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Tiere possierlich

Fakten und Schönes rund um Tiere (auch nicht Haustiere)


Eine Kolumne von Nimbus



Mi., 30. Januar
Bisher 275x aufgerufen


Aus der Distanz


Gastkolumne von  Dieter_Rotmund

Kann man über Tiere überhaupt seriös etwas „Schönes“ schreiben? Wir Menschen interpretieren Schönheit in das Aussehen der Tiere hinein, finden Küchenkakerlaken igittigitt und Rennpferde ach-wie-edel. Den Tieren selbst ist der Begriff der Schönheit unbekannt. Manche (z.B. Pfauenvögel) setzten eine gewisse körperliche Ausdrucksstärke ein, um Aufmerksamkeit zu bekommen, aber dieselben Tiere würden sich sicherlich z.B. nie an einem gleißenden Sonnenuntergang erfreuen. Überhaupt ist es höchst umstritten, ob Tiere Freude empfinden (nun ja, Lust vielleicht). Tiere folgen ihrem Instinkt: Fressen-Schlafen-Fortpflanzen. Die tun sie mit einer Unbeirrbarkeit fern jeglicher Selbstreflexion, die schon wieder tröstlich wirkt.
Wenn wir ehrlich sind, so bringen in der wirklichen Welt die Tiere wenig Schönheit in unser Leben. Die Tauben in den Untergeschossen der U-Bahn, das ist schon reichlich bizarr und sicherlich nicht sauber. Die Ratten in den Grünanlagen, die von einsamen Rentnerinnen durchgefüttert werden (die glauben, irgendwelche andere putzige Tierchen damit zu unterstützen) und der scheinbar unvermeidliche Hundekot in den Fußgängerzonen: Das alles sind Sachen, die wir nicht als schön empfinden, aber mit dem wir fast täglich konfrontiert werden und die von Tieren stammen (die Aufzählung könnte man leicht erweitern, ich habe nur drei Beispiele genannt).
Etwas „Schönes über Tiere“ zu schreiben, dieses Feld muss eigentlich gänzlich den Haustier-Besitzern, beziehungsweise deren starken emotionalen Voreingenommenheit überlassen werden: Diese interpretieren nämlich mit geballter Ladung Menschliches in das Verhalten ihres Tierbesitzes herein. Antropomorphisieren heisst der dazugehörige Fachbegriff. Dieses menschliche Verhalten ist allzu menschlich: Man, der Tierbesitzer, will sich selbst der Zuneigung des Haustieres vergewissern. Nicht ohne Grund haben viele Besitzer von mehreren Haustieren kaum menschliche soziale Kontakte.
Zu einer gewissen Meisterschaft in diesem Beziehung haben es Hauskatzen-Besitzer und -Besitzerinnen gebracht. Diese verwehren ihrem Tierbesitz aus mitunter sehr kuriosen, rein rational auf jeden Fall kaum nachzuvollziehenden Gründen die minimale Freiheit, zwischen ihren überwürzten Dosen-Mahlzeiten nach draußen, ins Freie gehen zu dürfen. Hauskatze und Hauskatzen-Inhaber(innen) sitzen ergo recht eng aufeinander. Die daraus entwickelten Schrulligkeiten der Katzen-Besitzer sprengen jeden Rahmen, als Außenstehender kann man darüber nur milde lächeln und versuchen, das Thema zu wechseln. Schön ist auch das nicht, denn in solchen Fällen zeigt sich eine deutliche soziale Verwahrlosung der Katzen-Besitzer und Katzen-Besitzerinnen. Menschen, die mit beiden Füßen im prallen Leben stehen, haben in den seltensten Fällen Hauskatzen, um es mal deutlich auf den Punkt zu bringen.
Doch wo zeigt sich denn überhaupt noch Schönheit in Bezug auf Tiere? Der Verfasser dieser Zeilen kommt alle paar Wochen an Wildgehegen mit Rehen und Wildschweinen vorbei, zu Fuß oder mit dem Fahrrad hält er dort inne (mit dem Auto gelangt man nicht dorthin). An diesen Wildgehegen betrachte ich ein paar Minuten die Tiere. Dann glaube ich so etwas wie Schönheit entdecken zu können, in der Kombination (Nicht-Haus-)Tier und Draußen, die Bewegungen, die Gerüche, die Feuchtigkeit in der Luft, der Boden, eben das Ganze drumherum ohne die plüschige Wohnzimmerseligkeit mit gefangen gehaltenen, zunehmend neurotisch werdenden Katzen (diese zunehmenden psychischen Defizite fallen übrigens nur dem gelegentlichen Besucher auf, nie dem Katzen-Besitzer selbst, er wird diese Defizite vehement abstreiten).
Das wesentliche Merkmal dieser Schönheitsentdeckung am Wildgehege ist die Distanz. Die Distanz zu diesen Tieren (ich sehe sie nur selten und dann auch nur kurz und mit einem Zaun abgetrennt) erzeugt über diese quasi exklusiven Momente so etwas wie Schönheit. Vermutlich sehen viele Menschen deswegen so gerne Dokumentationen über Wildtiere: Die Distanz macht uns unserer Verschiedenheit deutlich, die Distanz drückt Respekt aus: Ich, Mensch, bin hier nur zu Gast, Du, Tier, dort auf der anderen Seite des Zauns, das ist Dein Terrain, dort bist Du zuhause. Das respektiere ich und meine gelegentlichen Besuche werden im Gegenzug respektiert, so glaube ich zu erkennen. Könnte natürlich auch hineininterpretiert sein.


 
 

Kommentare zu diesem Kolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (30.01.2019)
seriöse -> seriös (1. Satz)
diesen Kommentar melden
Nimbus meinte dazu am 30.01.2019:
Erledigt, habe ich sogar ohne Deine Hilfe gesehen .

