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Jugend und mehr – oder weniger


Die Kolumne des Teams "Montagsteam"



Montag, 03. August 2009, 11:40


Mit Recht gegen Rechts?

von MagunSimurgh


Dieser Spott ist Wahlwerbung, er fordert ausdrücklich dazu auf, am 29.September 2009 zur Bundestagswahl zu gehen und seine Stimme nach bestem Wissen und Gewissen zu vergeben – für Einflüsse auf das Wahlergebnis ist die deutsche Bevölkerung verantwortlich.

Jedes Jahr zu bestimmten Zeiten sagen die Menschen ein altes Kindergedicht auf. Es ist, wenn man die Menschen auf den Straßen hört, wohl das einzige Gedicht, bei dem fast jeder bestätigen würde, es schon einmal gehört zu haben. Für alle, die immer noch nicht wissen, worum es geht, hier ist es:

„Lieber, guter böser Mann,
zieh die Springerstiefel an,
streich dir deine Glatze zart,
und mach dich auf die Demofahrt.

Tritt doch auch in unser Haus,
und schlag mir alle Zähne aus.
Ach, erst das Flehen wolltest du?
Ja, flehen kann ich, hör mal zu:

Lieber, guter Nazimann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deinen Schlagstock ein,
ich will für immer mundtot sein!“

Na nu? Ein Gedicht? In einer Kolumne? Ja, genau das. Was hat das denn mit der Kolumne zu tun? Alles. Fakt ist, ein demokratischer Staat wie die Bundesrepublik Deutschland muss pluralistische Bestrebungen auch nationalistische akzeptieren und tolerieren, so lange ihnen keine „verfassungsfeindliche Gesinnung“ nachzuweisen ist und das ist schwer. Wenn man so genannte V-Männer einschleust, ist es, vor allem in den höheren Positionen juristisch schwer, einwandfrei zu beweisen, dass die angebliche Verfassungsfeindlichkeit nicht von den V-Männern selbst provoziert wurde auf der Suche nach Beweisen.
Mit anderen Worten ein NPD-Verbot ist unwahrscheinlich. Unnötig ist es noch dazu, möchte ich behaupten, denn das ändert das Problem nicht. Es sollte nie darum gehen, irgendeine Meinungsgruppe auszuschließen oder vorherrschen zu lassen (sonst wäre es kein Pluralismus und die „Demokratie“ wäre dann keine). Es geht lediglich darum, ein Gegengewicht zu schaffen, Meinungsbildung lebt von Alternativen und Vielfältigkeit. Bildet euch keine Meinung ein, habt eine!

Die Dunkelziffer der Rentner, die noch aus NS-Jugendorganisationen wie der HitlerJugend stammen und ihnen noch heute nachtrauern, ist vermutlich genau so hoch wie die der Menschen mit ‚nachgewachsener rechter Gesinnung’, wie man sie nennen könnte, ohne gleich alle als „Neo-Nazis“ abzustempeln. Denn der Neo-Nazi – also der „neue Nationalsozialist“ ist keine gewalttätige, glatzköpfige Puppe eines Marionettenherrschers mehr.
Im Gegenteil: Im „Neo-Nationalsozialismus“ wird äußerst intelligent und perfide gedacht. „Nationaldemokratie“ heißt das Konstrukt, das die NPD, propagiert – klingt doch gar nicht schlecht? Und sie beruft sich äußerst sachlich auf die aktuelle  Weltsituation. (An dieser Stelle möchte sich der Autor dieses Textes im Namen des gesamten Teams von den Inhalten der verlinkten Homepage distanzieren – sie dient lediglich als Argumentationsbeleg und entspricht in keiner Weise den Ansichten der Kolumnisten. Ebenso ist das Team in keiner Weise für alle folgenden Inhalte der NPD-Homepage sowie darauf verlinkter Internetseiten verantwortlich zu machen.)

Was möchten die Herren (und Damen) also?
"Die Mehrzahl sah darin [in der NPD, A.d.K.] ein Sammelbecken von national empfindenden Menschen aller Richtungen." – ja und nein, Sammelbecken ist richtig, aber eher für nationalistische Bestrebungen denn für nationale. Hier wird schlicht geschickt der Bedeutungsunterschied von "national" und "nationalistisch" außen vor gelassen. Man unterstellt hier also: Wer nicht NPD-Anhänger ist, hat kein "Heimatempfinden", keinen Nationalstolz, was auch immer. Jedenfalls, um es mit Volker Pispers zu sagen: "Ich habe mit meinem bisschen Menschsein schon so viel zu tun, zum Deutschsein komm ich ganz selten."

