hat gesagt, dies wäre das Labyrinth der Angst. Und wenn ich den Weg hinaus finde, könnte ich zu Euch zurückkehren.“ Rei schaute nachdenklich in den Gang. „Also werden hier Deine schlimmsten Alpträume wahr?“ Bevor Bunny jedoch etwas entgegnen konnte, sah Rei sie irgendwie erschrocken an. Sie starrte auf irgendetwas was hinter ihr war. Bunny drehte sich langsam um und hielt den Atem an. Sie blickte Mamoru in die Augen, der furchtbar gequält und schwach aussah. „Mamoru?“ vorsichtig sprach Bunny seinen Namen aus. Er verdrehte plötzlich die Augen und sein Anblick war alles andere als beruhigend. Langsam öffnete er den Mund, aus dem Fangarme einer schleimigen Gestalt geschossen kamen. Bunny und Rei schrieen auf...

„Die Kämpferin in ihr, diese Eiseskälte, diese Gnadenlosigkeit, die sie auch hier schon präsentiert hat, als sie fast unser goldenes Zentrum zerstört hat. All das war sie im Einklang mit ihrem zweiten Ich. Andromedas Fröhlichkeit und ihre liebevolle Art treten bei solchen Gelegenheiten in den Hintergrund und die Finsternis ihrer Seele übernimmt die Kontrolle. In diesen Momenten ist auch ihre Aura eine völlig andere und kaum einer erkennt sie als jene wieder die sie ist.“ Nebula atmete tief durch und setzte hinzu: „Es gibt nur sehr wenige die sie bisher in dieser Verfassung gesehen haben. Aber das ist auch besser so. Das könnte nur neuen Unmut unser den Angel säen. Und ich weiß nicht wie das eskalieren könnte. Ich befürchte es könnte neuen Krieg geben.“ Galaktika hatte ihre Fassung wieder gefunden, doch die Aussicht auf neuen Krieg war alles andere als beruhigend.  „In dieser Welt lauern mehr Gefahren als ich dachte. Ein schweres Los trägt die zukünftige Königin“ seufzte sie der Göttin entgegen. „Da magst Du recht haben. Aus diesem Grund dürfen auch nur meine Kinder und die Kinder meiner Kinder auf diesem Thron sitzen. Jeder andere würde unsere Welt mit seiner Unwissenheit in Zerstörung und Finsternis stürzen.“ Dann blickte Nebula dem Angel of Light ernst ins Gesicht. „Aber was noch viel schlimmer und gefährlicher wäre...“ Galaktika blickte die Göttin aufmerksam an. „Wenn die Brosche des Orion wirklich in Andromedas Hände gelangt ist, dann gibt es keine Garantie mehr dafür, dass unsere Welten sicher sind. Ich wiederhole mich wirklich ungern. Aber damit könnte sie den Untergang der 18 Monde, gar den Untergang des Lichtes für immer besiegeln. Je nachdem wie sehr sie sich von der unglaublichen Macht dieses Schmuckstückes beeinflussen lässt.“ Galaktika schlug die Hände vor Entsetzen vor den Mund. Aus ihren Augen sprach die Angst...

„Rei?“ Makoto kreischte laut den Namen der Marskriegerin hinaus. Doch sie antwortete nicht. Vorsichtig hob die Jupiterkriegerin den Flammenbogen auf, der vollkommen unversehrt war. „Wenn der Talisman unversehrt ist, dann heißt das...“ Uranus blieben die Worte im Hals stecken. „Nein sie ist nicht tot“ antwortete Saturn daraufhin. Vorsichtig trat das kleine Mädchen vor. „Sie ist dort, inmitten des Flammenmeeres. Ich kann ihre Kraft spüren. Ihr Geist hat die Welten durchstoßen und scheint in Verbindung mit etwas anderem zu stehen.“ Pluto bestätigte die Worte der Todeskriegerin: „Auch ich spüre eine unglaubliche Energie, die direkt an den Toren der Zeit vorbeigeflossen ist. Sie lebt.“ Alle atmeten auf. Phobos und Deimos waren trotzdem noch immer sehr unruhig. „Es nähern sich neue Kräfte. Wir sollte noch nicht aufatmen.“ Die Schatten die nicht vernichtet worden waren, sammelten sich um das große Flammenmeer, das Rei verursacht hatte. „Seht ihr! Wir sollten versuchen Reis Geist zu beschützen. Wir wissen nicht wie lange sie diese Energie noch aufrecht erhalten kann!“ Sofort formierten sich die Krieger und blickten der drohenden Gefahr ins Gesicht. Makoto spürte plötzlich eine liebevolle Umarmung. „Ich lasse nicht zu das sie Dich mir fortreißen“ flüsterte Neflite ihr ins Ohr. „Das Leben hätte keinen Wert mehr, wenn es nichts mehr zu beschützen gäbe.“ Sanft küsste er sie auf die Wange und dann liefen Zoisite, Kunzite und er mit flammenden Augen auf die Schatten zu. Makoto fasste sich nachdenklich auf die Wange und ihr war es in jenem Augenblick, als wäre dies der letzte Kuss gewesen, den sie in ihrem Leben bekommen würde...

