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Kein Thema

Sonntagskolumnen


Die Kolumne des Teams "keinThema.de"



Samstag, 22. Juni 2013, 22:46


Eine Heulsuse

von wupperzeit


ist, laut „Duden“ , eine „weibliche, seltener männliche Person, die leicht zu weinen beginnt, häufig weint“, und normalerweise käme kein einigermaßen politisch gebildeter Mensch auf die Idee, diese Definition ausgerechnet mit dem derzeitigen Kanzlerkandidatendarsteller der SPD zu assoziieren, dem auch als „Peitschen-„ bzw. „Pannen-Peer“ bekannten Herrn Steinbrück. Den aber rührten die Worte seiner Ehefrau während einer Veranstaltung dieser ehemaligen Volkspartei derart, dass er eine Art Schluchzen öffentlich zu mimen versuchte, um zu zeigen, dass er etwas besitzt, was man so gemeinhin als Gefühle bezeichnen könnte. Würde man ihn denn nicht besser kennen als die genannte Frau das offensichtlich in einer langen Ehe gelernt hat.

Ein angenehmes Leben habe man geführt, viel Zeit zusammenverbracht, in dieser Zeit zumeist Scrabble gespielt, Peer Steinbrück sei seinem Hobby nachgegangen, Modellschiffe zusammenbauen, man sei reich und frei gewesen, bis sich Steinbrück entschlossen habe, Kanzlerkandidat zu werden. Und dieser undankbare Wählerpöbel, angestachelt von einer gnadenlosen Presse, dankt es ihrem Großmärtyrer mit ihrem bestenfalls Hohn und Spott über dessen Versuche, sich seriös darzustellen. Ihr Peer schluchzte dazu zustimmend.

Nur wurde dieses angenehme Leben leider dadurch ermöglicht, dass sich Steinbrück, anstatt sein Mandat als Bundestagsabgeordneter auszufüllen, von seinen Kumpanen aus seinen Zeiten als Finanzminister einladen lies, hochdotierte so genannte Vorträge zu halten, und auch anderweitig als Politiker nur dadurch zu glänzen, sich bei jeder Gelegenheit alle Taschen vollzustopfen, wie man so schön sagt. Zwanzig Reden im Jahr zu halten ist natürlich weniger zeitaufwändig als im Bundestag mitzuarbeiten, und offensichtlich bedeutend lukrativer. Kein Wunder also, dass die Steinbrücks viel zusammen gelacht haben, sie haben über uns gelacht, die wir als Steuerzahler seine Modellbauerei bezahlt haben. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Frau Steinbrück ihren Peer nie gefragt hat: Sag mal, wo haben wir eigentlich die ganze Kohle her, Du bist doch Bundestagsabgeordneter, oder nicht?

Ist sogar denkbar, dass sie misstrauisch geworden ist, wie eine solche Verlierertype wie Steinbrück zu einem solchen Reichtum gelangen konnte, schließlich hat er bisher in jeder von ihm ausgeführten Position versagt. Und so hat sie sich gedacht: Er hat sich da wieder etwas aufschwatzen lassen, von seinen dubiosen Freunden, einen Kredit haben sie ihm gegeben, und mein Peer, dem bisher niemand ausreden konnte und wollte, er sein ein Finanzgenie … Oder so etwas. Wie erleichtert wird sie gewesen sein, als sie die Wahrheit erfuhr: Betrogen wurde nur der Steuerzahler.

Er ist Kanzlerkandidat, nicht ich, hat sie, sinngemäß, gesagt, als man sie fragte, inwieweit sie ihren Mann während seines Wahlkampfes unterstützen werde, und sich dann vorige Woche anders entschieden. Nicht einmal das schafft er alleine, wird sie geseufzt haben, überall ist er bisher rausgeflogen: Schule, Finanzministerium in Schleswig-Holstein, Ministerpräsidentenamt in NRW, Bundesfinanzministerium, ist eigentlich offensichtlich, dass die logische Konsequenz einer solchen Karriere nicht die Leitung des Bundeskanzleramtes bedeutet als Konsequenz am Schluss. Was sollen die Nachbarn denken. Oder so.

Und Steinbrück wird sich gedacht haben während der Heulsusenszene: Bald sitze ich wieder zu Hause, Scrabble spielend, das wird ja hier nichts mehr. Oder so.

So gesehen waren Steinbrücks Tränen, die so genannten, vielleicht durchaus echt, und nicht die durchschaubare Inszenierung eines öffentlich dargestellten Selbstmitleides, sondern nur die ein wenig peinliche Offenbarung eines Missverständnisses zwischen zwei Eheleuten.

„Liebling“, sagte meine Frau gerade, „wir lachen so wunderbar viel zusammen.“ Und sie meint: Wenn Du nicht bald anfängst, etwas Anderes zu machen, als diese albernen Kolumnen zu schreiben, wird das noch ein schöner Abend für Dich. Glauben Sie der Weisheit aus Erfahrung eines seit hundert Jahren verheirateten Mannes: Wenn Ihrer Frau als einziger positiver Beschreibung ihres Ehelebens das „gemeinsame Lachen“ einfällt, wenn sie zudem ihren Ehealltag als eine Anhäufung von Scrabbelspielen und Schiffsmodellebauereien beschreibt, könnte es möglich sein, dass ihre Ehe eben zu einem lächerlichen Scrabbelspiel degeneriert ist. Und wenn sie sagt: Ich kann so wunderbar über Dich lachen …

Ich hoffe, dass Frau Steinbrück bald wieder gemeinsam mit ihrem Peer lachen kann, und damit nicht meint: Über ihn. Ihnen wünsche ich das selbe für ihre Ehe oder Beziehung, den Humor statt des Gelächters zudem, und für heute:

Einen guten Tag.


 
 

Kommentare zu diesem Teamkolumnenbeitrag


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (24.06.2013)
Das Scrabble-Spiel als Ausdruck seelischer Paarbeziehungsdegenerierung? Nun ja, ich weiß nicht. Ich spiele gerne das Wörterlegespiel und will immer gewinnen.
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wupperzeit
Kommentar von wupperzeit (25.06.2013)
Ja, ich weiß ...

Vielen Dank für Deinen Beitrag.
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