"Wie die meisten Völker dieser Welt leidet Deutschland - insbesondere Deutschland - unter der Teilung der Welt in zwei Machtblöcke. Einerseits der kommunistische Imperialismus - andererseits der kapitalistische Imperialismus." – scheinbar sind die Herren hier im kalten Krieg stehen geblieben, dass insbesondere der kommunistische Machtblock vor Jahrzehnten zerbröckelte und nur noch sehr wenige Länder (China, Kuba, Nordkorea,...) an so etwas wie "Sozialismus" festhalten, wird hier auch schlicht weggelassen. Auch wird mit keiner Silbe definiert, was denn nun diese Imperialisten ausmacht. Und die Völker der Welt (insbesondere natürlich die armen Deutschen) leiden darunter? Ja, worunter denn nun?

Deutschland profitiert von dem Phänomen, das landläufig Globalisierung genannt wird, nicht schlecht, jedenfalls wenn man davon ausgeht, dass deutsche Firmen auf einmal zu internationaler Größe heranwuchsen, weil der Chinese nach Bohrmaschinen schrie. Siemens, der Coca-Cola-Konzern unter den Maschinenbauern ist ein deutsches Unternehmen. Oder nicht? Oder doch? Was also wollen die Herren? Wann hat Obama zuletzt die Weltherrschaft ausgerufen? Freilich, es ist nicht alles frei, was auf Freiheit eine ganze Nationalhymne singen kann, aber kann man wirklich noch von Imperialismus sprechen? "Imperialismus", das kommt von Imperium, was so viel bedeutet wie Weltreich. Das bedeutet also, dass die beiden "Machtblöcke", wie sie hier genannt werden, nach Weltherrschaft streben. Nun gut, Frau Merkel nennt es "menschlich globalisiert", die Wirtschaft nennt es "internationaler Handel", die Hippies hätten gesagt: "Die Welt wächst für den Weltfrieden zusammen." Was auch immer man von Globalisierung hält – ist die grundsätzliche Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit wirklich der pejorativ als Imperialismus zu bezeichnen? Ich habe da starke Zweifel.

Die "Völker" sind von "Ideologien" bedroht - aha? Interessante Vorstellung. Und gute Begriffswahl – Ideologie ist ein sehr umstrittener Begriff mit umgangssprachlich negativer Konnotation. Eine Ideologie ist in sich schlüssig, zerbricht aber beim Einsetzen von Fakten, die ihr nicht innewohnen. Mal weg von der Frage, ob Kommunismus eine Ideologie ist, das würde zu weit führen – klingt diese ganze "Nationaldemokratie"-Sache nicht auch nur in sich schlüssig?

"Der Liberalismus, durchdrungen von der Idee der absoluten Freiheit des Individuums und überzeugt von der Gleichheit aller Menschen, durchbrach das nationalstaatliche Denken und strebte die Überwindung der Völker als Organisationsform an. " – das wird hier so fragwürdig dargestellt – glauben die Verfasser etwa nicht an die Idee des gleichberechtigen Menschen und des freien Individuums?

"Aus dieser Grundeinstellung des Liberalismus entwickelte sich dann allerdings zunächst besonders in den industriell hochentwickelten Ländern ein Gesellschaftssystem, das durch die rücksichtslose Macht des Stärkeren gekennzeichnet war, eine wirtschaftliche Ausbeutung und damit Unterdrückung des Schwächeren hervorbrachte. " – ob der "Stärkere" (sprich: Reichere?) nun die Macht hat oder nicht, will ich hier gar nicht ausdiskutieren, aber haben die Verfasser zuletzt mal ins Grundgesetz gesehen, das sie eingangs noch anerkannten? Gewaltenteilung, soziale Marktwirtschaft (die ist im GG nicht verankert, aber nahegelegt)? Unabhängige Richter und so... jeder kann sein Recht einklagen. (Ja, es gibt sogar Rechtsschutzversicherungen und ähnliches, damit das auch finanzierbar bleibt.) Was ist am _System_ noch _grundsätzlich_ so unterdrückerisch? Menschen können machtgeil und herrschsüchtig sein, die in einem System leben, aber das System an sich?