„Hör auf zu lügen! Ich kann es nicht ertragen!“ Andromeda wand sich innerlich unter den Worten der Stimme. „Warum willst du nicht einsehen, dass wir zusammen gehören? So oft schon haben wir gemeinsam die Kämpfe bestritten. Ich bin Du und Du bist ich, Schwesterherz!“ Andromeda begann zu weinen. „Bitte, warum tust du mir das an?“ Plötzlich wurde die Stimme sehr liebevoll. „Hör auf zu weinen, es gibt keinen Grund dafür. Ich habe Dich geweckt, das stimmt. Auch das Du Deine Bestimmung erfüllen sollst stimmt. Doch den Weg den Du, den wir gemeinsam beschreiten, den kannst Du ganz alleine wählen.“ Andromeda atmete tief durch. „Ich wollte nicht das wir sterben. Ich wollte nicht das Du leiden musst. Denn ich wusste, dieser Schlaf tat Dir mehr weh als alles andere. Ich habe den Schmerz gespürt der in Dir war, als du die Augen geschlossen hast.“ Andromeda blickte mit Tränen in den Augen überrascht auf. „Wir sind vereint, in jeglichem Gefühl, in jeglicher Erinnerung. Ich liebe Dich, auch wenn ich es im Kampf niemals zeigen kann. Wir gehören zusammen. Und wir gehören in unsere Welt. Das wir gekämpft haben und andere Seelen opfern mussten, das ist der Preis den jeder Krieger bezahlen muss. So auch wir. Es ist bitter das der Mondkönig sterben musste, doch ich weiß, er wird immer in unserem Herzen sein.“ Die Stimme wurde unterbrochen: „Ist die Heimkehr es denn wert, das man diese Welt seinem Schicksal überlässt?“ Andromeda blickte sich überrascht um. „Ich habe gedacht das Du gelernt hättest Prinzessin.“ Vor ihren Augen schwebte nun ein Licht, welches größer und größer wurde. „Cherubin!“ entfuhr es der jungen Frau. „Ja ich bin es!“ Der Mondkönig schaute Andromeda ein wenig enttäuscht an. „Warum kann Deine Seele nicht ruhen?“ Sie wusste keine Antwort, wagte es nicht einmal ihm in die Augen zu blicken. „Schau mich an Prinzessin! Bin ich es nicht wert das Du mich eines Blickes würdigst?“ Andromeda schluchzte. „Das ist es nicht Cherubin! Es sind die Schuldgefühle die mich niederschlagen. Ich habe alles falsch gemacht. Dabei wollte ich doch nur wieder nach Hause zurück!“ Sie fiel ihm schluchzend in die Arme. In ihrem Innern brauste die Stimme auf. „Jetzt reiß Dich mal zusammen!“ Cherubin schaute sie nun verwundert an, denn er hatte die Stimme gehört. „Dann ist es also wahr!“ Er schaute sie ganz genau an. „Du bist ein verborgener Zwilling. Ich hätte nie gedacht das ich irgendwann mal einem begegnen würde. Aber das erklärt einiges.“ Liebevoll streichelte er über ihr Haar. „Es tut mir leid, aber das was ich jetzt tue, es ist nur zu Deinem Besten“ flüsterte er. Seine Augen und das Zeichen auf seiner Stirn glühten grell auf. Andromeda kreischte laut auf. „Nein, hör auf Cherubin! Ich will Dich nicht noch einmal sterben sehen!“ Doch er ließ sich nicht aufhalten...

„Ich weiß das Andromeda Herr ihrer Sinne ist, in allem was sie oder ihr zweites Ich gerade tun. Doch niemand kann sie von ihrem Vorhaben abbringen, wenn sie sich erst einmal für eine Seite entschieden hat.“ Von der Tatsache dieser Endgültigkeit geschockt, wagte die Königin erst einmal nichts zu sagen. „Auch kann sich ihr Selbst spalten. Sie kann an zwei Orten gleichzeitig sein und agieren, ohne das die andere Seite ihres Ich’s irgendwie beeinträchtigt ist. Stetige Kommunikation ermöglicht auch das jede Seite Bescheid weiß, was die andere tut. Verborgene Zwillinge haben Mächte über die andere zu gerne verfügen würden. Deswegen ist ihre Existenz streng geheim. Wie gesagt, dies könnte zu einem Krieg führen.“ Galaktika fasste sich an den Kopf...

