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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 16. September 2012, 02:42


Ich trag Pink, und das aus politischen Gründen.

von bookishasearlgrey


Ein Freund hat mir mal zugetragen, er hätte zu einer gemeinsamen Freundin gesagt: "Manchmal ist Regine eine richtige Tussi, ich meine das aber liebevoll." "Ich trage Pink ja auch aus politischen Gründen", habe ich dann entgegnet, obwohl es eigentlich um etwas anderes ging. Und so meine ich auch den Titel "Schlampe" liebevoll, aber nur, wenn ich ihn mir selbst zugestehe. Oma und Mutter verwenden ihn gar weniger liebevoll, wenn sie damit auch weniger auf meine Sexualität oder mein äußeres Erscheinungsbild hinweisen, denn auf den Zustand meines Zimmers. Aus all diesen Gründen, und noch viel mehr fand ich mich heute auf dem Slutwalk 2012 ein, nachdem ich den ersten Berliner Slutwalk im Jahr 2011 verpasst habe, weil ich mich nicht in Deutschland aufhielt. Der Tag des Slutwalks begann sehr nervig, da ich ja schon wieder erst seit kurzem im Lande bin, noch einiges zu regeln habe, und daher das Transpi mit dreien der besten Bikini-Kill-Zeilen, vielleicht der ganzen Musikgeschichte überhaupt: "Just 'cause my world, sweet sister, is so fucking Goddamn full of rape--Does that mean My body must always be a source of pain?" in unangebrachter Eile dahinschmierte, wobei mich die zerbrochene Acrylfarbendose mit einem Schnitt daran erinnerte, dass ich sie viel zu lange unbeachtet gelassen hatte. Eindruck machte es anscheinend trotzdem- zumindest bei Photographen der dpa: http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00383/slutwalk-berlin8_383480a.jpg Aus der Eile resultierte jedoch auch ein erstes positives Erlebnis hinsichtlich Solidarität auf dem slutwalk: Ein paar MitdemonstrantInnen boten mir kurzerhand ungefragt ihren Edding an, nachdem sie nur die Rückseite meines Schildes sahen, auf der bereits die Vorzeichnung zur nichterledigten Songfortsetzung: "NO NO NO! I believe in the radical possibilities of pleasure, Baby!" geschrieben stand. Auf diese kurze Welle der Liebe und Anerkennung, als ich ihnen die hoffnungsgrüne andere Seite zeigte, folgte die Ernüchterung: Der Platz vor dem Brandenburger Tor war viel mehr mit TouristInnen und FotografInnen gefüllt, als mit SlutwalkerInnen. Erstere machten sich aber umso ungenierter über die Protestierenden her, schossen Photos, bedrängten uns mit ihren Kameras, als besagtes Foto (mit unserer Erlaubnis!) entstand, schrie ein Mann: "Los, und jetzt tanzt!" Irritierend, weil ich mir für diesen Tag ganz egozentrisch sehr viel Kraft sammeln wollte, stellte er doch neben allem universalen Engagement auch eine persönliche Verarbeitung dar, und mich daher nicht als awareness-Person oder Ordnerin gemeldet hatte, blieb mir nun nichts anderes übrig, als selbst aufdringliche FotografInnen darauf hinzuweisen, doch bitte wenigstens vor und während der Demo zu fragen, ob die Demonstrierende bereit war, fotografiert zu werden. Offensichtlicher Zoom auf die Brüste, Verfolgung- nach dem Motto: Alles muss, nichts kann wurde die Dokumentation in einem zynischen Sinne ernst genommen. Einer der Sätze, die mir bitter in Erinnerung bleiben werden, war der einer condemonstrierenden Freundin: "Ich trage heute das erste Mal seit sechs Jahren Ausschnitt, und ich weiß genau, warum." Und auch ihr Ringen mit dem mehr als verständlichen Bedürfnis ihre Jacke anzuziehen, um sich vor Blicken zu schützen, und der Überzeugung, dass es richtig ist, so zu bleiben, wie sie war. Und sie blieb. Und ich blieb pink, mit dem Räuberhöhle-Supergirl auf der Brust und der Scham auf Grund meines Zögerns, die VeranstalterInnen zu unterstützen und dem Vorhaben, dies nächstes Jahr auch offiziell zu tun. Es fehlte wahrhaft an Personal, und die Stunde, bevor der Lauf startete, wird mir als eine Stunde des Zorns und der Schutzlosigkeit im Gedächtnis bleiben. Während des Laufs selber wiesen die RednerInnen darauf hin, dass auch das Belästigen durch ungewolltes Fotografieren eine Form der Machtausübung darstellte, gegen die sich der Walk richtete. Eine gute Idee war der safe-space hinter dem zweiten Wagen, bei dem mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass hier fotografieren verboten war. Von einem Beobachter worde ich allerdings darauf hingewiesen, dass der Begriff rape-culture verstörend wirken konnte, für denjenigen, der ihn nicht verstand- so wie er. Die Diskussion um eine integrierende und überzeugende Repräsentation der Ziele des Slutwalk- Bekämpfung der Verharmlosung von sexueller Gewalt, von victim-Blaming und einer Gesellschaft, die sexuelle Belästigung und Gewalt institutionell und sozial fördert, und der Einforderung von Selbstbestimmtheit von Körper und Sexualität- bleibt also noch weiterzuführen. Auch die Redebeiträge ließen noch einiges an Diversität und Inhalt- zum Beispiel Intersektionalität, gender-issues, die Diskussion um den Namen- zu wünschen übrig. Dies ist aber nicht nur Kritik, sondern auch eine Aufforderung an mich selbst und andere, denen es in ihrem Empfinden ähnlich ging, sich nächstes Jahr noch aktiver, als dies ohnehin schon mit der selbstbewussten Teilnahme am Walk getan wird, an der Demonstration zu beteiligen. Ich kann meine-in Bedingtheit beschämte- Erfahrung des diesjährigen Slutwalks nur als Ermutigung beschreiben, ihn als Teil der Biographie, zur Forderung der eigenen und fremder Rechte, zum Schutz und zum ins Bewusstsein rücken mitzuerleben. Gefreut haben mich neben der eigenen Selbstbewusstseinstärkung und der Verfestigung von Konfliktbewältigungststrategien auch die verschiedenen TeilnehmerInnen des slutwalk. Mehrere Gender und Altersgruppen waren vertreten, sowie die unterschiedlichsten Kleidungsstile, weitaus bunter und individueller als sich es die brüsteheischende Beobachterposition wohl gewünscht hätte. Zum Lieblingstranspi kürte ich: "Mein schöner Arsch ist auch zum Furzen da" und zum Lieblingst-shirt-neben meinem eigenen, danke Phillipi und Lena an dieser Stelle- die KatzundGoldt-Rumpfkluft mit dem Slogan: "Stehen Sie auf und berichten Sie mir laut und deutlich von ihren sexuellen Erlebnissen!" Lieblingsmusik: Das Trommelteam, dass in ihrer Abschlussrede auch das Engagement gegen jegliche Diskriminierung betonte. Und sonst war es musikalisch auch spitze. Weiteres künstlerisches Engagement-auch von mir!-wäre wünschenswert, Gegenphotographie (das nächste Mal Kamera mitnehmen!) als alternative Form der Berichterstattung zum Beispiel. Performances, um die Zeit vor der Demo nicht mit angegafft werden und sich ärgern zu verbringen, und die freundschaftliche Stimmung der Demonstrierenden nicht schon im Vorhinein zu trüben. Aber auch ganz pragmatisch könnte man- ich- diese fördern, zum Beispiel, in dem man gemeinsame Bahnfahrten plant, denn es ist durchaus nicht angenehm, als -vermeintlich-einzige slut im öffentlichen Verkehrsmittel von Charlottenburg nach Mitte angegafft zu werden. Beziehungsweise gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie man dies allein bewältigt, und sich keine Sorgen machen muss, dass die FreundInnen wohlbehütet zu Hause ankommen. Ebenfalls eine Notiz an mich gewesen ist es, sich die Laufroute im voraus sorgfältig einzuprägen, um späteren Dazustoßenden telefonisch problemlos Koordinaten durchgeben zu können. Es wäre auch ratsam, sich mit eigenem Informationsmaterial zum Verteilen zu versorgen, Transpiworkshops zu organisieren- zum offiziellen konnte ich nicht, und das wird anderen wohl auch so gegangen sein, sich mit genügend Softgetränken und Proviant auszustatten, und zu überlegen, wem man Foto und Interview gestattet, oder auch nicht. Wahrscheinlich ließe sich die Liste endlos fortsetzen, aber ich möchte mich einmal auch loben: Nachdem mir heute eine Freundin steckte, dass es Ikeaintern nicht gestattet ist, die Geschirrtransportkartons des Möbelhauses zweckzuentfremden, freue ich mich, dies gewinnbringend getan zu haben, in dem ich aus einem ebensolchem ein Transpi baute, dass sich als sehr stabil und tragbar erwies. Man kann damit auch ganz im Räuberhöhlestil während der Demo ein Puppentheater veranstalten, es beim Tanzen beweglich halten- und ganz im Ikeasinn auch wiederverwenden: Als verdammt cooler Geschirrtransportkarton! Ein reiner Bikini-Killer eben. Der Slutwalk Berlin 2012 hat vor allem bewiesen, dass er nötig ist- Reaktionen von BeobachterInnen und JournalistInnen haben das schon heute gezeigt. Ich bin gespannt und bereits grundverärgert bei der Vorstellung, was alles bis zum nächsten passieren wird.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (16.09.2012)
als ich noch studi war hatten viele erstis auch so fucking ideals and ideas aber heute cruisen viele ager und machen dogwalks
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (16.09.2012)
Es macht wütend, diese erfreulich wütende Kolumne lesen zu dürfen, wütend, dass es nötig ist, in einer sich selbst als aufgeklärt und freiheitlich postulierenden Gesellschaft „…für das Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht, sexueller Orientierung, Verhalten, Aussehen und Kleidung" protestieren zu müssen und dann als potentielles oder sogar: Opfer dieser Misshandlung derart behandelt und so gesehen wieder misshandelt zu werden von einer Presse und einer Meute Voyeure, die sich nicht schämt, denen der Respekt der Scham fehlt vor diesen Opfern im obigen Sinne.

