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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Samstag, 24. August 2013, 20:43


Usw.

von wupperzeit


Gerade habe ich erfahren, dass „Pisskopf“ gar keine, zudem wundervolle Beleidigung ist, sondern eine besonders geschmacklose Form beschreibt, sich zu frisieren, und bin damit eines meiner Lieblingsschimpfwörter beraubt worden. Sehr ärgerlich, jetzt bleiben mir momentan aber noch die aus dem österreichischen übertragenen Beschimpfungen für liebe Mitmenschen und so, die mir eine österreichische Freundin ständig zusendet, als da sind: „Heiterle“ oder „Zwuschgerl“. Oder ganz einfach: Usw.

Noch ärgerlicher, als seiner Lieblingsinjurie beraubt zu werden, ist es meiner Meinung nach, angehupt zu werden, im Straßenverkehr beispielsweise, von irgendwelchen Zwuschgerln, die meinen, mir, wieder beispielsweise, auch nach immerhin 32jähriger Fahrpraxis mittlerweile, etwas Neues über die Straßenverkehrsordnung und deren Umsetzung in die Praxis beibringen zu können. Oder über die technischen Möglichkeiten meines Autos zu belehren, die einen auf mich und meine potentiellen Begleiter mit 250 km/h zuschießend kommenden Irren auf das Schneckentempo von 180 km/h abzubremsen zwingen, wenn ich es einmal wage, auf seiner Autobahn zu überholen. Oder auf Beides.

Zu hupen ist generell verboten, außer es geschieht, wie in  §16 StVO geregelt, zum Abwenden einer Gefahrensituation, oder dem Ankündigen eines Überholvorganges außerhalb geschlossener Ortschaften, dies aber auch nur in Ausnahmefällen. Dies gilt auch für das Betätigen der „Lichthupe“. Und natürlich für den Missbrauch beider Instrumente gleichzeitig. Man darf also nicht hupen, wenn der vor einem Fahrende der eigenen Ansicht nach zu langsam fährt, an der Ampel keinen spektakulären Kickstart hinlegt, man darf auch nicht hupen, wenn man den lieben Freund Gustl auf der anderen Straßenseite erspäht hat und die Freude über diese unverhoffte Begegnung der gesamten Umwelt mitteilen zu vermeinen muss. Streng genommen darf auch durch Autokorsos nicht das „Schall – Zeichen“ betätigt werden, um den Sieg einer, schon wieder: beispielsweise, Fußballmannschaft oder eine Hochzeit, oder Beidem, oder im Gegenteil, oder umgekehrt lautstark zu feiern, hier drücken die so genannten Ordnungskräfte aber das legendäre Auge zu. Ansonsten wird die beschriebene Lärmbelästigung mit einem Strafgeld von zehn Euro sanktioniert.

Diese Strafe erhöht sich allerdings auch sputnikhaft, wenn die technische Gröhlerei weitere Folgen hat, jemand vor Schrecken stürzt und sich entsprechend verletzt, oder falls ein eher wenig selbstbewusster Autofahrer einen Unfall verursacht wegen der phonetischen Anpisserei durch andere Verkehrsteilnehmer. Ich habe auch einmal erlebt, dass einem Daimlerfahrer, der nicht schnell genug zu seinem nächsten potentiellen Betrug oder sonstigem Vergehen gelangte, von dem Begleiter einer durch einen Beingipsverband behinderten, nicht schnell genug eine Parklücke freimachend könnenden Dame angekündigt wurde: Wenn Du noch einmal hupst, trete ich Dir Deine Tröte in den Arsch. Und die Dame anschauend: Oder soll ich ihm jetzt schon ein paar aufs Mal geben? Die Dame meinte aber: Nee, lass bitte, Andreas. – Hupen kann teuer und gefährlich werden.

Dieses für jeden lärmempfindlichen Mitbürger wie eine besonders infame Verhöhnung des eigenen, chronischen Leidens viel zu niedrig erscheinende Bußgeld hält natürlich die meisten um ihre Gesundheit besorgten Bürger von einer Anzeige dieser Hupidioten ab, zumal ein solches Vergehen auch schwer nachzuweisen ist nach dem Vollzug. Aber wer, wie ich, ein weiteres Mal: beispielsweise, in einer Großstadt lebt, in der es ohnehin phony bis geräuschvoll zugeht im täglichen Umgang miteinander, der ist dankbar für jede Lärmbelästigung, die der gequälten Psyche erspart bleibt oder bleiben könnte.

Gott sei Dank verboten sind diese elenden Fanfaren in Mehrtönen, mit denen jeder Prolet seine Zugehörigkeit zu dieser Gruppe ebenso dokumentieren konnte wie durch das Zurschaustellen eines so genannten „Arschgeweihs“, schon wieder: beispielsweise, die Bauweise einer Hupe ist fast rührend exakt vorgegeben durch unsere  Gesetzgebung. Warum man auf den Einbau eines solchen Gerätes nicht überhaupt verzichtet, und statt dessen einen automatischen Bremskraftverstärker an dessen Stelle einbaut, erschließt sich mir allerdings nicht. Ich, zum Beispiel, habe in der Fahrschule noch gelernt, zu bremsen, statt zu hupen. Aber ein solcher technischer Umbau scheitert vermutlich an der Lobby der Fußballfans, die ich hier versuchsweise einmall zu Demonstrationszwecken exampliert erwähne, oder an den Hochzeitlern, oder vielleicht sogar nur an: Gustl.

Bisher gibt es leider noch keine seriösen Studien darüber, in welcher psychischen, physischen oder intellektuellen Konstitution sich jemand befindet, der einen Mitmenschen anhupt. Ich habe versucht, einige Phänotypen zu skizzieren, nicht erschöpfend, zugegebenermaßen, aber als Muster dienend zum Verständnis: den Spießer und Oberlehrer, den Proleten, den Randalierer, den Freund Gustls. Es gibt aber unzählige Studien, wie sich der „Lerm“, wie zu Zeiten Schopenhauers dieses Gift, dass sich für das Nervensystem des Einzelnen und in der Folge als Masse zerstörerisch auswirkt, zutreffender genannt wurde als heute. Ohne jetzt gleich Horrorvisionen bei Ihnen auslösen zu wollen, oder falsche Sinnzusammenhänge herstellen zu müssen, aber sagt der Volksmund nicht völlig zutreffend: Wer hupt, der frisst auch kleine Kinder?

Dieses Sprichwort stimmt vermutlich genauso oder genauso wenig wie die Behauptung, dass die Bezeichnung „Pisskopf“ einen hoffentlich nie zur Facon werdenden Haarschnitt beschreibt, den unverbesserliche Heiterle jeden ästhetisch empfindenden Menschen belästigend tragen. So gesehen bin ich voller Hoffnung und beseelt von dem brennenden Ehrgeiz, dass die Leser dieser kleinen Kolumne zumindest nach deren Lektüre ihre Mitmenschen nicht oder eben nicht mehr auditiv anpöbeln und auch keine Frisuren tragen oder zu tragen planen, deren sprachliche Definition zu den verschiedensten Missverständnissen führen kann oder muss. Ebenso wie umgekehrt und überhaupt. Damit ich Sie also in einer potentiellen Begegnung der beschriebenen Art nicht als Pisskopf oder gar als: Usw. titulieren muss, sondern Ihnen freundlich begegnen darf in der auch heutigen Hoffnung und dem aktuellen Wunsch für Sie und Ihre Lieben, was, kurz geschrieben bedeutet; - Ich wünsche Ihnen:

Einen guten Tag.


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