Blue blickte Angel betreten an. „Das ist eben die Magie die von ihr ausgeht. Sie ist die geborene Königin, denn jeder kann sie lieben. Ich wusste es von vornherein.“ Er lachte ein wenig abfällig. „Ja sie ist ein verborgener Zwilling. Und niemand wird das jemals ändern können. Die Macht in ihr ist einfach zu stark. Ohne ihren Zwilling wäre sie auch nicht mehr fähig zu leben. Ihre Seele wäre dem Untergang geweiht, denn das Gleichgewicht wäre nicht mehr da.“ Blue ließ seine Hände sinken und Angel blickte hinauf zum Horizont. Er sah aus als wolle er fast weinen. „Es wird ein harter Kampf werden. Denn wir sind nicht die einzigen die sie suchen! Und sie wird nicht so einfach aufgeben, wenn sie erst einmal überzeugt ist kämpfen zu müssen. Sie könnte uns in ihrer blinden Wut vernichten und sie wird es tun, wenn wir nicht aufpassen. Sie würde selbst mich in dieser Verfassung kaltblütig niederstrecken. In solchen Momenten habe ich Angst das sie ihre Seele an die Dunkelheit verliert.“ Angelo fasste seinem Bruder auf die Schulter. „Ich danke Dir für Deine ehrlichen Worte.“ Der Dunkelhaarige nickte seinem Bruder zu. „Verdammt, diese Liebe tut so unendlich weh in meinem Herzen. Ich könnte es nicht ertragen sie aufgeben zu müssen. Nicht noch einmal.“ Angelo umarmte seinen Bruder. Der sonst so harte Angel war vollkommen aufgelöst und schien unter der Last der Gefühle halb zusammenzubrechen. „Spar Dir diese Emotionen für den Kampf auf, Du wirst sie brauchen“ flüsterte der Silberblonde ihm zu. Angel nickte und versuchte sich zusammenzureißen. „Ich danke Dir das Du mir beistehst. Ich wüsste nicht wie ich allein damit klar kommen könnte.“ Angelo lächelte. „Dafür sind Brüder doch da.“ Nun musste der Dark Moon Angel doch lächeln. „Ihr habt es gehört, lasst uns gehen und uns mutig dem Kampf entgegenstellen“ sagte Blue und ging voran. Die Angel verstanden das es sich um eine ernste Situation handelte und das es keinesfalls ein Zuckerschlecken werden würde. Langsam folgte sie dem Blue Moon Angel, in dessen Herz ein Krater gerissen war...

„Ich glaube Du verstehst nun warum Kassandra sich so bemüht hat in dieser Welt Frieden zu verbreiten. Und warum es für die zukünftigen Königinnen immer diesen Test gibt, den sie bestehen müssen. Die Angel haben Angst, jede Kleinigkeit könnte große Auswirkungen haben.“ Galaktika entgegnete mit belegter Stimme: „Na ja, das sind nicht unbedingt Kleinigkeiten, meinst Du nicht?“ Nebula lächelte. „Für Wesen wie mich sind es nur die Kleinigkeiten in unserer Weltordnung. Es gibt so viele Gründe Krieg anzufangen, Unmut zu säen und dem anderen etwas zu neiden. Wenn das Volk nicht zufrieden mit der perfekten Welt ist, dann ist es viel schwieriger diese kleinen Geheimnisse zu bewahren. Denn dann sehen sie viel genauer hin und es würden ihnen gewisse Abnormitäten auffallen. Zum Glück war das bisher noch nicht der Fall. Denn wenn man der Prinzessin und dem Angelteam nicht mehr vertrauen könnte, wem dann?“ Galaktika verstand die prekäre Situation. Nebula wollte noch etwas sagen, doch plötzlich schien sie etwas ungewöhnliches zu verspüren. Hastig sagte sie zu dem Angel of Light: „Entschuldige mich jetzt bitte für einen Moment Galaktika. Ich muss da mal etwas genau nachprüfen. Wir reden später weiter.“ Und bevor die Königin ihr noch etwas entgegnen könnte, hatte sie sich auch schon im Nichts aufgelöst. Doch ihr war nicht danach zumute die Göttin zurückzurufen. Sie machte sich große Gedanken über das was sie gerade erfahren hatte...

(c)by Arcana Moon

Anmerkung von Mondsichel:

Und da ist er, frisch aus der Mache. Teil 19 meiner Fanfiction "Orion". Teil 20, "Andromedas Ich" ist bereits in Arbeit. Viel Spaß aber erst mal mit dem aktuellen Teil :)


Manchmal muss man Abschied nehmenInhaltsverzeichnisAndromedas Ich
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