Die keine Opfer bleiben sollten, ich wünsche Euch das sehr, und die keine Kolumnen mehr schreiben müssen, in denen es heißt:

„Aber auch ganz pragmatisch könnte man- ich- diese fördern, zum Beispiel, in dem man gemeinsame Bahnfahrten plant, denn es ist durchaus nicht angenehm, als -vermeintlich-einzige slut im öffentlichen Verkehrsmittel von Charlottenburg nach Mitte angegafft zu werden. Beziehungsweise gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie man dies allein bewältigt, und sich keine Sorgen machen muss, dass die FreundInnen wohlbehütet zu Hause ankommen.“

Eine der besten und wichtigsten Kolumnen, die ich je gelesen habe…

Lesen musste.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (16.09.2012)
Ich bin mir recht sicher, außer Buchhasenschwarztee und Wupperzeit versteht niemand hier, worum es beim "slutwalk" geht. Trotz des ausführlichen Textes steht das nirgendwo. Ich verstehe es ebenfalls nicht. Es hat wohl irgendwas mit Vergewaltigungsopfern zu tun, wobei ich nicht weiß, wo Wupperzeit entdeckt zu haben meint, dass Mißbrauchsopfer "von der Presse" (wer? Konkret?) misshandelt (wie?) werden. Oder sind wir schon bei Bettina Wulff? Neee jetzt, oder?

Ist der Bikini nun gesellschaftlich geächtet? ->

"...Bikini-Kill-Zeilen, vielleicht der ganzen Musikgeschichte überhaupt: "Just 'cause my world, sweet sister, is so fucking Goddamn full of rape--Does that mean My body must always be a source of pain?"

Hä?
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (16.09.2012)
Manchmal wünschte ich mir, Dieter, alle Fragen wären so leicht zu beantworten wie Deine.

Obwohl...

 Bitte sehr[/exturl.
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wortverdreher
Kommentar von wortverdreher (16.09.2012)
Alles klar. Ich habe auch nicht verstanden, worum es beim zentralen Bestandteil der Kolumne, dem Slutwalk, ging. Ich dachte zuerst, es hätte ganz allgemein mit Gleichberechtigung (bei der Kleiderwahl vielleicht) zu tun. Dabei handelt es sich um eine "Demonstration, die sich gegen die Perspektive der Täter-Opfer-Umkehr in Vergewaltigungsmythen wendet, derzufolge den Opfern sexueller Gewalt aufgrund ihrer Bekleidung eine Mitverantwortung an Übergriffen gegeben wird (Quelle: Wikipedia)." Das die genaue Bedeutung aus der Kolumne heraus nicht ersichtlich ist, erscheint mir als recht unglücklicher Umstand, weil es hier durchaus um eine wichtige Sache geht.

