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Epikurs Garten

Akademie der Lockerheit


Die Kolumne des Teams "Epikurs Garten"



Dienstag, 12. September 2017, 23:50


Moral und Politik

von Graeculus


Als Napoleon den Herzog von Enghien, seinen Privatfeind, hatte entführen und hinrichten lassen, hat Talleyrand dies mit den berühmten Worten kommentiert: „Das ist schlimmer als ein Verbrechen – das ist ein Fehler.“

Dieser Ausspruch eines gewieften Politikers weckt eine gewisse Hoffnung: Auch wenn man Politik realistischerweise als Machtkampf sieht, zu dem durchaus auch mal ein Verbrechen gehören kann, sind moralische Regeln ein Faktor, den man nicht vernachlässigen darf, sofern nämlich die öffentliche Meinung durch moralische Maßstäbe mitbestimmt wird. Insofern war Napoleons Tat schlimmer als eine verlorene Schlacht.

Freilich wird diese Hoffnung in zwei Hinsichten gedämpft: Zum einen sind es die moralischen Regeln der jeweiligen Gesellschaft, die den moralischen Maßstab ausmachen; falls es mit den Regeln einer Gesellschaft kompatibel ist, ein paar Millionen Volks- oder Klassenfeinde umzubringen, dann ist eine solche Tat eben kein politischer Fehler. Zum anderen wird die öffentliche Meinung nicht durch die Tat, sondern durch ihr Bild von dieser Tat bestimmt, da das menschliche Urteil nicht unmittelbar von Tatsachen, sondern von Ansichten über Tatsachen abhängt. Und diese Ansichten können natürlich mit allerlei Mitteln manipuliert werden.

Insofern bestand der Fehler bei Napoleons Verbrechen wohl eher darin, daß er seine Tat öffentlich hat werden lassen.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Piri
Kommentar von Piri (15.09.2017)
Es ist ein Fehler zu hoffen, Verbrechen kämen nicht ans Licht.
diesen Kommentar melden
Graeculus meinte dazu am 18.09.2017:
Da wir über Verbrechen, die nicht ans Licht kommen, eo ipso nichts wissen, ist eine solche Aussage problematisch, oder?
diese Antwort melden

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