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Jungautorin des Monats Mai 2013:

atala


Beim Schreiben denkt sie oft an die Traumdeutung von Sigmund Freud. Die besagt, dass wir beim Träumen die Realität abbilden, jedoch mittels Verschiebung, Verdichtung oder Verdrängung. Unsere Jungautorin des Monats Mai,  atala, vergleicht das Träumen mit dem Schreiben.

atala erklärt, dass bei der Verschiebung, wir den Fokus von etwas Nebensächlichem zu etwas Wichtigem verschieben und umgekehrt. Oder wir vertauschen ein wichtiges Element. Bei der Verdichtung wird eine grosse Geschichte kleingepresst, natürlich kann auch das Gegenteil geschehen, dass wir eine kurze Begebenheit strecken und sie mit Gefühlen und Beschreibungen füllen. Und bei der Verdrängung kommt das, was wir eigentlich sagen wollen gar nicht vor und klingt doch mit, mit der Stimmung zum Beispiel. Sie empfindet das Schreiben wie bewusstes Träumen. Als Kind sagt sie, war sie sehr verträumt und spinnte stundenlang ihre Geschichten. Für ihre Entrücktheit wurde sie oft getadelt und man sagte ihr, sie solle sich mehr konzentrieren. In ihrenTexten kann sie die Geschichten in ihren Kopf ausleben und ihre eigene Realität erzählen.

Das Schreiben ist für sie das Ausleben ihrer Gefühle, ihrer Perspektive und es befreit sie und definiert sie.

atala, eine Studentin aus Zürich, die über sich selbst sagt, das sie ein wirres und lautes Leben führe und manchmal die Ruhe und das Ankommen in der Natur oder in Büchern sucht, liest viele klassische Bücher der deutschen Literatur und der Lateinamerikanischen. Sie fühlt sich sehr vom Magischen Realismus, der in den lateinamerikanischen Literatur vorkommt inspiriert. Übernatürlische Dinge, wie Blutregen werden dort so realisitisch und normal beschrieben, wie alltägliche Dinge. Figuren in den Büchern, sehen es nicht als etwas Unmögliches an, sondern an etwas, was genauso in unserer Welt vorkommt wie physisch Mögliches. Dieser Glaube an Spirituellen, an Magischen entspricht sehr der Weltanschauung der Lateinamerikanischen Bevölkerung. Diese Verwischung der Grenzen lässt ihren Horizont wachsen und beflügelt die Phantasie.

Zur Lektüre als weitere Begründung für unsere Auszeichnung empfehlen wir:

-  Wenn mir so was wie Liebe begegnet
-  unaussprechliches
-  Der Blues in Zürich

Wir gratulieren atala ganz herzlich zur Auszeichnung „Jungautorin des Monats Mai 2013“ und bedanken uns bei ihr für die freundliche Zusammenarbeit während unserer Redaktionsarbeit.

Das Team der Arbeitsgruppe „ Jugendtexte




Die Auszeichnung „Jungautor(in) des Monats“ wird seit Januar 2008 von der Arbeitsgruppe „Jugendtexte“ verliehen. Ausgezeichnet werden Autorinnen und Autoren im Alter zwischen 13 und 24 Jahren, deren Texte bei keinverlag.de durch ein außerordentliches Maß an Kreativität, Phantasie und literarischer Qualität bestechen.

Dem Verein keinverlag e.V. ist es ein besonderes Anliegen, junge Autorinnen und Autoren auf diesem Wege für ihre schriftstellerischen Leistungen zu ehren und ausdrücklich dazu zu ermutigen, ihren literarischen Weg fortzusetzen.

Die Auszeichnung „Jungautor(in) des Monats“ ist mit einem Sachpreis dotiert, der vom Verein keinverlag.e.V. zur Verfügung gestellt wird.
atala
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