Login
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV angemeldet?
Jetzt registrieren!

Neu bei uns:
brettl (19.04.), Uwe_Deek (19.04.), Gerinnungsgefahr (18.04.), MCLeut (18.04.), GoldenGate (15.04.), The_Passenger (13.04.), BerndtB (11.04.), FraeuleinElfe (11.04.), ThomasF (08.04.), Moja (06.04.), Pluu (06.04.), Berlin_Geschichten (05.04.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Formatierungsmöglichkeiten:
[b]Fettschrift[/b]
[i]Kursivschrift[/i]
[u]Unterstreichung[/u]
[s]durchgestrichen[/s]

[quote]"Zitat"[/quote]
[pre]Monospace[/pre]
[color=red]Farben[/color]
[size=12]Textgröße[/size]

[align=right]rechtsbündig[/align]
[align=center]zentriert[/align]
[align=left]linksbündig[/align]

[text=67010]Link zu Text Nr...[/text]
[autor=name]Link zu Autor[/autor]
[url=werbefrei.php]interner Link[/url]
[exturl=http://abc.de]ext. Link[/exturl]
[email=ab@cd.de]eMail[/email]

Die Verwendung von HTML ist nicht gestattet.
Die vollständige Liste der Codes zur Formatierung ist hier zu finden.
Smileys:
lächelnd:):)
lächelnd:-):-)
schockiert:O:0
traurig:(:(
traurig:-(:-(
grinsend:D:D
Ätsch!:P:P
zwinkernd;-);-)
verärgert:gr::gr:
sorry:oh::oh:
Häääh?:?::?:
cool:cool::cool:
verächtlich:pah::pah:
lachend:lach::lach:
lachend:lol::lol:
gähnend:gaehn::gaehn:
ROFL:rofl::rofl:
keine Ahnung:?::??:

Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Sonntag, 10. Februar 2013, 00:07


Nostalgie

von wupperzeit


Kürzlich veröffentlichte das  Jugendkolumnenteam eine  Kolumnenreihe über Gedanken und Gefühle nach der eigenen Schulzeit; - das damalige Team der Jugendkolumne hat zu diesem Thema vor Jahren einmal eine Teamkolumne veröffentlicht.

Bitte sehr:

Abistokratie.

Der Adel geht, der Pöbel bleibt. Naja.

von kindermund, para.gone und wupperzeit

 Kindermund:

Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, die Schule zu verlassen. Nie wieder Unterricht. Zwölf Jahre lang gab es nichts anderes. Ich konnte mir aber auch nicht vorstellen, wie es ist, wenn die Zwölfer die Schule verlassen haben. Freilich sind sie noch Schüler. Aber sie haben keinen Unterricht mehr, nie wieder. Deshalb sind sie auch nicht hier und es ist still.
Ein Jahrgang verschwindet einfach. Sie hinterlassen frisch angemalte Wände vom letzten Schultag, ein großes Poster für jeden Kurs mit dem Kursmotto darauf. T-Shirts haben sie getragen am letzten Tag, knallbunte T-Shirts mit Sprüchen drauf, die nur die jeweiligen Leistungskurse verstehen. Eine eingeschworene Truppe und jetzt stieben sie in alle Himmelsrichtungen: Lernen, Studieren, Bund. Die kommen nicht wieder. höchstens vereinzelt: noch mal vorbeischauen.
Es macht mich traurig. Ich werde vor allem die Nachmittage im Internat vermissen. E mit der Gitarre und ihrem Gesang. Mit N Filme gucken und harmlose Passanten erschrecken. Und B… Eigentlich gehören wir doch dazu. Aber die eine Hälfte muss gehen und die andere vorerst bleiben. Und nächstes Jahr wird es für uns schlimm sein zu gehen.
Ich sammle Taschentücher für den Abiball.
Ich sehe nichts positives daran, mit der Schule fertig zu sein.

 para.gone:

Nach 13 Jahren Schule kann ich überzeugt sagen, dass es für mich keine schönere Vorstellung gibt, als endlich da weg zu sein. Ich hab’ mit 15 schon immer darauf gewartet, endlich 18 zu werden, ausziehen und studieren zu können; dass ich jetzt 19 bin, hat an der Wunschvorstellung nichts geändert. Endlich weg. Weit weg.
Natürlich verliert man jahrzehntelange Freundschaften und wer glaubt, dass sich viele Kontakte trotz des Auseinanderlebens halten, gibt sich Illusionen hin. Natürlich muss man sich von dem geregelten Schulablauf auf ein anonymisiertes, chaotisches Studentenleben umstellen. Natürlich muss man allein, ohne Freunde, in einer fremden Stadt mit einem Bruchteil der finanziellen Mittel auskommen, über die man verfügt hat, als man noch bei Mama wohnte. Aber, ganz ehrlich? Scheiß drauf.
Wenn man mich momentan fragen würde, dann gäb’ es für mich nichts Schöneres als die Vorstellung, allein in einer winzigen Studentenbude zu wohnen – ein Zimmer mit Küchennische, Bad und heruntergekommener Dusche im 13. Stock, 17m², 180€ Miete -, zusammenhangslose Vorlesungen zu besuchen, mich in irgendeinem inhumanen Studentenjob abzuackern, Bücher aus Antiquariaten zu wälzen und zweimal in der Woche zu Hause anzurufen und mich nach der schönen, alten, gutbürgerlichen Wohnung zurückzusehnen.
Die Vorstellung, 13 Jahre der Quälerei, der Ungerechtigkeiten, der Herabwürdigung [man denke nur an Lehrer, die Schülern das Gesicht in einen Stapel voll Kreide schlagen, an Selbstmorde, an Kinderpornografie, an perfides Mobbing, alles live, hautnah, an unserer Schule] hinter mir zu lassen, ein neues Leben zu beginnen, ein menschlicheres, freieres, erwachseneres.
Natürlich ist das naiv. Und ebenso natürlich ist es die Schwarz-Weiß-Malerei, die ich damit betreibe. Aber das macht nichts. Das erleichtert es, loszulassen, zu hoffen und sich zu freuen und gespannt auf die Zukunft zu warten, die sich bald meine Gegenwart nennen wird.

 wupperzeit:

Im Nachhinein: Sie haben natürlich beide Recht, die jungen Damen, es gibt Grund genug, sich vor dem Ende eines Lebensabschnitts zu ängstigen oder sein Ende zu betrauern, besser gesagt, oder es zu bejubeln und sich hoffnungsvoll auf den nächsten zu freuen. Das klingt banal, ist es auch, aber: so ist das Leben, - um noch eine Banalität draufzusetzen. Banalitäten sind ja auch deshalb so weit verbreitet, weil sie im Grunde genommen wahr sind, nur auf alles bezogen werden, dadurch unwahr werden: So ist das Leben.
Manchmal stelle ich mir das Leben als viele Zimmer einer Wohnung vor, man betritt immer wieder ein neues, und in jedem Zimmer ist man ein anderer Mensch, und man verlässt es als ein anderer Mensch, und durch die Türe blickt man zurück auf nichts als ein leeres Zimmer. So ist man im Wohnzimmer der Entspannte, in der Küche der Beschäftigte, im Schlafzimmer der Ruhende, auf der Toilette der: aber lassen wir das. Und es gibt mehrere Wohnzimmer, mehrere Schlafzimmer, usw., in dem einen Wohnzimmer hat man einen Film geschaut, in dem anderen Gäste empfangen, und wenn man überhaupt Lust dazu hat, durch die Türe zurückzublicken, so erinnert man sich kaum an die Handlung des Filmes, nur an Bilder, vielleicht, oder an die Gespräche mit den Gästen: da bleiben nur Worte haften, manchmal ein Gesicht, - man nimmt ja nie jemanden mit.. Selten. Fast nie. Manchmal sind die Zimmer schöner als die vorigen, - (Selten. Fast nie) -, manchmal fühlt man sich dort weniger wohl, der schönste Moment ist eigentlich immer, wenn man über die Schwelle tritt. Aber: man muss heraus aus den Zimmern, man lebt, und das heißt: man altert, in jeder Sekunde ein neues Zimmer, manchmal, und dann das letzte…
Geschwätz, Plattitüden eines (mittel)alten Mannes, aber: Was hattet Ihr erwartet, meine Damen des Teams, meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie auch, vulnerant omnes, ultima necat („Alle (Stunden) verwunden, die Letzte tötet“), so mein Motto des heutigen Tages und nicht nur heute, manchmal, und außerdem:
Man schickt einem älteren Herren keine Beiträge zu einer Teamkolumne zwei Stunden vor deren Veröffentlichung zu, das müsst Ihr noch lernen, bitte, und:
Guten Tag.“

Nostalgie eben, damit wünsche ich nicht nur für heute:

Einen guten Tag.