Weitrerhin wusste ich zuweilen nicht, ob die Anglizismen, die zwischendrin eingestreut werden, gar Kennzeichen von Ironie sein sollen. Ich fands oft eher belustigend, wenn u.a. von safe-space oder victim-blaming die Rede ist. Eine Demonstration in Berlin, der die gesamte Bevölkerung Aufmerksamkeit schenken soll und was macht man? Klar. Man benutzt Begriffe aus Fremdsprachen und beschriftet Schilder mit Zeilen aus englischsprachigen Liedern. Yay. Sehr wahrscheinlich wird das Ziel erreicht und so viele wie möglich dadurch angesprochen.

Ich muss gestehen, auch der Satz "Es waren mehrere Gender anwesend" hat mich kurz zum Lächeln gebracht. Man sollte annehmen, dass mindestens zwei irgendwo auf der Veranstaltung zu finden waren. Ja, ja, ich weiß, dass der Begriff nicht unbedingt (scheint umstritten zu sein) gleichzusetzen ist mit "Geschlecht". Gut, da ich Gender Studies eh für einen aufgeblähten Pseudowissenschaftszweig halte, bringt mich der oben genannte Satz eben zum Lachen. Das ist aber Geschmackssache.

Als Strategien für einen Besuch des Slutwalks empfehlen ich den Teilnehmern, damit nun kein Strategienfindungskomitee eingerichtet werden muss, Folgendes:
Wer Probleme damit hat, den ÖPNV bereits mit passender Slutwalk-Kleidung zu benutzen, der ziehe sich einen langen Mantel über, ertrage die Blicke oder bringt den Veranstalter dazu, eine Gelegenheit anzubieten, sich vor Ort umzuziehen.

Ansonsten fehlte der Veranstaltung für Außenstehende wohl ein wenig die richtige Richtung. So schreibt z.B. die TAZ, und ich habe extra mal bei der TAZ nachgelesen, dass man sich nicht sicher war, ob es sich wirklich um eine Demonstration oder doch nur um eine Party handele, die sich das Etikett "Demonstration" gibt.

Kurz: Kolumne hätte deutlicher machen müssen, was die Ziele der Verantaltung sind. Dann kann jeder wirklich mitreden, wenn es um die "Demonstration" und deren Gestaltung geht, die hier ja doch sehr ausführlich, aber oft in zu vielen undurchsichtigen Details beschrieben wird.
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wortverdreher
Kommentar von wortverdreher (16.09.2012)
@ Jack: Sehe ich ebenfalls so.
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bookishasearlgrey
Kommentar von bookishasearlgrey (16.09.2012)
@Dieter: Ich war jetzt lange genug wirklich gnädig, aber langsam verbiete ich mir wirklich diesen Umgangston! Bookish-as-Earl-Grey, ich finde diese Hasenanrede degradierend und unangemessen.

Und Du musst auch nicht jeden Bandnamen oder Anglizismus, der Dir nicht beliebt, so herausnehmen... Du magst meine Themen nicht, und meinen Stil, FAIR ENOUGH, aber das kannst Du auch einfach sagen. Diese Art von Kommentaren finde ich langsam wirklich nicht mehr witzig.

@Jack: Was hätte dies mit "son of a bitch"-zu tun? Und: Müsste es, ist es aber nicht. Der Slutwalk entstand schließlich, weil ein Professor seinen StundentInnen riet, sich nicht wie solche anzuziehen. Und zu glauben, Vergewaltigungsverharmlosung sei kein dringliches Thema, ist etwas weltfremd. Ebenso wie, dass eine "Hochleugnung zum Täter" mit einer Vergewaltigung zu vergleichen sei...

@wupperzeit: Es ist ein kleiner Kommentar, nichts weiter, der mir wichtig ist, auf Grund des Ereignis. Und Tipps geben soll. Wenn ich damit aber noch auf etwas hinweisen konnte, ist das gut. Danke Dir sehr!
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bookishasearlgrey
Kommentar von bookishasearlgrey (16.09.2012)
@Wortverdreher&all: "Die Diskussion um eine integrierende und überzeugende Repräsentation der Ziele des Slutwalk- Bekämpfung der Verharmlosung von sexueller Gewalt, von victim-Blaming und einer Gesellschaft, die sexuelle Belästigung und Gewalt institutionell und sozial fördert, und der Einforderung von Selbstbestimmtheit von Körper und Sexualität- bleibt also noch weiterzuführen."
Steht oben im Text.

Und die taz ist eben auch nur eine Zeitung. Und nichtmal eine besonders gute. Der Artikel war jedoch weitaus besser als die grauenhafte Überschrift, aus der Du das mit der Party hast.
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bookishasearlgrey
Kommentar von bookishasearlgrey (16.09.2012)
Was mich übrigens seit längerem beschäftigt: Lesen eigentlich auch Frauen unsere Kolumne? Wenn ja, werdet sichtbar!
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Ravna
Kommentar von Ravna (16.09.2012)
Gelesen.

Frauen die sich aus solidarischen Gründen in Klamotten werfen die das Etikett "schlampig" haben, die aber mit diesen Klamotten nicht klar kommen, möchten also dafür eintreten, dass Frauen die sich von sich aus so kleiden, nicht auf ihre Kleidung reduziert und zum sexuellen Objekt stilisiert werden.

Soweit so gut.
Da gibt's nur ein Problem:
Diese Kleidung gibt es aus einem einzigen Grund: zum Bloßstellen des Körpers, zum Sexualisieren des Körpers.
Solche Klamotten werden getragen von jenen, die Aufmerksamkeit - auch in sexueller Hinsicht - erregen wolllen.

Die Frau, die Strapsen unter Minirock aus Bequemlichkeitsgründen trägt möchte ich bitte gern kennen lernen.

Selbstverständlich berechtigt das niemanden diese Frau sexuell zu belästigen oder zu vergewaltigen - aber sich über die Blicke beschweren die sie provozieren will ist auch nicht drin.

Schade, dass bei soviel "awareness" die Selbstreflektion sich in Genderdiskuddionen aufgelöst hat.

Vielleicht neben der Demo noch auf den ein oder anderen knackigen Männerarsch geguckt? Würd man so gern mal mit der flachen Hand drauf, nee?

Dass auch Männer vergewaltigt und missbraucht werden wird auch immer wieder gern vergessen - die dürfen da übrigens auch in der heutigen Gesellschaft noch nicht äußern. Was ist denn das für ein Mann, wenn der sich vergewaltigen lässt?

Das kann (!) auch Eskalation von solchen Sexualitätsdiskussionen sein. Mal "einen Mann das Gleiche spüren lassen."

