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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Donnerstag, 18. Oktober 2012, 08:34


Windhunde

von MagunSimurgh


„Mit Windhundprinzip [...] bezeichnet man ein Verfahren, bei dem der Zugang zu einer nur begrenzt vorhandenen Ressource von der ressourcenverwaltenden Stelle nur nach der zeitlichen Reihenfolge der Bedarfsanmeldungen, nicht jedoch nach anderen Kriterien freigegeben wird.“ (Zitiert von  Wikipedia am 17.10.12 21:56)
Einfach gesagt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Meinetwegen geht das okay, wenn Leute, weil sie im Flugzeug am Fenster sitzen wollen, die ersten am Check-In bei Air-Berlin sind, auch wenn das bedeuten mag, dass die Leute für den früheren Abflug sich hinter ihnen anstellen müssen. Von mir aus können sich auch gerne 500 Verrückte zum Verkaufsstart des neuen Iphone vor die Obstläden stellen und zu Steve Jobs beten, dass von 1001 iPhones nicht schon 1000 verkauft sind.
Seminarplätze an der Universität nach diesem Verfahren zu vergeben, halte ich hingegen für eine weniger gute Idee. Es ist aus Dozentensicht sicher einfach und wird deswegen häufig verwendet. Allerdings ist fraglich, ob dadurch gleiche Bildungschancen unterstützt werden. Viel problematischer finde ich allerdings, was es aus Menschen macht, dieses harmlose Ding Windhundverfahren.
Es war 9.45 Uhr an dem Tag, an welchem die begehrten Seminarplätze ab 10.45 Uhr per Einschreibeliste vergeben werden sollten, die ersten Studierenden campierten bereits seit einer halben Stunde vor der Pinnwand des Grauens. Der Hausmeister meinte im Vorbeigehen, ob es denn heute Bananen geben würde. (Wir befinden uns in einer ehemaligen DDR-Stadt.)
Was sich 15 Minuten vor 11 an selbigem Ort abspielte, entzieht sich jeder Beschreibung. Die Dozentin kam aus ihrem Büro, pinnte vier Listen an und rannte mit den Worten „Lassen Sie mich bitte erst weggehen.“ und einem wissenden Lächeln in ihr Büro. Fast 90 Studenten eines Matrikels zwängten sich in den engen Korridor und kannten nur ein Ziel: irgendwie den Stift auf diesen verdammten Listen ansetzen, am besten noch bei Wunschtermin und Wunschthema. Es wurde gedrängelt, geschoben und gezerrt. So viel Körperkontakt bekommt man nicht einmal morgens in der Straßenbahn.
Das Prozedere vollzieht sich jedes Semester mehrmals und es gibt andere Varianten, so etwas gerechter oder zumindest gewaltfrei zu gestalten. Manche Dozenten verteilen Lose, andere weisen jeder Ecke des Raums eine Gruppe zu und sehen dann, wie sich die Studenten verteilen, um schließlich schlichtend einzugreifen. Ironisch an der Geschichte ist eigentlich vor allem, dass es sich um ein Seminar zum Thema „Entwicklung der sozialen Fähigkeiten“ handelt.

Windhunde sind die schnellsten Landtiere nach den Geparden, sagt Wikipedia. Vielleicht sollte es heißen: Windhund-Studenten sind die gefährlichsten Tiere nach den Menschen.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Matthias_B
Kommentar von Matthias_B (21.10.2012)
Ironisch an der Geschichte ist eigentlich vor allem, dass es sich um ein Seminar zum Thema „Entwicklung der sozialen Fähigkeiten“ handelt.


Ja, bei solchen TeilnehmerInnen sollten sich ebenjene Fähigkeiten wohl besser entwickeln. In der ersten Sitzung haben sie sich dann aber wieder honigkuchenlieb und "analysieren" mit alltagsweisen Gewäschregistern des interagierenden Geblubbers diese unter soziodynamischen Gesichtspunkten "sicherlich" exzeptionelle Situation.
Gut, für den Platzmangel können sie recht wenig; dieser resultiert primär aus der Absenkung der Abituranforderungen zwecks der folgenden Verteilung universitärer Massenabschlüsse.
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (21.10.2012)
Na ja, dass gerade diese Leute mit solchen Situationen besser umgehen können sollten, so weit würde ich noch nicht mal gehen, das zu behaupten.

Mich verwundert natürlich zum einen, wie plötzlich alle wie die "Irren" um diese Listen kämpfen – vor allem geht es bei uns noch nicht einmal um Plätze überhaupt, sondern eigentlich nur darum, wer welchen Termin bevorzugt.

Mich verwundert aber zum Anderen auch, dass die Dozenten nach Jahren solcher Erfahrungen noch nicht gelernt haben, dass das keine gute Lösung ist. (Und ich hatte schon Seminarverteilungen mit besserer Verteilung, jedenfalls ohne Gewalt.)

Ansonsten hast du natürlich Recht was das spätere Verhalten angeht.
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (21.10.2012)
Na ja, nicht im Sinne von kooperativem Handeln ;-)
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (21.10.2012)
Das ist eine interessante Praxis und kommt dem nahe, was ich in den positiveren Beispielen erlebt habe. Zum Beispiel gab es auch schon Losen mit Befragung, wer bestimmte Termine braucht. Also erst die Mütter und Arbeitenden und dann Lose. Da in unserem Studiengang gerade einmal 100 sind, wäre es praktikabel. Müsste man mal an den FSR herantragen. Das Hauptproblem wäre sicher, die ganzen Leute zu einem Termin einzubestellen, wobei die Verweigerer dann "Pech" hätten?

Vielen Dank für deine Erfahrungen an deiner Uni. Ich wusste wirklich nicht, dass es da so engagierte Studentenschaften gibt.
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Kommentar von Skala (21.10.2012)
Oh jeh... und ich bin so stolz, meinen Stundenplan ohne größere Pannen angenehm zusammengefuckelt zu haben... gut, okay, der Individualismus kommt was das angeht ja erst in den späteren Semestern, aber bei uns geht das alles online, soweit ich das bis jetzt mitbekommen habe, und das finde ich bei einem recht großen Angebot doch ganz chillig, wenn man ein wenig kompromissbereit ist... auf Windhundrennen kann ich Zwerg nämlich ganz gut verzichten. :D
Schöne Kolumne, und deine Beispiele am Anfang fand ich ganz witzig, weil mich dieser Run auf gute Plätze und Topschnickschnack - egal worum es geht - meistens auch recht kalt lässt. :)
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MagunSimurgh
Kommentar von MagunSimurgh (21.10.2012)
Ja, wie asche.und.zimt beschrieb, gibt es offline und online ganz gute Wege, so etwas zu regeln. Jedenfalls gewaltfreiere, wie ich sagte. ;-)

Also ich sitze auch sehr gerne am Fenster im Flugzeug, aber ich muss zu meinem 6:15 Flug nicht schon 4 Uhr da sein dafür. :D
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