Vielen Dank für Deine Kolumne, guter Zeitpunkt, bin immer noch am renovieren
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Nimbus antwortete darauf am 30.01.2019:
So Dieter, denn mal zu Deiner Kolumne. Ich meine, Du bedienst Dich ziemlich vielen Klischees. Angefangen bei der Hundekacke am Straßenrand. Erlaubt ist das jedenfalls schon lange nicht mehr. Jeder Hundehalter hat das zu entsorgen. Alles andere ist eine Ordnungswidrigkeit. Die Klischees Katzenhaltern gegenüber halte ich für deutlich realitätsfremd. Ein guter Freund von mir ist Chemiker, hat kaum Zeit, aufgrund seiner Arbeit. Er hat ganz normale soziale Kontakte und ausser das sein Kater ein ziemlich hohes Alter hat sind keine Auffälligkeiten festzustellen. Ein anderer Mann, selbstständig, führt ein großes Logistikunternehmen. Hat zwei Katzen zu Hause und zwei im Lager. Er ist eher durchgeknallt als die Katzen. Jedoch nur weil er an einem Höhenflug im Bezug auf Finanzen leidet. Nun gut, Du kannst jetzt sagen, da ich selber Katzen habe, wäre ich nicht fähig das objektiv zu begreifen. Möglich. Meine Viecher dürfen aber heraus. Ich behaupte sie empfinden Freude so wie Leid. Inzwischen wurde es erwiesen, dass Tiere nicht nur Laute von sich geben sondern weit aus komplexer sprechen, als das wir es annahmen.
Es ist ja schön, dass Dir Tiere im Waldpark gefallen. Doch ich sehe eine Arroganz darin zu sagen, der Mensch ist eben Mensch und das Tier ist eben Tier. Der Mensch ist meines Erachtens nach das schlimmste Raubtier. Er tötet auch ohne Hunger zu haben.
Ich habe keine sozialen Defizite. Wenngleich ich schon immer tendenziell Einzelgänger war. Früher hatte ich Wellensittiche. Hätte ich geahnt was ich ihnen damit antue, ich hätte nie welche gehabt! Katzen müssen heraus gehen. Das sind Raubkatzen. Sie einzusperren ist für mich reiner Egoismus vom Menschen. Was mich jedoch am meisten an Deiner Kolumne regelrecht schockiert ist die Tatsache, dass Du glaubst, Tiere hätten keine Freude am leben und sie folgen nur ihren niedersten Instinkten. Ich habe den Eindruck all zuviel hast Du Dich nicht mit Tieren beschäftigt. Vögel z.B. Fliegen manchmal nur aus Spaß an der Freude. Hunde laufen mit großen Stöcken durch die Gegend und sind stolz drauf. Einfach nur so, davon werden sie nicht satt...- Katzen spielen einfach nur so.
Ich habe übrigens lange keine Ratten mehr gesehen. Ich erwarte von niemanden ein Tier zu halten. Du aber vergisst zuweilen nicht nur ästhetische Schönheit von Tieren, sondern auch ihren Nutzen. Insgesamt finde ich die Kolumne nicht zutreffend. Sicherlich aber ist es interessant mal so eine Meinung zu lesen. Da allerdings frage ich mich tatsächlich, wer ist verkorkster, der Mensch der die Welt so sieht oder eine verschrobene Katzenhalterin (ich weiß das es sie gibt, aber man kann ja nicht alle in eine Schublade schieben, hast Du aber getan) ...-

Antwort geändert am 30.01.2019 um 01:51 Uhr


Antwort geändert am 30.01.2019 um 01:55 Uhr
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 30.01.2019:
Dir fehlt die Distanz, würde ich sagen.

Die moralische Komponente (Mensch = Raubtier usw.) möchte ich nicht bedienen, das machen hier andere mehr als ausreichend.

Letzte Ratte am Montagabend in der Grünanlage (innerstädtisch) gesehen.
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Nimbus äußerte darauf am 31.01.2019:
Vielleicht bin ich zu Nahe dran. Möglicher Weise Du aber zu weit weg.
Nun denn, dann sehe ich es als meine Aufgabe an Dir eventuell eine andere Perspektive auf Tiere zu gewähren.

Dafür sollte diese Kolumne ja gut sein.
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Dieter_Rotmund ergänzte dazu am 31.01.2019:
Ich würde grundsätzlich nicht diesen pädagogisch-erzieherischen Ansatz wählen. Du nimmst damit potentiellen zukünftigen Gastkolumnisten die (Meinungs-)freiheit, aus anderen Blickwinkeln über ihre Tiererfahrungen zu berichten. Die Kolumne würde thematisch verarmen. Nur noch vertextete putzige Katzenvideos, das will doch irgendwann keiner mehr lesen.
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Nimbus meinte dazu am 31.01.2019:
Ich habe von Tieren gesprochen, in der allgemeinen Form. Nicht von Katzen!
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 31.01.2019:
Nun, dann mal los!
Ich würde mich wundern, wenn mittel- und langfristig Katzen in weniger als 50% der Kolumnentexte erwähnt werden. Im Moment sind wir bei 100%!
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Nimbus meinte dazu am 31.01.2019:
Du solltest mal Deine Vorurteile ablegen. Ich habe bereits in der ersten Kolumne geschrieben, dass ich nicht nur über Katzen schreiben werde. Auch, wenn das jeder annimmt...
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 31.01.2019:
Nur Mut, lass Taten folgen!

Haben die angekündigten Gastkolumnisten schon geliefert? Da gibt es viele Lippenbekenntnisse, kann ich Dir aus Erfahrung sagen...
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