Gute Idee, schlechte Umsetzung.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (16.09.2012)
Es geht bei dem „slutwalk“ um „… das Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht, sexueller Orientierung, Verhalten, Aussehen und Kleidung“, so die Selbstaussage der Veranstalter des Berliner Slutwalks, über den bookishasearlgrey berichtet in ihrer Kolumne. So gesehen sind die Argumente, die Du gegen diese Veranstaltung anführst, Ravna, eher als Bestätigung für den Sinn einer solchen Demonstration zu verstehen: Die Frau in ihrer Selbstbestimmung entscheidet eben selbst, wie sie sich, beispielsweise, kleidet, ohne für diese Entscheidung bestraft zu werden bis zur Vergewaltigung. Und aus dieser Entscheidung resultieren alle weiteren, es geht um die allgemeine Entscheidungsfreiheit der Frau und um deren Schutz.

Und es ist doch ein wenig unfair dieser Intention gegenüber zu behaupten, jemand, der gegen den Missbrauch von Frauen eintritt, trete damit für den Missbrauch von Männern ein…Die Emanzipation kann doch nur erfolgreich sein, wenn sie eine Emanzipation aller Geschlechter als Ergebnis hat…Ist doch auch nicht gerade das Ergebnis einer freien Entscheidung der Männer, oder sollte es nicht sein, Frauen ständig zum Objekt oder als Projektion zu reduzieren…
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Ravna
Kommentar von Ravna (17.09.2012)
Sexuelle Selbstbestimmung heißt aber nicht die Titten bloßzulegen und dann zu meckern wenn wer guckt.

Wer eine Handlung durchführt - und auch das tragen bestimmter Kleidung kann eine Handlung sein, der muss mir den Konsequenzen leben.

Wer nicht angeguckt werden will, der sollte mit dem Tragen von bauchnabeltiefen Ausschnitten, gürtel"breiten" Röcken, 12 cm Pfennigabsätzen und Netzstrumpfhosen, dekoriert mit rosa-glitzer-Lipgloss und blaugrünem Lidschatten noch ein paar Jahre warten, bis die Gesellschaft so amgestumpft ist, dass auch sowas gar nicht mehr auf- oder aus dem Rahmen fällt.

Gern nochmal

Selbstverständlich berechtigt das niemanden diese Frau sexuell zu belästigen oder zu vergewaltigen.

Wegen mir kann jeder jeden und alles vögeln solange alle Beteiligten einverstanden - und in einem Zustand solche Entscheidungen zu treffen - sind.

Ich habe auch keinesfalls gesagt wer gegen die Vergewaltigung der Frau eintritt spricht sich damit für die von Männern aus. Das wäre Humbug.
Alles was ich sage ist: da ist vielleicht ein bisschen mehr "Awareness" gefragt.

Die Typen die immer noch nicht verstanden haben, dass sie ihren Schwanz nicht ungefragt in andererleuts Körperöffnungen zu stecken haben, die werdens auch nicht mit noch soviel gesellschaftlicher "Awareness" verstehen.

Die sehen beim "Slutwalk" nicht "Oh, welch grausames Ungemach ich diesen Frauen angetan die so selbstbestimmt mit ihren Körpern umgehen, Reue werde ich üben in meinem stillen Kämmerlein." sondern "Höhö geil, Titten!".

Der Glaube, diese Art von Demonstration könnte irgendwen oder irgendwas außerhalb eines winzigen elitären Kreises von "Geschlechterverhältnissen Studierenden", ist ziemlich naiv. Das ist vom Elfenbeinturm für den Elfenbeinturm, mit lieben Grüßen, die Elite.

So n tiefer Ausschnitt oder zu kruzer Rock ist halt wie ein Loch in einem Bauzaun der ein geheimes Bauprojekt umgibt - Einladung zum Gucken, das Einbrechen bleibt aber ne Straftat.
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (17.09.2012)
Ich finde diese Kolumne großartig. Sie macht wütend und nachdenklich. Und das nicht nur auf einer theoretisch-abstrakten, sondern vor allem auch auf emotionaler Ebene.

Es scheint wie ein schlechter Witz, dass die „Öffentlichkeit“ tatsächlich dermaßen blind auf die offensichtliche Provokation anspringt, quasi euphorisch ins Messer rennt, ohne zu verstehen, was da grade passiert (ist). Man möchte verzweifelt lachen und weinen angesichts des von dir geschilderten Touriverhaltens.

Besonders deutlich wird das für mich in deinen Ausführungen bzgl. des Wegs zum Slutwalk und wieder nach Hause. Diesen Aspekt hatte ich zuvor gar nicht bedacht, wenn ich ehrlich bin. Grade dieses Unwohlfühlen unterstreicht ja die Notwendigkeit eines solchen Protests, auch in eben dieser Form. (Was natürlich nicht heißt, dass die TeilnehmerInnen gezwungen sein sollten, sich dem jedes Mal alleine auszusetzen.) Statements wie das deine hier sowie die Idee des Gegenfilmes finde ich ziemlich großartig, um noch stärker zu verdeutlichen, dass es eben nicht darum geht, sich mal einen Tag ironisch zu verkleiden, sondern um eine sensible und sehr reale Problematik.

