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Epikurs Garten

Akademie der Lockerheit


Die Kolumne des Teams "Epikurs Garten"



Dienstag, 10. Oktober 2017, 23:52


Optimismus und Moralismus

von Graeculus


Martin Luther soll gesagt haben: „Wenn ich wüßte, daß morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Das soll vermutlich ein Bekenntnis zum Optimismus bedeuten.

Der Moralist würde in diesem Falle wohl heute noch eine Rechnung bezahlen.

Mir erscheint beides als das Hochhalten eines Prinzips auch angesichts seiner manifesten Sinnlosigkeit.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Piri
Kommentar von Piri (13.10.2017)
der Vergleich zw. dem Prinzip Hoffnung und dem Prinzip Kreditwürdigkeit geht an die Hoffnung.
Das Apfelbäumchen bekommt eine Chance, das ist alles, Wer weiss, viell. überlebt es, oder wenigstens ein Apfelkern, oder der Weltuntergang wird abgesagt in letzter Minute.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (13.10.2017)
Als Leo Baeck 1943 von der Gestapo verhaftet wurde, bat er um etwas Zeit und stellte noch eine Postanweisung aus, um Strom und Gas zu bezahlen. Ein seltsamer Optimismus. Obwohl, das muss ich zugeben, er überlebte Krieg und KZ. Leben Optimisten doch länger?
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toltten_plag meinte dazu am 13.10.2017:
Nö, ist bloß eine Art Anstand. Wenn man weiß, dass die Welt scheitert, warum sollte man da noch anfangen das zu machen, was man für falsch hält? Warum nicht einfach weiter das machen, was man für richtig hält? Sag's mir, Graeculus!
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toltten_plag
Kommentar von toltten_plag (13.10.2017)
Sorry, hatte das noch nicht begriffen, wie das bei den Kolumnen mittlerweile läuft, ob man den Ursprungstext oder eine einzelne Antwort kommentieren will. Ich wollte nicht Trekan kommentieren.

Okay, wo ich das hier aber noch mal richtig mache:
Graeculus, du in deiner Generation, kannst so was kaum schreiben, ohne den Hoimar von Ditfurth und seinen einstigen Sachbuchmegaseller "So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen" im Kopf zu haben. Ich glaube übrigens nicht, dass der Ditfurth ein Optimist war, was du da Luther unterstellst. (Das KZ-Opfer von Trekan wohl auch nicht. Ich wohl auch nicht.) Dithfurth, der dieses TV-Naturwissenschaftsmagazin moderiert hatte. Der Vater von der Grünen-Mitbegründerin Jutta von D., welche an sich zwar Recht hatte, aber schwer zu Nerven gehen kann. Ich habe mal ihr Buch, die Abrechnung mit den Fischer-Grünen angefangen zu lesen und es irgendwann ärgerlich in den Müll geworfen. Ich sympathisiere mit ihr, aber das Buch ist furchtbar ressentimentgeladen verfasst. Das Apferlbäumchenbuch habe ich nie gelesen.

Jedenfalls. Wir mögen nun also davon ausgehen, dass Hoimar, als er das veröffentlichte, bereits überzeugt war, dass es zu spät wäre. Dass die Menschheit sich und ihren Planeten ausradiert. Er will natürlich appellieren, es doch noch besser zu machen. Aber wirklich geglaubt hat er es wohl nicht mehr. In der Zeit seit dem Buch sind wir einige Jahre viel optimistischer geworden. In den letzten paar Jahren sind wir wieder viel pessimistischer geworden. (Man kann hier in kV - unwidersprochen - die (wenig informierte) Ansicht lesen, es wären bereits zu viele Menschen auf der Erde und in ein, zwei Generationen wird darum der Planet kipppen. (Das stimmt schon darum nicht, weil diese Bevölkerungszunahme nicht so malthusmäßig ewig weitergeht. Nirgendwo. Du musst die Menschen nur reich machen, aber überall halt!, dann ist das schlagartig vorbei.)

Jetzt die Frage: Hätte Dithfurth sein Buch nie schreiben sollen, weil er ja doch nicht wirklich glaubte, dass es das Steuer noch herumreißen kann. (Und hat es ja sicher auch nicht getan.) Hätte er was anderes mit seinen Restjahren treiben sollen. Und falls ja, was denn, lieber Graeculus?
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Graeculus antwortete darauf am 13.10.2017:
Mein Gedanke hat mit Hoimar von Dithfurth gar nichs zu tun (dessen Buch ich auch nie gelesen habe), sondern ist entstanden, als ich kürzlich gelesen habe, daß das Apfelbäumchen-Zitat bei Luther nirgends nachzuweisen sei und seinem Denken auch nicht entspreche. Deshalb das zweifache "soll". Aus diesem Anlaß und weil ich mich mit Optimismus vs. Pessimismus beschäftige, habe ich über das Prinzip nachgedacht.
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Piri schrieb daraufhin am 13.10.2017:
"Du musst die Menschen nur reich machen, aber überall halt!, dann ist das schlagartig vorbei."
Stimmt genau! Warum nicht mit Apfelbäumchen beginnen überall halt, dann sind sie wenigstens schon mal reich an Vitaminen.
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toltten_plag äußerte darauf am 13.10.2017:
Genau, du hast den Geist dieser Redewendung verstanden.
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Kommentar von Soshura (14.10.2017)
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Pflanze einfach mal einen Baum, egal, was Du zu wissen glaubst. Weder Moral, noch Optimismus.

PS: Möchte mal wissen, woher der gute Luther das geklaut hat.
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Graeculus ergänzte dazu am 17.10.2017:
Der Ausspruch ist bei Luther nicht nachweisbar und taucht erst im 19. Jhdt. auf.
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Soshura meinte dazu am 17.10.2017:
Es gibt eine kleine Geschichte, die ich mal bei Anthony de Mello las, welcher Fragmente dieser Art sammelte und veröffentlichte. Aber da wurde auch nicht auf Luther verwiesen. Wer weiß.
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autoralexanderschwarz
Kommentar von autoralexanderschwarz (17.10.2017)
Man kann das auch so deuten, dass das Pflanzen wichtiger sei als das Ernten. Und: den "Moralisten" gibt es nicht.

Kommentar geändert am 17.10.2017 um 16:45 Uhr
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Graeculus meinte dazu am 17.10.2017:
Ist im Angesicht des unmittelbar bevorstehenden Weltendes nicht beides gleichermaßen sinnlos?
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autoralexanderschwarz meinte dazu am 17.10.2017:
Eben nicht, wenn dem Pflanzen aus sich heraus ein Wert zugemessen wird. Eben das meine ich. Aber das erklärt (zugegebenermaßen) nichtnichten, warum es ein Apfelbaum ist, der ja - kenne mich da aber nicht wirklich aus - bestimmt auch noch einmal (zumindest) eine symbolische Bedeutung hat.
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Epikurs Garten
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