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Jugend und mehr – oder weniger


Die Kolumne des Teams "Montagsteam"



Samstag, 19. September 2009, 20:55
Bisher 2.737x aufgerufen


Mind the gap between the train and the plattform

von MagunSimurgh


Liebe Leser, liebe Schreiber,

ich möchte Sie mit Unrecht auf etwas aufmerksam machen, das gesellschaftssatirisch relevant sein könnte, wenn man es richtig verarbeiten würde.

Illegalerweise wird sich dieser Beitrag in keiner Weise auf inhaltlich sinnvolle Argumentation oder irgendwelche Eigenleistungen stützen. Ich werde einfach zitieren. Ich wünsche viel Langeweile.

Mind the gap between the words and their content.

In diesem Sinne,
Carlos Column(/b)us



„... wohin also soll uns Großstadtlyrik überhaupt noch führen. In der zeitgenössischen Stadt gibt es kaum noch Probleme, die einen Lyriker interessieren könnten. Die Zeiten, in denen Menschen offensichtlich gelitten haben, sind vorbei. Man hat so etwas wie einen Allgemeinstolz entwickelt. In Zeiten, in denen offiziell alles nur bergauf gehen darf, schickt es sich schlicht nicht mehr, es sich schlecht gehen zu lassen.
...
Man bewahrt viel mehr als nur den schönen Schein, man hat ja auch mehr zu verlieren als nur sein Gesicht. Wer einmal absackt, hat für immer verloren. Armut wird zu einer Art Verbrechen, von dem immer etwas haften bleibt. Hat die Gesellschaft erst einmal Wind davon bekommen, dass man in den Miesen steckt, geschieht es einem recht, die Ratten werden die beste Gesellschaft leisten. Und wagt man es, sich aus dem Elend zu befreien, wird man beäugt, denn es geht ja nicht mit rechten Dingen zu. Keiner ist je aus dem Land der Armut zurückgekehrt. Die Neuneureichen sind die Untoten der modernen Finanzwelt.
...
Also bemüht man sich, jedes Armutsrisiko zu begrenzen. Kinder führen einen schon fast zu Hartz IV, Altwerden sowieso, außer man hat eben etwas Handfestes gelernt, Börsenspekulant oder so. 'Mind the gap', heißt es in der Londoner U-Bahn. 'Mind the social gap', sagen die, die es wissen müssen. Das gilt auch für den Lyriker, man will nichts lesen, bei dem es einem schlecht gehen müsste. Man hat ja schon genug zu tun, die eigenen vier Wände so abzuschotten, dass keiner das Leid sieht.“
(Michael Langler in seinem Essay „Woher die Gedichte kommen -¬ wohin die Menchen gehen“, 2006, Auszug)


„... So richtig ordentlich jammern darf man nur noch in der Liebeslyrik. Das ist die Art von Leid, die Menschen lesen möchten. Es ist das Privileg der modernen Lyriker, heroisch Seite an Seite mit wenigen Musikern, die sexarme Seite der Liebe zu zeigen. Ewig guter Sex, ein heißer One-Night-Stand, oder eben ein unglückliches Haufen Lieblein, das den Angebeteten anfleht, doch noch erhört zu werden. Unsere Sehnsucht nach den simplen Sehnsüchten ist so groß, dass der Großstadtlyrik nichts übrig bleibt, als sich von metaphorischen Verkehrsproblemen und ähnlich Abstraktem zu lösen und sich dem zuzuwenden, das die Menschen noch verstehen wollen. Das freilich mag nur für den gelten, der auch gelesen werden will. ...“ (Hobbydichterkommentar in einem Leserbrief)

„... Ist es denn überhaupt Ansinnen der Lyrik, sich zu beschweren? Sollte sie nicht viel mehr Möglichkeiten zeigen? ...“

„Was diskutiert ihr überhaupt, keiner liest Lyrik.“

„Warum liest und kommentierst du dann das? Willst du dich lustig machen? Fühlst du dich dann besser? Wer bist du überhaupt, so was zu schreiben?“

„Einer, der bestimmt mehr Bücher verkauft hat, als du je schreiben könntest.“

„Ich habe beim Teufelsstädter Verlag veröffentlicht, du hast doch bestimmt nur bei BuchaufBestellung.de so ein Bezahlfernsehen für Bücher gekauft!“

(Forendiskussion zum Beitrag)

...

Und so stritten sie ewig weiter, zu einem Ergebnis oder einer aussagekräftigen Einigung führte dieses freilich nicht.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (21.09.2009)
Wundert mich nicht, dass es zu keinem Ergebnis, bei der Diskussion um die Daseinsberechtigung der Lyrik kommt, um es einmal so zu formulieren, handelt es sich doch um eine philosophische im Wortsinne: man versucht sich mit der Wahrheit anzufreunden, ohne sie zu finden. Meine Meinung: es wird die Lyrik noch geben, wenn es keine Menschen mehr gibt, die über sie diskutieren können, - um es einmal philosophisch zu formulieren, Andreas
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (21.09.2009)
Hoffen wir es, dann nämlich hätte der Kern unserer Kultur alles überlebt.
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Kommentar von tausendschön (21.09.2009)
he, die kolumne ist sehr cool.

irgendwas erinnerte mich aber an benjamin blümchen...
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (22.09.2009)
Ja, das ist richtig, genau so sollte das sein, Tausendspiegelchen *g*
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Kommentar von FrauGeheimrätin (23) (12.10.2009)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (12.10.2009)
Exactly. :)
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