--

Natürlich deckt der Slutwalk nicht das gesamte Spektrum aller Aspekte ab, für die es sich zu demonstrieren lohnt (oder die Demonstrationen erfordern). Das war aber ja auch nie das Ziel. Man beachte hier erstens den Auslöser, den ich sehr wichtig finde, dann zweitens, dass die Demo erst zum zweiten Mal stattgefunden hat und sich durchaus noch verändern kann und drittens, was ich am wichtigsten finde, dass das Thema offenbar diese besondere Aufmerksamkeit braucht. Natürlich drängen sich Gedanken auf wie jene, wie es beispielsweise mit männlichen Sluts aussieht, mit der Situation männlicher Opfer sexueller Gewalt, wie es sein kann, dass DemonstrantInnen behandelt werden wie Ausstellungsobjekte usw. Aber solange nicht einmal die bislang noch sehr eindeutige und spezifische Botschaft verstanden (geschweige denn „umgesetzt“) wird, finde ich es absolut genug, dass all diese Gedanken indirekt angestoßen werden, man kann und muss sie nicht alle in diesem Rahmen aussprechen. Die Schilderung und Reflektion des Slutwalk bedeutet ja nicht, dass es keine Aktionen zu den vorgeschlagenen und angesprochenen Thematiken geben darf. Natürlich ist Gleichstellung keine einseitige Angelegenheit, sie betrifft alle Geschlechter. Wenn aber bei jeder Diskussion nur die Kritik aufkommt, dass es ein Äquivalent für das Gegenüber geben müsste, wird es langweilig. Es steht jedem frei, etwas derartiges anzustreben.
Deine These bzgl. der Kleidung, Ravna, halte ich für gewagt. Ich schreibe, weil ich den Eindruck habe, dass viele bis die meisten die Idee des Slutwalk in dieser Form missverstehen. Der Titel desselben bezieht sich ja, wenn ich das richtig verstehe, auf die Aussage eines Professors. Über dessen Ansichten, was denn als schlampig anzusehen ist (mal ganz abgesehen von der krassen Tatsache, dass er sich den Studentinnen gegenüber so äußert), wissen wir nichts. Ich war mal dabei, wie eine Lehrerin eine Schülerin als Schlampe (oder so aussehend, länger her) bezeichnete, weil die einen Pullover mit dezentem Ausschnitt trug. Ist mir wieder eingefallen, weil bookishasearlgrey ja auch erzählte, wie manchmal schon ein T-Shirt mit Ausschnitt reicht, um angestarrt zu werden. So ein T-Shirt oder auch ein Top, einen Minirock, Shorts oder was auch immer ähnliches uns einfällt, trägt man normalerweise doch, weil es warm ist, weil man sich wohl fühlt mit seinem Körper vielleicht und meinetwegen sogar, um sich schön oder sexy zu fühlen. Aber das kann man nicht pauschal als Kommunikationssignal oder gar Einladung werten. Natürlich muss man mit Seitenblicken rechnen, wenn man in irgendeiner Form extrem aussieht. Wer nur in Strapse in die U-Bahn steigt, ist wohl kaum überrascht, wenn jemand zweimal hinsieht. Aber dass man realistisch gesehen damit rechnen muss, heißt nicht, dass man sich damit abfinden oder es okay bis gut finden muss. Und schließlich halte ich es noch für wichtig, dass es sehr verschiedene Arten von Blicken gibt. Das, was in dieser Kolumne geschildert wird, sind nicht mehr oder weniger verstohlene Blicke aus Neugier, Interesse oder Bewunderung, die sich im Rahmen des Menschlichen und der allgemeinen Höflichkeit bewegen, sondern starrende, denen der Respekt für die Persönlichkeit im Körper fehlt. Solange auch nur dieser neben Vergewaltigung bzw. sexueller Gewalt verhältnismäßig harmlos wirkende Aspekt noch als salonfähig gilt, finde ich den Slutwalk und ähnliche Aktionen sinnvoll bis notwendig.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (17.09.2012)
Liebe Grafengrau-Bücherwurm,

ich mache mich gern über kryptische Nick- und Necknamen lustig, das haben sie (also die Namen) verdient.
Medias in res: Kolumne(ntext) kann man als journalistisches Genre sehen. Folglich kann man erwarten, dass ein bisschen was erklärt wird. Ein- bis zwei Sätze (z.B. wie bei Wortverderher) über Sinn und Zweck des Schlampenmarsches (der mich sehr an Karneval und Fasching erinnert...) wären einfach nett gewesen! Und auch mir, wie schon zuallererst angemerkt, kam die Verwendung der vielen Anglizismen fast schon satirisch vor...
Und dann noch dieses "Transpi": Ich dachte zuerst: Wieso wird jetzt geschwitzt???
Nichts für ungut! Und bitte nicht persönlich nehmen, es geht mir in erster Linie um Sprache und Handwerk! Schön war der authentische Erzählcharakter: Zwei Freundinnen wollen auf eine Demonstration gehen und werden zum Tourismusobjekt...
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m.o.bryé
Kommentar von m.o.bryé (17.09.2012)
Ich verstehe den Titel der Demo anders. Nicht, dass die Schlampe zum Ideal der selbstbestimmten Frau hochstilisiert wird oder ähnliches, sondern nur, dass Frauen/Menschen das Recht haben sollten, sich auch freizügig oder aufreizend zu kleiden, ohne gleich unterstellt zu bekommen, sie wollten ja als Objekt sexuellen Begehrens gesehen werden - und hätten das entsprechend überall zu ertragen (ja, solange es nicht zu physischen Übergriffen kommt). Der Begriff Slut wird hier in höchstem Maße ironisch verwendet.

Es kann dabei ja auch um ähnliche Situtionen gehen wie den hier geschilderten Weg zum und vom Slutwalk. Wenn man auf eine Party oder vielleicht zum Strand geht, schleppt man die passende Kleidung ja nicht unbedingt im Rucksack mit zum Ziel und zieht sich erst dort um. Soll man dann für den Hin- und Heimweg einen Jutesack überziehen müssen, damit nicht jeder sich angesprochen fühlt? Für mich genügt das als Beweis, dass man nicht immer Haut zeigt, um angegafft zu werden. Selbst, wenn man sich mit dem Ziel kleidet, in einem Club jemanden aufzureißen, heißt das doch nicht, dass man jeden ranzigen Mitfahrer in der Ubahn beeindrucken möchte. Und dabei ist es völlig irrelevant, was man von der Absicht und Methode besagter Person hält.

Ich habe auch ein anderes Bild von den TeilnehmerInnen. Das sind doch nicht alles Leute, die normalerweise immer burkaartig verhüllt aus dem Haus gehen und jetzt für einen Tag ein Antioutfit anlegen, weil das halt feministisch ist. Da sind Frauen dabei, die vielleicht eben keine Miniröcke tragen, weil ihnen dann gleich etwas unterstellt wird, und andere, die es doch tun, und aber lieber in die Augen als auf den Arsch geschaut bekommen (würden).

Für mich geht es hierbei gar nicht so sehr um die heutigen Täter selbst, sondern vielmehr darum, wie mit dieser Situation insgesamt umgegangen wird. Diese Diskussion bestätigt doch, dass immer noch die Auffassung überwiegt, Kleidung würde vor allem bis nur als (sexuelles) Kommunikationssignal gewählt werden. Das unterstellen sowohl Männer als auch Frauen, sodass es für mich auch absolut nicht darum geht, Männer pauschal als Gaffer und potentielle Vergewaltiger an den Pranger zu stellen. Stattdessen darum, herausszustellen, dass "aufreizend" ein sehr subjektiver Begriff ist, der nicht als allgemeiner Maßstab für das eigene Kleidungsverhalten angewendet werden kann und also auch absolut nicht sollte, dass entsprechend von manchen als aufreizend wahrgenommene Kleidung vielleicht in keinster Weise so gemeint ist und dass es bei der Grundproblematik also überhaupt nicht darum geht, irgendetwas nötig zu haben oder provozieren zu wollen.
Frauen sind da ebenso potenzielle Zielgruppe wie Männer. Der relevante Punkt ist, wie tolerant man den verschiedenen Seiten gegenüber ist.

