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Kurzgeschichte

aus dem keinVerlag.de-Lexikon. zurück zur Übersicht
Kurzgeschichte (Genre)
Die Kurzgeschichte ist eine epische Kurzform zwischen Anekdote und Novelle. Sie ist eine kunstvolle "Wiedergabe eines entscheidenden Lebensabschnitts (eines Schicksalbruches)" (Doderer, zit. n. Braak, 182); durchschnittliche Menschen sind Handlungsträger in Konflikte auslösenden Entscheidungssituationen. Kurzgeschichten setzen Identifikationsangebote für den Leser und weisen schon daher inhaltlich eine Alltagsbezogenheit aus, die sich sowohl situativ wie auch in der Sprache (Alltagssprache) zeigt. Sie führen dem Leser eine einsträngige Handlung vor mit einer Geschehensentwicklung, die für ihn bedeutsam werden kann. Der Zeitausschnitt ist knapp (Rückblenden und Zukunftsentwürfe möglich). Formale Kriterien sind: oft unvermittelter Erzählbeginn; bewusst zielstrebige, steigernd aufgebaute Komposition auf eine unabwendbare Lösung (überraschende, unvermutete Wendung: Pointe) konzipiert.

Bekannteste(r) Vertreter: W. Borchert, H. Böll, S. Lenz, G. Wohmann

Dieser Beitrag stammt von Alpha


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