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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Samstag, 09. Juni 2012, 22:37


300 Witze

von modedroge


„Wie kann man so viel lachen“, sagte kürzlich eine anonyme Person zu mir. „Du hast nur so viel Energie, weil du dich zu wenig bewegst.“

Irrtum! Ich bewege mich möglichst wenig, damit ich genug Energie zum Lachen habe. Warum sollte ich Sport treiben, wenn ich meine Kräfte genauso gut verjubeln kann? Inzwischen ist ja geklärt, dass Lachen effektiver ist als herkömmliche Bewegung. Und was mich betrifft, so finde ich es auch deutlich angenehmer. Was ist aber, wenn einer darüber klagt, er habe schlichtweg keinen Grund zu lachen?

Faule Ausrede, sage ich. Als müsse man jedes Mal warten, bis einem ein autorisierendes Lachmotiv begegnet. Aufstehen und an den Kühlschrank gehen kann man einfach so, aber zum Lachen braucht man eine handfeste Stütze. Und dann auch noch jedes Mal eine neue. Viele Menschen sind schon so weit, dass sie über denselben Witz kein zweites Mal lachen können.

Dabei sollte es keine unmenschliche Herausforderung sein, grundlos zu lachen. Man könnte beispielsweise eine imaginäre Lachkapsel schlucken oder sich unsichtbares Lachwasser einschenken. Wer das nicht ausprobieren möchte, kann sich natürlich auch aktiv nach Gründen umsehen. Allzu schwierig ist das nicht, das Leben steckt tatsächlich voller fantastischer Witze – man muss sie nur kapieren.

Öffnet man sich beispielsweise der Absurdität, stellt man fest, wie komisch es ist, wenn jemand ein Sparschwein kauft. Oder lacht darüber, dass der Tausendfüßler keinen einzigen Fuß hat. Über rauchende Suchttherapeuten, den lieben Gott oder den Kapitalismus, meinetwegen sogar darüber, dass „Bleib so, wie du bist!“ genau genommen eine Verwünschung ist.

Übrigens ist es ein Blödsinn, dass man irgendetwas kapieren muss, um sich amüsieren zu können. Kinder lachen ungehemmt bis zu 300 Mal am Tag, ohne dass man ihnen 300 Witze erzählen muss. Dazu brauchen sie auch keine Konzepte wie „Ironie“ oder „Absurdität“. Sie sind einfach noch nicht verrückt genug, um sich einzubilden, man müsse zum Lachen erst einen stichhaltigen Anlass finden.

Obwohl es davon, mit Verlaub, mehr als nur einen gibt: Lachen erweitert die Gefäße, es kurbelt den Kreislauf an, wirkt entzündungshemmend, reduziert Stresshormone, setzt schmerzlindernde Endorphine frei, stärkt das Immunsystem und fördert unter anderem auch die Kreativität. Man sollte es sich besser nicht vorstellen, aber einige meiner liebsten Texte habe ich lachend geschrieben.

Nein, das war eine Lüge. Und natürlich hat die Lacherei auch ihre Nachteile. Es kann zu Krampfanfällen oder kurzen Phasen der Bewusstlosigkeit kommen, manche Leute sind sogar daran gestorben. Chrysippos von Soloi soll sich totgelacht haben, nachdem er seinem Esel Wein gegeben hat (was für mich wie eine Metapher klingt, aber dies nur am Rande). Allerdings kenne ich noch andere Sachen, die zum Tod führen (und die sind allesamt unangenehmer).

Ach, manchmal bereue ich ernsthaft, dass ich nicht Gelotologin geworden bin. Aber meistens lache ich darüber.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (10.06.2012)
Wie anstrengend es ist, böse zu sein, schrieb Brecht, und Tucholsky: Humor ruht oft in der Veranlagung von Menschen, die da ruhig bleiben, wo alle toben, und die sich aufregen, wo Andere „nichts dabei finden“. So gesehen…

Über den so genannten Humor des „digitalen Spießers“ schrieb Sascha Lobo:

„Was er für Humor hält, ist ihm eine genehme Waffe, denn der digitale Spießer hat Humor in LOLsten Mengen und lässt daran nicht kleinsten ROFLcopter eines Zweifels, gtfo. Aber er verwechselt Humor mit Häme, so wie er Haltung mit Hetze verwechselt. Und er hetzt schnell, denn in seinem Kopf gibt es ein kleines Hetzprogramm, das ständig läuft, es besteht nur aus zwei Zeilen: Wer meiner Meinung nicht huldigt, ist dumm. So erklärt sich, dass für ihn ein guter Text der ist, der seine eigene Meinung spiegelt, und ein schlechter Text, der eine andere Meinung vertritt. Die Übereinstimmung mit sich selbst ist ihm das Wichtigste, das einzige Kriterium. Ich bin gut, also ist schlecht, was ich nicht bin. Er leidet enorm unter Andersartigkeit, sie macht ihm seine egoistische Konformität bewusst: eine wütende Verbindung von Missgunst, Kleingeistigkeit und Größenwahn.“

Und der humorvollste KV-Kommentar, den ich je gelesen habe, lautete: Hätte ich nicht so sehr lachen müssen, wäre ich sprachlos gewesen…Der Kommentierte hat sich darüber gefreut, so blöd sind manche in ihrer Eitelkeit, und der Verfasser dieses Spotts hat mittlerweile Hausverbot bei KV.

Gemeinsam lachen zu können und zu wollen ist ein Zeichen oder sogar eine Form von Liebe zueinander.

Ich habe Deine Kolumne sehr gerne gelesen.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (11.06.2012)
Und Bergson?
Also ich finde Kinder extrem nervend, die geradezu hypernervös über jede Kleinigkeit lachen. Z.B. wenn jemand Fäkalausdrücke gebraucht oder einfach nur aus Versehen ein Wort falsch spricht. Ich vermute, die wollen in diesem Moment (wie in fast allen) wieder einmal ungeteilte Aufmerksamkeit.
Muss ich mich nach modedroges Kolumne jetzt dafür schämen, dass ich die zum x-ten Mal gehörte Zote à la American Pie nicht mehr lustig finde? Ich denke: Nein.
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Kommentar von g.penn (12.06.2012)
An Dieter: Hast du eigene Kinder? Oder schlichter: Hast du Kinder jemals beobachtet? Oder noch schlichter: Bist du überhaupt schon mal einem Kind begegnet? Diese Fragen, weil ich ernstlich daran zweifle, denn - so etwas wie das Folgende:

"Ich vermute, die wollen in diesem Moment (wie in fast allen) wieder einmal ungeteilte Aufmerksamkeit."

ist ohne solche Hintergründe nur sehr, sehr schwer erklärbar. So was Saudummes habe ich hier wirklich selten gelesen.

(Und, natürlich: der nachplappernde 'Bildungsbürger' - liest was zum Thema "Lachen" und droppt gleich "Bergson", ohne weiteres auszuführen oder immerhin anzudeuten. Bergson gelesen? Wohl so wenig wie schon mal 'nem Kind begegnet.)
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