Dieter: Natürlich hast du als hervorragender Journalist das Recht auf dein sonntägliches Bad Selbstherrlichkeit, aber trotzdem wäre es nett, deine Kreativübungen an bookishasearlgreys Nicknamen dann ins Innere deines Kopfes zu verlegen. Namensverunstaltungen sind doch irgendwie Mittel aus Zeiten von Kindergarten und Grundschule, als man noch nicht verstanden hat, wie persönlich und respektlos solche Spielereien sind. Und schließlich sollte da auch noch genug Platz sein.
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Matthias_B
Kommentar von Matthias_B (17.09.2012)
Wenn es hier technisch möglich wäre, würde der Beitrag Ravnas mit einer Empfehlung versehen worden sein, weil in jenem - im Gegensatz zur eindimensionalen Kolumne - in beide Richtungen geblickt wird. Wer nur in eine davon schauen mag, hat die jeweilige (geschlechts)ideologische Brille auf.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (17.09.2012)
Nur sind Gefühle und Bedürfnisse von Tölpeln eben auch Tölpelbedürfnisse und Tölpelgefühle, und als einigermaßen zivilisierter Mensch (also als Mann oder Frau) darauf Rücksicht nehmen zu müssen ist eine besonders infame Art des Zwangs. Gegen diesen Zwang wehrt sich der zivilisierte Mensch zu Recht. Die Alternative wäre: Der Idiot als Ideal…
Es ist nun einmal das Wesen einer Kolumne, eine Meinung darzustellen, und das relativ (formal) kurz, somit setzt sie zu ihrem Verständnis so genanntes Hintergrundwissen voraus oder erfordert eine gewisse Recherche, gelegentlich. Bei dem Thema „Slutwalk“ finde ich es allerdings ungewöhnlich, dass Einige nicht wissen, was das wohl sein könnte…

Gemeinsam scheint zumindest allen Kommentaren zu sein, dass die Autoren einig sind, dass es Gründe für diese Art der Demonstration gibt, uneinig ist man sich über die Form der Durchführung. Um es einmal vorsichtig zu formulieren mit dem Ziel einer Harmonisierung der Argumentation.

Erinnern möchte ich auch noch einmal an das eigentliche Thema der Kolumne: während einer Demonstration gegen sexuelle Gewalt wurden Frauen sexuell attackiert…

Schönen Tag.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (17.09.2012)
Jack, die Konsequenz aus einer Erkenntnis ist überhaupt nicht der Faschismus in einer demokratischen zivilisierten Gesellschaft, sondern die Aufklärung durch Diskussion und Bildung beispielsweise. Oder durch den Protest. Demokratische Mittel eben, lautet die Antwort B…

Rajnesh: Genau: sexistische Blicke, Kommentare, Fotos, - eine Form der sexuellen Belästigung, also eine Form der Gewalt...
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (17.09.2012)
Du führst den Gedanken eben in falsche, wie ich finde: fatale Richtungen weiter, und schreibst über geschichtliche Erfahrungen, als hätte es die, wenn auch viel zu ausreichenden, bisher, Erfolge der Emanzipation nicht gegeben….Die bisherigen Erfolge der Emanzipationsbewegung und des Feminismus sind Erfolge durch demokratische Mittel. Die Geschichte lehrt nicht den Totalitarismus in jeglicher Form als Ideal, sondern die Demokratie als Konsequenz aus deren Erfahrungen.

Natürlich habe ich übrigens schon erlebt, dass ich von Frauen zu Recht wegen eines sexistischen Verhaltens kritisiert wurde und verstehe auch so manchen ängstlichen Blick einer Frau, den ich schon gesehen habe bei einer Begegnung. Sippenhaft, weil es die Sippe gibt leider, und da ist das Problem eben der Mann auch als Sippe und nicht die Frau als deren Opfer.

Trotzdem ungerecht oft, das stimmt. Brecht: Oh, gäbe es Gerechtigkeit, und träfe sie gleich mich…
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (18.09.2012)
Ich glaube manchmal bis öfter, Jack, dass eine ständige Verallgemeinerung ebenso wenig zu einer plausiblen Schlussfolgerung führen kann, wie dieses ständige Relativieren von Problemen…Die Idee der Demokratie ist doch nicht deshalb gescheitert, weil sie noch nicht weltweit verwirklicht wurde, und wenn man sich gelegentlich als Angehöriger einer Sippe verstehen muss oder verstanden wird, ist man eben so gesehen gelegentlich sowohl Täter, als auch dann wieder Opfer…

Und es gibt, Rajnesh, in einer zivilisierten Gesellschaft neben Konventionen, die das Strafrecht regelt und regeln muss, teilweise, auch andere Konventionen und Maxime innerhalb einer funktionierenden Demokratie: das sind, beispielsweise, moralische Kriterien. Fehlverhalten kann eben moralisch beurteilt werden, ohne strafrechtlich relevant zu sein…

Eine Erläuterung, was unter „Sexismus“ zu verstehen ist, findet sich, beispielsweise, bei „Wikipedia“, eine Recherche dieser Definition erklärt auch in der Folge den Begriff „sexistische Blicke“.

Ich wünsche damit allgemein eine gute Nacht.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (18.09.2012)
Bei "Wikipedia", beispielsweise, finden sich Artikel über Sexismus, über sexuelle Belästigung usw., und als Folge dieser Lektüre erklärt sich auch der Begriff "sexistische Blicke". Um mich einmal zu wiederholen.

Und es geht in der Kolumne nicht um Frauen, die im Bikini Bahn fahren es geht um Frauen, die gegen Sexismus und dessen Folgen protestieren und entsprechend behandelt werden.

Entsprechend eben auch, - oder ganz besonders wegen - der Meinung, es sei alles überzogen, übertrieben usw.. was die Inhalte dieser Proteste betrifft.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (19.09.2012)
Um einmal die soziologische Definition des Begriffes „Sexismus“ zu zitieren, die „Wikipedia“ zur Klärung dieses Begriffes anbietet:
„Unter Sexismus versteht man die soziale Konstruktion von sexuellen Unterschieden zwischen Menschen und die daraus abgeleiteten Normen und Handlungsweisen. Der Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu.“ […}
Im weiteren wird diese Definition näher erläutert. Ein sexistischer Blick ist also ein Blick, der anderen Menschen aufgrund ihrer Geschlechtsmerkmale unterschiedliche Rechte und Pflichten zuteilt. Mit anderen Worten: Die Frau als Körper, als Objekt.

Eine Frau, die einen Bikini trägt, sollte übrigens ebenso gesund wieder zu Hause ankommen dürfen,wie in jeder anderen Kleidung, die sie tragen will. …Das Wort „Bikini“ kommt allerdings in der gesamten Kolumne kein einziges Mal vor, zitiert wird eine Musikgruppe namens „Bikini Kill“. Der Rest ist Deine Fantasie und damit eben genau Dein Problem.