Kein Thema
Sunny tanzt (06.07.14)
Schweigen und Schreiben (03.11.13)
Es kann nicht jeden Sonntag Ei geben. Schon gar nicht das Gelbe. (13.10.13)
Quatsch (06.10.13)
Klein Fritzchen (29.09.13)
Ach, ja ... (22.09.13)
Das lebt (15.09.13)
Müde (08.09.13)
Seilchen springen (01.09.13)
Lerm (25.08.13)
Sachzusammenhänge (18.08.13)
Gute Besserung (04.08.13)
Die "Göttliche Komödie" und Erbeershakes (28.07.13)
Nach nichts (21.07.13)
Ein Verein (14.07.13)
Agenda 2020 (07.07.13)
Disziplin der Entspannung (30.06.13)
Eine Heulsuse (23.06.13)
Gute Lehre, schlechte Leere (16.06.13)
Eine Antwort (09.06.13)
Freude (02.06.13)
Prioritäten (26.05.13)
Kolumbus (19.05.13)
Warum der Muttertag der bessere Frauentag ist (12.05.13)
Kreide auf X (05.05.13)
Dingmontage (28.04.13)
Habt ihr jetzt endlich genug erfahren? (21.04.13)
Das Wir und wir (14.04.13)
Wechselstrombatterien (07.04.13)
Büchertod (31.03.13)
Wir haben das Pläneschmieden kultiviert (24.03.13)
Die Blinden (17.03.13)
Es ist kein Elefant im Raum, also fang doch an mit mir zu sprechen. (10.03.13)
Eine und die Kolumne (03.03.13)
Wer mag, darf auch mal wieder weiße Kaninchen bemühen (24.02.13)
Warum wir alle super sind (17.02.13)
Nostalgie (10.02.13)
Langweilig (03.02.13)
Staub in Samtvorhängen (27.01.13)
Europa, erst einmal (20.01.13)
Weltgeist und Zufall (13.01.13)
Michael Jackson und andere Wechselgetriebe (06.01.13)
Böller statt Brot (30.12.12)
Nach Hause fahren (23.12.12)
Kantig (bzw. eben nicht) (16.12.12)
Raus aus der Schule! (09.12.12)
Trip ins Paradies (02.12.12)
fettzeit (25.11.12)
Der Autor ist untot (18.11.12)
Blut und Öl (11.11.12)
Usw. (28.10.12)
Windhunde (21.10.12)
Nerven (14.10.12)
Wetten, und: Dass? (07.10.12)
GENIESS DAS JETZT! (30.09.12)
Ein Unfall (23.09.12)
Ich trag Pink, und das aus politischen Gründen. (16.09.12)
Eine Leuchte (09.09.12)
Gründe (02.09.12)
Life is pain (26.08.12)
Im Hier. Und Jetzt. (19.08.12)
home sweet home (passt nicht ganz) (12.08.12)
Wichtige Sachen (05.08.12)
Rheinberg (29.07.12)
Wer bin ich? Und wenn ja, wie komplex? (22.07.12)
Verstehen Sie SPSS? (15.07.12)
"Apfelmus generieren" (08.07.12)
Kolumnen schreiben (01.07.12)
Postkartengrüße und Portraitmalereien aus Krakau (24.06.12)
Fahnenflecken (17.06.12)
300 Witze (10.06.12)
Mal was aus dem Leben (03.06.12)
Die Angst vor Fehlern oder: Auch die Götter in weiß würfeln wie wir (27.05.12)
Vorhang im Gesicht (20.05.12)
Der fundamentale Attributionsfehler und die Liebe (13.05.12)
A rush and a push and the words// that you write with are yours. (06.05.12)
Details (29.04.12)
Zusammenhänge (22.04.12)
Bindungen, Biegungen, Brechungen. (15.04.12)
Stolz, Ehrgeiz, Charakter (08.04.12)
Teamunfähigkeit (01.04.12)
Spitzomen (25.03.12)
das graue Sichten (18.03.12)
Warum die Hoffnung vielleicht zuerst stirbt (11.03.12)
Fern sehen (04.03.12)
Einigkeit und Recht und Freizeit. (26.02.12)
Respekt (19.02.12)
Rettet den Wettersmalltalk (12.02.12)
Gäste und Kunden (05.02.12)
Bier, Holz und Kind an Bord (29.01.12)
Weil es mich ärgert. (22.01.12)
Von Sprech- und Sprachstörungen (15.01.12)
II: Solche Scheißgedichte kann doch jeder Idiot schreiben. (08.01.12)
I: Ich schreibe, also bin ich. (?) (01.01.12)
Keine Zeit, muss Mathekalender machen (25.12.11)
Geschenke (18.12.11)
