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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 23. September 2012, 19:51


Ein Unfall

von wupperzeit


Danken Sie bitte Gott, oder: wem auch immer, dass Sie diese kleine Kolumne lesen dürfen, ist doch der Autor selbst gerade höchsten Gefahren entkommen, indem er eine Kreuzung erfolgreich passierte, an der es mindestens alle fünf Jahre zu einem Verkehrsunfall kommt. Wieso das eine Gefahr sein könnte, bei der geringen Unfallhäufigkeit, erklärt uns ein weiteres Schwergewicht der SPD, vor zwei Wochen war hier der dicke Herr Gabriel Thema einer Kolumne, - in seinem neusten Buch, dass nicht ohne Grund vorab in der „Bild“ – Zeitung vorab gedruckt wurde. Wenn der Neuköllner Bürgermeister also die Verkehrssicherheit einer Straßenkreuzung beurteilen zu belieben pflegt, setzt er nicht das dortige Verkehrsaufkommen in Relation zu der Unfallhäufigkeit ebenda, sondern zählt lediglich die Unfälle an dieser Kreuzung.

Aufgrund dieser methodischen Plausibilität, die er auch bei dem Thema seines Buches anwendet, kommt er also in den genannten Ergüssen zu dem Ergebnis: „Multikulti ist gescheitert.“ Weckt in dem zivilisierten Leser schon der Begriff „Multikulti“(anstatt: „Integration“, beispielsweise) leichtes Befremden bis Abneigung, diesen Stuss weiterzulesen, so kommt man im Verlaufe der Lektüre immer mehr zu der Erkenntnis, dass hier nicht ein Bezirksbürgermeister einer Weltstadt schreibt, sondern irgendein dusseliger Provinzpolitiker aus der tiefsten, weil schwärzesten Region Deutschlands: zumindest die in Neukölln lebenden ausländischen Mitbürger sind entweder Kriminelle oder so gennannte „Sozialschmarotzer“, die, und das ist besonders eklig an diesem Geschmiere, den deutschen Bürger und seine Werte terrorisieren und Schlimmeres.

Es ist auch kein sehr großes Wunder, dass Buschkowsky sein Gesudel in dem Sprachrohr des deutschen Spießers erscheinen lässt, - um dessen Wohlergehen geht es ihm in dem gesamten Buch, soweit es ebenda lesbar war: Keine deutschen Imbisse mehr in vielen Straßen Berlin Neuköllns, so fängt der Skandal an, der deutsche Kleinbürger wird überall von kriminellen Migranten bedroht, beleidigt, bestohlen und womöglich Schlimmeres. Und diese Migranten leben zudem noch von den sozialen Almosen, die Buschkowsky als Angehöriger der SPD natürlich „Transferleistungen“ nennen muss, als werde da irgendetwas transferiert außer ein paar Scherflein. Und zwar gewissermaßen traditionell, sie wollen in den Schulen nichts lernen, außer der Fähigkeit, ihre kriminellen Neigungen zu stärken.

Dem widersprechen natürlich aktuelle offizielle Statistiken, die Erfolge der zumindest in Deutschland versuchten Integration belegen. So besuchen derzeit 25 % der ausländischen Mitschüler ein Gymnasium,, fast 40 % eine Fachhochschule, der Anteil der Mitbürger ohne Schulabschluss ging um 39 % zurück,. Die Zahl der ausländischen Mitbürger, die eine Ausbildung absolvieren, stieg um ebenfalls fast 40 %. Ebenso stieg die Zahl der Bürger, die an Integrationsmaßnahmen teilnahmen, um stolze 50 %. Das sind keine besonders positiven Zahlen, aber auch kein Grund für Horrorvisionen in Bildzeitungen. Und ebensolche Schlussfolgerungen daraus.

Tatsächlich leben aber in Deutschland von den ca. sieben Millionen ausländischen Mitbürgern in diesem, unserem Lande ca. 1 2 Millionen von Sozialleistungen. Die Gründe dafür liegen aber nicht in der mangelnden Bereitschaft dieser Gruppe, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten, - so sind ausländische Langzeitarbeitslose bedeutend seltener als Deutsche Opfer von Sanktionen wegen der Weigerung, eine von den ARGEN zugewiesene Arbeit anzunehmen; - sondern an vielen, auch arbeitsmarktspezifischen Gründen: So sind ausländische Arbeitnehmer zumeist auch die Letzten, die eingestellt werden in einen Betrieb, und dafür die Ersten, die wieder entlassen werden: Last to be hired, first to be fired.

In der Kriminalstatistik beträgt der Anteil der Straftaten, die von so genannten Ausländern begangen werden, ca. 24 %, mit rückläufiger Tendenz, allerdings leben diese Straftäter anscheinend alle in Berlin Neukölln. Anders sind die Beobachtungen eines Bezirksbürgermeisters kaum zu erklären.

Oder eben als billiger Populismus. Ein Jahr vor seiner Pensionierung und seinem von mir erhofften Verschwinden im ewigen öffentlichen Vergessen grölt hier ein abgehalfterter Sarrazin - Freund noch einmal seine Thesen über die deutschen Stammtische, ganz entgegen übrigens aller Verlautbarungen, die er auf der offiziellen Homepage Berlin-Neuköllns postuliert. Wie Sie lesen können ist dort von einer Europa-Medaille die Rede, die dieser Stadtteil für seine gelungene Integrationspolitik erhalten habe. Zu Unrecht, wie deren Bürgermeister wohl empfinden muss.

Seien Sie so gesehen also bitte vorsichtig bei der Lektüre dieses Buches, und bleiben Sie wachsam, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen. Die verschlafene Landstraße, die Sie gerade befahren, könnte ein Unfallschwerpunkt sein und Sie ein Opfer eines solchen werden, schließlich fuhr dort vielleicht vor zwanzig Jahren schon einmal und dann nie wieder ein Traktorfahrer besoffen in ein Bündel Stroh. Aber man kann eben im Leben nie genug auf sich selbst achtgeben und sich vor Anderen hüten; - ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben in diesem Sinne:

Einen guten Tag.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (23.09.2012)
Es geht in dem Buch, bzw. in dem Vorabdruck, den ich gelesen habe, tatsächlich um die Einwohner Neuköllns mit einem Migrationshintergrund, wie es so schön heißt. Was Du über die Probleme mit oder der ausländischen Mitbürgern schreibst, trifft natürlich zu: Es gibt da völlig andere als bei den oben genannten Gruppen. Ich nenne hier nur das Aufenthaltsrecht, Verstöße gegen dieses werden in seriösen Statistiken herausgefiltert.

Es ist auch nicht so, dass Buschkowsky jemand ist, der Politik gegen Migranten macht in seiner Stadt, oder gar untätig bleibt, und diese Politik ist auch nicht erfolglos in allen Bereichen. ich erinnere da an die Vorgänge um die „Rütlischule“, dort erhalten mittlerweile 30 % der Schulabgänger eine Gymnasialempfehlung. Er selbst lässt Mitbürger mit Migrationshintergrund in gro0er Zahl in seiner Behörde ausbilden, hat in seiner Stadt die Institution der „Stadtteilmütter“ initiiert, usw. Zudem scheinen die Probleme, die er beschreibt, vorwiegend lediglich den Bezirk Nord-Neukölln zu betreffen…

Ein so gesehen eigentlich ziemlich seltsames Buch.

Ich danke Dir für Deinen Beitrag.
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