Solche Leute…
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (19.09.2012)
Ich hatte schon im Laufe der Diskussion versucht, meine Diskussionspartner auf die Möglichkeit hinzuweisen, statt ständig zu verallgemeinern einmal zu differenzieren: Es gibt Männer, die sind Sexisten, und es gibt Männer, die versuchen, keine zu sein, vielleicht gibt es sogar Männer, die keine sind, vielleicht gibt es also Heilige. So lange es aber Männer aus den ersten drei Gruppen gibt, machen Demonstrationen wie der „Slutwalk“ Sinn…

Und vielleicht einmal dieses ebenfalls absurde Klischeedenken abzulegen: Wer sich für Frauenrechte einsetzt, setzt sich damit gleichzeitig gegen Männerrechte ein… Das Ziel emanzipatorischen Denkens ist gerade die Gleichberechtigung der Geschlechter.

„Geschlecht und Charakter…“, ich hoffe, Du spielst damit nicht auf das Werk Weiningers an, dieses elenden Frauenhassers und Antisemiten, da ist mir aber jeder „Pudelfeminist“ sympathischer als dieser faschistische Irre.

Es würde allerdings einiges in Deinem Diskussionsverhalten erklären.
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bookishasearlgrey
Kommentar von bookishasearlgrey (20.09.2012)
Tatsächlich ist es sehr unfein, von einer Autorin zu verstummen. Nun muss man ihr aber zu Gute halten, dass sie jüngst fast ein Vierteljahrhundert worde, und an Ehrentagen dürfen auch FeministInnen sich mal mit Muttern entspannen.

Nun kann ich bedauerlicherweise nicht mehr auf jeden einzelnen Kommentar eingehen, hoffe aber, wichtige Punkte ansprechen zu können.

Die Selbstkritik vielleicht zuerst: Ich hätte diese Kolumne durchaus allgemein verständlicher und etwas objektiver gestalten können. Der Dringlichkeit der Stunde war diese Hitze geschuldet. Allerdings ist es wahrlich nicht die Schuld einer Autorin, wenn man den Satzteil "r Tag des Slutwalks begann sehr nervig, da ich ja schon wieder erst seit kurzem im Lande bin, noch einiges zu regeln habe, und daher das Transpi mit dreien der besten Bikini-Kill-Zeilen, vielleicht der ganzen Musikgeschichte überhaupt: "Just 'cause my world, sweet sister, is so fucking Goddamn full of rape--Does that mean My body must always be a source of pain?" in unangebrachter Eile dahinschmierte" so versteht, dass die Autorin einen Bikini trug. Ich verstehe zum Beispiel auch die Witze einiger meiner Freunde nicht sofort, aber googeln bildet kostenlos, und gibt es etwas schöneres, als durch Austausch zu lernen?
Natürlich hätte ich einen guten Rahmen schaffen können, und Begriffe wie rape culture mit "eine Gesellschaft, die instititutionell sexuelle Machtstrukturen einseitig fördert" und victim blaming mit "die Schuld dem Opfer zuweisen" klären. Dann wäre es vielleicht nicht zu dem bedauerlichen Missverständnis gekommen, es ginge beim slutwalk um das Recht auf nackt herumlaufen. Der Slutwalk ist keine NudistInnen-Party, nein. Es geht um das Recht der Menschlichkeit überhaupt: Sich selbst und anderen so viel Freiheit zu lassen, dass niemand seelisch und körperlich zu Schaden kommt. Ich bin ein wenig traurig über dieses Missverständnis. Denn ich hätte das Bewusstsein über den gesellschaftlichen Schmerz der menschlichen Unterdrückung durch Gewalt, die ben sowohl physisch, als auch psychisch sein kann, höher eingeschätzt. Aber, wie es Kollege Fremdkörper einmal in der hervorragenden Kolumne "Rettet den Wettersmalltalk" formuliert hat, leben wir: "auf einem Planeten mit 7-12 Milliarden Menschen, die immer noch nicht in der Lage sind, eine vernunftbasierte Gesellschaft zum Wohl der individuellen Freiheit aller und mit der minimalsten Abhängigkeit gegenüber der Natur und den stummen Zwängen eines wie auch immer gearteten Kollektivs zu schaffen, und auf jede Zumutung der Gegenwart nur mit dem Ruf nach Regression reagieren." Denn das sind manche Kommentare hier für mich: Ein Ruf nach Regression. Eine Aufforderung zum Glotzen, und zum Recht des Zurückgekehrten Vorwurfs, dass der Protest gegen (und das ist nur ein Aspekt!) die Opferschuldzuweisung, im Umkehrschluss eine Kollektivbeschuldigung der Stilisierung aller Männer zu Gewalttätern bedeuten würde. Das ist Unsinn. Sieht man sich ein paar Bilder von Transparenten an, wird man fündig: Da gibt es ein Plakat, auf dem eine Checklist abgebildet ist, was Ursachen für Vergewaltigungen sein könnten: Kleidung, Geschlecht, Alter sind nicht angekreuzt. "Täter/in" aber schon. Da ist nicht "Mann" angekreuzt", sondern gar die gegenderte Form. Und auf anderen Plakaten ist stets die Reden von "Kein Herz für SexistInnen", nicht "kein Herz für Männer." Ich verwende in der Kolumne stets die gegenderte Form. Auch bezeichne ich an keiner Stelle Blicke als sexuelle Gewalt. ich beschreibe nur die Erfahrung einer Freundin, die keinen Bikini trägt, sondern einen Ausschnitt. Dazu hat sie Arme, Beine, Haare und ein Transparent. Der Zoom der Kamera geht aber auf ihre Brüste. Und auch den Eindruck habe ich von den Kommentatoren. Meine Kolumne hat sprachliche Schwächen, sie leidet an unnötigen privaten Beschreibungen, Selbstherrlichkeit und Albernheit. Ein Mann wird in ihr besonders positiv beschrieben. Der Zoom geht aber auf Anglizismen, meinen Nickname, den ersten Teil des Namens einer Band, und Männerhass, der gar nicht vorhanden ist. Als bachelorierte Soziologin war das sehr interessant, mich zu fragen, woher das kommt. Ebenso wie ich es sehr schockierend fand, zu lesen, dass eine Frau Strapse unterm Minirock träge, um in der Bahn angeglotzt werden zu können. Meisterlich hat m.o.bryé erklärt, dass man sich auch einfach nur auf dem Weg befinden könnte. Zum Freund. Zum Club. Und natürlich ist es ihr gutes Recht, sich ihre Sexualpartner auszusuchen, ich darf doch sehr bitten, meine Damen und Herren! Und wupperzeit hat es schön ausgedrückt, dass es eben Männer gibt, die Sexisten sind, welche die versuchen keine zu sein, und welche, die es nicht gibt. Ich möchte dazu ergänzen, dass auch Frauen SexistInnen sein können.