Altruismus (11.12.11)
I want to believe- Ein uneinlösbares Versprechen. (04.12.11)
Wir haben ein Ergebnis. (Am Ende der Mathematik) (27.11.11)
Geräusch (20.11.11)
1982 (13.11.11)
Was in der Zeitung steht (06.11.11)
Von der Unmöglichkeit, im Kreis zu gehen. (30.10.11)
Nachts ist es hässlicher als draußen (23.10.11)
Die Evolution der Süchtigkeit (16.10.11)
Forever young (09.10.11)
Zentralverriegelung (02.10.11)
Die Wendeltreppe (25.09.11)
Eine Schlucht (18.09.11)
Über Pornografie (11.09.11)
Ich mach so Berlin (04.09.11)
Sonderangebote (28.08.11)
Facebook und so (21.08.11)
Obwohl...Nun ja. (14.08.11)
Wofür ich dankbar bin (07.08.11)
Trau. (31.07.11)
Ravi Wuppertal (24.07.11)
Für jemanden (17.07.11)
Die emanzipierte Beziehung (03.07.11)
Ganz anders (19.06.11)
Wieder märchenhaft (12.06.11)
Eine und die Kolumne (05.06.11)
Man sollte (22.05.11)
Sie schlachten den Tod aber ganz schön aus (15.05.11)
Hommage an Mutti (08.05.11)
Folklore (01.05.11)
Das Gesetz und die Propheten (24.04.11)
Die Guillotine für den Tag (03.04.11)
Warum ich ab Stuttgart 21 ausgestiegen bin (27.03.11)
Damsel in Distress (06.03.11)
Will mehr (20.02.11)
Wahre Liebe III (13.02.11)
Berliner Uschi-Ich (30.01.11)
Wahre Liebe II (23.01.11)
Thrown out of Drama School (Phantom/Ghost) (16.01.11)
Was ich im letzten Jahr dank Berg- und Hegemann gelernt habe (09.01.11)
Hommage an etwas (02.01.11)
Selbsthilfekolumne (12.12.10)
Pro Improvisation! (05.12.10)
Besetzt (28.11.10)
Mut zur Möblierten Melancholie! (21.11.10)
Übrigens (07.11.10)
Ist das noch Bohème oder schon die Unterschicht? (Britta:Wer wird Millionär?) (24.10.10)
...auf dem Dorfe (17.10.10)
Eine Soundso (10.10.10)
geo cashing und train catching – von der Weltwanderung des Geldes und der Suche nach einem pünktlichen Zug (03.10.10)
Schopenhauer und die Adipösen (26.09.10)
Vergewaltiger und Narzissen (05.09.10)
Währungen (29.08.10)
Ein Kampf (22.08.10)
Zweibeinige Pferde (15.08.10)
Napiersche Stäbchen (08.08.10)
Schachbrettphilosophen (01.08.10)
Über Monotropismus (25.07.10)
Vorurteile (11.07.10)
Sieg der Nettigkeit (04.07.10)
Wickelräume und Payback (27.06.10)
Heraldische Improvisation (20.06.10)
Ganz ehrlich - (13.06.10)
Du sollst nicht Gott spielen (06.06.10)
Mißstände, Mißverständnisse (30.05.10)
Von Serienjunkies und Revolverhelden (23.05.10)
Was macht schon ein schlechtes Gewissen? (16.05.10)
Danke (09.05.10)
Omerta (02.05.10)
Parvenüs (25.04.10)
Warum wir über Physik schreiben sollten (18.04.10)
Strabaphilomatik (11.04.10)
Jugend, ein Niemand (28.03.10)
Eine Operette (21.03.10)
Warum man einen weißen Hasen jagt, wenn man weiß, wie die Geschichte ausgeht. (14.03.10)
Ganz Frau (07.03.10)
Wahre Liebe (28.02.10)
kirschprinzip (21.02.10)
Wessen kann ich mir gewiss sein? (14.02.10)
Bauernopfer brennen nicht mehr, sie rauchen bloß noch (31.01.10)
Eine Warnung (24.01.10)
Ein Sozialromantiker (17.01.10)
Mein Wort des Unjahres (10.01.10)
Gescheiterte Existenzen (03.01.10)
Weihnachtsfrieden und Glühweinrausch (20.12.09)
Für Wortverdreher (13.12.09)
Ansichten einer Bratgemeinschaft (06.12.09)
Natürlich Mord (29.11.09)
Team keinThema.de
Team-Kolumnen
Aktive Kolumnen
Kolumnen-Archiv

Kolumne melden
© 2002-2018 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2018 keinVerlag.de