"Beide Systeme sind in ihrem Absolutheitsanspruch imperialistisch und führen einen permanenten Kampf um die Ausbreitung ihrer Macht. Der Kapitalismus über den Weg der wirtschaftlichen Beherrschung durch Großkonzerne und der Kommunismus durch die angestrebte kommunistische Weltrevolution." – kommunistische Weltrevolution? Moment mal... (IRONIE an) das muss der Plan der Chinesen sein! Die haben das alles kaltblütig geplant, die ganze Krise und so – die sind ins Kapitalismusgeschäft eingestiegen, um den Markt zu überhitzen mit ihren "versklavten" Billigarbeitskräften. Und wenn dann der Kapitalismus zusammengebrochen ist, haben die Kommunisten freie Bahn – schreck, gut dass wir jetzt die NPD haben, die uns beschützt! (IRONIE aus).

"Wenn die totale Durchsetzung des einen wie auch des anderen Systems, trotz brutaler Methoden, wie Krieg und Terror, physischer und psychischer Natur, bis heute nicht gelungen ist, so nur, weil in den meisten Völkern die natürliche Kraft der Gegenwehr noch zu stark war, und diese Völker nicht bereit waren, ihre Identität zu Gunsten einer imaginären Gesellschaft aufzugeben" – ähm, ja, okay, kann alles sein – aber wie wäre es mit Beispielen, Belegen, Erklärungen? So kann sich der gebildete Leser selbst ein Bild machen... alles Übel dieser ist kalter Krieg, der nie zu Ende geht, jaja... arme Welt...

"Die bei diesem Kampf angewandten Mittel und Methoden, werden uns täglich durch Presse, Rundfunk und Fernsehen geschildert. Wir können nur hoffen, daß die Völker Afrikas diese Situation erkennen und genügend Kraft besitzen, eine Machtübernahme der einen oder anderen Seite zu verhindern." "Wir können nur hoffen..." – das legt doch die Lösung schon nahe – nicht G8 und G9 oder so, nein MG ist die Lösung, alle Deutschen nehmen sich eine Maschinenpistole und dann starten wir den lang ersehnten Afrikafeldzug. (Aber verzeiht, das ist billiger Populismus.)

"Dieser Kampf der Systeme wird jedoch nicht nur in Afrika, mit den dort angewandten Mitteln geführt, sondern findet mit anderen Mitteln und anderen Methoden überall in der Welt, auch in Europa, und auch hier bei uns in Deutschland täglich statt. Der Kampf gegen die NPD ist letztlich nichts anderes, und mit welchen Methoden dieser Kampf geführt wird, wissen die deutschen Nationaldemokraten gut und haben bereits oft genug diesen Kampf selbst erlebt." Jap, wirklich schlimm, wie die arme NPD hier bekämpft wird – wer also gegen die NPD ist, der ist entweder Kapitalist oder Kommunist... moment mal, kurz zurückblättern, Wikipedia, Ideologie - stand da nicht was von einseitig? Ach egal, die Verfasser werden schon Recht haben.

"Es geht unseren politischen Gegnern nicht darum, ob diese kleine NPD evtl. mal in irgendeinem Landesparlament ein paar Abgeordnete bekommt. Das ließe sich in diesem Staatswesen ohne jegliche Schwierigkeiten verdauen. Es geht auch nicht darum, ob die NPD mal irgendwo eine Versammlung oder ihren Parteitag durchführt. Auch das bedeutet für diesen Staat und dessen Ordnung keinerlei Gefahr; Gefahr für die reaktionären Systeme bedeutet jedoch die geistige Erneuerung. Es geht darum, daß sich diese NPD in keines der beiden internationalistischen Systeme einordnen läßt. Und es geht darum, daß diese NPD aufgrund ihrer weltanschaulichen Einstellung und Zielsetzung als einzige Partei einen Weg aufzeigt, der den Grundlagen beider Systeme gefährlich werden kann. Weil der aufgezeigte Weg der einzige Weg ist, der einer Machtausweitung, sowohl des Kapitalismus wie auch des Kommunismus, verhindern kann. Weil dieser Weg die Umwandlung des Volkes in eine Gesellschaft und damit die Zerstörung des Gemeinschaftsbewußtseins des deutschen Volkes verhindert."
Nein, wir sind noch nicht fertig. "Versammlung" nennen sie das also, was man auch Aufmarsch nennen könnte (aber auch das wäre sicher populistisch!) "Geistige Erneuerung" – alles bisher Zitierte ist also geistige Erneuerung? Weil die NPD aus Helden besteht, die alle retten kann auf ihrem "einzigen Weg", nur welcher genau das ist, darüber lässt man sich nicht so konkret aus... Aber Gemeinschaftsbewusstsein des deutschen Volkes zerstören? Wer will das denn? War doch toll 2006, das Gemeinschaftsbewusstsein hat doch ne Menge Kohle gebracht... ;-)
Die hier dargestellte Verharmlosung der Aktivitäten der NPD bzw. ihrer Anhänger ist ungeheuerlich. (Mit Aktivitäten meine ich zum Beispiel den am Ende angemerkten Einbruch (Schlösser aufbohren ist doch ein Einbruch, oder?) ... und der ist nur das Geringste.)

