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Solare Mystik

Auf Wunsch des ewigen blauen Himmels


Eine Kolumne von Jack



So., 14. April
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Das Logem oder die Ultradekadenz


Was in den Sieben Höllen ist ein Logem? Im Paradigma des Logos kämpft man für absolute Werte (für das Gute, gegen das Böse); Logik: höhere relative Werte (Meinungsfreiheit, Bürgerrechte, Religionsfreiheit); Logistik: niedere, hedonistische relative Werte (wirtschaftliche Interessen). Das Logem kennt keinen Kampf, es kennt nur Shitstorms. Nicht einmal weltlicher Erfolg in einer freien und inklusiven Gesellschaft (Acemoglu/Robinson) motiviert mehr den verhausschweinten Logem-Schlaraffenländer. Den Weg zum Logem ging das Abendland, zumindest dessen rückständiger Teil, nicht ohne die verwerflichsten Verwerfungen: das verspätete Paradigma der Logistik flüsterte den Deutschen und den Russen ein, dass das Paradies auf Erden nur durch millionenfachen Mord an jeweils anderen Sündenböcken errichtet werden kann.

Der führenden Anglo-Welt wurde das faschistisch-kommunistische Elend aufholender Mächte erspart. Mit beispiellosem Wohlstand durch Öl und kapitalistisch befeuertem technologischem Fortschritt wurde das Schlaraffenland endlich Realität. Darauf folgte die sexuelle Revolution im Harem Sozialstaat: der wachsende allgemeine Lebensstandard mit immer höheren Sozialausgaben löste die wirtschaftliche Abhängigkeit der Frau vom Mann auf, die emotionale Abhängigkeit des Mannes von der Frau blieb. Es entstand eine strukturell vaterlose Gesellschaft mit emanzipierten Frauen und entmannten Männern. Anstatt die neu gewonnene Freiheit-zu zu realisieren, radikalisierte sich der Feminismus in weiteren Wellen, um die absolute Freiheit-von zu fordern.

Die Fortschritte der Freiheit-zu wurden nicht gesellschaftlich, sondern technologisch realisiert. Rilkes romantische Kritik der Maschine und Herbert Wehners Forderung, der Roboter solle wie der Arbeiter Sozialabgaben zahlen, wurden durch das Outsourcing des sozialen Lebens aus dem Bereich, in dem tatsächlich die Musik spielt, überholt. Dieser Bereich lässt sich durch verschwörungstheoretische Schlagworte wie Silicon Valley oder Bilderberg versinnblidlichen. Da der Ernst des Lebens aus der Gesellschaft in die Banken und Versicherungen, Labore der Wissenschaftler und Konferenzen der Superreichen verschwand, folgte der Feminisierung die Infantilisierung der Gesellschaft. Politik verkam zu einem Mix aus Verwaltung und Showbusiness, in dem Gemütlichkeitspopulisten wie Merkel und Krawallpopulisten wie Trump um das Amt des Politikdarstellers wetteifern.

Mit der Degeneration zum Logem läutet sich das Ende einer Kultur ein. Der technologische Fortschritt bietet jedoch die Möglichkeit, als ganze Spezies das Level des Transhumanismus zu erreichen, und den bisherigen Verlauf der Geschichte menschlicher Zivilisationen nicht zu wiederholen. Das wäre der Triumph der “faustischen” Zivilisation des Westens, der einzigen Zivilisation, die auf ihrem Höhepunkt nur als globale Zivilisation existieren kann, als universalistische, menschheitliche Zivilisation. Der Selbsthass der postmodernen westlichen Kultur kann nicht nur als Zeichen des endgültigen Verfalls gedeutet werden, sondern auch als inhärenter und historisch nachvollziehbarer Minderwertigkeitskomplex. Wenn Letzteres der Fall ist, besteht erst recht allein im Transhumanismus die Rettung des Abendlandes vor der geschichtlich unvermeidlichen Umnachtung. Wir müssen diese einmalige Chance nutzen, damit ein neuer Tag für die Menschheit anbricht, denn die Nacht ist dunkel und voller Schrecken.


 
 

Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


Cromwell
Kommentar von Cromwell (11.05.2019)
Jack meinte dazu am 18.06.2019:
Den Transhumanismus immanent kritisieren, das wäre doch was. In allen bisher gelesenen Kritiken des Transhumanismus sehe ich nichts weiter als einfach nur Angst vor Neuem.
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autoralexanderschwarz
Kommentar von autoralexanderschwarz (14.06.2019)
Spengler 2.0.
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