Was mir aber wirklich wichtig ist, dass verstanden wird, dass der slutwalk zwar slutwalk heißt, weil er eben durch die Äußerung, dass die Ursache für Vergewaltigung schlampige Kleidung sei, aber es genau aus diesem Grund NICHT um Schlampen geht, sondern um den Protest gegen derlei gedankenlose und gefährliche Vereinfachung. Es gibt Menschen aller Geschlechter, die dort Transpis mit Inhalten tragen wie, "Ich wurde vergewaltigt, als ich sechs war. War da auch mein Nachthemd schuld?" Um den Respekt dieser Menschen gegenüber geht es mir auch. Wenn es auch in dieser Kolumne, und das ist der Riesenkritikpunkt, wahrscheinlich wirklich zu sehr um eine im linken Kindergarten aufgewachsene Studentin geht, die einfach keinen Bock auf sexistische Behandlung hat. Was durchaus legitim ist, aber etwas solipsistisch.
Wenn ihr jetzt googelt, was das denn überhaupt heißt, seid ihrs schon mal nicht!
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (20.09.2012)
Wenn jemand aus den Zeilen: „…und daher das Transpi mit dreien der besten Bikini-Kill-Zeilen, vielleicht der ganzen Musikgeschichte überhaupt: "Just 'cause my world, sweet sister, is so fucking Goddamn full of rape--Does that mean My body must always be a source of pain?"…“ schließt, dass die Teilnehmerinnen eines Slutwalks Bikinis getragen hätten, hilft vermutlich auch kein „googeln“ mehr, Verständnisdefizite auszugleichen….

Zudem wird in der Kolumne selbst auf Bilder von dieser Veranstaltung verlinkt: „Eindruck machte es anscheinend trotzdem- zumindest bei Photographen der dpa: http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00383/slutwalk-berlin8_383480a.jpg.“ Grundsätzlich kann man nicht für jeden Leser das legendäre „Rad neu erfinden“, schon gar nicht in einer Kolumne.

Der Satz über den Ausschnitt der Freundin der Autorin steht ganz am Anfang der Kolumne in der Beschreibung der Veranstaltung; „Einer der Sätze, die mir bitter in Erinnerung bleiben werden, war der einer condemonstrierenden Freundin: "Ich trage heute das erste Mal seit sechs Jahren Ausschnitt, und ich weiß genau, warum." Und auch ihr Ringen mit dem mehr als verständlichen Bedürfnis ihre Jacke anzuziehen, um sich vor Blicken zu schützen, und der Überzeugung, dass es richtig ist, so zu bleiben, wie sie war. Und sie blieb“ – wohingegen der Satz über die Sorge um die Teilnehmerinnen am Ende der Kolumne ohne jeglichen Bezug zu obigem zu finden ist…

Da ging wohl eher bei der Lektüre „einiges vorbei“ an so manchem Leser, und es wurden Zusammenhänge konstruiert, die eher der eigenen Fantasie, genauer gesagt, dem Wunschdenken entsprachen, und das auch, um Recht zu haben ohne Rücksicht auf alle Tatsachen.

Ich habe aus der Lektüre dieser Kolumne und aus den Kommentaren dazu sehr viel gelernt, auch sehr vieles, was ich gar nicht lernen wollte und auch gerne sehr schnell wieder vergessen würde.

Auch von mir einen ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (21.09.2012)
Bitte sehr:

[...]

„Wissen interessiert den digitalen Spießer nur in Form von Besserwissen, das ihm die Gelegenheit zum Kommentar gibt. Ihm geht es um die Herabwürdigung seines Gegenübers, weil er damit die eigene Heraufwürdigung erreichen will. Er glaubt, dass seine Verächtlichkeit ihn positiv auszeichnet, weil er sie mit der Wahrheit verwechselt, die doch dringend gesagt werden müsse, sei sie auch noch so unbequem. Wer die Welt hasst, weil er sich hasst, für den kann die Wahrheit eben nur aus Boshaftigkeit und Verachtung bestehen und muss unbequem sein, sonst wäre es ja nicht die Wahrheit. Sein verächtliches Raunen hat noch eine Funktion, nämlich andere digitale Spießer anzuziehen auf der Suche nach Verbündeten. Es gibt allerdings wenig, was trauriger wäre als ein Trupp Selbstbestätiger, die sich im einen Moment zusammenrotten und schon im nächsten Moment wieder auseinanderpreschen. Auseinanderpreschen müssen, denn eine Gruppe wird zur Gemeinschaft, wenn sie ein beliebiges gemeinsames Credo verbindet - außer es lautet: "Hier geht es nur um mich!"

Was er für Humor hält, ist ihm eine genehme Waffe, denn der digitale Spießer hat Humor in LOLsten Mengen und lässt daran nicht kleinsten ROFLcopter eines Zweifels, gtfo. Aber er verwechselt Humor mit Häme, so wie er Haltung mit Hetze verwechselt. Und er hetzt schnell, denn in seinem Kopf gibt es ein kleines Hetzprogramm, das ständig läuft, es besteht nur aus zwei Zeilen: Wer meiner Meinung nicht huldigt, ist dumm. So erklärt sich, dass für ihn ein guter Text der ist, der seine eigene Meinung spiegelt, und ein schlechter Text, der eine andere Meinung vertritt. Die Übereinstimmung mit sich selbst ist ihm das Wichtigste, das einzige Kriterium. Ich bin gut, also ist schlecht, was ich nicht bin. Er leidet enorm unter Andersartigkeit, sie macht ihm seine egoistische Konformität bewusst: eine wütende Verbindung von Missgunst, Kleingeistigkeit und Größenwahn.“

[...]

Sascha Lobo:  "Der digitale Spießer


Und im Grunde genommen wurde mit der Autorin bookishasearlgrey gar nichts anderes gemacht als es den Teilnehmerinnen des „Slutwalks“ geschehen ist, als sie es wagten…

Ciao.
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Matthias_B
Kommentar von Matthias_B (25.08.2013)
Rajneshs Kommentare im Strang fehlen aufgrund ihrer Selbstlöschung. Ich hätte einen Vorschlag hinsichtlich eines Mottos für den nächsten MarktschreierInnen-Walk: Schaut her! Aber ja nicht gucken!
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