Ähm ja, wir sind fast am Ende der kleinen Odyssee, was eine Nationaldemokratie ist, hat uns immer noch keiner verraten:
"Daß wir auf dem richtigen Weg sind, beweist allein die Tatsache, daß unsere Auffassung über die Bedeutung und den Wert des Volkes in der Entwicklung der Menschheit heute von namhaften Wissenschaftlern bestätigt wird. Die Lehrbücher der Liberalisten und Kommunisten über die Gleichheit der Menschen sind heute durch die Wissenschaft eindeutig widerlegt, und damit ist den internationalistischen Systemen die Rechtfertigungsgrundlage ihrer Zielsetzung entzogen. Diese Tatsachen sind unseren politischen Gegnern, ganz gleich wo sie sitzen, natürlich genau so bekannt wie uns. Und da alle unsere Gegner, von den Kommunisten bis zu den Parteien, auf der gleichen Grundlage operieren, ist es auch nur logisch, daß alle im Kampf gegen uns am gleichen Strick ziehen. Sie mögen sich untereinander noch so sehr bekriegen, im Kampf gegen die NPD sind sich alle einig." Der richtige Weg, was auch immer das sein möge? Namhafte Wissenschaftler? Wer? Wer bitte, hat was widerlegt und warum ist das eine Gefahr fürs System und sowieso nur "Bahnhof"... Was für Lehrbücher meinen die Verfasser genau? Aber ja, gegen die NPD scheint man sich einig zu sein... gut so. Denn auch im Verlaufe dieses Artikels, konnte mir die NPD nicht konkret nahelegen, was sie denn nun wirklich so Gutes tun will. (Dass sie sich über das Schlechte ausschweigen, finde ich ja gar nicht mal so merkwürdig, aber vielleicht will ich das auch gar nicht wissen.)


Dem allem ist nur durch langfristige, nachhaltige Überzeugungsarbeit beizukommen. Wie schon Brechts Galilei am Ende des Werkes („Das Leben des Galilei“) feststellen musste, verbreitet sich die Wahrheit nicht von selbst. Unabhängig von der Frage, was die Wahrheit denn ist und ob es eine gibt, und und und... wenn man von einer Einstellung überzeugt ist, dann sollte man auch dafür einstehen – dieses Recht haben wir. Nicht zu schweigen, wenn jemand etwas sagt, das in unseren Augen falsch ist.
Das ist das Recht, das beide Seiten haben – von dem aber oft nur die Gebrauch machen, die es missbrauchen wollen. Deshalb fordere ich alle auf, sich zu erheben, wenn sie etwas für falsch halten und laut darüber zu diskutieren, egal, worum es geht.
Ich möchte hier
 Konkrets Beispiel lobend erwähnen – denn nur so – durch Meinungsäußerungen kommt man mit Recht gegen „Rechts“ an. Dazu ist unser pluralistisches System da. Aber es fängt damit an, dass sich jeder seiner politischen Verantwortung bewusst wird.

Dieser Spott ist Wahlwerbung, er fordert ausdrücklich dazu auf, am 29.September 2009 zur Bundestagswahl zu gehen und seine Stimme nach bestem Wissen und Gewissen zu vergeben – für Einflüsse auf das Wahlergebnis ist die deutsche Bevölkerung verantwortlich.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


wortverdreher
Kommentar von wortverdreher (03.08.2009)
"Dieser Spott ist Wahlwerbung, er fordert ausdrücklich dazu auf, am 29.September 2009 zur Bundestagswahl zu gehen und seine Stimme nach bestem Wissen und Gewissen zu vergeben – für Einflüsse auf das Wahlergebnis ist die deutsche Bevölkerung verantwortlich."

Auch wer nach bestem Wissen und Gewissen niemandem seine Stimme geben kann, hat Einfluss auf das Wahlergebnis.
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (03.08.2009)
Hallo Wortverdreher,

wer nicht wählt, wählt CDU und SPD (also die beiden größeren Parteien)

"Wer nicht wählt, wählt die Großen

Auch wenn immer gesagt wird, wer nicht wähle, wähle extrem – von der Nichtwahl profitieren alle Parteien proportional zu ihrem Stimmenanteil, also vor allem die großen Parteien CDU und SPD. Wenn beispielsweise ein SPD-Wähler einmal nicht wählt, dann profitiert davon am meisten die CDU. [Die Partei, die man sonst gewählt hätte, profitiert unterm Strich natürlich nicht davon, wenn man es nicht tut.]" (http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html)

Das ist ein rein statistisches (also mathematisches) Phänomen. Kannst du selber durchrechnen. Ja klar haben auch Nichtwähler ihren Einfluss, aber ist das der Einfluss, den du meinst?


Hallo Ludwig,
verbreiten? Was gibt es denn an der NPD-Homepage viel zu verbreiten, die ist doch allgemein bekannt? Oh, Schreck, die NPD hat eine Homepage! Oh ja, das ist echte Empörung wert.

Ich werde die Kolumne natürlich überarbeiten und ein paar Zitate kommentieren – aber ich denke, dass man den Lesern ruhig selbst überlassen darf, sich ein Urteil zu bilden – wenn ich immer nur sage "die bösen Rechten, die sagen das und das" mache ich mich dann nicht etwas unglaubwürdig? Ich lege ein Urteil nahe, aber bilden soll es sich doch jeder selbst ;)

LG
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wortverdreher
Kommentar von wortverdreher (03.08.2009)
Eigentlich hatte ich den Eindruck, du wolltest den Leuten nahelegen, wählen zu gehen. Und es hörte sich für mich wiedermal so an, als ob allen Nichtwählern gesagt werden sollte, wie man es so oft hört, sie drückten sich vor ihrer Verantwortung oder seien interessenlos, weil sie nicht wählen gehen. Ich wollte lediglich anmerken, dass jeder Nichtwähler genauso verantwortlich für das Ergebnis ist, wie ein Wähler. Schließlich kommt hinzu, dass Wahlfreiheit auch die Freiheit des Nichtwählengehens beinhaltet.
Wem die nichtabgegebene Stimme eines Nichtwählers am meisten bringt, ist mir dabei egal.
Übrigens: War deine Antwort auf meinen Kommentar nicht kontraproduktiv? Zuerst für den Wahlgang werben (damit die Rechten nicht gestärkt werden) und dann sagen, dass die nichtabgegebene Stimmen eh den größten Parteien am meisten bringen. Vielleicht sollten dann mehr Leute gar nicht mehr wählen :-)
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (03.08.2009)
Gratulation zu Deinem Versuch, Dich mit den so genannten Nationaldemokraten intellektuell auseinanderzusetzen, so schwer das ist, wie Du ebenfalls bewiesen hast, zeichnet sich diese, nennen wir es: politische Meinung gerade durch ihre leicht verständliche Idiotie aus. Nun, aber einmal abgesehen davon, was diese Damen und Herren postulieren durch ihre offiziellen Äußerungen: es ist nicht deren Meinung, es ist eine politische Äußerung, eine politische Äußerung, wie sie jede Partei erbricht, und deren Wahrheitsgehalt eher gering ist. Die CDU ist nicht christlich, die SPD nicht sozialdemokratisch, Die Grünen nicht grün, und die FDP keine freie demokratische Partei: sie behaupten das nur zu sein, und das macht eine intellektuelle Auseinadersetzung mit ihnen ebenso schwierig wie fast sinnlos, man kann mit prinzipiellen Lügnern nicht diskutieren. Und daran krankt grundsätzlich auch unsere Demokratie, die Diskussionen wurden durch Geschwätz ersetzt. Und die NPD ist keine nationaldemokratische Partei, sie ist nicht so harmlos, wie sie tut: sie ist gefährlich. Trotzdem bin ich gegen ein Verbot, ich bin Deiner Meinung: eine Demokratie beruht entscheidend auf dem Pluralismus und der Toleranz, aber auch auf der Diskussion: siehe oben.

Übrigens bin ich nicht der Meinung, dass es jemals wieder einen rassistischen Nationalismus, Faschismus auf deutschem Boden geben wird, wie man so schön sagt, ich befürchte da eher einen ökonomischen, und sehe erste Ansätze, und da geht die Gefahr von allen etablierten Parteien aus, wie ich finde, schauen Sie bitte hier:  Zwangsarbeit,- nur ein Beispiel unter vielen.

Dieser Kommentar ist Wahlwerbung, er fordert ausdrücklich dazu auf, am 29.September 2009 zur Bundestagswahl zu gehen und seine Stimme nach bestem Wissen und Gewissen zu vergeben – für Einflüsse auf das Wahlergebnis ist die deutsche Bevölkerung verantwortlich. ,

eine ausgezeichnet Kolumne, Andreas
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (03.08.2009)
Noch einmal der Link auf den "Heise"-Artikel in schön:

 Zwangsarbeit
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